Monatsarchiv für August 2010

Nationales Stipendienprogramm: Engagement wichtig / Weitere Büchergelderhöhung geplant

Dienstag, den 31. August 2010
Lukas

Wie läuft das mit dem neuen nationalen Stipendienprogramm? Was ist der Unterschied zu den klassischen Begabtenförderungswerken? Und wird das Büchergeld dort wirklich bei 150 Euro eingefroren, wenn man als "nationaler" Stipendiat 300 Euro bekommen soll? e-fellow Franz-Martin hat ans Bildungsministerium geschrieben – und nun eine Antwort mit einigen spannenden Neuigkeiten erhalten.

Besonders interessant:

  • Auch bei der Auswahl der Bewerber für das das nationale Stipendienprogramm wird gesellschaftliches Engagement berücksichtigt – die Anforderungen an die Bewerber unterscheiden sich also nicht wesentlich.

Das ist eine beachtliche Neuerung: Bisher war man davon ausgegangen, dass nur nach Noten (beste 10%) ausgewählt werden würde. Damit sinkt der Unterschied in den Auswahlkriterien weiter, das Stipendium bei den Begabtenförderungswerken (also Studienstiftung & Co.) verliert relativ an Wert.

  • Der Erhöhung des Büchergelds für Stipendiaten der Begabtenförderungswerke ab dem Sommersemester auf 150 Euro (wir berichteten) könnte eine weitere Erhöhung auf 300 Euro folgen. Zumindest sei das noch das Ziel für die derzeitige Legislaturperiode.

Alles andere erschiene mir doch sehr merkwürdig. Zwar springt bei einem Begabtenförderungswerk für BAföG-würdige Studenten rein finanziell gesehen immer noch deutlich mehr raus. Aber bekanntlich sind erheblich mehr als die Hälfte der Stipendiaten dort nicht BAföG-berechtigt und erhalten nur das Büchergeld. Mit 150 Euro stehen die nun erst mal schlechter da als die Stipendiaten des nationalen Stipendienprogramms mit ihren 300 Euro. Das Prestige und die höheren Anforderungen der Begabtenförderungswerke sollten sich aber auch im Finanziellen widerspiegeln.

Ob es gerecht ist, Studenten, die das Geld nicht brauchen, einfach pauschal 300 Euro zu schenken, ist freilich eine andere Frage.

Hier der komplette Brief, den Franz-Martin zuerst als Frage in der e-fellows.net community veröffentlicht hat (Hervorhebung durch mich, danke an Franz-Martin für die Zustimmung zur Veröffentlichung!):

"Sehr geehrter Herr Toaspern,

haben Sie vielen Dank für Ihre Mail vom 11.08. In ihrem Koalitionsvertrag haben die Regierungsparteien sich für diese Legislaturperiode eine Erhöhung des Büchergeldes der Begabtenförderungswerke auf 300 Euro zum Ziel gesetzt, wobei der Koalitionsvertrag offen lässt, ob dieses Ziel in einem oder in mehreren Schritten erreicht werden soll. Wie Sie dem von Ihnen zitierten Interview mit Frau Bundesministerin Professor Dr. Annette Schavan entnehmen konnten, strebt das BMBF zur Zeit eine Erhöhung des Büchergeldes auf 150 Euro zum kommenden Sommersemester an.

Unabhängig von der vereinbarten Büchergelderhöhung möchte ich Sie auf die Vorteile einer Förderung durch die Begabtenförderungswerke hinweisen:

Die Förderung der Begabtenförderungswerke

  • macht Angebote der ideellen Förderung, Beratung und Vernetzung
  • gewährt eine großzügige Auslandsförderung
  • wird unabhängig von zusätzlichen Voraussetzungen bis zum Abschluss des Studiums innerhalb der Höchstförderdauer gewährt
  • erlaubt unbeschränkt einen Wechsel der Hochschule im In- und Ausland
  • erlaubt unter bestimmten Umständen einen Fachrichtungswechsel
  • bietet die Möglichkeit einer Weiterförderung nach dem Bachelorabschluss bis zum Ende des Masterstudiums
  • enthält bei Erhalt eines Lebenshaltungsstipendiums keinen Darlehensanteil
  • eröffnet Chancen auf eine spätere Berücksichtigung in der Promotionsförderung Ihres Begabtenförderungswerks.

Diese Vorzüge sollten Sie bei einem Vergleich der Leistungen der Begabtenförderungswerke mit den Möglichkeiten des nationalen Stipendienprogramms nicht aus dem Blick verlieren – unabhängig von der konkreten Höhe des Büchergeldes. Auch bei der Auswahl der Bewerber für das nationale Stipendienprogramm wird übrigens gesellschaftliches Engagement und die Bereitschaft, Verantwortung zu übernehmen, berücksichtigt – die Anforderungen an die Bewerber unterscheiden sich also nicht wesentlich.

Informationen zum nationalen Stipendienprogramm finden Sie auf der BMBF-Internetseite http://www.bmbf.de/de/14295.php."

Fragen und Antworten zum nationalen Stipendienprogramm und zur Büchergelderhöhung:

Bachelor of Laws oder Staatsexamen?

Donnerstag, den 26. August 2010
Erfahrungs- bericht

Staatsexamen oder Bachelor of Laws – wer heute anfängt, Jura zu studieren, hat die Qual der Wahl. Beide Studienformen haben ihre Vor- und Nachteile – die die e-fellows auch in der Community heftig diskutieren. e-fellow Katharina erzählt, warum sie sich für den LL.B. und gegen das Staatsexamen entschied – und damit auch gegen eine mögliche Karriere als Anwältin oder Richterin.

e-fellow Katharinae-fellows.net-Stipendiatin Katharina (22) stand vor einer schwierigen Entscheidung: Staatsexamen oder Bachelor of Laws (LL.B.)? Sie entschied sich für den LL.B. – und berichtet hier von ihren Erfahrungen mit dem neuen Abschluss.

Staatsexamen, Diplom, Bachelor, Master… als ich mein Abitur in der Tasche hatte, steckten die deutschen Universitäten gerade mitten im Übergang zwischen alten und neuen Studienabschlüssen. Nun sollten die Abschlüsse Bachelor und Master heißen und europaweit vergleichbarer sein. Aber wo genau ist jetzt der Unterschied? Und was ist besser und was schlechter?

