Monatsarchiv für Oktober 2010

Erfahrungsbericht (Allianz): Hungern für die Karriere

Donnerstag, den 28. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Entspanntes Wochenende mit Vorträgen im Luxushotel? Beim Event mit der Allianz sieht das etwas anders aus: Riad hat sich der Herausforderung gestellt und drei Tage lang Kälte, Hunger und Erschöpfung getrotzt – ein Karriere-Training der ausgefallenen Art. Statt leckeren Häppchen, gemütlichem Hotelzimmer und schickem Anzug gab es Kletterpartien, Feldbetten und Wanderschuhe.

Riad Riad (29) wollte sich beim Event der Allianz beweisen: Drei Tage lang hat er mit seinen Mitstreitern in Göbelsmühle ein Survival-Training absolviert. Beim Seilbahnbauen, morgendlichem Krafttraining und Orientierung mit Kompass und Karte hat er einiges über Teamgeist und Durchhaltevermögen gelernt.

Titel der Veranstaltung
"Überwinde deine Grenzen" (Allianz)

Datum und Ort
13. bis 15. September 2010 in Kaisersesch bei Koblenz

Warum ich teilgenommen habe
Um meine Leistungsfähigkeit zu steigern, wollte ich unbedingt am Event der Allianz teilnehmen. Dabei hat mich vor allem interessiert, wie man komplexe Probleme unter psychischem und physischem Druck löst.

Hotelbett? Fehlanzeige
Offizieller Start der Veranstaltung war um 17 Uhr. Die meisten von uns hatten sich schon im Zug kennengelernt. Wer fährt auch sonst zu dieser ungewöhnlichen Zeit nach Kaisersesch, bepackt mit Wanderschuhen und einem großen Rucksack? Im Waldhotel Kurfürst angekommen, gab es eine kleine Vorstellungsrunde, Buffett inklusive. Doch wer dachte, dass er die nächsten Tage im gemütlichen Hotelbett verbringen würde, hatte sich getäuscht. Auf einem Anhänger ging es gleich Richtung Göbelsmühle.

Per Seilbahn über einen Fluss
Die erste Aufgabe bestand darin, eine 15 Meter lange Seilbahn über einem Fluss mitten im Wald zu errichten. Mit Seilen, Karabinerhaken und Spannschlaufen bewaffnet, kletterten wir die Bäume hinauf. Die Errichtung der Seilbahn war wesentlich komplizierter als wir es uns vorgestellt hatten: Wir mussten die Seile über 15 Meter werfen, was wesentlich schwieriger war als gedacht.

Währenddessen war es dunkel und kalt geworden. Also mussten wir unsere Taschenlampen benutzen, uns zur Absicherung aneinander festhalten und uns bewegen, um nicht zu frieren. Doch nachdem die Seilbahn konstruiert war, konnte jeder Teilnehmer per Seilbahn den Fluss überqueren, wir waren froh, sicher auf der anderen Seite angekommen zu sein. Schließlich ging es zurück zur Göbelsmühle, wo wir alle gegen Mitternacht in unsere Betten fielen.

"Roger, alles in Ordnung? Wo seid ihr?"
Nach dem Weckruf um 6.00 Uhr ging es nach etwas Frühsport mit Joggen und Dehn- und Kräftigungsübungen zur Tagesaufgabe. Als Gestrandete und ausgestattet mit einem Kompass, einer rudimentären Karte und einem Funkgeräte bestand die Aufgabe für unsere Gruppe darin, unseren Rettungspunkt zu finden. Dabei musste man sich über Funk mit der anderen Gruppe verständigen und versuchen, den Weg zu einzelnen Nachrichtenstationen zu beschreiben.

Schwerer als erwartet: Entweder es gab keine Funkverbindung oder der Weg war auf der Karte der Partnergruppe nicht eingezeichnet, sodass man sich auf seinen Kompass verlassen musste. Doch wir schafften es schließlich, den Rettungspunkt zu finden.

Belohnung? Von wegen!
In der Erwartung auf ein leckeres Barbecue malten wir uns aus, wie wir am Rettungspunkt unser Festmahl genießen würden. Doch die Skeptiker hatten recht: Wir fanden eine weitere Nachricht, zu der wir uns bei einem 50 Meter tiefen Abstieg und durch einen kalten Fluss gequält hatten. "Zwei Rekruten haben sich schwer verletzt, baut aus Planen und Seilen zwei Transportbetten und bringt sie heim zur Göbelsmühle", lautete die Aufgabe. Mit nassen Schuhen und in durchgeschwitzten Sachen ging es Richtung Göbelsmühle, wo wir doch zu unserem verdienten Mahl kamen. Erschöpft fielen wir in unsere Feldbetten, die uns wie ein Luxusschlafgemach vorkamen.

Sauna im Indianertipi
Nach etwas Frühsport um 6.30 Uhr hatten wir die Möglichkeit, über unsere Grenzerfahrungen, Konflikte und Leistungsbereitschaft nachzudenken und jeden Teilnehmer "auf einem heißen Stuhl" einzuschätzen und Empfehlungen mitzugeben. Gekrönt wurde der Abschluss durch einen Saunagang in einem selbst gebauten Indianerzelt.

Fazit: Das etwas andere Job-Event
Ich kann es nur wiederholen: Beim Event der Allianz bin ich an meine Grenzen gekommen und habe es geschafft, sie durch Teammotivation zu überwinden. Die Veranstaltung war ein voller Erfolg und ich kann wirklich jedem empfehlen, diese Grenzerfahrungen zu machen.

Super fand ich den Veranstaltungsort und das angemessene Verhältnis zwischen "Arbeit" und "Freizeit". Toll war außerdem die Atmosphäre zwischen Teilnehmern, Allianz-Mitarbeiter Gerald Haderlein und den Trainern. Und auch  nach dem Wochenende werden wir in Kontakt bleiben: Wir haben E-Mail-Adressen ausgetauscht und werden eine Facebook-Seite anlegen.

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Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Erfahrungsbericht (MBA Day): Gerüstet für die MBA-Bewerbungen

Dienstag, den 26. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Vollzeit- oder Teilzeit-MBA – was hat welche Vorteile? Wie komme ich an ein Stipendium? Und wie wichtig ist der GMAT wirklich? Diese Fragen und noch viele mehr konnte Oscar beim e-fellows.net MBA Day in Frankfurt klären. 91 Business Schools standen ihm am 2. Oktober Rede und Antwort – nun steht sein Masterplan für den MBA.

Ich habe an der Veranstaltung teilgenommen, weil ich erfahren wollte, welche Auswahlkriterien und Verfahren für die Zulassung zu einem MBA-Programm gelten. Damit möchte ich einen Vorbereitungsplan erarbeiten, um mich 2011 oder spätestens 2012 für ein MBA-Studium zu bewerben. Mich mit anderen Young Professionals und MBA-Studenten von morgen auszutauschen war dabei sehr hilfreich. Nicht zuletzt wollte ich natürlich die anwesenden Schulen persönlich kennenlernen.

Oscar Oscar arbeitet bei Detecon Consulting als Unternehmensberater. Nächstes Jahr möchte er einen MBA draufsatteln. Was er dafür beachten muss, hat er beim MBA Day von e-fellows.net erfahren.

In Einzelgesprächen nachhaken
Zuerst gab es eine Vorstellungsrunde der Vertreter der Unis und der e-fellows.net-Mitarbeiter, die den MBA Day organisiert hatten. Im Anschluss daran hatte ich die Gelegenheit, für etwa 30 Minuten an der Frage-Antwort-Session teilzunehmen, bevor die vorterminierten Einzelgespräche auf mich warteten.

