Zwei neue Community-Moderatoren stellen sich vor

18. Oktober 2010
Christine

Letztes Jahr haben wir euch unsere drei Community-Moderatoren Christina, Jacqueline und Tarek vorgestellt. Jetzt haben sie mit Katrin Urschel und Sven Truckenbrodt Verstärkung bekommen. Der ein oder andere wird die beiden schon als aktive Community-Nutzer kennen. Wer sie ist und warum ihr die Community am Herzen liegt, erzählt Katrin euch selber:

Katrin Urschel, der lebende Beweis, dass transatlantische Fernbeziehungen funktionieren, hat gerade ihre Doktorarbeit abgegeben und wartet jetzt darauf, endlich nach Kanada ziehen zu können. Wenn sie nicht gerade im Flugzeug sitzt, ist sie eine echte Heavy-Userin der Community und fühlt sich mit voranschreitendem Alter weise genug, um als Moderatorin die nötige Gelassenheit an den Tag zu legen.

Katrin Urschel "Ich wohne seit über vier Jahren in Galway an der irischen Westküste und genieße die irische Lebensart und meinen Meerblick, wenn ich nicht gerade mal wieder über die hiesige Infrastruktur, die hohen Lebenshaltungskosten oder den von allen Seiten kommenden Regen schimpfe. Meine Leidenschaft gilt dem Tanzen (Ballett, Jazztanz) und ich wünschte, es gäbe mehr Tanzensembles, die dem Galwayer Theater einen Besuch abstatteten.

e-fellows.net begleitet mich seit acht Jahren und ist mein 'Number-one Medium', um mit dem tagespolitischen Geschehen und dem Zeitgeist junger Akademiker in Deutschland in Kontakt zu bleiben. Eine meiner vielen Fernbeziehungen, wenn man so will. In der Community gelte ich als Expertin für Fernbeziehungen schlechthin, denn mein Mann wohnt in Kanada. Nach fast sieben Jahren Beziehung – sechs davon über einen Zeitzonenunterschied von zwischen ein und neun Stunden – haben wir diesen Sommer endlich geheiratet. Doch wir müssen mit dem Zusammenziehen aus visumstechnischen Gründen noch bis Sommer 2011 warten… So lange werde ich noch in Galway an der Universität als wissenschaftliche Assistentin arbeiten.

Nach vier Jahren intensiver Arbeit habe ich gerade meine Ph.D.-Dissertation abgegeben. Jetzt bin ich offiziell weltweit die einzige Expertin dafür, wie sich das ethnische Selbstverständnis von irischen Einwanderern und deren Nachfahren in Kanada im Rahmen der Literaturgeschichte (ca. 1820-2000) verändert hat. Ja, man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man Professor der Literaturwissenschaft werden will. Ich finde interkulturelle Begegnungen sehr spannend, egal ob sich das auf Kulturen verschiedener Länder oder Subkulturen im eigenen Land bezieht. Aber auch die Wirtschaft ist ein Faktor, der meine Sichtweise stark beeinflusst, und mein interdisziplinärer Hintergrund ist in meiner Doktorarbeit sicher nicht zu übersehen.

Das Interdisziplinäre und Interkulturelle ist es auch, was mich an der Community fasziniert. Ein Gedankenaustausch vieler kreativer und intelligenter Köpfe, der mich oft zum Nachdenken anregt, mich zum Schmunzeln und Lachen bringt. Es ist klar, dass die unterschiedlichen Interessen, fachlichen Hintergründe und Altersunterschiede manchmal ein Konfliktpotenzial darstellen, aber ich bin immer wieder begeistert zu sehen, wie viele Streitereien man mit sachlichen Argumenten zur Zufriedenheit (fast) aller lösen kann. Das gute Diskussionsklima will ich auch als Moderatorin weiter fördern.

Ich verbringe definitiv mehr Zeit mit der Community als mit meiner Familie in Deutschland am Telefon – soviel steht fest. Weil ich schon so lange dabei bin, habe ich viele Veränderungen gesehen und etliche Diskussionen mehrfach mitverfolgt. Das schürt manchmal die Emotionalität, macht mich manchmal sehr gelassen und führt mir aber auch hin und wieder vor Augen, dass ich inzwischen ja doch ganz schön alt bin! Zusammengenommen ist all das sicher ein Vorteil, um vermittelnd in Diskussionen eingreifen zu können."

Ritter Sven "Eisenfaust" Truckenbrodt hat das Moderatorenteam im Feldzug gegen anonyme Beleidigungen und mangelnden Zusammenhalt bis zum Sommer 2012 unterstützt. Wir danken ihm für seinen unermüdlichen Einsatz und alles, was er zur Community beigetragen hat!

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