Monatsarchiv für Oktober 2010

Der "Visual CV": Eine Alternative zum klassischen Lebenslauf?

Donnerstag, den 7. Oktober 2010
Lukas

Auch wenn die Medien immer wieder Panik über den "Karrierekiller Internet" verbreiten – die Wahrheit ist eine andere: Der Bewerber von morgen heute hat in den meisten Fällen schlechtere Chancen, wenn von ihm wenig bis gar nichts im Netz zu finden ist. Eine neue Möglichkeit, sich arbeitgebergerecht im Netz zu präsentieren, ist der "Visual CV".

Ist der zweiseitige Papier- oder PDF-Lebenslauf bald Geschichte? So weit sind wir sicher noch nicht. Doch der Papier-Lebenslauf ist simpel. Jeder Bewerber sieht ungefähr gleich aus. Kaum eine Chance, sich abzuheben, wenn man etwas mehr als den Bewerber-Durchschnitt zu bieten hat. Und jeder kennt die Qual, seinen CV so zu kürzen, dass alles Wichtige auf die vermaledeiten zwei Seiten passt und trotzdem gut aussieht.

In den USA entstehen daher neue Formen, sich als kompetenter Bewerber zu präsentieren. So zum Beispiel der "Visual CV":

Der "Visual CV"
Gerade wenn viel von einem im Internet zu finden ist, könnte der "Visual CV" eine Option sein: Das Internet-Tool (Anmelden unter visualcv.com) verknüpft ein klassisches Lebenslauf-Format mit interaktiven Inhalten, also mit zusätzlichen Links auf Blog-Postings, Fachartikel, Videos, Präsentationen, Twitter-Konten und so weiter. Auch Grafiken oder Diagramme kann man einfügen, zum Beispiel die steigende Umsatzkurve seit dem eigenen Einstieg beim derzeitigen Arbeitgeber. Hier ein (Werbe-)Video darüber, wie das (im besten Fall) funktioniert:


Beispiele für Visual CVs:

Mehrwert zu Xing, LinkedIn & Co.?
Klar: Mit dem Visual CV kommt noch ein Profil hinzu, das man pflegen muss. Abgesehen davon kommt der "Visual CV" zwar etwas arg "amerikanisch" rüber, er kann sich aber sehen lassen. Er bietet dem Recruiter einiges an Mehrwert zum Xing- oder LinkedIn-Profil, die derzeit in der Regel als "Online-CV" herhalten – wenngleich man als Personaler hier natürlich nicht gleich sieht, ob die Bewerberin in der Branche auch gut vernetzt ist. Er taugt mindestens als Ergänzung zum traditionellen CV, und wenn das Wunschunternehmen nicht ganz von gestern ist, demnächst vielleicht auch als Ersatz?

Google ist noch nicht dran gewöhnt
Mit einem professionell gemachten Visual CV müsste auch der googelnde Personaler einen guten Eindruck vom Bewerber bekommen. Nur: Google muss meinen Visual CV auch gleich an prominenter Stelle ausspucken. Das ist derzeit noch nicht der Fall. Zumindest landet bei meiner Suche nach ein paar der Namen aus den (echten) Beispielprofilen deren Visual CV nicht mal auf der ersten Seite.

Wenn sich diese CV-Form stärker verbreitet, wird auch Google darauf anspringen. So viel Content zu einer Person auf einer Seite – wenn das mal kein relevantes Suchergebnis ist. Und so lange könnte man den Link ja in die E-Mail zur Bewerbung tun.

Was denkt ihr: Ist so ein Visual CV die Zukunft? Ist er eine gute Alternative zum CV? Oder braucht das keiner? Welche Alternativen oder Ergänzungen zum klassischen CV nutzt ihr?

Die Siegerbilder auf der Startseite

Mittwoch, den 6. Oktober 2010
Lukas

Die Siegerbilder des Fotowettbewerbs 2010 sind nun auf der Community-Login-Seite: Einfach mal kurz ausloggen und dann zur Login-Seite der Community klicken. Dann müsstet ihr so etwas sehen ("Aktualisieren" klicken, um weitere Bilder zu erblicken):

Die e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Christine Brunner

Dienstag, den 5. Oktober 2010
Lukas

Seit September bespaßt Christine Brunner als Community-Managerin die e-fellows. Dank ihrer Koffeinsucht hat sie genug Energie, sich den großen und kleinen Dingen in der Community zu widmen, ganz nebenbei noch zu musizieren und Sport zu treiben und eine Weltreise zu planen – als ob sie bei e-fellows.net jemals Zeit für so etwas finden würde.