Muss es wirklich das Staatsexamen sein?
Jura sollte es sein, das war mir schon vor dem Abi klar gewesen, nur wie und wo, war die Frage. Während die Politiker noch in den Medien darüber diskutierten, wie sinnvoll die Umstellung des Studiensystems denn jetzt wirklich sei, musste ich feststellen, dass die Umstrukturierung wohl an meinem Fach vorbeigegangen sein muss. Für Jura hieß es an fast allen Universitäten immer noch: Erstes und Zweites Staatsexamen. Da stellte sich für mich die Frage: Was erwartete ich von meinem Studium? Musste es unbedingt das Staatsexamen sein? Wollte ich wirklich Richterin oder Anwältin werden? Oder gab es doch noch andere Möglichkeiten?

LL.B. – die Alternative zum Staatsexamen
Am Ende entschied ich mich gegen den klassischen Weg und für ein Bachelorstudium. Nun studiere ich seit drei Jahren an der Hanse Law School, einem Kooperationsstudiengang der Universitäten Bremen, Oldenburg und Groningen (NL). Ich studiere European and Comparative Law mit dem Abschluss Bachelor of Laws (LL.B.). Dieses vierjährige Programm vermittelt Kenntnisse des deutschen und Europarechts und behandelt auch rechtsvergleichende Aspekte.

Heute in Bremen, morgen in Oldenburg, übermorgen in Groningen
Ein Jahr müssen die Studenten an einer ausländischen Universität absolvieren. Der Studiengang ist sehr klein, zu jedem Wintersemester werden maximal 35 Bewerber aufgenommen. In den ersten beiden Jahren studiert man an den Universitäten Bremen und Oldenburg, so dass man an manchen Tagen in der einen, an anderen in der anderen Stadt ist. Auf Grund der Kooperation mit der Rijksuniversiteit Groningen in den Niederlanden lernen alle Studenten während des Studiums Niederländisch, was meist sehr witzig und eine Abwechslung zu den juristischen Veranstaltungen ist.

Russland, Indien, Schweiz – das Studium ist international
Jedoch muss man keinesfalls sein Auslandsjahr in den Niederlanden verbringen. Ich war zum Beispiel in London, meine Kommilitonen hat es in die Schweiz, Türkei, nach Frankreich oder sogar nach Russland und Indien gezogen. Entschließt man sich jedoch dazu, ein Jahr in Groningen zu studieren und entsprechende Kurse zu belegen, erhält man nach dem Masterabschluss die Zulassung zum niederländischen Referendariat und kann dann nach zweijähriger Ausbildung die niederländische Anwaltszulassung erhalten.

Fürs Richteramt reicht der LL.B. nicht
Im Gegensatz zum deutschen Staatsexamen qualifiziert der Bachelorabschluss nicht zum Referendariat und somit kann man in Deutschland nicht als Anwalt oder Richter praktizieren. Sollte man dies also bereits vor Studienbeginn ins Auge gefasst haben, so ist von einem LL.B. abzuraten. Das LL.B.-Studium ist im Vergleich zum Staatsexamen jedoch flexibler und man hat eher die Möglichkeit, sich von Studienbeginn an auf bestimmte Bereiche zu spezialisieren. So findet in meinem Studiengang in jedem Semester mindestens eine Veranstaltung auf Englisch statt und in den einzelnen Kursen gibt es einen stärkeren Bezug zu internationalen Aspekten. Außerdem können sich ausländische Arbeitgeber unter einem Staatsexamen oft nichts vorstellen, während der Bachelor ein internationaler Titel ist.

Und nach dem LL.B.? Der LL.M.!
In Deutschland gibt es mittlerweile verschiedene Programme, die einen LL.B., eventuell auch mit anschließendem Masterstudium (LL.M.), anbieten. Dies kann auch, wie im Falle der Bucerius Law School in Hamburg ein kombiniertes Programm mit den Abschlüssen Bachelor und Staatsexamen sein.

Mit Fragen muss man rechnen
Mit einem LL.B. und eventuell einem anschließenden Master kann man in verschiedensten Bereichen arbeiten. So steht einem die Möglichkeit offen, als In-House Lawyer in der juristischen Beratung für Unternehmen zu arbeiten, genauso wie für nationale und internationale Behörden, als auch für Handelskammern. In Deutschland muss man mit der Frage rechnen, warum man sich gegen das Staatsexamen und für den etwas ungewöhnlichen Bachelor entschieden hat. Allerdings scheint dies nicht zwangsläufig nachteilig zu sein, wenn man souverän begründen kann, warum man sich dafür entschieden hat. Ob auf lange Sicht das Bachelor-Master-System das Staatsexamen ablösen wird, steht noch offen, aber es scheint auf jeden Fall eine Alternative zu sein, die es Wert ist, in Betracht gezogen zu werden.

e-fellows.net-Mitarbeiter stellen sich vor: Agatha

Mittwoch, den 25. August 2010
Lukas

Seit Juli unterstützt Praktikantin Agatha Kremplewski das Team Content & Community von e-fellows.net. Wenn sie nicht gerade die Redaktion vor Unterzuckerung bewahrt, sich durch Newsletter kämpft oder Abiturienten umsorgt, träumt sie von John Lennon und plant ihre Weltreise – oder ihre Karriere als Rockstar.

Was machst du bei e-fellows.net?
Ich mache bei e-fellows.net ein Praktikum in der Redaktion und betreue hauptsächlich unsere Abiturienten, die neu bei e-fellows.net sind: Ich beantworte Fragen, plaudere und bespaße sie, vor allem in unserer Gruppe "Abi 2010". Manchmal bastle ich an Artikeln, verfasse Teaser und Newsletter und füttere das Redaktionsteam mit Schokolade.

>> Teil 27 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?<<

agatha

Was hast du vorher gemacht?
Vor drei Jahren bin ich von Düsseldorf nach München gezogen, wo ich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft, Spanisch und Soziologie studiere. Nach meiner Zwischenprüfung war erneut Tapetenwechsel angesagt: Ich habe ein Jahr lang Überlebenstraining in Paris, auch bekannt als Erasmus, erfolgreich bestanden – und vermisse die Stadt mit all ihren Eigenheiten jetzt schon.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Das Team ist supernett, man wird von Anfang an in die Arbeit eingebunden und übernimmt Verantwortung. Dabei kann ich aber trotzdem kreativ arbeiten. Das sprichwörtliche Kaffeekochen für Praktikanten fällt also flach – auch wenn Lukas immer wieder versucht, seinen Pflichten als Vorgesetzter nachzugehen und uns Praktikanten zum Kaffeekochen zu überreden.