Feedback zum Lebenslauf
In diesen Gesprächen konnte ich meine Fragen an die Vertreter der Business Schools stellen und wertvolles Feedback zu meinem Lebenslauf erhalten. Vorher noch nicht so bewusst war mir, dass die Vorbereitung auf den GMAT einiges an Zeit beansprucht und die Ergebnisse sehr wichtig sind. Von ihnen hängt nicht nur die Zulassung, sondern vor allem auch die Vergabe von Stipendien ab.

MBA nach eigenen Wünschen aussuchen
Mir wurde auch bewusst, dass es das wahre und einzige "MBA-Programm" nicht gibt. Vielmehr sollte jeder eine Reihe von Kriterien für sich definieren, die für ihn besonders relevant sind, und auf dieser Basis dann eine Entscheidung treffen.

Die Veranstaltung hat bei mir einen sehr positiven Eindruck hinterlassen und wird mir sicherlich helfen, die Bewerbungen strukturiert vorzubereiten. Schön fand ich, dass die Vertreter der Universitäten sehr hilfsbereit und offen waren. Sie zeigten reges Interesse an meinen Fragen und versuchten, sie möglichst vollständig zu beantworten. Dadurch konnte ich einige meiner Annahmen nochmals kritisch hinterfragen und überdenken. Ich würde die Veranstaltung jedem empfehlen, der einen MBA anvisiert – unabhängig davon, in welcher Stufe des Entscheidungsprozesses er sich befindet.

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Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Perspektive Patentanwalt): Das Recht des Erfinders schützen

Dienstag, den 26. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Faszination für Technik kann man auch in einer Anwaltskanzlei ausleben. So das Fazit von e-fellows.net-Stipendiat Henri bei "Perspektive Patentanwalt". Fälle aus der Praxis der Kanzlei Fish & Richardson zeigten ihm, dass die Arbeit aus viel mehr als Aktenwälzerei besteht. Patentanwälte müssen auch eine Kombination aus technischem Know-how und treffsicherem Formulierungsgeschick mitbringen – sonst kann es für den Mandanten teuer werden.

e-fellow Henri (29) schreibt gerade die letzten Sätze seiner Doktorarbeit in Physik an der University of Oxford. Bei der e-fellows.net-Veranstaltung "Perspektive Patentanwalt" tauschte er die Laborluft gegen die einer Patentanwaltskanzlei. Dabei ist er auf den Geschmack gekommen, neugierigen Tüftlern zu helfen, die Rechte an ihren Erfindungen zu sichern.

24 Physiker und Ingenieure schnupperten am 1. Oktober im Mariott-Hotel in München erste Anwaltsluft. Bei "Perspektive Patentanwalt" trafen die Studenten und Promovenden Dr. Frank Petereins (Managing Principal), Alexander Harguth (Principal), Dr. Jan-Malte Schley, Markus Coehn (beide Associates) und Felix Glöckler (Patentanwaltskandidat) von der Kanzlei Fish & Richardson sowie Dr. Erwald Lenk vom Deutschen Patent- und Markenamt und Susanne Wagner von der Patentanwaltskammer.

Vom Buch zur Veranstaltung
Durch das Buch "Perspektive Patentanwalt" hatte ich schon viel über den Beruf des Patentanwalts erfahren. Weil ich aber in meinem Physikstudium mit Jura nichts am Hut hatte, wollte ich unbedingt aus erster Hand wissen, ob Patentanwalt der richtige Beruf für mich sein könnte und ich alle Fertigkeiten mitbringe, um erfolgreich zu sein. "Perspektive Patentanwalt" bot mir die Möglichkeit, das herauszufinden. Ich konnte meine Fragen direkt an Vertreter von Fish & Richardson loswerden und mich mit anderen Interessenten über das Für und Wider des Berufs auszutauschen.

Fälle aus der Praxis kennenlernen
Die Veranstaltung beginnt mit einem Kaffeeempfang. Dort kann ich die anderen Teilnehmer kennenlernen und bereits mit Mitarbeitern von Fish & Richardson sprechen. Nach einer kurzen Einführung von e-fellows.net-Mitarbeiterin Tanja Lau stellt der Managing Principal, Dr. Frank Peterreins, die Kanzlei vor. Danach geht es gleich in die Praxis. Mit einem Fallbeispiel, einer Patentstreitigkeit, erklären uns die Referenten, warum der Beruf so komplex, aber auch nicht schlecht bezahlt ist. Man benötigt eine ausgewogene Kombination aus sehr gutem technischen Verständnis und der Fähigkeit, Sachverhalte sprachlich klar und präzise darzustellen und zu analysieren. Im Falle einer sprachlichen Unachtsamkeit kann es im Extremfall zu hohen wirtschaftlichen Schäden für den Mandanten kommen.

Zwischen technischem Know-how und Aktenarbeit
Im Anschluss erläuterte Associate Dr. Jan-Malte Schley, wie kompliziert es gelegentlich sein kann, den Stand der Technik zu definieren. Zwischen der Anmeldung eines Patents und einer eventuellen Streitigkeit vor Gericht können durchaus zehn Jahre liegen. Was heute offensichtlich erscheint, war vor zehn Jahren eventuell noch absolut innovativ – man muss sich also in vergangene Wissensstände hineinversetzen können, und auch das Aktenstudium sollte einem gefallen.

Spannender Arbeitsalltag
Principal Alexander Harguth präsentiert das tägliche Brot eines Patentanwalts: die Anmeldung eines Patents. Er stellt eine einfache Idee – eine Dichtungsmasse – vor, die zu einer enormen Zeitersparnis beim Dächerbau führt. Ein gutes Produkt führt schnell zu Nachahmern, deswegen ist eine gut ausgearbeitete Patentschrift unumgänglich, um es zu schützen. Das Patent dann letztendlich durchzusetzen und Nachahmern mit Unterlassungsklagen Einhalt zu gebieten, ist daher ein weiterer wichtiger Bestandteil der Arbeit.

Technische Faszination im Anwaltsbüro
Wenn man wie ich frisch aus dem Labor kommt und gerade die letzten Sätze seiner Doktorarbeit schreibt, erscheint einem das alles vielleicht ein wenig abstrakt. Nachdem Dr. Frank Peterreins dann allerdings ein neues Produkt vorstellte, für das Fish & Richardson gerade einen Patentschutz beantragt hat, wird mir klar, dass Patentanwälte immer noch diese Faszination für Technik in sich tragen, die mich dazu bewegt hat, Physik zu studieren.

Erfahrungen aus erster Hand
Nach dem Mittagessen stehen dann die halbstündigen Einzelgespräche auf dem Plan. Dazwischen kann man sich mit anderen Teilnehmern unterhalten oder sich mit Dr. Erwald Lenk, einem Prüfer vom Deutschen Patent- und Markenamt, über seinen Beruf austauschen. Daneben gab es eine Kanzleiführung, bei der man Kontakt zu einem Patentanwaltskandidaten von Fish & Richardson knüpfen konnte.

"Perspektive Patentanwalt" als Entscheidungshilfe
Dieses Event ist jedem zu empfehlen, der Interesse am Beruf des Patentanwaltes hat und in einem internationaleren Umfeld arbeiten möchte. Mich reizt die Möglichkeit, direkt mit Erfindern zusammenzuarbeiten und dabei zu helfen, neuen Produkten die Marktnische zu erhalten. Die Veranstaltung ist zudem sehr gut organisiert, und ich empfand die Gespräche mit Kanzleivertretern informativ und hilfreich für meine Entscheidung, eine Patenanwaltsausbildung anzufangen.

