Monatsarchiv für Mai 2010

Erfahrungsbericht (Deutsche Telekom):
Führung durch die Zukunft

Montag, den 31. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Beim City Group Bonn-Event "T-Gallery" der Deutschen Telekom drehte sich einen Nachmittag lang alles um die Technik von morgen – für zu Hause, bei der Arbeit und für unterwegs. Dabei traf e-fellows.net-Stipendiat Christian auf die Unternehmensvertreter der Telekom und warf einen Blick auf die technischen Zukunftsvisionen des Konzerns. Innovationen, von denen bereits jetzt einige von der Regierung eingesetzt werden.

Titel und Thema der Veranstaltung
T-Gallery: Show-Room-Führung durch die "Technik von morgen" mit der Deutschen Telekom

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
23. April 2010 in der Konzernzentrale der Deutschen Telekom in Bonn

e-fellow Christian Conrade-fellows.net-Stipendiat Christian (25) promoviert in Jura an der Rheinischen Friedrich-Wilhelms-Universität Bonn. Der begeisterte Sportler und Hundeliebhaber ist ehrenamtliches Mitglied im Leo Club Ahrtal und schreibt seine Dissertation im Zivilrecht.

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Begrüßt wurden wir durch Ute Neher und Stefan Mayer (Personalmarketing-Experten im Recruiting & Talent Service) sowie Marc-Stefan Brodbeck (Leiter Recruiting & Talent Service).

T-Gallery-Gruppenfoto [Bildquelle: Deutsche Telekom]
T-Gallery-Gruppenfoto
[Bildquelle: Deutsche Telekom]

Ein Einblick in die Technik von morgen
Nach der Begrüßung fuhren wir mit einem sehr leisen und eleganten Aufzug in die futuristische "T-Gallery". Philipp Thesen (Team T-Gallery) begrüßte uns, während man uns verschiedene Erfrischungen reichte. Danach begann eine Führung durch "unsere" Zukunft – aufgeteilt in "zu Hause", "bei der Arbeit" und "Unterwegs".

Hier präsentierte man uns technische Lösungen, die auf der Basis der Zukunftsvisionen der Telekom-Ingenieure entwickelt wurden. So zeigte man uns einen Beamer, über den ein "TV-Rahmen" an die Wand geworfen wird. In diesem "Rahmen" kann das gesamte "Home-Entertainment" abgerufen werden.

Ziel dieser technischen Lösungen ist es, die Kunden bei den Herausfordungen des Alltags in der Zukunft zu unterstützen oder direkte Lösungen anzubieten. Bereits jetzt garantieren einige Innovationen die Sicherheit unserer Regierung – wie zum Beispiel das "Kanzler-Handy", das wir begutachten durften.

Gemeinsames Abendessen [Bildquelle: Deutsche Telekom]
Gemeinsames Abendessen
[Bildquelle: Deutsche Telekom]

Fünf-Gänge-Menü mit Blick auf den Rhein
Nach diesem Einblick in die "Technik von morgen" fuhren wir in ein Restaurant mit wunderbarem Blick auf den Rhein. Hier erwartete uns ein köstliches Fünf-Gänge-Menü. Dabei bot sich die Gelegenheit, die Personaler als "Alltagsmenschen" kennen zu lernen und mit ihnen über eine Zukunft bei der Telekom und den Tochterunternehmen zu sprechen.

Ein futuristischer Nachmittag geht zu Ende – Mein persönliches Fazit
Insgesamt bleibt festzuhalten, dass ein informativer und interessanter "Nachmittag der Zukunft" mit einem gelungenen Abend endete. Auf diesem Wege möchten wir, die gesamte e-fellows.net-City Group Bonn, uns erneut bei der Deutschen Telekom für die Möglichkeit bedanken, das Unternehmen auf diesem Wege besser kennen zu lernen!

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Erfahrungsbericht (Hengeler Mueller): Auf Jagd nach Markenrechtsverletzungen

Mittwoch, den 26. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Dass er auf der Düsseldorfer Schuhmesse einmal Kartons voller Schuhe beschlagnahmen würde, hatte Stipendiat Christian sich nicht im Traum ausgemalt. Bei seinem Praktikum bei Hengeler Mueller musste er aber genau das tun. Als Praktikant im Rechtsbereich "Intellectual Property" (IP) beschäftigte er sich mit Verletzungen des Markenrechts – und verließ so die besagte Messe mit Taschen voller konfiszierter markenrechtsverletzender Schuhmodelle. Dabei machte er die Erfahrung, dass Markenrechtsanwälte manchmal sogar ein bisschen Detektiv sein müssen.

e-fellows.net-Stipendiat Christian (22) studiert Jura an der Universität Bayreuth mit dem Schwerpunkt "Geistiges Eigentum".

Bewerbung
Vom Angebot des Frühjahrspraktikums 2010 bei Hengeler Mueller habe ich durch eine Ausschreibung im Praktikumsmarkt der e-fellows.net-Plattform erfahren. Da es sich bei Hengeler Mueller um einen offiziellen Partner von e-fellows.net handelt, konnte ich von sämtlichen Vorteilen einer Online-Bewerbung Gebrauch machen. Mein favorisierter Rechtsbereich wurde bei der Vergabe des Praktikumsplatzes berücksichtigt und bei Fragen konnte ich mich jederzeit an Katja Lambertz, Personalreferentin im Düsseldorfer Büro, wenden.

Der erste Tag – von der Uni in die Großkanzlei
Im Düsseldorfer Büro unweit der Königsallee und in der Nähe von Altstadt und Rheinterrassen angekommen, wurde unsere Gruppe von zwölf Praktikantinnen und Praktikanten herzlich von Katja Lambertz und Partner Prof. Dr. Hoffmann-Becking begrüßt. Nach dem Kennenlernen unserer betreuenden Anwälte beim gemeinsamen Mittagessen konnten wir bereits nachmittags unsere ersten Arbeitsaufträge entgegennehmen und uns entweder in der Bibliothek oder an unseren Arbeitsplätzen in Dreier-Büros an die Arbeit machen.

Das Rahmenprogramm – nicht zu viel und nicht zu wenig
Das Rahmenprogramm bot uns Praktikantinnen und Praktikanten vielfältige Möglichkeiten. Zum einen erhielten wir bei den sogenannten "Corporate Breakfasts" zusammen mit den Referendaren und wissenschaftlichen Mitarbeitern Einblicke in die schwerpunktmäßigen Tätigkeitsbereiche von Hengeler Mueller: Einmal wöchentlich referierte ein Partner über sein hauptsächliches Rechtsgebiet, die Tätigkeit der Kanzlei auf diesem Gebiet und über aktuelle Mandate. Dazu ließen wir uns Kaffee und Croissants schmecken. Bei gemeinsamen Mittagessen und einem gemeinsamen Bowling-Abend war es uns zwölf außerdem möglich, unsere Betreuer sowie Referendare und andere Anwälte kennen zu lernen und uns neben juristischen Berufs- und Ausbildungsfragen auch über Persönliches auszutauschen.