Welche privaten Interessen hast du?
Privat lese ich viel und gehe gerne ins Museum oder Theater. Ich spiele auch immer wieder, zuletzt in Frankreich. Alexandriner auf Französisch auswendig lernen macht keinen Spaß… Wenn ich Zeit habe, mache ich viel Sport: Pilates, Yoga, Seilspringen – ich probiere gerne Neues aus. Außerdem bin ich amerikanischen Sitcoms wie "How I Met Your Mother" und "Scrubs" verfallen.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Mein erstes Internet-Erlebnis war, als ich im zarten Alter von elf Jahren das Chatten vorübergehend für mich entdeckte. Leider dauerte es etwas, bis ich merkte, dass "Kitty Cat" wohl ein unpassender Nickname ist, der nicht nur Tierfreunde anzieht. Als sich dann dieses "Aha-Erlebnis" einstellte, ließ ich das Chatten relativ bald bleiben.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
John Lennon – aber bitte vor seiner Yoko-Ono-Zeit. Ansonsten würde ich mich auch sehr über ein Treffen mit Boccaccio freuen: Einen der wenigen Männer, die sich schon in der Renaissance für Frauen eingesetzt haben mit Werken wie "Decamerone", will man schließlich kennengelernt haben. Zur Not nehme ich aber auch mit Patrick Wolf Vorlieb und lasse mir etwas Hübsches auf dem Klavier vorspielen.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Ich will dringend noch eine Sprache lernen, am besten Italienisch oder Russisch. Außerdem steht noch eine Weltreise auf meiner To-Do-Liste – auf die spare ich auch schon. Irgendwann schaffe ich auch noch einen Spagat und wenn ich wirklich alles im Leben erreichen will, was ich mir vorgenommen habe, muss ich noch Rockstar werden.

Erfahrungsbericht (Allianz): Eine Oase der Ruhe

Montag, den 23. August 2010
Erfahrungs- bericht

Pinsel, Hammer, Deko-Utensilien – mit solchen Dingen haben Johanna und Kevin sonst eher selten zu tun. Um einen Raum der Ludwig-Thoma-Realschule in München in eine Ruhe-Oase für die Schüler zu verwandeln, haben die zwei zusammen mit anderen Helfern zur Werkzeugkiste gegriffen. Organisiert wurde das Sozialprojekt von der Allianz.

Beim sozialen Projekt "Hand in Hand engagieren" der Allianz sollten 12 Studenten, Praktikanten und Mitarbeiter einen Raum in der Ludwig-Thoma-Realschule zu einem Ruhe-Raum umgestalten. Mit ihrem Engagement haben sie für eine angenehmere Lernatmosphäre gesorgt.

KevinJohanna Johanna (23) und Kevin (21) studieren Internationale Betriebswirtschaft und Management. Zusammen mit anderen ehrenamtlichen Helfern und Schülern gestalteten sie eine Ruhe-Oase für die Schüler der Ludwig-Thoma-Schule. Dabei bewiesen sie handwerkliches Know-how.

Durchatmen und Energie tanken
Da es sich bei dieser Realschule um eine Ganztagsschule handelt, verbringen die Schülerinnen und Schüler auch ihre längeren Pausen oft in der Schule. Bis jetzt hatten sie jedoch keinen angemessenen Raum, um gerade in der Mittagspause einfach mal den Kopf frei zu bekommen und neue Energie für den Rest des Tages zu tanken. Dabei ist so ein Raum der Stille enorm wichtig für den Schulalltag. Wer viel lernt und leisten muss, der muss auch die Möglichkeit haben, in einem angenehmen Umfeld abzuschalten.

An die Werkzeuge, fertig, los!
Vor diesem Hintergrund trafen wir uns am 22. Juli morgens am Münchner Ostbahnhof, um zur Ludwig-Thoma-Realschule aufzubrechen. Bei einem gemeinsamen Frühstück mit den Schülerinnen und Schülern wurde ein Entwurf beschlossen, wie der Raum aussehen sollte. Danach fanden wir uns in mehreren Teams zusammen, die mit verschiedenen Arbeiten betraut wurden: Kehren, Wände waschen, spachteln und anstreichen.

Danach überlegten wir, mit welchen Farben und Möbeln der Raum gefüllt werden sollte und welche Utensilien zum Gestalten wir dazu einkaufen müssen. Schon die Planung machte uns sehr viel Spaß.

Hand in Hand
Ein neuer Anstrich
[Quelle: Allianz]

Ein neuer Anstrich
Nach der Mittagspause ging es dann ans Eingemachte: Weiße Farbe wurde an den Wänden aufgetragen. Dabei hat es am meisten Spaß gemacht, das Ganze auch angemessen auf der eigenen Kleidung zu verewigen. Nachdem das alte Klassenzimmer ganz in Weiß erstrahlte und nicht mehr angespannte Lernatmosphäre verbreitete, waren wir zufrieden und überlegten uns die nächsten Schritte. Am Abend lud uns die Allianz zum gemütlichen Essen und Beisammensein in einer griechischen Taverne ein. Wir ließen den Tag in geselliger Atmosphäre ausklingen und freuten uns schon auf den zweiten Tag unseres Projekts.

Fehlt nur noch ein bisschen Atmosphäre…
Der zweite Tag begann mit einem gemeinsamen Frühstück und einem kurzen Briefing, was nun noch geschafft werden muss. Die Stimmung war sehr gut: Man spürte die Motivation, bis zum späten Nachmittag aus dem halbfertigen Raum eine Oase der Ruhe zu machen. Dennoch war am zweiten Tag alles hektischer, der Zeitdruck machte sich bemerkbar. Doch für die meisten von uns war das ein umso größerer Ansporn. So wurde in kürzester Zeit aus einem weißen, nichtssagenden Raum ein warmes, in Gelb strahlendes Zimmer – kaum wiederzuerkennen.

Hand in Hand
Farbe für eine gemütliche Atmosphäre
[Quelle: Allianz]

…und ein paar Möbel
Die erste Hürde war gemeistert. Belohnt wurden wir mit einem Mittagessen in der Kantine der Allianz in Neuperlach. Während wir vormittags gestrichen haben, hat sich in der Zwischenzeit ein anderes Team um den Einkauf der Möbel gekümmert. Nach unserer Mittagspause warteten die Möbel darauf, endlich aufgebaut zu werden. Gesagt – getan! Langsam nahm der Raum Gestalt an, und man konnte schon erahnen, wie es denn letztendlich aussehen würde.

Das Highlight war ein riesiges, selbstgebautes Bett – eine Herausforderung, die wir gemeinsam gemeistert haben. Der schwierigste Teil war damit überstanden. Der letzte und wohl auch schönste Teil war das abschließende Dekorieren. Mit geeigneten Accessoires haben wir wahrlich einen Ort zum Wohlfühlen geschaffen.