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Semesterplaner für unsere Facebook-Fans

Dienstag, den 26. Oktober 2010
Christine

Die Facebook-Fanseite von e-fellows.net ist in diesem Jahr mächtig gewachsen. Im September haben wir uns über den 1.500. Fan gefreut. Als kleines Dankeschön verlosen wir am 12. November acht Semesterplaner vom Schäffer-Poeschel-Verlag. Was ihr machen müsst? Einfach Fan von e-fellows.net bleiben oder werden – und ein bisschen Glück haben.

Die e-fellows.net Spendenaktion: Jetzt für die Gewinnerprojekte spenden!

Montag, den 25. Oktober 2010
Julia

Zum zehnten Geburtstag von e-fellows.net haben wir die e-fellows.net Spendenaktion ins Leben gerufen.  Ziel ist es, drei kleine, von e-fellows.net-Stipendiaten organisierte, gemeinnützige Projekte finanziell zu unterstützen. Herzlichen Dank an alle, die eins der 21 tollen Projekte vorgestellt haben!

Im zweiten Schritt baten wir euch um Daumen für Projekte, die ihr besonders unterstützenswert findet. Gut, dass man in der Community mehr als zwei Daumen hat! Nun stehen die drei Gewinnerprojekte fest – aber hier ist die Aktion nicht zu Ende, sondern fängt erst richtig an. Auf betterplace.org beginnt das große Spenden für die drei Projekte mit den meisten Daumen. Wie versprochen: Sobald 300 Euro für ein Projekt erreicht werden, legen e-fellows.net und KPMG je 300 Euro oben drauf. Spenden auf betterplace.org ist ganz einfach und die Spenden gehen zu 100 Prozent an die Projekte.

Ab jetzt heißt es spenden – wenn nur jeder fünfte e-fellow einen Euro gibt, können die drei Projekte finanziert werden. Hier stellen wir euch die drei Gewinnerprojekte noch mal kurz vor:

Aiducation International: (84 Stimmen)
Aiducation International
ist ein Hilfswerk, das durch die Vergabe von leistungsabhängigen Stipendien begabten und bedürftigen Schülern in Entwicklungsländern (momentan Kenia) Zugang zu Bildung verschafft. Mit der Stiftung eines Stipendiums fördern die Privatspender ("AiduMaker")  sowohl die Entwicklung eines Schülers, als auch die politische, soziale und wirtschaftliche Entwicklung einer Gesellschaft. Gegründet wurde diese Initiative 2009 von mehreren e-fellows Stipendiaten. Hier erfährst du mehr und kannst für Aiducation International spenden!

bücherengel.org: (68 Stimmen)
Das Konzept von bücherengel.org ist innerhalb der Studenteninitative SIFE Mannheim an der Universität Mannheim entstanden. SIFE Mannheim hat in Zusammenarbeit mit dem JEH Verlag die Marke bücherengel.org entwickelt, die Webseite gelaunched und bücherengel.org an der Universität Mannheim und in der Stadt Mannheim bekannt gemacht. Beim Kauf eines Buches werden 7% des Kaufpreises für benachteiligte Kinder gespendet, ohne dass der Käufer mehr bezahlen muss. Hier erfährst du mehr und kannst für bücherengel.org spenden!

Rock your life!  (67 Stimmen)
Rock your life! stiftet Coaching-Beziehungen zwischen engagierten Studierenden und Hauptschülern. Schüler aus sozial benachteiligten Verhältnissen arbeiten individuell mit je einem Studierenden an den Visionen, den Talenten und dem Potential des Schülers. Dabei geht es um die Übernahme von Verantwortung für die eigene Zukunft und um eine Stärkung des Selbstwertgefühls der Jugendlichen. Hier erfährst du mehr und kannst für Rock your life! spenden!

Zwei neue Community-Moderatoren stellen sich vor

Montag, den 18. Oktober 2010
Christine

Letztes Jahr haben wir euch unsere drei Community-Moderatoren Christina, Jacqueline und Tarek vorgestellt. Jetzt haben sie mit Katrin Urschel und Sven Truckenbrodt Verstärkung bekommen. Der ein oder andere wird die beiden schon als aktive Community-Nutzer kennen. Wer sie sind und warum ihnen die Community am Herzen liegt, erzählen sie euch selber:

Ritter Sven "Eisenfaust" Truckenbrodt im Feldzug gegen anonyme Beleidigungen und mangelnden Zusammenhalt – nebenbei Student der Biomedizin, Humanmedizin, Kulturwissenschaften und Psychologie. Oder kurz: Der erste multitaskingfähige Mann.

Sven Truckenbrodt

"Ich stamme aus einem winzigen Kuhkaff, das aber durch seine Nähe zu Coburg mit der Fränkischen Krone wenigstens schön gelegen ist. Zum Studium bin ich in Franken geblieben, weil es das, was ich studieren wollte (Biomedizin), einfach so gut wie nirgendwo gab und die Uni in Würzburg einen sehr guten Ruf in dieser Fachrichtung hat.

Ich hatte keine wirkliche Vorstellung vom Unileben und Studieren, da ich in meiner näheren Verwandtschaft der Erste bin, der sich an eine Uni gewagt hat. Und obwohl mir Biomedizin nach wie vor sehr gefällt, hab ich schnell mein Interesse an anderen Fächern entdeckt und nach und nach zusätzlich mit dem Studium der Humanmedizin, Kulturwissenschaften und zuletzt Psychologie begonnen. Ob das alles mal in separate Abschlüsse mündet, weiß ich noch nicht, aber zwei oder drei dürften es insgesamt schon gern sein.

In meiner Freizeit (von der ich immer noch genug habe, auch wenn mir das nie jemand glaubt) gehe ich der japanischen Kampfkunst Jodo und seit neuestem auch Aikido nach.  Sonst bin ich ein großer Filmfan, gehe deswegen gern in Sneaks, spiele Schach und bin allgemein ein großer Freund von jeder Art von Strategiespielen.

Zu e-fellows.net bin ich gekommen, weil mir das Stipendium zusammen mit dem Abiturzeugnis überreicht wurde. Während meines Zivildienstes hab ich mich kaum damit beschäftigt, aber im ersten Semester an der Uni schnell die Community schätzen gelernt. Ein Schlüsselerlebnis war, dass ich auf eine saukomplizierte Frage, die in der Physikvorlesung direkt vorher nicht mal mein Prof so aus dem Stehgreif beantworten konnte, von den e-fellows innerhalb einer guten halben Stunde schon ein halbes Dutzend hochqualifizierter und schlüssiger Antworten bekommen habe, die mir als Laien das Ganze sogar verständlich machen konnten. Spätestens ab da war mir klar: Das muss das Paradies sein. So viele auf unterschiedlichen Gebieten versierte Menschen findet man – da bin ich mir sicher – in keiner anderen Community im Internet und auch außerhalb wohl nicht. Da Wissen für mich das vielleicht größte Gut überhaupt ist, fand ich das mehr als faszinierend.

Leider hat diese tolle Community auch ihre Schattenseiten – aber die hat ja selbst das Paradies. Die größten Schattenseiten sind in meinen Augen die zunehmende Anonymität (was sich nicht nur im Missbrauch der Anonymitätsfunktion ausdrückt) und die daraus erwachsenden Probleme in Sachen Umgangston und gegenseitigem Respekt. Man könnte auch sagen: Mangelnder Zusammenhalt ist das Problem. Denn eine Gemeinschaft ist nur so lange stark und gesund, wie sie zusammenhält. Ich möchte, dass unsere Gemeinschaft stark bleibt, und deswegen bin ich jetzt Moderator.