Der fachliche Höhepunkt des Rahmenprogramms dürfte wohl für jeden von uns die gemeinsame Erarbeitung einer Fallstudie zum Unternehmenskauf gewesen sein. Dabei lernten wir nicht nur die verschiedenen Stadien eines Unternehmenskaufs mit einigen ihrer relevantesten praktischen und juristischen Problemen kennen. Wir konnten auch einen Eindruck davon gewinnen, welche Anforderungen im Verlauf eines Unternehmenskaufs an die wirtschaftswissenschaftlichen, verhandlungstaktischen und sprachlichen Schlüsselqualifikationen der Anwälte gestellt werden und wie die verschiedenen Rechtsabteilungen innerhalb einer Sozietät bei solchen Großprojekten zusammenarbeiten.

Meine Aufgaben – "Guten Tag, wir sind Rechtsanwälte und vertreten die …" – "Das ist schön für Sie!"
Neben mehreren kleineren Recherchetätigkeiten erhielt ich vor allem zwei umfangreiche Arbeitsaufträge. Im Markenrecht war ich mit der Aufgabe betraut, die potentielle Verwechslungsgefahr zweier für einen Mandanten einzutragender Marken mit bereits bestehenden deutschen und internationalen Marken zu beurteilen. Neben Recherche, juristischer Subsumtion und Einstufung der Verwechslungsgefahr der ermittelten Marken lag der Fokus vor allem auf der anwaltlichen Beratungsperspektive. Meine Ergebnisse sollten dem Mandanten eine realistische Einschätzung liefern, zwischen welchen Marken eine erhöhte Verwechslungsgefahr bestünde und wie hoch aufgrund der Wettbewerberstellung anderer Markeninhaber die Angriffsgefahr im Falle der Eintragung einzustufen wäre.

Durch diese juristische Beurteilung war es mir nicht nur möglich, meine sich von der Universität her auf die rein rechtliche Seite beschränkenden Markenrechtskenntnisse um die ungemein hilfreiche Perspektive ihrer praktischen Umsetzung zu bereichern. Mit dem Blick durch die "Anwaltsbrille" innerhalb der eigenständigen Risiko-Einschätzung konnte ich diesen Arbeitsauftrag auch dafür nutzen, eine erste Erfahrung in anwaltlicher Beratungspraxis zu sammeln, da ich meine Ergebnisse im Gespräch mit meinem betreuenden Anwalt verteidigen musste. Anschließend nahm ich an der Telefonkonferenz mit dem Mandanten teil, in der dieser zu einer zumindest teilweisen Modifikation der einzutragenden Marken angehalten wurde. Auch die neu erarbeiteten Ideen konnte ich noch während meines Praktikums markenrechtlich überprüfen und dem Mandanten schließlich zur Eintragung empfehlen.

Markenrecht live gab es auf der Schuhmesse in Düsseldorf, die dort während meines Praktikumszeitraums stattfand. Nachdem im Vorfeld bei elf Ausstellern markenrechtsverletzende Schuhmodelle identifiziert wurden, machten sich mein betreuender Anwalt Dr. Lambrecht, eine wissenschaftliche Mitarbeiterin und ich auf den Weg zum Messegelände, um vor Ort im Namen unserer Mandantin Abmahnungen mit strafbewehrten Unterlassungsverpflichtungen zu verteilen. Dort angekommen, wurden wir von den Verletzern teilweise nicht nur "herzlich" begrüßt: "Guten Tag, wir sind Rechtsanwälte und vertreten die …" – "Das ist schön für Sie!" Wir fanden auch eine chinesische Ausstellerin wieder, nachdem diese bereits das Weite gesucht hatte. Schließlich konnten wir die Schuhmesse erfolgreich mit Taschen voller markenrechtsverletzender Schuhmodelle verlassen.

Detailwissen aneignen für Patentansprüche
Bei dem anderen größeren Arbeitsauftrag handelte es sich um ein brisantes patentrechtliches Mandat mit Bezügen zum Arbeitnehmer-Erfinderrecht. Ich war zunächst mit den Vorbereitungen für eine Telefonkonferenz betraut, in der im Vorfeld und als Grundlage einer patentrechtlichen Verletzungsanalyse technische Zweifelsfragen geklärt werden sollten. Sowohl diese Vor- als auch die Nachbereitungen erforderten ein hohes Maß an physikalischen und technischen Kenntnissen, die ich zunächst erst wieder auffrischen bzw. mir neu aneignen musste und ohne die mir die Mandatsmitarbeit nicht möglich gewesen wäre.

Durch die patentrechtliche Begeisterung der Anwältin Frau Dr. Wolfrum erhielt ich auch Einblicke in andere patentrechtliche Mandate und konnte so einen sehr guten Eindruck von der ebenso spannenden und vielseitigen wie anspruchsvollen Arbeit auf diesem Gebiet erhalten. Es dürfte wohl kaum ein Rechtsgebiet geben, auf dem die Anforderungen an den bearbeitenden Anwalt von Mandat zu Mandat so unterschiedlich und vielseitig sind, dass sich dieser zu Beginn jeder Mandatsbearbeitung nicht nur ein technisches Grundverständnis, sondern zum Teil auch erhebliches naturwissenschaftliches Detailwissen anlesen muss, um zunächst überhaupt ein Verständnis für die Patentansprüche zu bekommen.

Fazit – Das Klima, die Arbeit, die Menschen
Ich persönlich habe es als Privileg empfunden, für vier Wochen mit hochmotivierten und hochqualifizierten Anwältinnen und Anwälten unter derartig professionellen Arbeitsbedingungen mit dem Anspruch an ein perfektes Beratungsprodukt für den Mandanten zusammenarbeiten zu dürfen. Bemerkenswert fand ich die stets offenen Türen und die freundliche und hilfsbereite Arbeitsatmosphäre, die ich angesichts der konstant hohen Arbeitsbelastung und der hohen Verantwortung der Associates und noch mehr der Partner nicht für selbstverständlich erachte. Meine Betreuer haben sich viel Zeit nicht nur für die Beantwortung meiner mandatsbezogenen, sondern auch für alle meine sonstigen Fragen im Hinblick auf den Anwaltsberuf, die Rechtswissenschaft und die Ausbildung genommen.

Die Praktikumserfahrung bei Hengeler Mueller stellt für mich daher in zweifacher Hinsicht einen bleibenden Gewinn dar: Zunächst konnte ich meine bereits im Schwerpunktbereich des geistigen Eigentums an der Universität Bayreuth erworbenen Kenntnisse um die wertvolle Erfahrung ihrer Anwendung in der Praxis erweitern. Jetzt bin ich noch mehr davon überzeugt, dass es sich beim IP-Bereich um den schon aufgrund seiner zahlreichen Schnittstellen mit anderen Sachmaterien spannendsten unter den aufstrebenden Rechtsbereichen handelt. Außerdem war es mir möglich, durch den engen Kontakt zu den Anwälten einen guten Eindruck von der Arbeit eines Wirtschaftsanwalts in einer international tätigen Sozietät zu gewinnen. Diese Erfahrung wird mir bei meiner späteren Berufsentscheidung sicherlich hilfreich sein.

