Tagebuch (Bosch): Ulrichs Einstieg im Junior Managers Program II

7. Juli 2010
Tagebuch

Ulrich hat einen weiteren Monat bei Bosch in Immenstadt (Allgäu) verbracht. Trotz Frühschicht in der Werkstatt konnte er sich um sein Projekt "Golden Line" kümmern. Außerdem bekam er Besuch aus den USA. Da der Allgäuer Standort eng mit dem in Charleston zusammenarbeitet, wollte sich ein amerikanischer Kollege einen Überblick über die Projekte verschaffen. Dazu nahm ihn Ulrich mit in die Werkstatt.

e-fellow Ulriche-fellows.net-Stipendiat Ulrich (27) hat Wirtschaftsingenieurwesen in Karlsruhe studiert. Mehrere Praktika führten ihn schließlich zu Bosch. In seinem Tagebuch berichtet er von seinem Start ins Berufsleben und was es bedeutet, im Junior Managers Program bei Bosch einzusteigen.

Frühschicht heißt wirklich früh
Wie schon im letzten Blog-Eintrag angekündigt, ging es für mich in diesem Monat direkt in die Werkstatt. Genauer gesagt war ich der Frühschicht zugeteilt, die um fünf Uhr beginnt. Hier habe ich unter anderem mit dem Automatenbediener ein Werkzeug aus einer Spritzgussmaschine ausgebaut und anschließend zusammen mit dem Werkzeugmacher gewartet. Hierfür haben wir es zunächst vollständig zerlegt, gereinigt, verschlissene Teile ersetzt und anschließend wieder aufgebaut. Mein Fazit des Fertigungseinsatzes ist sehr positiv, da ich viele Erfahrungen gesammelt habe. Außerdem habe ich die Abläufe mit eigenen Augen gesehen, die ich zuvor theoretisch durch die Fertigungsunterlagen kennengelernt hatte.

Besuch aus Charleston
Am amerikanischen Standort Charleston werden ABS- und ESP-Systeme für den dortigen Markt gefertigt. Daher gibt es zwischen unserem Standort und Charleston eine enge Zusammenarbeit. In diesem Monat war ein Mitarbeiter aus Charleston zu Besuch, um sich einen Überblick über den aktuellen Status verschiedener Projekte zu verschaffen. Meine Aufgabe war es, den aktuellen Stand eines Projektes zu meinem Kunststoffteil vorzustellen und über bereits umgesetzte Maßnahmen in der Werkstatt zu berichten.

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Mentorengespräch mit dem technischen Werksleiter
Eine weitere Besonderheit des Junior Managers Program ist, dass man von einem Mentor aus dem Kreis der leitenden Direktoren betreut wird. In meinem Fall ist es der technische Werksleiter hier im Allgäu. In diesem Monat stand das erste Treffen an. Wir haben uns gegenseitig vorgestellt und dann über meine aktuellen Aufgaben gesprochen. Er hatte einige interessante Ideen und Anregungen für mich.

Zum Beispiel hat er mich auf ein bereits abgeschlossenes Projekt aufmerksam gemacht, dessen Herangehensweise sich teilweise auf eins meiner Projekte übertragen lässt. Außerdem sind wir noch kurz auf meine nächsten Stationen zu sprechen gekommen. Wie bereits im letzten Monat berichtet, geht es ab November für sechs Monate zu den "Technischen Funktionen". Die darauffolgenden Stationen im Ausland und in einer Zentralabteilung lege ich nach Abstimmung mit der Personalabteilung und meinem Mentor fest. Derzeit gibt es nur eine grobe Planung.

Goldene Linien lackieren?
Eins meiner Projekte heißt "Golden Line". Es geht darum, die Spritzgussmaschinen inklusive der direkten und indirekten Prozesse in einen goldenen Fertigungsbereich zu versetzen. Nein, das heißt nicht, dass ich die Maschinen umlackiere. Es geht vielmehr darum, einen "Best-of-Best-Zustand" herzustellen und an diesem Projekt erfolgreich umgesetzte Maßnahmen anschließend auf andere Bereiche zu übertragen.

Zu Projektbeginn habe ich mithilfe meines Abteilungsleiters den Projektplan ausgearbeitet. Hier war sein Feedback besonders im Hinblick auf Key- und Early-Performance-Indikatoren sehr hilfreich. Da regelmäßig alle Mitarbeiter über neue Entwicklungen informiert werden, haben wir das Projekt danach auch der Früh-, Spät- und Nachtschicht vorgestellt.

Näheres zu den Workshops, die ich für das Projekt mit Mitarbeitern der verschiedenen Funktionen durchführe, schreibe ich im nächsten Eintrag.

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