Hand in Hand
Das Team von "Hand in Hand"
[Quelle: Allianz]

Fazit: Eine rundum gelungene Aktion
Wir sprechen an dieser Stelle wohl für alle Helfer, wenn wir sagen: Es waren zwei tolle Tage, in denen wir mit interessanten Menschen gearbeitet haben. Zusammen haben wir den Schülern der Ludwig-Thoma-Realschule eine Ruhe-Oase geschaffen. Jeder einzelne von uns war sichtlich stolz auf das Ergebnis. Wir wünschen den Schülerinnen und Schülern viel Spaß und Freude daran!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Erfahrungsbericht (Clifford Chance): Über den Dächern von Frankfurt

Donnerstag, den 19. August 2010
Erfahrungs- bericht

Was heißt "Share Purchase Agreement", und was ist ein "Bad Leaver"? Im Praktikum bei Clifford Chance in Frankfurt lernte e-fellow Georg das ABC des Private-Equity-Geschäfts – und fand bei seinem Mentor ein offenes Ohr bei Fragen zu Karriereplanung und Arbeitsalltag.

Im Juli 2010 absolvierte ich ein vierwöchiges Praktikum am Frankfurter Standort von Clifford Chance. Ganz nach meinen Vorstellungen wurde ich in dem gesellschaftsrechtlichen Arbeitsbereich der Kanzlei untergebracht, dem Bereich "Corporate" in der Abteilung "Private Equity". In diesem Zeitraum wurde den Praktikanten ein umfangreiches und spannendes Rahmenprogramm geboten. Mit mir starteten 15 weitere Praktikanten, und von Anfang an stellte sich eine sehr freundschaftliche und lockere Atmosphäre ein. Das Büro selbst liegt in einem Hochhaus inmitten des Frankfurter Bankenviertels.

Georg Georg (23) studiert im 6. Semester Jura an der Uni Regensburg. In seinem Praktikum in der Abteilung Private Equity bei Clifford Chance wurde ihm schnell klar, dass Transaktionen nicht nach "Schema F" ablaufen und sicheres Englisch eine Grundvoraussetzung ist.

Jede Transaktion ist anders
Auf das Praktikantenprogramm bin ich durch den Newsletter von e-fellows.net aufmerksam geworden. Nach meiner Online-Bewerbung folgte auch bald ein Angebot der Kanzlei, das ich gerne annahm.

Was die Vorkenntnisse betrifft, so war gerade am Anfang mein Wissen aus meinem universitären Schwerpunkt Unternehmenssanierung sicher von Vorteil. Dieses aber auch nur, um die grobe Struktur einer Transaktion zu verstehen. Schnell wurde mir klar, dass keine Transaktion nach "Schema F" abläuft und man sich stets die Besonderheiten des Einzelfalls vor Augen halten muss. Auch konnte ich von meinen früheren praktischen Erfahrungen profitieren.

English skills required
Schließlich sollte jedem Bewerber klar sein, dass fast die gesamte Korrespondenz auf Englisch erfolgt – seien es die Gespräche mit den Mandanten, der Gegenseite oder den eigenen Kollegen von anderen Standorten. Begriffe wie "Share Purchase Agreement" oder "Bad Leaver" waren vor dem Praktikum für mich nicht gerade alltäglich. Wer keine bösen Überraschungen erleben möchte, sollte ehrlich zu sich selbst sein und seine Englisch-Kenntnisse richtig einschätzen.

Gut betreut
Nach einem gegenseitigen Kennenlernen und der ausführlichen Unternehmenspräsentation wurde ich Herrn Georg Linde, einem Partner aus dem Bereich Private Equity, vorgestellt. Dieser war als mein fester Ansprechpartner und Mentor für den Zeitraum des Praktikums eingeplant. Er hatte stets ein offenes Ohr für mich und konnte mir mit Ratschlägen zu Karriereplänen und Arbeitsalltag zur Seite stehen. Überrascht wurde ich auch von meinem eigenen geräumigen Arbeitszimmer im 32. Stock mit Blick auf das Bankenviertel.

Um auch während der Abwesenheit meines Mentors weiterhin betreut zu werden, stellte er mich gleich zu Beginn dem Associate Sebastian Pauls vor. Mit diesem verbrachte ich auch die meiste Zeit meines Praktikums. Er machte mich mit anderen Kollegen bekannt und gab mir stets interessante Aufgaben.

Über die Schulter geschaut
Auch andere Kollegen habe ich unterstützt: So durfte ich nicht nur zu kniffligen Rechtsfragen recherchieren, sondern auch an Telefonkonferenzen teilnehmen, bei denen zum Beispiel einzelne Vertragsklauseln mit der Gegenseite verhandelt wurden. Hier hatte ich das Glück, den Anwälten über die Schulter schauen zu dürfen und bekam so ein noch besseres Bild vom Arbeitsalltag bei Clifford Chance. Auch konnte ich nach kurzer Einarbeitung in ein Projekt dessen Voranschreiten bis hin zum Vollzug ("Closing") mitverfolgen und aktiv mitgestalten.

Ich erstellte einzelne Abschnitte eines Due-Diligence-Reports, schrieb Memos an die Mandanten und wurde auch zu Notarterminen mitgenommen. Erfreut stellte ich immer wieder fest, dass meine Arbeit nach Überprüfung von Anwälten und einzelnen Veränderungen tatsächlich an die Mandanten ging oder intern verwertet wurde.

Meine persönlichen Highlights
Obwohl ich schon einige Praktika in anderen Unternehmen gemacht hatte, war ich überrascht, auf welch hohem Niveau sich der Alltag bei Clifford Chance abspielt und wie interessant die Tätigkeiten sind. Da kommt es schon auch mal vor, dass man als Praktikant freiwillig bis 22 Uhr oder länger im Büro bleibt.

Das Betriebsklima war sehr angenehm. Von fast jedem Angestellten wurde mir das "Du" angeboten und jeder war auch an mir als Mensch interessiert. Das Rahmenprogramm rundete das Praktikum sehr gelungen ab. So konnte ich Einblicke in andere Arbeitsbereiche gewinnen, meine Englischkenntnisse in einem Workshop aufbessern, oder die Frankfurter Wertpapierbörse live erleben.