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Erfahrungsbericht (e-fellows.net):
Wie es in der Redaktion wirklich zugeht

Mittwoch, den 26. Mai 2010
Christoph

Von Januar bis März habe ich im Team "Content & Community" bei e-fellows.net für euch über Karriere und Studium geschrieben, eure Erfahrungsberichte gepimpt, eine iPhone-App getestet und als "Graue Zelle" Wissens-Tests entführt. Zeit für einen Rückblick und Antworten auf die Fragen, warum Lukas beim Café um die Ecke Rabatt erhält und ob sich die Bewerbung für ein Redaktions-Praktikum auch für euch lohnt.

e-fellow Christophe-fellow Christoph (26) studiert interdisziplinär Anglistik und BWL an der Universität Mannheim und analysiert in seiner Diplomarbeit zurzeit Geschäftsberichte großer Unternehmen. In unserer Redaktion hatte er den gefährlichen Platz direkt gegenüber von Teamleiter Lukas. Wie es ihm ergangen ist, erzählt er im Erfahrungsbericht.

Wir hatten keine Uhrzeit ausgemacht. Also stand ich am ersten Tag um 8:45 Uhr vor dem Büro in der Münchner Innenstadt, beim Marienplatz um die Ecke. 8:45 Uhr schien mir eine gute Zeit, nicht zu früh und nicht spät. In der Redaktion war aber noch keiner da. Das lag zwar auch daran, dass am 4. Januar die ganze Stadt in der ihr typischen Gemütlichkeit aus dem Winterschlaf erwachte. Vor allem aber sah ich schon, während ich wartete, wie flexibel man sich bei e-fellows.net die Arbeitszeit einteilen kann: Ob man um 8:00 Uhr kommt oder erst um 9:30 Uhr, spielt keine Rolle, solange man seine Aufgaben erledigt und dafür abends auch mal etwas länger bleibt.

Abiturnote, Bewerbungsfoto und iPhone

Was waren meine Aufgaben im Team "Content & Community"? Vor allem natürlich, die Website mit Inhalt zu füllen und zu schreiben, schreiben, schreiben: Artikel, Blog-Postings und knackige Teaser für den Stipendiaten-Newsletter. Über was ich schreiben wollte, konnte ich frei wählen, solange es Themen rund um Studium und Karriere waren, die euch, die Besucher unserer Website, interessieren könnten. Zum Beispiel, ob Abiturienten in Baden-Württemberg besser rechnen können als in Hamburg und was Abiturnote und Bundesland miteinander zu tun haben. Oder auf was man achten sollte, wenn man Bewerbungsfotos machen lässt. Oder dass Bachelor- und Master-Absolventen in den Ingenieurwissenschaften immer bessere Karten haben. Ob die "Sleep Cycle Alarm Clock" wirklich funktioniert, habe ich für die Stipendiaten mit iPhone getestet und über meine Ergebnisse hier im Blog spekuliert.

Eure Erfahrungsberichte auf meinem Schreibtisch

Neben eigenen Beiträgen habe ich mich immer wieder mit dem beschäftigt, was ich selbst gerade schreibe: Erfahrungsberichten. Was ihr in Praktika, Workshops oder Bewerbungstrainings erlebt habt, landete auf meinem Schreibtisch. Falls nötig, habe ich umformuliert, gekürzt oder die Autoren um mehr Informationen gebeten; anschließend die Berichte mit passenden Fotos versehen und ins Redaktionssystem übertragen; die finale Version schließlich mit den Autoren und Partnerunternehmen abgestimmt und auf der Website oder hier im Blog veröffentlicht. Neben den Erfahrungsberichten habe ich weitere Rubriken betreut, die von eurem Input leben, zum Beispiel die Porträts der Doktoranden in der Serie "e-fellows promovieren".

Besser und schneller schreiben

Egal, ob ich eigene Texte geschrieben oder Inhalte redigiert habe, profitiert habe ich von der offenen Feedback-Kultur in der Redaktion. Dank der Tipps und journalistischen Erfahrung von Lukas und meinen Kolleginnen (tja, Männer sind in der Redaktion eine Randgruppe) habe ich meinen eigenen Schreibstil weiterentwickelt. Nebenbei habe ich gelernt, Prioritäten zu setzen und effizient zu arbeiten. Übertragen auf den Online-Journalismus heißt das, packenden Inhalt in möglichst kurzer Zeit zu produzieren. Die Mischung aus Qualität und Schnelligkeit, aber auch die Koordination im Team waren besonders wichtig, wenn ich innerhalb kurzer Zeit die Teaser auf der Website ersetzte oder den Versand des Stipendiaten-Newsletters vorbereitete.

Querdenker erwünscht

Feedback ist bei e-fellows.net übrigens nicht nur Sache der Chefs. In der Redaktionssitzung oder im wöchentlichen Info-Meeting, wo sich alle Mitarbeiter über Teamgrenzen hinweg austauschen, wird jede Meinung ernst genommen – egal ob der Geschäftsführer sie äußert oder ein Praktikant. Das hat mir imponiert. Besonders deutlich wurde das, als ich parallel zur journalistischen Arbeit die Website aus Benutzersicht analysierte und mir Vorschläge zur Verbesserung überlegte. Viele wurden noch während meiner Zeit in der Redaktion umgesetzt. Mit Lukas führte ich während des Praktikums außerdem mehrere persönliche Feedback-Gespräche.

Lukas und seine Kaffee-Connection

Vielleicht erinnert ihr euch daran, wie ich im Februar in die Rolle von "Graue Zelle" schlüpfte, zusammen mit Tinka die neuen Wissens-Test aus der Community entführte und euch zu einer spektakulären Befreiungsaktion herausforderte. Der Launch der Wissens-Tests war sicher ein Highlight meines Praktikums, eine lockere Atmosphäre herrschte im Büro aber eigentlich immer. Und wenn am Nachmittag doch mal die Kräfte nachließen, nahm Lukas eine Sammelbestellung auf und versorgte das Team mit Koffein aus dem Café nebenan (wo ihm seine Treue und seine Flirts mit dem Personal 10 Prozent Rabatt eingebracht haben).

Was ein Praktikum bei e-fellows.net bringt

Kurzum: Ich hatte eine tolle Zeit in der Redaktion. Im Team konnte ich nicht nur eigene Schwerpunkte setzen und meine Kenntnisse im Online-Journalismus ausbauen, sondern erhielt nebenbei durch Workshops einen Einblick in Web-Analyse und Suchmaschinen-Optimierung. Als freier Mitarbeiter werde ich auch in Zukunft den einen oder anderen Artikel beisteuern. Empfehlen kann ich ein Praktikum in der Redaktion, im Community-Management (oder je nach Interesse auch in anderen Bereichen) jedem, der mal hinter die Kulissen von e-fellows.net blicken, selbständig kreativ sein und lernen möchte, worauf es im Online-Journalismus ankommt.

Offene Fragen? Schreibt mir doch einfach in der Community.

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Erfahrungsbericht (McKinsey): Lernen bei der Probe-Präsentation

Freitag, den 21. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Welche Karrierechancen gibt es außerhalb der Forschung? Dieser Frage wollte e-fellows.net-Stipendiat Malek nachgehen, als er sich für das "Horizon"-Event von McKinsey bewarb. Dort traf er auf Teilnehmer aus ganz Europa – und löste eine Fallstudie zum chinesischen Versicherungsmarkt. Bei der Probe-Präsentation wurde seine Gruppe ganz schön auseinandergenommen.