Zunächst müssen alle Mitglieder der Community vor anonymen und nichtanonymen Angriffen geschützt werden. Das ist eine Selbstverständlichkeit und meiner Auffassung nach nur die Basisaufgabe der Moderatoren. Viel wichtiger ist, dass wir den Zusammenhalt wahren und stärken. Wenn sich alle in der Community als Mitglieder begreifen, also nicht als Anonyme (ob sie jetzt als solche schreiben oder unter Klarnamen), dann kommt die Wertschätzung für die Anderen und deren Wohl automatisch, und diese Community wird noch besser.

Das erreicht man meiner Meinung nach nicht mit Löschungen, sondern nur mit gerichteter Moderation, die an die jeweilige Situation angepasst ist. Übliche Beruhigungstaktiken helfen auf Dauer nicht weiter, da sie nur die Symptome behandeln, aber nicht die zu Grunde liegende Krankheit. Ich möchte daher einen subtileren Ansatz der Moderation betreiben und strebe eine kontinuierliche Verbesserung des Umgangstons an. Dabei ist geglückte Moderation eine, die man gar nicht bemerkt. Denn nur zu löschen, wenn es bereits brennt, wird auf die Dauer mehr Frust auf allen Seiten verursachen als angepasste Prävention."

Katrin Urschel, der lebende Beweis, dass transatlantische Fernbeziehungen funktionieren, hat gerade ihre Doktorarbeit abgegeben und wartet jetzt darauf, endlich nach Kanada ziehen zu können. Wenn sie nicht gerade im Flugzeug sitzt, ist sie eine echte Heavy-Userin der Community und fühlt sich mit voranschreitendem Alter weise genug, um als Moderatorin die nötige Gelassenheit an den Tag zu legen.

Katrin Urschel "Ich wohne seit über vier Jahren in Galway an der irischen Westküste und genieße die irische Lebensart und meinen Meerblick, wenn ich nicht gerade mal wieder über die hiesige Infrastruktur, die hohen Lebenshaltungskosten oder den von allen Seiten kommenden Regen schimpfe. Meine Leidenschaft gilt dem Tanzen (Ballett, Jazztanz) und ich wünschte, es gäbe mehr Tanzensembles, die dem Galwayer Theater einen Besuch abstatteten.

e-fellows.net begleitet mich seit acht Jahren und ist mein 'Number-one Medium', um mit dem tagespolitischen Geschehen und dem Zeitgeist junger Akademiker in Deutschland in Kontakt zu bleiben. Eine meiner vielen Fernbeziehungen, wenn man so will. In der Community gelte ich als Expertin für Fernbeziehungen schlechthin, denn mein Mann wohnt in Kanada. Nach fast sieben Jahren Beziehung – sechs davon über einen Zeitzonenunterschied von zwischen ein und neun Stunden – haben wir diesen Sommer endlich geheiratet. Doch wir müssen mit dem Zusammenziehen aus visumstechnischen Gründen noch bis Sommer 2011 warten… So lange werde ich noch in Galway an der Universität als wissenschaftliche Assistentin arbeiten.

Nach vier Jahren intensiver Arbeit habe ich gerade meine Ph.D.-Dissertation abgegeben. Jetzt bin ich offiziell weltweit die einzige Expertin dafür, wie sich das ethnische Selbstverständnis von irischen Einwanderern und deren Nachfahren in Kanada im Rahmen der Literaturgeschichte (ca. 1820-2000) verändert hat. Ja, man muss schon ein bisschen verrückt sein, wenn man Professor der Literaturwissenschaft werden will. Ich finde interkulturelle Begegnungen sehr spannend, egal ob sich das auf Kulturen verschiedener Länder oder Subkulturen im eigenen Land bezieht. Aber auch die Wirtschaft ist ein Faktor, der meine Sichtweise stark beeinflusst, und mein interdisziplinärer Hintergrund ist in meiner Doktorarbeit sicher nicht zu übersehen.

Das Interdisziplinäre und Interkulturelle ist es auch, was mich an der Community fasziniert. Ein Gedankenaustausch vieler kreativer und intelligenter Köpfe, der mich oft zum Nachdenken anregt, mich zum Schmunzeln und Lachen bringt. Es ist klar, dass die unterschiedlichen Interessen, fachlichen Hintergründe und Altersunterschiede manchmal ein Konfliktpotenzial darstellen, aber ich bin immer wieder begeistert zu sehen, wie viele Streitereien man mit sachlichen Argumenten zur Zufriedenheit (fast) aller lösen kann. Das gute Diskussionsklima will ich auch als Moderatorin weiter fördern.

Ich verbringe definitiv mehr Zeit mit der Community als mit meiner Familie in Deutschland am Telefon – soviel steht fest. Weil ich schon so lange dabei bin, habe ich viele Veränderungen gesehen und etliche Diskussionen mehrfach mitverfolgt. Das schürt manchmal die Emotionalität, macht mich manchmal sehr gelassen und führt mir aber auch hin und wieder vor Augen, dass ich inzwischen ja doch ganz schön alt bin! Zusammengenommen ist all das sicher ein Vorteil, um vermittelnd in Diskussionen eingreifen zu können."

Erfahrungsbericht (Perspektive Wirtschaftskanzlei): Jobangebote in der Tasche

Donnerstag, den 14. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" auf Schloss Montabaur traf Stipendiatin Nina über 100 Top-Juristen und 150 Anwälte internationaler Wirtschaftskanzleien. Die Kanzleien stellten Nina in einer Fallstudie zum Verkauf eines Flugzeugwerks auf die Probe – und Nina fragte die Kanzleien aus. Einige der gängigen Vorurteile sind für sie nun vom Tisch. Auf dem Tisch liegen dafür nun gleich mehrere Einstiegsangebote.

e-fellow Ninae-fellow Nina (25) promoviert in Jura an der LMU München über "Die Zweitverleihung des Körperschaftsstatus". Bei "Perspektive Wirtschaftskanzlei" auf Schloss Montabaur wollte sie wissen, wie Arbeitsrecht und öffentliches Wirtschaftsrecht in der Anwaltspraxis aussehen und herausfinden, ob ein Einstieg als Anwältin in einer Großkanzlei das Richtige für sie ist. Dafür musste sie aber erst noch mit ein paar Vorurteilen aufräumen.

Über 100 Jura-Absolventen und 150 Anwälte aus neun renommierten Wirtschaftskanzleien trafen sich am 24. und 25. September 2010 auf Schloss Montabaur zur Veranstaltung "Perspektive Wirtschaftskanzlei" von e-fellows.net. Auch ich war dabei.

Wie sehen Arbeitsrecht und Wirtschaftsrecht in der Praxis aus?
Dass ich mich um die Teilnahme bewarb, hatte mehrere Gründe. Zum einen wollte ich mehr erfahren über die Praxisrelevanz und Handhabung der Rechtsbereiche, die mich bereits im Studium besonders interessiert hatten – vor allem Arbeitsrecht und Öffentliches Wirtschaftsrecht. Zum anderen konnte ich mir schon immer sehr gut vorstellen, später als Anwältin in einer größeren Kanzlei zu arbeiten und wollte mich daher über die Einstiegs- und Karrieremöglichkeiten informieren. Außerdem hatte ich mir fest vorgenommen, die Anwälte auch auf die Themen Familienplanung, Erholungsmöglichkeiten und Arbeitszeiten anzusprechen, da die meisten Karriere-Ratgeber hierzu schweigen.

Die Durchschnittsexamensnote der Teilnehmer: 11 Punkte
Die Veranstaltung begann am Freitag Nachmittag mit der Begrüßung durch e-fellows.net-Mitarbeiterin Julia Vorsamer, die uns die beeindruckende Statistik der Lebensläufe der Teilnehmer präsentierte: Sehr viele hatten bereits eine Promotion oder einen LL.M. absolviert, die Durchschnittsnote in der Ersten Juristischen Prüfung lag bei 11 Punkten.