Was machst du bei e-fellows.net?
Ich bin Community-Managerin, ich kümmere mich um alles, was mit der e-fellows.net community zu tun hat. Das wichtigste für mich ist, dass die e-fellows Spaß haben und die Community weiterhin so aktiv bleibt wie bisher. Ich helfe also den e-fellows, sich untereinander zu vernetzen und auszutauschen, beantworte und kommentiere ihre Fragen und versorge sie mit frischem Content auf unserer Website. Nebenbei trinke ich viel Kaffee, twittere und poste Neuigkeiten und Termine auf unserer Facebook-Fanseite. Ja, und wenn dann noch Zeit bleibt, diskutiere ich mit Lukas und Caro über neue Features, die die Community noch besser und nutzerfreundlicher machen als sie schon ist.

>> Teil 28 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?<<

Christine

Was hast du vorher gemacht?
Bis Juli 2010 habe ich an den Unis Gießen, Leicester und Passau Sprachen, Kultur und Wirtschaft studiert. Das klingt unspezifisch, ist es aber nicht. In meiner Diplomarbeit habe ich nämlich ganz konkret Sprache und Interaktion im WWW untersucht. Das hat mir viel Spaß gemacht, weil ich so auch "professionell" einen Grund hatte, mich stundenlang im Web aufzuhalten und mich mit Themen rund um Social Media zu befassen. Damit ich das weiterhin tun kann, habe ich mich einfach im Community-Team von e-fellows.net beworben. Hier kann ich meine Begeisterung fürs WWW voll ausleben und mich gleichzeitig auch mit so aufgeweckten Menschen wie den e-fellows austauschen. Diese Kombi finde ich echt klasse.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Ich finde es großartig, dass ich hier so nette und motivierte Menschen um mich habe. e-fellows.net ist ein sehr junges und familiäres Unternehmen mit vielen intelligenten Menschen, mit denen es einfach Spaß macht, über neue Ideen zu sprechen und sich gegenseitig auszutauschen. Mir gefällt es gut, dass ich hier auch meine eigenen Vorschläge einbringen kann und viel Freiraum bei der Umsetzung habe. Und die Innenstadt-Lage unseres Büros mit dem Marienplatz um die Ecke ist nach meiner Zeit im kleineren und schlichten Gießen natürlich ein zusätzliches "Schmankerl".

Welche privaten Interessen hast du?
Neben Sprache und Kommunikation ist Musik das zweite Standbein in meinem Leben. Wenn ich nicht selbst musiziere, gehe ich auf Konzerte oder durchforste die Neuerscheinungen der vergangenen Wochen nach interessanten Tracks. So habe ich mittlerweile eine beachtliche Sammlung an Musik zusammen – von Klassik über Jazz bis Rock ist alles dabei.

Darüber hinaus spiele ich gerne Fußball und Tennis und bin noch auf der Suche nach netten Teams in München. Sport brauche ich einfach, um nicht vollständig einzurosten – und auch um den vielen Kaffee abzubauen, den ich tagsüber im Büro trinke.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Das war 1996, als wir einen Briefaustausch mit einer Schule in Australien starteten. Ich weiß noch genau, wie unser Lehrer das erste Mal die ausgedruckten E-Mails in die Klasse mitbrachte. Damit ich meiner neuen "Brieffreundin" antworten konnte, hab ich mir zu Hause gleich einen E-Mail-Account eingerichtet. Das Wählgeräusch unseres Modems und das minutenlange Warten auf die Verbindung werde ich nie vergessen – das hat für mich damals dazugehört wie die Briefmarke zum Brief. Heute versuche ich immer, an diese Zeit zu denken, wenn ich mich mal wieder über einen langsamen Seitenaufbau oder eine temporäre Störung aufrege.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Sir Peter Ustinov. Ich bewundere ihn für seine Vielseitigkeit und sein soziales und politisches Engagement. Er war Opernregisseur, Autor, Schauspieler, Humanist und vor allem ein Mensch, der sich selbst nie zu ernst genommen hat. Diese Portion Selbstironie und Gelassenheit ist etwas, das vielen Menschen heute einfach fehlt.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Oh, da gibt es einiges. Ich reise unglaublich gerne und finde es total interessant, mit Menschen aus anderen Kulturen zu sprechen und zu sehen, wie sie leben. Ich will also auf jeden Fall noch eine Weltreise machen – und dabei auch in mindestens drei Ländern pro Kontinent einen Zwischenstopp machen. Neben diesem Langzeitprojekt habe ich auch ein paar bescheidenere Pläne, die ich hoffentlich in der nächsten Zeit in die Tat umsetze: Ich möchte sehr gerne noch Orgel spielen lernen und unbedingt mal Paragliden. Als Kind bin ich viel geklettert, allerdings hat mir dieser Abstand zum Boden nie gereicht.