Weiß ich, was Consulting ist?
Ich kenne einige Kommilitonen, die in die Unternehmensberatung gegangen sind oder gehen wollen. Außerdem sind die großen Beratungsunternehmen stets auf den Berufsmessen der Unis vertreten. Man weiß also eigentlich schon mehr oder weniger, was Consulting ist, aber was bedeutet das ganz konkret? Was genau macht man als Unternehmensberater? Was sind die Aufgaben? Wie steige ich ein? Und stimmt es, dass man so viel reisen kann? Das alles waren Fragen, auf die ich bislang noch keine konkrete Antwort hatte. Aber auch zu anderen Dingen, die einem durch den Kopf gehen, hätte ich gern Antworten gehabt, bevor ich den großen Schritt ins Consultant-Dasein wagen würde. Und auf alle diese Fragen sollte mir die Veranstaltung die passende Antwort geben.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Malek (27) hat in Warwick promoviert und forscht dort auch seit drei Jahren. Mittlerweile ist er sich nicht mehr wirklich sicher, ob er in der Forschung seine Zukunft sieht oder ob er doch lieber etwas Neues ausprobieren sollte. Projekte zu organisieren, Probleme zu lösen und Dinge zu planen – das hat ihm schon immer viel Spaß gemacht. Gute Voraussetzungen also, um McKinsey kennenzulernen.

Alles, was das Studentenherz begehrt
McKinsey lud für "Horizon" drei Tage lang Studierende nach Berlin ein und bot ein Programm mit allem, was das interessierte Studentenherz begehrte: interessante Workshops, ein komfortables Hotel, verschiedene Freizeitaktivitäten, Essen in tollen Restaurants (und das nicht zu knapp) und jede Menge Möglichkeiten, den Beratern Fragen zu stellen.

Kontakt zu McKinsey aufnehmen?
In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Wie erobert man als Versicherung den chinesischen Markt?
Die Veranstaltung bestand im Prinzip aus einer Reihe von Höhepunkten, aber zwei ganz besondere möchte ich gerne herausheben: den eigentlichen Workshop und die Menschen (Teilnehmer wie Berater).

In dem Workshop haben wir eine Fallstudie bearbeitet, in der es darum ging, für ein europäisches Versicherungsunternehmen eine Markteinstiegs-Strategie in China zu erarbeiten. In kleinen Gruppen haben wir realistische Materialien bekommen und mussten unter simulierten Realbedigungen wie "echte" Unternehmensberater unsere Aufgabe lösen. Über zwei Tage hinweg haben wir Informationen zusammengetragen und diskutiert, Experten befragt sowie Lösungsvorschläge beraten, um schließlich dem Vorstand (unserem Auftraggeber) unsere Ergebnisse vorzustellen. Die Berater übernahmen die Rolle der Experten und Vorstände.

Wir wurden auseinandergenommen
Selbst für diejenigen, die schon mal Fallstudien gelöst haben, sei gesagt, dass dieses Konzept sich durchaus von den anderen unterscheidet. Vor allem wird man vom simulierten Umfeld so behandelt, als wäre man bereits Unternehmensberater. Die Betreuer sind selbst alle Berater und wissen genau, worauf die Auftraggeber achten und wie sie sich verhalten. Daher wurden wir bei der ersten, internen Präsentation "auseinandergenommen", um uns für die Präsentation vor unseren strengen "Auftraggebern" zu rüsten – und entsprechend viel lernt man dabei.

Drei internationale Tage
Ohne die internationalen Teilnehmer wäre dieser Workshop sicherlich nicht so klasse gewesen. Eine solche Ansammlung von kreativen und interessanten Menschen aus den verschiedensten Ländern ist selten: Deutsche, Franzosen, Belgier, Polen, Tschechen, Schweizer, Italiener, Spanier, Portugiesen und Engländer. Mit ihnen drei Tage zwischen Arbeit und Freizeit zu verbringen, das macht ein solches Event einfach spannend.

Mein Fazit
Mir jedenfalls hat "Horizon 2010" eine Menge gebracht. Ich habe viel gelernt, Spaß gehabt, tolle Leute getroffen, und nebenbei meine Zukunftsperspektiven neu geordnet. Es war ein schönes Erlebnis, und ich kann es wärmstens empfehlen. Und auf die Frage, ob es stimmt, dass man so viel reisen kann – die Antwort lautet ja. Für alles Weitere hört euch doch mal bei McKinsey um, vielleicht ist es ja genau das, wonach ihr sucht.

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Erfahrungsbericht (Abi-fellows in Stuttgart):
Selbst der schönste Tag geht einmal zu Ende

Donnerstag, den 20. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Im April war es wieder soweit: Tamina und 17 weitere e-fellows aus dem Abi-Jahrgang 2009 trafen sich zum alljährlichen gemeinsamen Essen, Trinken und Spaßhaben. Diesmal war das Reiseziel Stuttgart. Das Programm: Den Ausblick vom Fernsehturm genießen, die Stadt erkunden und viel essen. Unterwegs lernte Tamina nicht nur die anderen e-fellows besser kennen, sondern auch gleich drei Restaurants und eine gereizte Kellnerin.

Abi-fellows-Gruppenfoto [Bildquelle: e-fellows.net]
Abi-fellows-Gruppenfoto [Bildquelle: e-fellows.net]

Freudiges Wiedersehen
Als Treffpunkt war der Pavillon vor dem Stuttgarter Schloss vereinbart, zu dem nach einigen Umwegen auch alle fanden. Freudig wurden vom letzten Treffen bekannte Leute begrüßt: "Hi, wer bist du? Warte mal, dich kenn ich doch…" und neue Gesichter begutachtet.

e-fellow Tamina Schneidere-fellows.net-Stipendiatin Tamina (19) studiert Chemie auf Bachelor an der Universität Karlsruhe. Wenn die Stipendiatin nicht gerade Zeit mit ihren Freunden verbringt, ihre Lieblingsfilme schaut oder beim Yoga entspannt, ist sie aktiv in der Abi 2009-Gruppe und organisiert Treffen.

Gigantischer Ausblick mit wilden Frisuren
Das Programm war diesmal nicht so straff durchgeplant wie beim letzten Mal. Vor Ort mussten wir deshalb entscheiden, welches Stuttgarter Fleckchen wir besichtigen wollten. Mit unserem ausgeklügelten basisdemokratischen System (sich melden) entschieden wir uns gegen geistigen Input und für den großen Ausblick: den Fernsehturm. Ganz schön windig da oben. Wir waren alle begeistert: von dem gigantischen Ausblick, aber auch vom Kreis, der anzeigt, in welcher Himmelsrichtung große und auch kleine Städte liegen, wie zum Beispiel Straßbourg und Affalterbach. Und von unseren Frisuren nach dem Fernsehturmbesuch.

Ausblick vom Stuttgarter Fernsehturm [Bildquelle: e-fellows.net]
Ausblick vom Stuttgarter Fernsehturm [Bildquelle: e-fellows.net]

Zurück in der Innenstadt mussten wir noch zwei Stunden überbrücken, bis wir uns im "Café Félix" zum Essen niederlassen konnten. Also beschlossen wir, in einem Biergarten noch etwas trinken zu gehen – zum Leidwesen der eher klein ausfallenden weiblichen Fraktion (vier von 18).