Allen, die ein Praktikum bei Clifford Chance bekommen, rate ich, die Initiative zu ergreifen und ihre Arbeitskraft aktiv anzubieten. Man sollte die Möglichkeit nutzen, von den Profis zu lernen und ihnen bei Gelegenheit Fragen zum Arbeitsalltag stellen.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Allianz): Personalmarketing 2.0

Donnerstag, den 19. August 2010
Erfahrungs- bericht

Social Media als Stellenmarkt und chatten mit "Allianz Kai": Über Recruiting im Web 2.0 diskutieren und in kreativer Atmosphäre verschiedene Strategien fürs Hochschulmarketing durchspielen – darum ging es im Innovationsworkshop bei der Allianz in München.



DanielaDaniela (30) promoviert an der TU Darmstadt. Die Soziologin untersucht, wie Web 2.0 die Unternehmenskommunikation verändert. Zwei Tage lang konnte sie mit anderen e-fellows hinter die Kulissen des interaktiven Personalmarketings schauen.

Titel und Thema der Veranstaltung
Innovationsworkshop: Entwickle eine neue Web-2.0-Strategie für die Allianz

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
27.- 28. Juli in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Zehn e-fellows.net-Stipendiaten genossen beim Workshop ein perfekt zusammengestelltes Programm – inklusive Kunstführung durch das Allianz-Gebäude und der wahrscheinlich größten Pizza Münchens. Dafür sorgten die beiden Personalmarketing-Referenten der Allianz, Ralf Hilscher und Dominik Hahn. Den Workshop moderierte der Innovationscoach und e-fellows.net-Alumnus Florian Rustler von creaffective.

An der Schnittstelle
Der Workshop hat mich aus beruflicher und wissenschaftlicher Sicht gereizt: Als Kommunikationsmanagerin interessieren mich die Schnittstellen zwischen Konzernkommunikation und Personalmarketing. Insbesondere wenn es darum geht, wie sich ein Unternehmen nach außen präsentiert. Als Soziologin frage ich, wie die Kommunikation zwischen dem sozialen System "Konzern" und den Usern von Social Media funktioniert.

Innovationsworkshop Allianz
Ideen sammeln
[Quelle: Allianz]

Recruiting übers World Wide Web
Ziel des Innovations-Workshops war es, bereits bestehende und künftige Social Media Aktivitäten der Allianz in einer Strategie zu bündeln. Eine Strategie, die exakt auf die Allianz zugeschnitten sein sollte und den Bewerbern die Chance gibt, ihren potenziellen Arbeitgeber ganz persönlich kennenzulernen.

Auf der Suche nach geeignetem Nachwuchs haben inzwischen nahezu alle großen Unternehmen Einzug in das Social Web gehalten. Zu Beginn des Workshops haben wir erfahren, wie Ralf Hilscher und sein Kollege Dominik Hahn im Jahr 2008 erstmals in Sachen Hochschulmarketing im Web 2.0 aktiv geworden sind.

Individuell und immer auf dem neuesten Stand
Hilscher und Hahn erklärten, wie sie die offizielle Karriereseite Stück für Stück um Kanäle im "Mitmachweb" erweitert haben und welche Herausforderungen sie für ihre Arbeit sehen: authentisch muss man sein und jederzeit erreichbar. Freunde, Fans und Follower erwarten, dass ihre Posts zeitnah und vor allem individuell behandelt werden. "Wir wollen unserer Zielgruppe einen Einblick in unser Unternehmen geben," erklärt Hilscher.

Die digitale Stellenanzeige
Doch wie kommt das bei der Zielgruppe an? Was wollen Absolventen – quasi die Kollegen von morgen – von einem potenziellen Arbeitgeber wissen? Inwieweit ziehen Studierende soziale Netzwerke bei der Jobsuche eigentlich in Betracht? Die beiden Personalmarketingexperten haben jede Menge Fragen an uns vorbereitet. Dafür erhalten wir einen Blick hinter die Kulissen eines Großkonzerns.

Wir, das sind zehn e-fellows aus verschiedenen Fachrichtungen und in unterschiedlichen Phasen des Studiums. "Diese Mischung ist für uns ganz wichtig," erläutert Hilscher, "denn ein Studienanfänger interessiert sich vielleicht eher für generelle Praktikumsmöglichkeiten, ein Young Professional dagegen hat konkrete Fragen zur Karriereplanung".

Wie viel Kommerz verträgt die Community?
"Versicherungen sind nun mal unser Kerngeschäft," sagt Dominik Hahn, "davon verstehen wir was. Aber wenn wir zum Beispiel in der e-fellows.net community auf eine Frage zu Reiseversicherungen antworten, kann das schnell negativ als plumpe Verkaufsschau ankommen". Doch sind User so naiv zu glauben, sie seien tatsächlich unbeobachtet von Marketingabteilungen? Und wie viel Kommerz verträgt eine Community? Fragen wie diese haben uns während des Workshops beschäftigt.

So weiß jeder, der Teil einer Community ist, dass die Pflege eines solchen Netzwerks einiges an Zeit erfordert. Hat ein Unternehmen hier nur standardisierte Templates zu bieten oder reagiert gar nicht, wird es für die User schnell uninteressant. Bei der Allianz setzt man auf einen quirligen Avatar: Als "Allianz Kai" twittert das Personalmarketing-Team, betreibt einen eigenen Kanal auf YouTube und hat Profile in mehreren sozialen Netzwerken.

Innovationsworkshop Allianz
Strategien aufzeichnen
[Quelle: Allianz]

Der "Allianz Kai" im Social Web
Welche Rolle der "Allianz Kai" als Teil einer künftigen Web-2.0-Strategie spielen wird und wie der Austausch zu "echten" Allianz-Mitarbeitern aussehen könnte, sind konkrete Arbeitsfragen unseres Workshops. Für eine kreative Atmosphäre sorgt Innovationscoach Florian Rustler von creaffective. Der Moderator macht uns zu wahren Brainstorming-Meistern: Mit einer rasanten Geschwindigkeit von etwa 200 Ideen pro Stunde steht am Ende eine umfangreiche Ideensammlung für künftige Personalmarketing-Aktivitäten der Allianz.

…und dann heißt es: mitfiebern
Während wir nach zwei Tagen unser Soll an Kreativität erfüllt haben, geht es für das Personalmarketing-Team erst richtig los. Nach diesem intensiven Auftakt ist es natürlich schade, nicht weiterverfolgen zu können, wie sich die Web-2.0-Strategien entwickeln. Aber zumindest scheinen die anderen e-fellows genauso neugierig zu sein wie ich – und sind Fan der Allianz-Karriereseite bei Facebook und Freunde von "Allianz Kai" geworden.