Linklaters, PayPal, Bundesdruckerei: Susanne Grohé
Im Anschluss hielt Susanne Grohé, die Leiterin der Rechtsabteilung der Bundesdruckerei, einen Vortrag über ihren persönlichen und juristischen Werdegang. Besonders interessant waren dabei die vielen Tätigkeiten, die sie vor Erreichen ihrer Position ausgeübt hatte, wie beispielsweise die langjährige Arbeit in der Wirtschaftskanzlei Linklaters und die Leitung der Rechtsabteilung der ebay-Tochter PayPal. Was ich dabei als besonders ansprechend empfand, waren die Bezüge, die sie stets zwischen ihrem Privat- und Arbeitsleben herstellte. Auf Fragen antwortete Frau Grohé ehrlich, kritisch wie auch selbstironisch und humorvoll, so dass man bereits zu dieser Zeit einen ersten Einblick in das Berufsleben eines Wirtschaftsanwalts gewinnen konnte.

Wie verkauft man ein Flugzeugwerk?
Nach dem Vortrag und einer kurzen Pause fanden die Workshops der einzelnen Kanzleien statt. Ich nahm teil am Freshfields-Workshop "Verkauf eines Flugzeugwerkes – Fallstricke und Lösungen einer Transaktion". Zusammen mit den beiden Partnern der Kanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer erarbeiteten wir unter anderem kartellrechtliche und betriebswirtschaftliche Lösungsmodelle anhand eines Fallbeispiels. Dabei konnten wir uns jederzeit einbringen und Fragen stellen. Die Gespräche liefen in lockerer Atmosphäre ab und boten einen interessanten Einblick in die juristische Tätigkeit und Verhandlungsstrategien.

Anwälte, die mit Begeisterung dabei sind
Am Abend erwarteten uns ein tolles Buffet und das Get-together mit den Anwälten, die gerne und sehr geduldig all unsere Fragen beantworteten. Was mir besonders auffiel, war, dass die meisten Anwälte ehrlich antworteten und uns dennoch von ihrer Arbeit begeistern konnten. Zwar ist es richtig, dass der Arbeitsaufwand in einer Großkanzlei um einiges höher sein kann als beispielsweise in kleineren Kanzleien oder auch im Staatsdienst, was die Anwälte auch klarstellten. Doch haben die meisten Kanzleien ebenfalls ein großes Interesse daran, dass ihre Mitarbeiter sich die Freude an ihrer Tätigkeit bewahren und achten daher mittlerweile sehr auf einen ausgeglichenen Arbeitsalltag.

Work-Life-Balance: das Wochenende bleibt frei
Ich möchte hier keine Namen der Kanzleien nennen, doch die Vertreter von fünf der neun Kanzleien bestätigten mir, dass das Wochenende dort grundsätzlich freigehalten werde. Zwei Kanzleipartner wiesen zusätzlich darauf hin, dass auch an Werktagen nur bis 20 Uhr gearbeitet werde; wenn man früher gehen wolle, sei das im Regelfall auch kein Problem. So gewann für mich bereits zu diesem Zeitpunkt der Beruf des Wirtschaftsanwalts nochmals an Attraktivität.

Nach dem Frühstück zu den Vorstellungsgesprächen
Am nächsten Tag fanden nach einem ausgiebigen und leckeren Frühstück die Interviews statt. Sie wurden geführt von Partnern aus dem bevorzugten Rechtsbereich der Interessenten (und nach Möglichkeit auch dem gewünschten Standort). Auch hier empfand ich die Atmosphäre als sehr angenehm und kollegial, wobei ich bei allen Gesprächspartnern das Gefühl hatte, dass sie sich sehr für den juristischen Nachwuchs interessierten und die Teilnehmer für sich gewinnen wollten – dies aber ohne Druck, sondern nur mithilfe eigener Überzeugung.

Vorurteile vom Tisch, Jobangebote auf dem Tisch
Für mich hat sich die Teilnahme an dem Event zu hundert Prozent gelohnt, und ich kann sie jedem weiterempfehlen, der sein Jurastudium bereits abgeschlossen hat (auch wenn man Wirtschaftskanzleien bisher eher abgeneigt gegenüber stand), da sich auch das ein oder andere Vorurteil bei mir in Luft auflöste.

Alle Kanzleien, mit denen ich Interviews führte, haben sich im Anschluss bei mir und den anderen Teilnehmern, die ich persönlich kenne, gemeldet und mehr oder weniger konkrete Jobangebote ausgesprochen. Eine Kanzlei, die mir aufgrund des netten Kontakts bei der Veranstaltung und den nachfolgenden persönlichen E-Mails besonders gut gefallen hat, habe ich bereits in ihrem Münchener Büro besucht, wodurch mein positiver Eindruck nochmals bestätigt wurde.

Keine Kanzlei ist wie die andere
Was ich auch nochmals betonen möchte, ist die Tatsache, dass sich die Wirtschaftskanzleien sehr unterscheiden. Diese Unterschiede sind aber in Fachzeitschriften oder auf den Internetseiten gerade nicht erkennbar. Man muss sich die Menschen eben einfach ansehen, um zu merken, ob man in das Team passen würde oder nicht.

Bevor man sich also einfach blindlings bewirbt, sollte man in jedem Fall mit den Anwälten Kontakt aufnehmen und mit ihnen sprechen. "Perspektive Wirtschaftskanzlei" bietet hierzu eine ideale Möglichkeit.

Erfahrungsberichte, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Weitere Berichte der e-fellows von Recruiting-Events, Praktika und Jobs findest du in der Rubrik "Erfahrungsberichte".

Erfahrungsbericht (Freshfields): Sommerpraktikum und Vitamine

Mittwoch, den 13. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Sind Anwälte karrierefixiert und arbeiten rund um die Uhr? Das Sommerpraktikum bei Freshfields zeigt ein ganz anderes Bild: Familiäre Atmosphäre, offene Türen und hilfsbereite Anwälte änderten Kathrins Meinung über Großkanzleien schlagartig. In der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht hat sie sich sechs Wochen lang mit Verkaufsverträgen und Transaktionen befasst. Ein eigenes Büro, Äpfel und Bananen sowie eine Lichterfahrt in Hamburg rundeten das Ganze ab.

Ich war sehr gespannt darauf, eine Großkanzlei einmal von innen kennenzulernen und zu sehen, ob die Vorurteile, die über Großkanzleien kursieren (karrierebesessene Menschen, die Tag und Nacht arbeiten und mit der Zeit sozial verkümmern) wahr sind. Um es direkt zu sagen: Die Vorurteile stimmen nicht, ganz im Gegenteil! Bereits am ersten Tag lernte ich eine Reihe äußerst sympathischer junger Anwälte kennen, und bis zum Schluss suchte ich vergebens nach einem Anwalt, der mein Vorurteil bestätigen konnte.

e-fellow Kathrin (21) studiert Jura in Konstanz. Das letzte Jahr studierte sie in Frankreich – und pünktlich nach ihrer Rückkehr fing sie als Praktikantin bei Freshfields an. Besonders gefallen hat ihr dort die freundschaftliche Atmosphäre und Hilfsbereitschaft der Anwälte.