Knurrende Mägen und eine gereizte Kellnerin
Eine knappe Stunde und sämtliche erfrorene Körperteile später knurrten unsere Mägen so heftig, dass wir in einem Edelfastfood-Restaurant einkehrten. Dort angekommen, wurden wir in das komplexe "Karten-Anstell-Vibrier"-System des Restaurants eingeweiht. Angesichts unserer knurrenden Mägen waren wir über die doch nicht so schnellen Köche ein wenig verärgert.

Schließlich kamen wir gut gesättigt im "Félix" an und ließen uns lediglich mit Getränken und einem Kaiserschmarrn zur Tarnung versorgen. Das führte zu einer gereizten Kellnerin: "Wo ist denn die Person, die reserviert hat? Ich müsste mal mit ihr reden!" Glücklicherweise wurden wir aber nicht zu Gunsten speisender Gäste umgesetzt. So konnten wir unser Rotationsprinzip umsetzen: ständiger Wechsel von Gesprächspartnern, gemeinhin als "Speeddating" bekannt. Im Gegensatz zum letzten Treffen im Herbst 2009 kamen wir also in den Genuss, alle Anwesenden kennenzulernen.

Die größten Hamburger der Welt [Bildquelle: e-fellows.net]
Die größten Hamburger der Welt [Bildquelle: e-fellows.net]

Anschließend zogen wir weiter in die "Hacienda" – ironischerweise, um dort wieder etwas zu essen: die mit Abstand größten Burger, die wir (oder zumindest meine Wenigkeit) in unserem ganzen Leben gesehen hatten. Mit den klackernden Schuhen der beiden Flamencotänzer als Hintergrundmusik verbrachten wir dort den mittleren Teil des Abends und tauschten nun schon mehr als nur Grundinformationen aus.

Selbst der schönste Abend geht einmal zu Ende
Gut gesättigt gingen ein paar Leute nach Hause, beziehungsweise in die Jugendherberge. Wir Übriggebliebenen versuchten eine Stuttgarter Disko zu finden, in die man uns mit Jeans, Plastikjacke, Müllertüte und Rucksack hineinlassen würde. Das gelang uns, aber die Musik ließ leider zu Wünschen übrig – ganz im Gegensatz zu unseren Dance-Moves natürlich. :-) Also zogen wir weiter. Nach langem Suchen und dem Verlust vieler müden e-fellows fanden wir zu viert eine Disko. Hier wurde uns trotz nicht-Stuttgart-üblichem Outfit Zutritt gewehrt. Gegen halb fünf sahen wir dann ein, dass selbst der schönste Abend einmal zu Ende geht und dass unser nächstes Treffen bestimmt bald im Forum in Bearbeitung gehen würde.

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Als wir noch ein McKinsey-Projekt waren…

Donnerstag, den 20. Mai 2010
Lukas

Thomas Graf war schon bei e-fellows.net, da gab es e-fellows.net noch gar nicht. 1999 stand er vor der Wahl: Geschichtslehrer werden oder als Praktikant bei McKinsey den ganzen Tag Texte reinhacken für irgendeine Studenten-Website?

Thomas, du warst der erste e-fellows.net-Praktikant. Wie bist du auf die Idee gekommen, dort anzuheuern?
Na ja, genau genommen war ich der Dritte – die ersten beiden waren einen Tag vor mir gekommen :-J.

In jedem Fall hatte ich das Gefühl, ohne Praktikum nach dem Examen etwas leer dazustehen – und das vor allem als Geisteswissenschaftler, der erst einmal nicht ins Lehramt wollte. Dann habe ich im Internet Praktika für Geistis recherchiert und bei ungefähr 15 Stellenangeboten angerufen. Zwei davon waren bezahlt, von beiden hatte ich schließlich ein Angebot. Eines davon war bei McKinsey. Das habe ich dann genommen, weil mich die Consulting-Umgebung interessierte – und es besser bezahlt war… Nach drei Monaten erhielten alle drei dann die Festeinstellung als Online-Redakteur.

Zehn Jahre e-fellows.net!
Wir blicken zurück auf ganz besondere Momente.
10 Jahre e-fellows.net

Wenn du nur eine Erinnerung aus dem ersten Jahr bei e-fellows.net behalten könntest, welche wäre das?
Das ist wohl eine Erinnerung an gemischte Gefühle.

In den ersten drei Monaten saßen wir im McKinsey Haupt-Office, dann bis zum Sommer im Neben-Office (Accelerator) und dann im eigenen neuen Büro in der Sendlinger Straße in München.

Auf der einen Seite empfand ich die Arbeit bei McKinsey als ziemlichen Kulturschock im Vergleich zum Studium – man saß in einem sterilen Büro an seinem Laptop, recherchierte wie eine Maschine und tippte Texte. Keine Abwechslung, kein großes soziales Miteinander über die Räume hinweg, einfach nur ein Raum und wir drei – aber dafür hatten wir Spaß miteinander. Im Accelerator war es dann etwas besser, weil wir alle (etwa sieben Leute) in einem großen hellen Büro saßen und mehr voneinander mitbekamen. Richtig gut wurde es dann in der Sendlinger Straße, als sich die Abteilungen (Marketing, Redaktion etc.) bildeten – und die Türen offen standen, gemeinsame Meetings stattfanden etc.

Auf der anderen Seite war es aber von Anfang an spannend. Wir arbeiteten direkt mit den beiden Consultants zusammen, die für das Projekt zuständig waren, und wurden nach unserer Meinung gefragt, zum Beispiel, als es um das Website-Design ging. Wir sahen, wie ein Frontend und ein gesamtes Backend inklusive Redaktionssystem entstand, wie die Website online ging und sich die ersten Prozesse und Abteilungen bildeten.

Wir hatten ein tolles New-Economy-Gründer-Startup-Feeling. Ein kleines Team, aber effektiv. Und ich habe viel von den Unternehmensberatern gelernt.

Thomas GrafThomas Graf (Jahrgang 1971) ist der e-fellows.net-Dinosaurier. 1999 begann er als Praktikant bei McKinsey in einem Projekt, aus dem später e-fellows.net werden sollte. Heute promoviert er in Spanien, wo er auch seinen MBA gemacht hat. Thomas unterstützt e-fellows.net weiter in Vertrieb und Geschäftsentwicklung. Vor kurzem ging sein eigenes Web-Projekt live, der "Master in Management Compass".

Hättest du damals erwartet, dass dieses Netzwerk mal zehn Jahre alt werden würde?
Schwer zu sagen. Ich glaube, wir wussten nicht, wie groß die Sache werden würde. Ich konnte die Dimensionen und die Geschäftsfelder, die sich noch auftun würden, gar nicht absehen. Wenn man mich gefragt hätte, ob das zehn Jahre hält, hätte ich wohl nicht nein gesagt, aber ich hätte es mir irgendwie auch nicht konkret vorstellen können.

Wenn du heute mit damals vergleichst: Wie war es vor zehn Jahren, für e-fellows.net zu arbeiten?
Damals war es halt noch kein Unternehmen, sondern ein Projekt, das schnell auf die Beine gestellt werden musste, damit uns niemand zuvorkam. Es gab zum Beispiel keine professionellen Abteilungen mit Spezialisten im jeweiligen Fachgebiet. Die Folge war, dass das Projekt zwar zum Laufen gebracht, aber auch viele Weichen gestellt wurden, die wir dann später wieder korrigieren mussten. Ich denke, McKinsey hat damals einen sehr guten Job gemacht – nur mit etwas Abstand sah ich dann auch die Grenzen des Mythos Unternehmensberater.