Ergiebiges Brainstorming
Aus meiner Sicht war der Workshop rundum gelungen. Die beiden Allianz-Mitarbeiter haben ihre Social-Media-Aktivitäten offen präsentiert und sich auch auf kritische Diskussionen eingelassen. Inhaltlich hat der Workshop durch die souveräne Moderation von Florian Rustler überzeugt. Trotz seiner langjährigen Erfahrung schien er genauso begeistert vom Thema zu sein wie wir und hat die Gruppe zu immer mehr Ideen angestachelt.

Auch für Soziologen spannend
Anders als ein Gespräch auf einer Jobmesse, eine Case-Study oder ein Recruiting-Workshop habe ich bei diesem Praxis-Workshop einen sehr persönlichen Einblick in den Alltag eines Großkonzerns erhalten. Man hatte Gelegenheit, Strukturen und Arbeitsweisen einer komplexen Organisation kennenzulernen. Und für mich als Nicht-Mathematikerin, als Nicht-BWLerin und Nicht-Informatikerin war es natürlich sehr spannend zu erfahren, was bei einer Versicherung im Innendienst passiert.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (TNG Technology Consulting): Technik + Liebe = TNG

Mittwoch, den 18. August 2010
Erfahrungs- bericht

Die IT-Beratung TNG Technology Consulting öffnet ihre Türen: Einmal im Monat laden die Münchner zum Info-Tag zu aktuellen IT-Trends. Ob Vorträge über Cloud Computing, Plausch mit den Mitarbeitern oder mal eben eine neue Programmiersprache lernen: e-fellow Karsten machte das volle Programm mit und berichtet von TNGs großer Liebe.


Titel und Thema
Info-Veranstaltung "Open Techday" von TNG Technology Consulting

Zeit und Ort
6. August in München

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Sieben e-fellows und etwa 60 Mitarbeiter von TNG


e-fellow Karsten (23) studiert Physik in Karlsruhe. Beim Open Techday bei TNG Technology Consulting wurde er nicht enttäuscht: Besonders begeistert war er vom humorvollen Gespräch mit den beiden Geschäftsführern, die von ihrem eigenen Werdegang bei TNG erzählten.

TNGs große Liebe
Durch die Community hatte ich bereits einen Eindruck von TNG Technology Consulting und deren Unternehmenskultur, die ich erkunden wollte. Ich wurde nicht enttäuscht: Das Image der Mitarbeiter als technik- und detailverliebte IT-Spezialisten verspricht nicht zu viel und deckt sich hundertprozentig mit der Praxis. Hier sitzen Menschen, die mit Leidenschaft für Technik ihre Arbeit tun und auch zu den Schattenseiten der IT-Branche stehen.

Metamorphose: Der Techday öffnet sich
TNG Technology Consulting veranstaltet regelmäßig für ihre Mitarbeiter einen Techday im Münchener Büro. Dort können sich die Kollegen in entspannter Atmosphäre austauschen und bekommen Fachvorträge und technische Aktivitäten geboten, wie zum Beispiel das Erlernen einer Programmiersprache in einem Mini-Workshop. Seit August öffnen die TNGler den Techday einmal im Monat für eine Gruppe e-fellows, und die Veranstaltung wird zum Open Techday. Dort kann man als Teilnehmer dem Veranstaltungsprogramm folgen, die Mitarbeiter kennenlernen und mehr über ihre Arbeit erfahren.

Auch für Langschläfer und Weit-Fahrer
Auch wenn eine Agenda das Rahmenprogramm vorgibt, kann man sich seinen Tagesplan selbst zusammenstellen: Entweder man nimmt an den Veranstaltungen teil oder man besucht die Büros und stellt den Mitarbeitern seine Fragen. So ist auch eine spätere Anreise oder frühere Abreise problemlos möglich, was besonders für die e-fellows wichtig ist, die von weiter weg anreisen.

Kontakt zu TNG Technology Consulting aufnehmen?
In der TNG-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei TNG kontaktieren.

Mobile Technik und Cloud Computing
Prof. Rainer Leupers von der RWTH Aachen hielt einen Vortrag über "Design Technologies for Mobile Multimedia Terminals". Dr. Peter Katko, Director & Head of IP/IT Law bei Ernst & Young, klärte über rechtliche Aspekte von Cloud Computing auf. Mein persönliches Highlight waren die absolut offenen und humorvollen Gespräche mit den Geschäftsführern Henrik Klagges und Gerhard Müller, die tiefe Einblicke in das Unternehmen gewährten und ihren Werdegang mit vielen Anekdoten preisgaben.

Mein persönliches Fazit
Der Open Techday bietet eine einmalige Gelegenheit für IT- und technikaffine e-fellows, eine Firmenkultur der anderen Art und die dazugehörigen Mitarbeiter und Geschäftsführer kennenzulernen. Sie nehmen sich gerne Zeit für ein ausführliches Gespräch, so gewinnt man einen guten Überblick über TNG Technology Consulting und die Branche.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Tagebuch (Bosch): Ulrichs Einstieg im Junior Managers Program III

Donnerstag, den 12. August 2010
Tagebuch

Im dritten und letzten Teil seines Tagebuchs kümmert Ulrich sich darum, die Prozesse in seiner Abteilung zu optimieren. Dafür bringt er Mitarbeiter von der Früh- bis zur Nachtschicht zusammen. Außerdem darf er sich schon ein wenig wie eine Führungskraft fühlen: Er darf die Vorträge von der Fertigungstagung bei Bosch anhören, die sonst den Chefs vorbehalten bleiben.

e-fellow Ulriche-fellows.net-Stipendiat Ulrich (27) hat Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe studiert. Mehrere Praktika führten ihn schließlich zu Bosch. In seinem Tagebuch berichtet er von seinem Start ins Berufsleben und was es bedeutet, ins Junior Managers Program bei Bosch einzusteigen.

Workshops mit Mitarbeitern von der Früh- bis zur Nachtschicht
Für mein "Golden Line"-Projekt habe ich in diesem Monat Workshops mit den Mitarbeitern durchgeführt. Ziel war es, einen Qualitätsregelkreis zu analysieren und Optimierungspotentiale herauszuarbeiten. Zu den Workshops habe ich Mitarbeiter von der Früh- bis zur Nachtschicht eingeladen, um eine schichtübergreifende Zusammenarbeit zu fördern. In den Workshops haben wir die Tätigkeiten der verschiedenen Mitarbeiter mit Blick auf den Regelkreis analysiert, unterschiedliche Ideen für Verbesserungen diskutiert und einen neuen, optimierten Standard festgelegt. Wir haben zum Beispiel ein Prüfkonzept verbessert – jetzt bin ich gespannt, wie sich die Neuerungen in der Praxis beweisen.