Titel und Thema der Veranstaltung
Sommerpraktikum bei Freshfields Bruckhaus Deringer

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
23. August bis 1. Oktober in Hamburg

Warum ich teilgenommen habe
Eine Freundin von mir entdeckte über e-fellows.net die Möglichkeit, ein Praktikum bei Freshfields zu absolvieren. Sie nahm am Frühjahrspraktikum teil und war total begeistert. Nachdem sie mir so positiv davon erzählt hatte, bewarb ich mich – ebenfalls über e-fellows.net.

Ein Gläschen Wein zum ersten eigenen Vertrag
Das Sommerpraktikum begann mit einer dreitägigen Einführungsveranstaltung in Hamburg, an der alle 25 Sommerpraktikanten von allen Freshfields-Standorten teilnahmen. Während dieser Veranstaltung erfuhren wir viel darüber, wie eine Großkanzlei funktioniert und was das Anwaltsleben mit sich bringt. Nach der Einweisung durch einen Partner durften wir selbst eine Vertragsverhandlung nachspielen, was ganz schön knifflig war. Die Anwälte führten uns in die Vertragsgestaltung ein und wir bekamen die Möglichkeit, selbst einen Vertrag zu entwerfen. Am ersten Abend gab es ein gemeinsames Essen mit jungen Anwälten der Kanzlei, das richtig Spaß gemacht hat. Die Anwälte haben viel von sich erzählt und bereitwillig auf alle unsere Fragen geantwortet. Es war ein sehr gelungener Abend, bei dem natürlich auch das ein oder andere Gläschen Wein nicht fehlte.

Von wegen Appel und Ei – Appel und Banane!
Nach der Einführung fing meine Arbeit in der Praxisgruppe ImmobilienWirtschaftsrecht an. Auch als Praktikantin hatte ich mein eigenes Büro, in dem jeden Morgen ein Apfel und eine Banane auf mich warteten. Außerdem wurde mir ein Mentor zugeteilt, der sich um mich kümmerte, weiterhalf, wenn es Fragen gab und mit Arbeit versorgte. Ich konnte natürlich auch andere Anwälte nach Aufgaben fragen. Das Arbeitsklima war freundschaftlich, man duzte sich und arbeitete mit offenen Türen. So hatte ich auch als Neuling keine Hemmungen, einfach in ein Büro einzutreten und meine Fragen loszuwerden, die immer gerne und sehr ausführlich beantwortet wurden.

Meine Tätigkeit bestand größtenteils aus Rechercheaufgaben zu Rechtsfragen, über die ich Aktenvermerke schrieb. So zum Beispiel einmal über die Frage, inwieweit ein mündlicher Gesellschafterbeschluss, der eigentlich verschriftlicht hätte werden müssen, bestätigt werden kann. Ich habe zudem Teile französischer Verträge ins Deutsche übersetzt, Korrektur gelesen und verschiedene Vertragsversionen verglichen.

And the winner is… Verkäufer
Ich habe auch öfter Akten zur Durchsicht bekommen, um besser verstehen zu können, was bei einer Transaktion passiert, wie der Schriftverkehr abläuft und um zu sehen, wie meine Arbeit verwendet wurde. So konnte ich zum Beispiel mitverfolgen, wie zuerst der Käufer einen Kaufvertragsentwurf für eine Immobilie vorlegte. Dieser Vertrag wurde dann vom Verkäufer in seinem Sinne verändert, womit nun der Käufer natürlich nicht mehr zufrieden war. Dies ist sehr spannend – vor allem, wenn man anhand des endgültigen Vertrags sieht, wer sich durchgesetzt hat.

Lichterfahrt in Hamburg
Freshfields bot uns ein interessantes Rahmenprogramm zu unserem Praktikum. So wurde beispielsweise eine Lichterfahrt im Hamburger Hafen organisiert. Außerdem durften wir am Referendarabend teilnehmen, bei dem eine Praxisgruppe der Sozietät vorgestellt wurde und es danach ein gemeinsames Abendessen mit Praktikanten, Referendaren und Anwälten gab. Bei diesen Veranstaltungen konnte man die Anwälte von ihrer privaten Seite kennenlernen und gemütlich mit ihnen plaudern.

Büro hüten bis Mitternacht?
Besonders überrascht hat mich die lockere, freundliche Atmosphäre, die bei Freshfields herrscht. Damit hätte ich nie gerechnet. Hier wird zwar wirklich sehr viel gearbeitet – allerdings trifft es definitiv nicht zu, dass vor Mitternacht niemand das Büro verlässt! Die Anwälte hatten immer Zeit für ein kurzes privates Gespräch oder um bei Problemen zu helfen – und bei einem Kaffee oder abends bei einem Bierchen kann man auch sehr viel Spaß mit ihnen haben!

Wem ich das Praktikum weiterempfehle
Ich kann das Praktikum wirklich jedem empfehlen – auch denjenigen, die sich eine Arbeit in einer Großkanzlei bislang nicht vorstellen können. Denn man lernt sehr viel, verliert Vorurteile, bekommt einen guten Einblick in die Tätigkeit und lernt darüber hinaus nette Leute kennen – von Praktikanten über Referendare bis zu Anwälten. Und wenn man später als Referendar oder Anwalt bei Freshfields arbeiten möchte, so ist es sicherlich hilfreich, wenn man durch das Praktikum bereits den einen oder anderen Kontakt knüpfen konnte.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Juristische Detektivarbeit

Dienstag, den 12. Oktober 2010
Erfahrungs- bericht

Unternehmenskäufe, Eisenbahnstrecken und ein Abstecher in den Klettergarten: In ihrem sechswöchigen Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller in Berlin konnte Wiebke in den Joballtag einer Großkanzlei hineinschnuppern. Dass bei großen Rechtsfällen neben fundierten Jura-Kenntnissen auch Detektivarbeit gefragt ist, war nur eine Erkenntnis, die sie aus dem Praktikum mitnahm.

Wiebke e-fellow Wiebke (21) studiert Jura an der Uni Passau und hat diesen Sommer ein Praktikum bei Hengeler Mueller absolviert. Neben dem herzlichen Empfang und den gemütlichen Frühstücksrunden hat ihr dabei vor allem der Einblick in die verschiedenen Rechtsgebiete gefallen.

Unternehmen und Ort
Hengeler Mueller in Berlin

Zeitpunkt und Dauer des Praktikums
26. Juli bis 3. September 2010

Wer hat mich betreut?
Neben mir nahmen an dem diesjährigen Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller noch drei weitere Praktikantinnen teil. Wir wurden jeweils von zwei Tutoren betreut. Um mich haben sich Frau Dr. Dorothee Kuon (Associate) und Herr Dr. Jan D. Bonhage (Senior Associate) gekümmert.

Warum habe ich das Praktikum absolviert?
Dass das Studium der Rechtswissenschaften kein leichtes ist, ist generell bekannt. Eine der vielen Hürden auf dem Weg zum Staatsexamen ist die praktische Studienzeit, ein Pflichtpraktikum von mehreren Monaten. Es erfordert eine gute Organisation, für dieses während den Semesterferien zwischen Hausarbeiten, weiteren Verpflichtungen und dem wohlverdienten Urlaub Zeit zu finden. Irgendwie mangelte es bei mir an dieser Organisation.

So kam es dazu, dass ich als Examenskandidatin noch mehrere Wochen Praktikum zu absolvieren hatte. Ganz nach dem Motto "wenn schon, denn schon" entschied ich mich, den Blick in eine Großkanzlei zu wagen. Dank eines sehr positiven ersten Eindrucks während einer Veranstaltung im Rahmen des Willem C. Vis International Commercial Arbitration Moot Courts und Empfehlungen ehemaliger Praktikanten fiel meine Wahl schnell auf Hengeler Mueller. Die anfängliche Angst, mich vielleicht doch etwas übernommen zu haben, war vollkommen verfehlt: Das Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller war eine der wertvollsten Erfahrungen meines Studiums.