Vor allem hatte ich den Eindruck, dass Geld damals keine große Rolle spielte. Wenn ich das mit heute vergleiche, wo wir solide wirtschaften und sehr sparsam sind… Lustig fand ich, dass die Medienagentur unter anderem dafür bezahlt wurde, uns HTML-Tabellen zu basteln. Ein kurzer HTML-Kurs wäre viel günstiger gewesen – und letztlich haben wir es uns eh selbst beigebracht und einen unserer Chefs teilweise in den Wahnsinn getrieben, wenn wir wieder einmal unsichtbare Tabellen zur Textgestaltung einbauten…:)

Die Frage war dann: Was passiert, wenn auf dem Server mal was schiefläuft und die ganzen in der Hintergrundfarbe geschriebenen (also unsichtbaren) Tabellen auftauchen würden und wir den ein oder anderen Spruch in Hintergrundfarbe eingefügt hätten. :) Das waren schon ein wenig anarchistische Zeiten. Ich kann mich erinnern, dass sich zwei meiner Kollegen in der Redaktion täglich gegenseitig eine Tierfigur auf ihr Porträt im Gruppenfoto auf der Website setzten – niemand hat es gemerkt, und wir hatten viel Spaß.

Plakatwerbung 2000 für das e-fellows.net-Stipendium
Eine der ersten Plakatwerbungen für das e-fellows.net-Stipendium, wahrscheinlich Anfang 2000. Quelle: e-fellows.net-Archiv

Wie sind denn die Teams entstanden?
Auch das war zunächst weniger professionell. Die Abteilungsleitungen, also Redaktion, Marketing, Key Account Management (Unternehmensbetreuung) kamen erst später – sie brachten dann auch Professionalität rein.

Am Anfang mussten sich die Prozesse erst etablierten. Jede Abteilung arbeitete zunächst für sich: Die Redaktion schrieb Texte, das Marketing machte Marketing, und das Key-Account-Team entwickelte Prozesse zur Partnerbetreuung. Damit hatten wir genug zu tun. Es war aber noch nichts miteinander abgestimmt. Das heißt, Marketing und Redaktion arbeiteten noch nicht zusammen, hatten noch keinen übergeordneten Auftrag. Vor allem die Redaktion arbeitete etwas isoliert. Später war es dann klar, dass die Redaktion dem Key Account und Marketing zuarbeiten und nicht nur zum Spaß irgendwelche Texte produzieren sollte.

Gab es in deiner Zeit bei e-fellows.net für dich irgendein Schlüsselerlebnis?
Es war am Anfang für uns auch ein wenig wie auf einer Insel. Erst als wir den ersten liebgewonnen Mitarbeiter entlassen mussten, wachte ich so langsam auf, dass es ein ganz normales Unternehmen ist – was ich nicht negativ meine, sondern nur erwähne, um zu beschreiben, wie es damals war.

Am Anfang gab es auf jeden Fall viel Identifikation mit dem Unternehmen – zu viel. Im Laufe der Zeit lernten wir, immer noch "committed" zu sein, aber eben zu wissen, wo die Grenzen sind.

Erfahrungsbericht (Roche): Sportlicher Zeitplan mit Fahrrad

Mittwoch, den 12. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

"Roche meets…" machte seinem Namen alle Ehre. e-fellows.net-Stipendiat Julian bekam bei Roche in Mannheim nicht nur einen Überblick über die Einstiegsmöglichkeiten. Er traf auch zahlreiche Unternehmensvertreter, Trainees, Direkteinsteiger und Führungskräfte und konnte sie mit Fragen löchern. Dank der Werksfahrräder störten auch Regen und der sportliche Zeitplan nicht.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Roche meets…" – ein Tag bei Roche Diagnostics in Mannheim mit Einblicken ins Unternehmen und in die verschiedenen Einstiegsmöglichkeiten.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiat Julian (24) macht nach einem Dualen Bachelor-Studium bei der BASF derzeit seinen Master in "International Marketing and Management" und seinen CEMS-Master in "International Management" an der Copenhagen Business School. Sein persönliches Highlight beim Roche-Event: die Round Tables mit Vertretern von Roche. Gerne kannst du Julian in der Community kontaktieren und ihm Fragen zum Event oder zu Roche allgemein stellen.

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
3. Mai 2010 von 10.45 bis 18.30 Uhr in Mannheim auf dem Roche-Gelände.

Teilnehmer und Unternehmensvertreter
Organisiert und begleitet wurde die Veranstaltung von Ulrike von Faber (Expert HR Marketing), die sich dabei stets auf tatkräftige Unterstützung durch Sarah Turgut (studienbegleitende Praktikantin HR Marketing) verlassen konnte. Vortragende Vertreter von Roche waren Dirk Scherff (Leiter Marketing Integrierte Blutzuckermesssysteme Diabetes Care), Thomas Schmid (Logistik) und Paul Jansen (Customer Lab Diabetes Care). An den Round Tables nahmen Führungskräfte, Trainees, Direkteinsteiger und Personalverantwortliche teil.

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Ein Tag ist nicht genug
Durch meine Master-Arbeit, die ich zurzeit bei einer Firma aus der Gesundheitsindustrie schreibe, habe ich großes Interesse an dieser Branche gewonnen. Daher war "Roche meets…" für mich eine Chance, ein weiteres Pharmaunternehmen kennenzulernen. Sicherlich reicht ein Tag nicht aus, um "die Roche" und ihre Unternehmenskultur umfassend zu verstehen. Aber durch die Round Tables erhoffte ich mir doch einen genauen Blick hinter die Kulissen. Da ich bald mit dem Studium fertig bin, wollte ich dieses Event auch nutzen, um erste Kontakte ins Unternehmen zu knüpfen. Außerdem konnte ich so die Einstiegsmöglichkeiten kennenlernen und den Marktwert meines Abschlusses etwas besser einstufen.

Raus in den Regen, rauf auf die Fahrräder
Los ging der Tag mit einer kurzen Vorstellungsrunde. Ich war begeistert von der Vielfalt der Studienrichtungen und Charaktere, die an diesem Tag ihren Weg zu Roche gefunden hatten: von BWL über Medizin, Biologie, Maschinenbau und Chemie war alles dabei. Der Zeitplan war sportlich, also ging es direkt weiter. Raus in den Regen, rauf auf die Fahrräder und rein in das Customer Lab Diabetes Care. Nach einer kurzen Reise durch die Geschichte, die Innovationen und das Marktgeschehen der Sparte Diabetes Care ging es für alle ohne Höhenangst weiter zum Hochregallager. In seinem Logistikzentrum wickelt Roche einen Großteil seiner europäischen Logistikaktivitäten ab.

Mittagessen im "Casino"
Nach einem kurzen Stopp im werkseigenen Casino (=Kantine) radelten wir zurück zum Seminarraum, wo Dirk Scherff uns nicht nur die Firma etwas näherbrachte, sondern vor allem auch einen Einblick in seine tägliche Arbeit gab.

