Erfahrungsbericht (Accenture):
Fallstudien für Neulinge

2. Juni 2010
Erfahrungs- bericht

Was sind Fallstudien und wie funktionieren sie? Diese Fragen stellte sich e-fellows.net-Stipendiat Fabian schon lange. Beim Accenture Workshop der City Group Bonn lernten er und zehn weitere Studenten, wie man eine Fallstudie methodisch angeht und worauf es dabei ankommt. Dass die Workshop-Teilnehmer nur wenig Erfahrung mitbrachten, spielte an diesem Nachmittag keine Rolle.

Titel und Thema der Veranstaltung
Accenture Workshop zum Thema "Fallstudien"

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
30. April in einem Seminarraum des Bonner Studentenwerks

Teilnehmeranzahl und Unternehmensvertreter
Vor Ort waren Thorsten Knopp (Consultant, Technologieberatung) und Kai Oey (Manager, Technologieberatung) von Accenture. Elf Studenten aus verschiedenen Fachbereichen schnupperten an diesem Tag "Case Study-Luft".

e-fellow Fabiane-fellows.net-Stipendiat Fabian (20) studiert Mathematik mit Schwerpunkt VWL an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität in Bonn. In seiner Freizeit liest er am liebsten Politthriller, joggt durch die Natur und ist engagiertes Mitglied in einem Debattierclub.

Warum ich an dieser Veranstaltung teilgenommen habe
In verschiedenen Karriere- und Studentenmagazinen liest man immer wieder Artikel über Einstellungsverfahren und Assessment-Center. Dabei werden auch häufig "Case Studies" als Teil des Einstellungsverfahrens genannt. Doch was genau ist eine Fallstudie und wie funktioniert sie? Diese Fragen stellte ich mir und wollte sie beim Accenture Workshop beantworten.

Fallstudien lösen auf die unkonventionelle Art
Im ersten Teil der Veranstaltung stellte uns Thorsten Knopp Accenture als Unternehmen vor und machte uns auf Einstiegs- und Praktikumsmöglichkeiten aufmerksam. Danach ging es direkt zur Fallstudie. Kai Oey präsentierte uns das Thema ("Sanierung eines Chemieparkbetreibers") und wir machten uns in Dreiergruppen an die Arbeit. Dabei herrschte eine sehr angenehme und produktive Atmosphäre. Nur wenige Teilnehmer hatten Case-Study-Erfahrung, daher sind wir sicher etwas unkonventionell an die Aufgabe herangegangen.

Gruppenarbeit zu dritt [Bildquelle: Accenture]
Gruppenarbeit zu dritt [Bildquelle: Accenture]

Präsentation mit realistischen Reaktionen
Zwei Stunden später präsentierten wir unsere Ergebnisse. Während der Präsentationen schlüpften die beiden Accenture Vertreter in die Rolle des Vorstands des zu beratenden Konzerns. Sie versuchten möglichst realistische Reaktionen nachzustellen und uns so unter Druck zu setzen.

Portfolio-Matrix, Baumdiagramme und wie man Fallstudien methodisch anpackt
Während des anschließenden Snacks hatten wir reichlich Gelegenheit, Fragen zu Accenture und zum Berater-Alltag zu stellen. Fragen, die uns interessierten, waren zum Beispiel: Wie viele Stunden arbeitet man in der Woche? (Antwort: "50 Stunden und mehr.") Wird samstags gearbeitet? (Antwort: "Nein.") Gibt es einen "Casual Friday"? (Antwort: "Nein, bei Accenture ist man die ganze Woche beim Kunden.") Wie lange ist die Projektdauer? (Antwort: "Im Regelfall zwischen einem halben Jahr und zwei Jahren.") Wie schnell steigt man durchschnittlich auf? (Antwort: "Nach etwa zwei bis drei Jahren.")

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Danach haben uns die Berater noch eine Art "Musterlösung" der Fallstudie gezeigt. Dabei standen nicht die Lösungen (wie zum Beispiel nicht-rentable Bereiche outsourcen und Verwaltungsabteilungen zusammenführen) im Vordergrund, sondern die Methodik. Die Berater erläuterten uns die Portfolio-Matrix und Baumdiagramme und verknüpften sie mit der eigentlichen Lösung.

Präsentation der Ergebnisse [Bildquelle: Accenture]
Präsentation der Ergebnisse [Bildquelle: Accenture]

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Mir hat die Veranstaltung gut gefallen, um erste "Case Study-Luft" zu schnuppern. Meine Eingangsfrage wurde auch beantwortet. Da ich einige Standard-Methoden kennengelernt habe, fühle ich mich nun für weitere Fallstudien gerüstet.

Bei der Veranstaltung stand die Case Study und nicht das Unternehmen "Accenture" im Vordergrund. Daher empfehle ich diese Veranstaltung vor allem Studenten, die wenig Erfahrung mit solchen Aufgaben haben und diese trainieren möchten.

Community & Blog, Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

2 Reaktionen zu “Erfahrungsbericht (Accenture):
Fallstudien für Neulinge”

  1. neila

    Hallo,

    mache bald beim Accenture Auswahltag mit. Könnstest du mir bitte sagen was für Case Studies ihr gemacht habt und wie ihr vorgegangen seid???

    Schöne Grüsse
    neila

  2. Study Center & Community » Blog Archive » Kommunizieren Entwicklung durch Angewandte Theaterwissenschaft: Fallstudie einer Community Theatre Project in Südafrika

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