Wie schaffen wir den geeigneten Prüfautomaten an?
Meine Abteilung will einen neuen Prüfautomat anschaffen. Dafür gibt es schon ein Konzept und einen ersten Probeaufbau für den Prüfstand. Um dessen Leistungsfähigkeit zu beurteilen, bin ich mit einigen Kollegen zum Zulieferer gefahren. Meine Aufgabe war es, die Schnittstellen der beteiligten Abteilungen zu koordinieren und einen realistischen Zeitplan für die Beschaffung des Prüfautomaten zu erstellen. Generell ist es für mich sehr interessant, wie die Beschaffungsprozesse für Maschinen und Anlagen ablaufen. Dass ich selbst daran mitwirke, macht es nochmals spannender.

Kontakt zu Bosch aufnehmen?
In der Bosch-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Bosch kontaktieren.

Für (zukünftige) Führungskräfte: die Fertigungstagung
Diesen Monat fand die Bosch-Fertigungstagung statt, die nur alle zwei Jahre jeweils von einem Standort organisiert wird. Dort stellen Bosch-Mitarbeiter ausgewählten Führungskräften besondere Fertigungsprojekte vor. Wir als Teilnehmer des Junior Managers Program hatten dieses Jahr die Chance, in der Woche nach der Fertigungstagung ebenfalls die Original-Vorträge zu hören und uns die Projekte anzusehen. Für mich war es besonders interessant, da ich 2009 als Praktikant selbst an einem der vorgestellten Projekte, bei dem es um Shopfloor-Management ging, mitgearbeitet habe.

Fazit meiner ersten drei Monate im Junior Managers Program
Das Programm hat meine Erwartungen übertroffen. Ich bekam von Anfang an herausfordernde Aufgaben übertragen und die ersten Ergebnisse meiner Arbeit sind schon sichtbar. Außerdem unterstützen mich meine Kollegen und Vorgesetzten sehr gut. Ich freue mich auf die nächsten Monate und bin gespannt, wo ich meinen Auslandseinsatz im nächsten Jahr verbringen werde.

Erfahrungsbericht (Bertelsmann): Medientrends und Café Moskau

Donnerstag, den 12. August 2010
Erfahrungs- bericht

Am zweiten Tag von Talent meets Bertelsmann wurde es spannend: Anna und ihr Team präsentierten ihre Idee einer E-Book-Flatrate für den französischen Markt vor dem Bertelsmann-Vorstand. Würden sie mit ihrem Konzept den ersten Platz machen und eine Reise nach New York gewinnen?



Titel und Thema
"Talent Meets Bertelsmann" 2010, 175 Jahre Bertelsmann – Eine Zukunftsgeschichte

Zeit und Ort
14.-16. Juli 2010, Hauptstadt-Repräsentanz von Bertelsmann in Berlin

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
53 Teilnehmer sowie drei Mitglieder des Bertelsmann-Vorstands und über 50 Führungskräfte aus den verschiedenen Unternehmensbereichen

Annae-fellow Anna (25), macht ihren Master in internationaler Betriebswirtschaft an der ESCP Europe und durfte zwei Tage lang hinter die Kulissen des Bertelsmann-Konzerns gucken. Dort tüftelte sie nicht nur mit anderen Studenten an Medienkonzepten für die Zukunft, sondern bekam auch einen Einblick in die Philosophie von Bertelsmann.

Den Giganten von innen sehen
Da ich im Herbst mein Studium beenden werde und mich für die Medienbranche interessiere, wollte ich mehr über die Bertelsmann AG als potenziellen Arbeitgeber erfahren. Durch meine Teilnahme an Talent Meets Bertelsmann wollte ich einen Einblick in die Tätigkeitsfelder und die Organisation des Mediengiganten gewinnen.

Zusammen an Konzepten tüfteln
Durch persönliche Gespräche mit Bertelsmann-Mitarbeitern wollte ich die Unternehmenskultur und die Menschen hinter dem Unternehmen kennen lernen. Außerdem hat mich das Thema des Workshops gereizt: die Entwicklung neuer Geschäftsmodelle für die Medienbranche. Ich hatte mich im Rahmen meiner Masterarbeit schon mit dem "First-Mover Advantage" von Web 2.0.-Geschäftsideen befasst. Darüber wollte ich mich mit anderen interessierten Studenten austauschen.

Talent Meets Bertelsmann Workshop [Quelle: Bertelsmann]
Knobeln bei der Kreativaufgabe
[Quelle: Bertelsmann]

Was bedeutet "Karriere" für mich?
Gleich am ersten Tag von Talent Meets Bertelsmann war nach einer kurzen Begrüßung in der Bertelsmann-Repräsentanz unsere Kreativität gefragt: In sechs Workshopgruppen galt es, einen kurzen Film zum Bertelsmann-Slogan "Create Your Own Career" zu drehen. Auf diese Weise konnten wir nicht nur unsere Gruppe kennenlernen, sondern uns auch gemeinsam Gedanken darüber machen, was Karriere für uns eigentlich bedeutet.

Entspannter Austausch
Beim anschließenden Abendessen auf der Dachterrasse hatten wir in entspannter Atmosphäre die Gelegenheit, uns mit den anderen Teilnehmern sowie den Bertelsmann-Mitarbeitern zu unterhalten. So erfuhr ich von Gero Hesse, Senior Vice President der HR Services, dass Unternehmergeist einer der Kernwerte der Bertelsmann AG ist. Das zeigt sich unter anderem in ihrer dezentralen Organisation, die viel Eigenverantwortung und –initiative von Mitarbeitern und Führungskräften verlangt.

Talent meets Bertelsmann Ostrowski [Quelle: Bertelsmann]
Hartmut Ostrowski
[Quelle: Bertelsmann]

Talent-Management ist Chefsache
Der zweite Tag von Talent Meets Bertelsmann begann mit einer Ansprache von Hartmut Ostrowski, dem Vorstandsvorsitzenden der Bertelsmann AG, der es sich nicht nehmen ließ, persönlich den Startschuss zu den Workshops zu geben. Talent Management ist offenbar Chefsache bei Bertelsmann.


Mehr als nur Bücher
Anschließend begann der Wettbewerb zwischen den sechs Teams um die beste Geschäftsidee. Ich war im Team "Direct Group", das sich mit der Zukunft des Lesens auseinandersetzte. Wir entwarfen eine E-Book-Flatrate für den französischen Markt. Anschließend mussten wir unser Konzept vor den anderen Teilnehmern und den drei Mitgliedern des Bertelsmann-Vorstands präsentieren.