Mein erster Tag
Selten wurde ich so herzlich empfangen wie am ersten Tag bei Hengeler Mueller. Der Tag begann mit einem Frühstück mit den Organisatoren des Sommerpraktikums. Herr Dr. Matthias Wittschen (Senior Associate) und Frau Dr. Nicole Hasselmann (Associate) erklärten uns alles Wichtige zum Ablauf des Praktikums und dem umfangreichen Rahmenprogramm. Es folgten eine Kanzleiführung inklusive persönlicher Vorstellung aller Mitarbeiter, eine IT-Aufklärung und ein hervorragendes Mittagessen zum Kennenlernen unserer Tutoren. Ich habe mich unglaublich willkommen gefühlt. Bereits der Aufwand hinter dieser Begrüßung hat deutlich gemacht, wie ernst Hengeler Mueller das Praktikum nahm und was mich in den nächsten sechs Wochen alles erwartete.

Mein persönlicher Arbeitsbereich
Das große Engagement seitens der Kanzlei zeigte sich weiter ganz deutlich in der Art der Arbeiten, die ich von meinen Tutoren, Frau Dr. Dorothee Kuon (Associate) und Herr Dr. Jan D. Bonhage (Senior Associate), zugeteilt bekam. Das Praktikum war alles andere als Kaffee kochen, Akten lesen und kopieren. Von Anfang an durfte ich zum Beispiel an einem echten Schriftsatzentwurf mitarbeiten. Ich wurde fortlaufend mit entscheidenden Recherchearbeiten betraut und arbeitete oft an mehreren verschiedenen Aufgaben gleichzeitig.

Ich hatte das Gefühl, dass sich meine Tutoren ernsthaft Gedanken gemacht hatten, wie ich sie am effektivsten unterstützten konnte. Anstatt mich als Last oder einfachen Weg, nervige Arbeiten abzuschieben, anzusehen, wussten sie meine vorhandenen Kenntnisse auszuschöpfen und forderten mich mit anspruchsvollen Arbeiten und einem hohen Anspruch heraus.

Recht, abseits vom Mainstream
Aufgrund meiner Wahl des Immaterialgüterrechts als Schwerpunkt war ich nicht im "Mainstream" mit M&A, Gesellschaftsrecht oder Aktienrecht beschäftigt. Stattdessen vertiefte ich vorhandene Kenntnisse im Urheberrecht, Kartellrecht und Verwaltungsrecht und gewann neue Einblicke in solch ausgefallene Rechtsgebiete wie Eisenbahnrecht, Planungsrecht, öffentliches Vergaberecht und Umweltrecht.

In einer meiner umfassendsten Aufgaben befasste ich mich zum Beispiel mit den rechtlichen Rahmenbedingungen der Planung und Finanzierung eines Eisenbahnschienenbaus. Die Frage lautete: Wie kann man trotz fehlender öffentlicher Mittel eine öffentliche Eisenbahnstrecke bauen? Ich hatte noch nie etwas vom AEG, dem BSchwAG oder A-Modellen und F-Modellen gehört. Allerdings fand ich in der sehr gut ausgestatteten hauseigenen Bibliothek mit Blick über Berliner Dom und das Rote Rathaus einiges zum Eisenbahnrecht und PPPs ("Public Private Partnerships"). Mit diesen Grundwissen ausgestattet ging die Arbeit dann los.

Fallstudie zum Unternehmenskauf
Trotz meines ausgefallenen Arbeitsbereichs kam mein Wunsch, einen unverfälschten, typischen Eindruck von einer Großkanzlei zu erhalten, keinesfalls zu kurz, ich habe einiges über M&A und Co. gelernt. Bereits am zweiten Tag fand extra für uns Praktikantinnen ein Vortrag von Frau Dr. Iris Paetzke (Counsel) zur Einführung in M&A statt, einem mir bis dahin vollkommen unbekannten Rechtsgebiet. Das war die Basis für eine dreiwöchige Fallstudie zum Unternehmenskauf.

Croissants und Due Diligence
Jeden Mittwochmorgen trafen wir uns bei Kaffee, Tee, Croissants und belegten Brötchen, um einen Unternehmenskauf auf Käuferseite vorzubereiten. Geleitet von den Herren Dr. Kai-Steffen Scholz (Partner), Dr. Matthias Wittschen (Senior Associate) und Dr. Josef Hofschroer (Senior Associate) erhielten wir über diese Zeit hinweg einen realistischen Einblick in den Haupttätigkeitsbereich von Hengeler Mueller.

Während einer Auswertung und Beurteilung der Unterlagen, Verträge und Bilanzen des Unternehmens in einer sogenannten Due Diligence Prüfung haben wir alle möglichen Probleme und Streitquellen der Kaufes gemeinsam herausgearbeitet. Dies ähnelte etwas der Arbeit eines Detektivs, aber verfeinert mit fundierten juristischen Kenntnissen. Mit diesen Daten machten wir uns dann in der letzten Woche daran, unser Ergebnis der Fallstudie zu bearbeiten: einen richtigen Kaufvertragsentwurf, den "Mark-up". Hierbei zählte nicht nur das bloße Korrigieren eines Vertrages, sondern es mussten auch unsere Verhandlungsposition mit ihren Stärken und Schwächen sowie die Wünsche des Mandanten im Hinterkopf gehalten werden.

Themenfrühstücke
Nach dem erfolgreichen Abschluss der Fallstudie folgten über die nächsten drei Wochen jeden Mittwochmorgen Frühstücke zu verschiedenen Themen. Diese wurden jeweils von einem Partner persönlich geleitet. Die Herren Dr. Henning Bälz (Partner), Prof. Dr. Wolfgang Spoerr (Partner) und Dr. Nicolas Böhm (Partner) eröffneten uns in dieser Zeit jeweils interessante Praxiseinblicke, informierten uns über ihre aktuelle Arbeit und gewährten einen Überblick über die weite Spannbreite von Tätigkeitsfeldern von Hengeler Mueller. Dies war auch eine einmalige Möglichkeit, in zwangloser Atmosphäre einem Partner Fragen zu internen Themen zu stellen: z.B. Work-Life Balance, Karriereperspektiven von Frauen, Akquise und Einstellungsqualifikationen. Wann bekommt man sonst diese Chance?

Das Rahmenprogramm
Neben den zu bearbeitenden Aufgaben und den Frühstücken rundete ein abwechslungsreiches und interessantes Rahmenprogramm das Praktikum ab. Für uns war von Diskussionen und Drinks bis hin zu einem Kletterabend mit anschließendem Essen einiges organisiert worden.

Besonders lehrreich fand ich den monatlichen BEA ("Berliner Erfahrungsaustausch"), eine Art interne Weiterbildung, an der ich teilnehmen durfte. Während diesen gut zweistündigen Treffen stellten verschiedene Anwälte aktuelle Mandate mit ihren rechtlichen Knackpunkten vor. In der anschließenden, regen Diskussion konnten dann alle anderen ihre Gedanken, Ideen und Anmerkungen dazu darstellen, und oft konnten frische Perspektiven und Ansatzpunkte gewonnen werden. Über anschließenden Drinks und Snacks in einem nahegelegenen Brauhaus konnten sich dann alle weiter austauschen und den Abend ausklingen lassen.