Von blühenden Pflanzen und Bohemian Rhapsody
Im Anschluss standen schon die Unternehmensvertreter an den Round Tables bereit und erheiterten uns mit ausgefallenen Roche-Vergleichen. Während das Unternehmen für Ayoub Nidal wie eine immer blühende Pflanze ist, vergleicht Elke Schüler es eher mit "Bohemian Rhapsody" von Queen: mal schnell, mal langsam, mit Höhen und Tiefen, aber immer begeisternd. Über eineinhalb Stunden nahmen sich die Mitarbeiter Zeit, um aufgeschlossen und geduldig auf unsere Fragen einzugehen.

Die drehten sich vor allem um das Fortbildungsprogramm, das jeder Mitarbeiter nutzen kann, um die deutschen Standorte von Roche, die Unternehmenskultur, bei der viel Wert auf gegenseitigen Respekt gelegt wird, und um das Trainee-Programm.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
"Roche meets…" war eine rundum gelungene Veranstaltung und Roche hat sich als attraktiver Arbeitgeber präsentiert. Ich empfehle die Veranstaltung vor allem BWLern in der letzten Phase ihres Studiums, um sich über Einstiegsmöglichkeiten, Praktika oder Abschlussarbeiten zu informieren. Für Studenten der Naturwissenschaften war mein Eindruck, dass sich dieses Event besonders lohnt, wenn man noch ein bisschen Motivation sucht, um zu promovieren oder wenn man die Dissertation bald abschließen wird.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (Perspektive Wirtschaftskanzlei): Volle Taschen und vier Tipps

Donnerstag, den 6. Mai 2010
Erfahrungs- bericht

Nahe der Finanzmetropole Frankfurt drehte sich ein Wochenende lang alles um den Berufseinstieg als Anwalt. Beim e-fellows.net-Event "Perspektive Wirtschaftskanzlei" trafen sich 59 Referendare, Doktoranden und Berufseinsteiger mit den Vertretern von insgesamt neun Wirtschaftskanzleien im Collegium Glashütten. Stipendiatin Christina war dabei und erhielt unter anderem vier Tipps für den Berufseinstieg.

Titel und Thema der Veranstaltung
Perspektive Wirtschaftskanzlei: Banking, Finance & Tax

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
16. und 17. April 2010 im Collegium Glashütten

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Insgesamt waren 59 Teilnehmer – Referendare, Doktoranden und Berufseinsteiger – anwesend. Außerdem nahmen Partner und Associates der Wirtschaftskanzleien Allen & Overy, Baker & McKenzie, Clifford Chance, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller, Latham & Watkins, Milbank, Tweed, Hadley & McCloy, Noerr und Shearman & Sterling teil.

e-fellow Christinae-fellows.net-Stipendiatin Christina (24) studiert Jura an der Ludwig-Maximilians-Universität (LMU) München. Wenn die Stipendiatin der Studienstiftung des deutschen Volkes gerade nicht mit Snowboard, Skiern oder Fahrrad durch die Gegend cruist, ist sie aktiv in der e-fellows.net-City Group München.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Anfang 2010 bin ich über den e-fellows.net-Newsletter auf die Veranstaltung "Perspektive Wirtschaftskanzlei" aufmerksam geworden. Nachdem ich gerade mein erstes Staatsexamen abgeschlossen hatte und das Referendariat und damit auch die Anwaltsstation immer näherrückte, beschloss ich, mich zu bewerben. So wollte ich mir einen persönlichen Eindruck von den verschiedenen Kanzleien und von Banking, Finance & Tax verschaffen.

Vier Tipps für den Berufseinstieg
Nach dem Bewerbungsverfahren, das bereits im Februar stattfand, trafen sich die 59 Teilnehmerinnen und Teilnehmer am Freitagnachmittag im Collegium Glashütten nahe Frankfurt. Eröffnet wurde die Veranstaltung mit einem Vortrag von Philipp Härle, Recruiting-Partner für Juristen bei McKinsey. Thema: "Karrierewege für Juristen". Nach einem kurzen Streifzug durch seinen eigenen beruflichen Werdegang gab uns Herr Härle vier Tipps für den Berufseinstieg mit: Sei selbstbewusst, folge deiner Begeisterung, überprüfe deine Einstellung zum künftigen Arbeitgeber und gehe zu der besten Firma, die dich nimmt. In der anschließenden Fragerunde wurden uns bereits die ersten allgemeinen Fragen zur Karriere als Jurist beantwortet.

Seminar zum Börsengang
Nach der Kaffeepause fanden die Themenseminare der Kanzleien statt. Sämtliche praxisrelevanten Themen zu Banking, Finance & Tax waren vertreten: von Asset Backed Securities über Restrukturierung und Finanzmarktstabilisierung bis zur Kreditfinanzierung eines Unternehmenskaufs.

Ich besuchte das Themenseminar "Erfolgreicher Börsengang am Beispiel der Multilux Solar Technologie AG" und erfuhr so aus erster Hand, wie ein IPO (Initial Public Offering = erstmaliges öffentliches Anbieten von Aktien an der Börse) durch eine Wirtschaftskanzlei vorbereitet und durchgeführt wird. Vorkenntnisse wurden für die Themenseminare nicht erwartet, anschließend hatte aber jeder Teilnehmer das Gefühl, wirklich etwas dazugelernt zu haben.

Beim festlichen Abendessen mit den Kanzleivertretern und dem anschließenden Get-together an der Bar ergaben sich anregende Gespräche über die einzelnen Kanzleien. Bei einem Glas Wein konnte ich die Tätigkeit als Wirtschaftsanwalt und die Mitbewerber genauer kennenlernen.

Interviews nach Plan
Für den Samstag erhielt jeder Teilnehmer einen individuellen Interviewplan mit bis zu neun Interviews à 30 Minuten mit Partnern und Associates der verschiedenen Kanzleien. Im Laufe des Tages erfuhr ich so viel über die Besonderheiten der einzelnen Kanzleien und die Arbeit im Banking, Finance & Tax. Ich erhielt Antworten auf meine Fragen bezüglich Anwalts- und Wahlstation im Referendariat.

Manche Kanzleien gestalteten die Interviews wie ein richtiges Vorstellungsgespräch, andere bevorzugten ein angenehmes Gespräch zum gegenseitigen Kennenlernen. Ich bekam einen guten Eindruck, welche Anforderungen an Bewerber gestellt werden und wie die Referendarausbildung in den einzelnen Kanzleien ausgestaltet ist.

Chance auf Wahlstation im Ausland
Mich interessierte insbesondere, ob die Möglichkeit besteht, die Wahlstation über die Kanzleien im Ausland zu absolvieren und bekam in der Regel eine eingeschränkt positive Antwort. Selbstverständlich bieten die meisten Kanzleien diese Möglichkeit an. Ob man zu der Wahlstation einer Kanzlei im Ausland kommt, hängt nicht zuletzt jedoch auch von der eigenen Performance in der Anwaltsstation und vor allem davon ab, wie viele Mitbewerber im Spiel sind.

Zudem konnte ich durch die sechs Interviews ein breiteres Meinungsbild zum Thema LL.M. und Promotion erhalten. Der LL.M. im englischsprachigen Ausland wird von den Kanzleien insgesamt sehr gerne gesehen. Auch die Promotion wird eher befürwortet. Allerdings gingen hier die Meinungen teilweise auseinander zwischen "ja" und "nur, wenn man das selbst auch wirklich will". Durch die Interviews konnte ich wertvolle Kontakte zu den Kanzleien herstellen und Ansprechpartner für weitere Fragen gewinnen.