Talent meets Bertelsmann Cafe Moskau [Quelle: Bertelsmann]
Abschlussparty im Café Moskau
[Quelle: Bertelsmann]

Joy Denalane im Café Moskau
Die Preisverleihung fand im Café Moskau statt und wurde von RTL-Moderator Daniel Hartwich geleitet. Den ersten Platz belegte das "RTL"-Team, das sich nun auf eine Reise nach New York freuen darf. Den restlichen Abend konnten wir dann mit weiteren Gesprächen und einem Live-Konzert von Joy Denalane ausklingen lassen. Besonders interessant fand ich, dass Bertelsmann nicht nur ein sehr heterogenes Unternehmen ist, sondern sich die einzelnen Unternehmensbereiche auch durch ihre eigene Unternehmens-Subkultur voneinander unterscheiden.

Fazit: Insider-Wissen und wertvolle Kontakte
Talent Meets Bertelsmann hat meine Erwartungen voll und ganz erfüllt: Ich habe mit Bertelsmann-Mitarbeitern aus allen Unternehmenssparten sprechen können und einiges über aktuelle Medienthemen gelernt. Darüber hinaus hatte ich jede Menge Spaß und werde sicherlich mit vielen Mitarbeitern und Teilnehmern, die ich bei dem Workshop getroffen habe, in Kontakt bleiben. Empfehlen kann ich die Veranstaltung allen, die sich für die Medienbranche interessieren und in einem dynamischen Umfeld arbeiten möchten.

Neugierig?
Hier findest du weitere Infos und die Videos zum Event!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

e-fellow gewinnt E-Rallye

Dienstag, den 10. August 2010
Martina

Unglaublich, was die e-fellows alles machen! Zum Beispiel Alumnus Tim Ruhoff: Der siegte bei der ersten transalpinen Elektroauto-Rallye "e-miglia" zwischen München und Rovereto, Italien. Vom 3. bis 6. August hat er sich im Team "Energiebau" mit Teilnehmern aus ganz Europa gemessen und bewiesen, dass echter Fahrspass kein Motorengeheule braucht.

Tim Ganz ohne Benzin im Blut: e-fellows.net-Alumnus Tim (25) räumte mit seinem Team den ersten Preis beim Elektro-Autorennen e-miglia ab. Wenn er keine Rallyes fährt, wirbt er in seinem Start-Up mit Workshops für neue Mobilitätskonzepte. Sein Traum ist ein "Mobilitätspass", mit dem man bequem jedes Verkehrsmittel von Rad bis Flugzeug nutzen kann.

Wie sind Sie darauf gekommen, bei der e-miglia mitzumachen?
Dieses Jahr habe ich die Firma Next Generation Mobility gegründet, die sich damit beschäftigt, Mobilitätskonzepte zu entwerfen und umzusetzen. Bereits als Berater bei Barkawi Management Consultants habe ich mich länger mit E-Mobilität befasst, und nun mit Unterstützung der Beratung das neue Unternehmen gegründet. Ich denke, dass viele in meiner Generation, also auch einige von den e-fellows, das Auto nicht mehr als zwingend notwendig betrachten. Das liegt zum einen daran, dass sich die Infrastruktur verändert hat. Zum anderen hat auch ein Umdenken stattgefunden, das Prestigeobjekt Auto ist längst überholt.

Wir glauben an diesen Wandel, und uns geht es deshalb darum, den sinnvollsten Einsatz für das E-Auto zu finden. Bei der e-miglia ging es darum, zu zeigen, dass E-Mobilität funktioniert und auch Herausforderungen wie eine Alpenüberquerung meistert.

Die Vision unserer Firma ist außerdem ein Mobilitätspass, mit dem jeder alle möglichen Verkehrsmittel von Fahrrad bis Flugzeug ohne großen bürokratischen Aufwand nutzen kann. Nutzkomfort und Barrierefreiheit sind das Ziel, dazu müssen die bestehenden Verkehrssysteme sinnvoll vernetzt werden.

Wie lief die Rallye ab?
Wir sind in München gestartet, erster Stop war Füssen. Pro Tag galt es zwei Etappen von je 80 Kilometern zu bewältigen, danach ging es für die Autos an die Ladestation. Das klingt ja an sich nicht beeindruckend, allerdings ging es bei der Rallye auch nicht über eine gerade Autobahnstrecke, sondern über steile Bergpässe.

Da war man teilweise schon sehr froh über den Gurt. Hier war nicht Geschwindigkeit gefragt. Was zählte, waren Genauigkeit und Gleichmäßigkeit. Wir mussten die Strecken auf eine bestimmte Zeit fahren und möglichst auf die Sekunde genau durch das Ziel kommen.

Es ging im Prinzip darum, mit seinem Auto eins zu sein. Und die Fahrzeuge waren nicht alles nur Öko-Kisten, unser Tesla Roadster zum Beispiel ist ein sexy Sportwagen.

Was war anders als bei einem gewöhnlichen Autorennen?
Ein großer Unterschied war mit Sicherheit, dass unsere Rallye absolut leise abgelaufen ist. Das ist uns besonders im Hindernisparcours aufgefallen: Als plötzlich ein paar Leute ihre Go-Karts angeschmissen haben, hat uns das fast in den Wahnsinn getrieben. Wir mussten uns ja konzentrieren, um die vorgegebene Fahrzeit exakt einzuhalten.

Siegerfoto Tim emigliaTim Ruhoff bei der E-Rallye
Der erste Platz für Team "Energiebau" [Quelle:www.nextgenerationmobility.de]

Was war Ihr persönliches Highlight?
Eine witzige Anekdote war sicher ein kleines Wettrennen, das am dritten Tag von einem Privatsender initiiert wurde. Ein Rennradfahrer sollte gegen unseren Tesla antreten, um den Energieverbrauch zu vergleichen, und das Ganze bei Regen und eisigen Temperaturen auf dem Jaufenpass.

Der junge Mann auf dem Rad hat ein Höllentempo hingelegt, während einem E-Motorradfahrer dreimal die Batterie versagt hat. Schließlich hat der Rennradfahrer ihn den Rest des Passes auf 2.100 Meter hochziehen müssen, das war schon beeindruckend. Insgesamt hat das Rennen einfach Spaß gemacht, weil es so bunt gemischt und unkommerziell war, da waren Hobby-Bastler genauso vertreten wie Teams, die sich professionell mit Elektroautos befassen. Ehrgeiz und alternative Fortbewegung war hier absolut im Zentrum.