Ich hatte außerdem das Glück, dass der diesjährige Betriebsausflug gerade noch in meine Praktikumszeit fiel. Die Planung wurde streng geheim gehalten. Somit wusste niemand, was uns rund 80 Anwälte, Referendare, Praktikanten und nicht-juristische Mitarbeiter erwartete, als wir um 8 Uhr morgens in den Bus stiegen. Herr Dr. Cord-Georg Hasselmann (Partner), der alles organisiert hatte, überraschte alle mit einem wundervoll abgerundeten Programm voller Sport, Kultur und kulinarischen Highlights. An diesem Tag konnte ich alle ohne Anzug oder Kostüm besser kennenlernen und in einem Hochseilklettergarten in verschiedenen Teambuilding-Aufgaben meine eigenen Grenzen kennenlernen und überwinden.

Mein persönliches Fazit:
Insgesamt waren die sechs Wochen Sommerpraktikum bei Hengeler Mueller ein einmaliges Erlebnis. In der verschrieenen, homogenen Welt der Großkanzleien habe ich diese Kanzlei als positive Ausnahme mit Seele kennengelernt. Hier runden Kleinigkeiten das Gesamtbild ab, und bei Hengeler Mueller hat einfach alles gestimmt.

Es hat Spaß gemacht, in der sehr angenehmen Atmosphäre mit hochqualifizierten Menschen zusammenzuarbeiten und die hohen Ansprüche meiner Tutoren als Herausforderung anzunehmen, um an ihnen zu wachsen. Ich kann dieses Praktikum bedingungslos jedem empfehlen, der Interesse an spannenden und anspruchsvollen Aufgaben mit ausgezeichneten Rahmenbedingungen hat.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Tagebuch (Accenture): Cherines Einstieg in die Management-Beratung

Freitag, den 8. Oktober 2010
Tagebuch

e-fellow Cherine hat Accenture über ein Karriere-Event von e-fellows.net kennengelernt. Nach ihrem Studium stieg sie als Junior-Beraterin für Talent & Organization Performance ein. Im Tagebuch berichtet sie einmal im Monat, wie sie ihr erstes Projekt meistert und die Kollegen kennenlernt.

e-fellow CherineCherine (23) hat International Management (International Partnership of Business Schools – IPBS) an der ESB Business School Reutlingen studiert. Zwei Praktika bei Accenture führten sie schließlich ins Management Consulting des Unternehmens. In ihrem Tagebuch berichtet sie von ihrem Start ins Berufsleben und von ihrem ersten Projekt, bei dem sie gleich SAP-Trainerin wird.

Mein Weg zu Accenture
Auf Accenture als Arbeitgeber wurde ich 2008 über die e-fellows.net-Veranstaltung "Face-to-Face" aufmerksam, bei der es um die Karrierechancen von Frauen in der Unternehmensberatung ging. Neben dem interessanten Thema hat mir die offene und sympathische Art der Unternehmensvertreterinnen besonders gut gefallen. Ich nutzte die Gelegenheit, um im Anschluss an das Event mit einer der anwesenden Beraterinnen ins Gespräch zu kommen. Dabei äußerte ich auch mein Interesse an einem Praktikum bei Accenture. Wenige Wochen später erhielt ich nach meiner erfolgreichen Bewerbung ein Angebot für ein dreimonatiges Praktikum in der Schweiz im Change Management auf einem großen internationalen Projekt zur SAP-Implementierung. Dabei habe ich die Trainings koordiniert und die Trainingsentwickler gecoacht.

Teamarbeit statt Alleingang
In dieser Zeit zeigte sich, dass mein erster Eindruck von Accenture der richtige war. Ich wurde sehr herzlich ins Team aufgenommen und bekam von Anfang an spannende und verantwortungsvolle Aufgaben. Dass sich alle im Unternehmen – von Praktikant bis Partner – duzen, unterstreicht den Teamgedanken, der bei Accenture absolutes Herzstück des Unternehmens ist. Wer im Alleingang unterwegs ist, hat es eher schwer. Es scheint, als ob die Recruiter bei Accenture ganz besonders darauf achten, dass die Leute zusammenpassen, um auf jedem Projekt dem Credo des Unternehmens gerecht zu werden: "High performance. Delivered.". Das hat mich begeistert und dazu geführt, dass ich mich für ein zweites Praktikum und schließlich für den Berufseinstig im Unternehmen entschieden habe.

Von den Orientation Days direkt ins erste Projekt
Meine ersten beiden Tage bei Accenture verbrachte ich bei den sogenannten "Orientation Days". Ich lernte alle anderen Neueinsteiger kennen, und bekam einen tieferen Einblick in die Struktur und die internen Prozesse: Wie rechne ich meine Stunden ab, wo reiche ich meine Ausgaben ein, wie funktioniert die Reiseplanung bei Accenture? Am Ende des zweiten Tages stand die Übergabe der Laptops auf dem Programm, und damit waren wir alle nun mit einem der wichtigsten Utensilien für unseren neuen Job ausgestattet. Während ein Teil meiner neuen Kollegen im Anschluss an die Orientation Days an verschiedenen Trainings teilnahm, war ich eine von denjenigen, die direkt zu ihrem ersten Projekteinsatz durften. Für mich hieß es also Koffer packen und ab nach Düsseldorf, wo mich ein Team von ungefähr 15 Accenture-Kollegen bereits erwartete.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Community-Gruppe "Inside Accenture" Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Das erste Projekt
Seit zwei Wochen bin ich nun in Düsseldorf und unterstütze das Change-Management-Team eines globalen SAP-Implementierungsprojekts – eine typische Rolle für einen Berater, der wie ich zum Management-Consulting-Bereich "Talent & Organization Performance" von Accenture gehört. Mein Einsatz auf diesem Projekt ist bis Ende des Jahres geplant. Verantwortlich bin ich vor allem für die Koordination von verschiedensten Schulungen, bei denen die Angestellten im Unternehmen lernen, wie sie zukünftig im System arbeiten. Bislang bestehen meine Aufgaben hauptsächlich darin, Schulungsveranstaltungen im SAP-System zu pflegen, Teilnehmer ein- und umzubuchen, Feedbacks auszuwerten, den Druck und die Übersetzung der Schulungsunterlagen zu koordinieren und ganz generell als Ansprechpartnerin für alle Trainer und Schulungsteilnehmer dazusein.

Handwerkszeug vom Senior Manager lernen
Künftig soll auch ich Trainings leiten, sobald ich mich mit dem entsprechenden Schulungsthema gut genug auskenne. Darauf wird mich ein Kollege vorbereiten. Die neue Aufgabe zeigt mir, dass sich das Projektteam Gedanken gemacht hat, wie ich neben den administrativen Tätigkeiten auch eine besonders herausfordernde Aufgabe übernehmen kann, um mich möglichst schnell weiterzuentwickeln. Und dass mir ein erfahrener Senior Manager von Accenture das Handwerkszeug dafür beibringt, ist ein zusätzlicher Bonus für mich.

Nicht nur Projekte bieten Möglichkeiten zum "Netzwerken"
Neben meinen Projektaufgaben ist es mir wichtig, mich auch anderweitig bei Accenture einzubringen, um mein internes Netzwerk besonders schnell auszuweiten. Daher habe ich mich direkt für verschiedene interne Aufgaben gemeldet. Zum Beispiel unterstütze ich ab sofort das Campus-Recruiting-Team meiner ehemaligen Hochschule. Weitere Möglichkeiten um Kontakte zu knüpfen, bieten sich immer freitags, wenn ich im Office in Kronberg bin. Auf meinem Projekt arbeite ich in der Regel nur von Montag bis Donnerstag vor Ort beim Kunden. Freitags bin ich entweder im Büro oder arbeite von zu Hause aus.

Soweit zu meinen Erfahrungen der ersten Wochen bei Accenture. In meinem nächsten Blogeintrag werde ich näher auf meine Aufgaben eingehen und über meine Fortschritte berichten.