Wochenend’ und Sonnenschein
Während der zwei Tage waren wir im idyllisch gelegenen Collegium Glashütten in schönen Einzelzimmern untergebracht und konnten unsere wenigen freien Minuten dank des guten Wetters auf den Terrassen mit wunderbarem Ausblick verbringen. Teilweise reagierten die Kanzleivertreter sogar spontan auf den strahlenden Sonnenschein und verlegten die Interviews nach draußen auf die Terrasse oder machten mit den Bewerbern einen kurzen Spaziergang. Individuell angepasst an das Ende der Interviewtermine reisten wir Teilnehmer am Samstagnachmittag ab. Mit im Gepäck: Taschen voller Infomaterial und "give aways" der Kanzleien.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Mir hat die Veranstaltung insgesamt sehr gut gefallen. Ich konnte mich in persönlichen Gesprächen mit verschiedenen Anwälten genauer über die einzelnen Kanzleien informieren. Außerdem lernte ich viele andere e-fellows kennen, mit denen ich mich über Referendariat und Berufseinstieg austauschen konnte. Die Atmosphäre während der gesamten Veranstaltung war persönlich und sehr angenehm und auch die e-fellows.net-Mitarbeiter standen bei Fragen jederzeit mit Rat und Tat zur Seite.

Ich empfehle die Veranstaltung "Perspektive Wirtschaftskanzlei" allen e-fellows, die sich für die Organisation der Anwalts- oder Wahlstation im Referendariat oder den Berufseinstieg genauer über die einzelnen Kanzleien informieren wollen und vor allem Partner und Associates in persönlichen Gesprächen kennen lernen möchten. Die Anwälte haben sich bereits am Freitagabend sehr viel Zeit genommen, individuell auf die Bewerber einzugehen und sämtliche Fragen zu beantworten.

Das Entscheidende an der Veranstaltung ist meines Erachtens, dass durch die Interviews wichtige Kontakte zu den Kanzleien hergestellt werden können, die bei der Bewerbung für eine Referendariatsstation oder den Berufseinstieg hilfreich sein können.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Klatsch im Büro – Karrierebeschleuniger mit Tücken

Mittwoch, den 5. Mai 2010
Julia

"Hast du den Ausschnitt von der dicken Rothaarigen gesehen? Die hat doch garantiert was mit dem Chef!" "Ähm, das ist die neue Abteilungsleiterin – und außerdem meine Freundin". Uuups… Als Firmen-Frischling lauern die Fettnäpfchen überall. Natürlich kann man dem Tratsch einfach ganz abschwören. Doch wer das tut, schadet seiner Karriere, sagt ein Soziologe.

Wo Menschen zusammenkommen, wird getratscht, gelästert, geklatscht – und da sind auch 80 Prozent der e-fellows gerne mit dabei. 65 Stunden pro Jahr verbringt der Mensch damit, Büro-Klatsch zu verbreiten, so eine Studie der Software-Firma Equisys.

Lästern? Ja! Aber nicht mit jedem... [Bildquelle: pixelio.de, Autor: Opa Rolf]
Lästern? Ja! Aber nicht mit jedem… [Bildquelle: pixelio.de, Autor: OpaRolf]

Richtig so, meint der Soziologe Christian Schuldt im Fach-Organ Bild: "Klatsch ist ganz generell wichtig für das menschliche Miteinander, denn er ruft immer auch dazu auf, sich an die Werte und Normen zu halten, die in der jeweiligen Gruppe gelten. Durch Klatsch werden Regelverstöße geahndet. Somit stabilisieren die Klatschenden die Werte der Gruppe."

Tratsch ist gesund!
Klatsch, so der Forscher, sei ein Produktivitätsfaktor, schaffe Teamgeist und senke sogar den Krankheitsstand. Das geheime Klatschwissen schweißt Kollegen zu Komplizen zusammen – und solche Allianzen haben im Job noch nie geschadet.

Klatsch – der Weg zur Beförderung
Im Gegenteil: Klatsch ist gut für die Karriere! Schuldts Untersuchungen zufolge haben wir 70 Prozent unseres Job-Wissens dem Flurfunk und Kantinengesprächen zu verdanken. Dass Herr Müller zum Projektleiter befördert wird und nicht Herr Meier – das liegt nicht an Herrn Müllers Fachkompetenz, sondern in 90 Prozent aller Fälle daran, dass Herr Müller beliebter ist als sein Kollege. Und beliebt ist, wer immer etwas Interessantes zu erzählen hat, sprich: wer klatscht.

Neu im Büro? Dann Ohren auf und Klappe halten
Gerade wer neu im Büro ist, sollte sich dem Klatsch darum nicht entziehen – immerhin bietet das Gerede eine gute Orientierungshilfe: Wer hat in dem Laden das Sagen, wem sollte man besser nicht vertrauen? Klüger, als selber mitzumischen ist es am Anfang aber, die Ohren aufzusperren – und den Mund zu halten.

Dos and Don'ts:

1. Nicht per E-Mail!
Klatsch in der Pause oder nach Feierabend, aber nicht per E-Mail oder Messenger! Wer neben der Arbeit ständig E-Mails liest und schreibt, dessen Leistung nimmt so stark ab, als hätte er einen zehn Punkte niedrigeren IQ. Die ständige Ablenkung beeinträchtigt die Arbeit mehr als ein Joint – und das fällt irgendwann auf. Ganz zu schweigen von der Gefahr, dass die E-Mail versehentlich an die falsche Adresse geht – ein Klick, und die ganze Abteilung ist per Rundmail über deine heißen Erlebnisse im Kopierraum informiert.

2. Beim Mobbing hört der Spaß auf
Fiese Gerüchte in die Welt setzen oder Verleumdungen – das hat mit Tratsch nichts zu tun, sondern ist Mobbing.

3. Sei lustig!
Einfach nur über andere reden – das kann jeder. Sei witzig, setzte Pointen, wahre immer ein bisschen emotionale Distanz und lache auch mal über dich selbst – dann fliegen dir die Herzen deiner Zuhörer zu.

4. Klatsche nicht mit jedem!
Teile deine Informationen nicht mit jedem. Versorgst du nur einen kleinen Kreis mit deinem Wissen, empfinden deine Komplizen dies als Privileg – erzählst du jedes neue Gerücht überall herum, giltst du als jemand, der nichts für sich behalten kann.

5. Tratsche mit dem Chef!
Tratsche ab und zu mit dem Chef – er wird dir dankbar sein! Die meisten Chefs haben das Gefühl, dass sie nur die Hälfte von dem mitbekommen, was sich die Kollegen privat erzählen – und das ist ja auch so. Einem Konkurrenten ist ein peinliches Missgeschick passiert? Prima, so was hört dein Chef am liebsten!

6. Nie öffentlich im Internet!
Ganz gefährlich: Im eigenen Blog, öffentlichen Foren oder Social Networks über den Chef oder den Job ablästern. Einmal den Firmennamen oder den eigenen Namen gegoogelt, und schon ist dein Chef im Bilde, was du wirklich über ihn denkst. Das kann im ganz schnell mit einer fristlosen Kündigung enden!