Monatsarchiv für April 2010

Wir haben eh keine Zeit – Personaler im Internet

Mittwoch, den 28. April 2010
Melanie

Bloß keine Partyfotos bei Facebook hochladen! Geben Sie keine persönlichen Daten im Internet preis! Unterschreiben Sie keine Online-Petitionen! So oder so ähnlich fangen viele Ratgeber an, die sich mit Bewerbungen und Internet befassen. Warum? Weil angeblich Personaler jeden Bewerber googeln, ihn bei Facebook ausspähen und seine Partyfotos bei StudiVZ durchklicken.

Das ist Blödsinn. Ich kann mir kaum vorstellen, dass die Personaler so viel Zeit darauf verwenden, ihre Bewerber auszuspionieren. Diese Zeit haben sie nämlich schlicht nicht. Das zeigt auch eine Umfrage unter einigen großen Unternehmen, die bei ZEIT Online veröffentlicht wurde. Wer nämlich jedes Jahr tausende Bewerbungen bekommt und dabei die Fehlgriffe aussortieren muss wird sich hüten, diese Bewerber auch noch alle zu googeln. Die Personaler haben schließlich auch noch andere Aufgaben.

Klar, einige Bewerber, vor allem die, die sie sich näher anschauen wollen, googeln Personaler vielleicht. Aber das ist kein Problem, denn:

  • Man kann seine Profile in Social Networks so einstellen, dass nicht jeder sofort alles sehen kann. Auch die berüchtigten Partyfotos bleiben so verborgen.
  • Außerdem finden es viele Personaler gut, wenn ihre Bewerber auch im Internet Spuren hinterlassen. Denn das heißt, dass sie internetaffin sind und sich mit den neuen Medien auskennen. Ein wichtiges Kriterium heutzutage.
  • Drittens: Viele Unternehmen – zum Beispiel Bertelsmann – nehmen sogar über Facebook und Co. Kontakt zu ihren Bewerbern auf.
  • Über ein von dir gesteuertes Online-Profil (Facebook, Xing, twitter, Veröffentlichungen, Veranstaltungen) kannst du einen guten Eindruck hinterlassen. Wenn Personaler nämlich Informationen zu dir finden, die dich in ein gutes Licht rücken, hast du einen Vorteil.
  • Viele Unternehmen sind auf die neuen Medien noch gar nicht richtig eingestellt. Sie haben keine Tools, um gezielt und umfassend nach Bewerbern zu suchen. Oder sie fürchten die unklare Rechtslage.

Du und Social Networks
In welchen Online-Netzwerken bist du unterwegs? Hast du überall Profile und machst dir Sorgen um den Datenschutz? Sag es uns in einer kleinen Umfrage.

Erfahrungsbericht (Allianz):
Mit guter Verhandlungstaktik zum Ziel

Donnerstag, den 22. April 2010
Erfahrungs- bericht

Was haben der Vertreter eines Pharma-Unternehmens, ein sturer Vermieter und ein eigenwilliger Autoverkäufer gemeinsam? Sie alle sind Rollenspiel-Charaktere in einem Seminar zur Verhandlungsführung der Allianz. Am 24. und 25. März 2010 besuchte e-fellow Stefan mit elf weiteren Stipendiaten das Seminar am Berliner Sitz der Allianz.

Eine erfolgreiche Verhandlung – für viele klingt das einfacher, als es in Wirklichkeit ist. Um künftige Fehler zu vermeiden und um das Geschick für weitere Verhandlungen an der Uni oder im Job zu perfektionieren, trafen wir, zwölf e-fellows.net-Stipendiaten aus ganz Deutschland, uns in Berlin. Zwei Tage lang feilten wir an unserer Verhandlungstaktik. Professionell begleitet von Ralf Hilscher, Referent für Personalentwicklung bei der Allianz, und der Psychologin Elfriede Schallert erfuhren wir zunächst die Grundzüge in theoretischer Form anhand des Harvard-Modells.

e-fellow Stefane-fellows.net-Stipendiat Stefan (27) promoviert in Wirtschaftswissenschaften an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg. Der begeisterte Mountain-Biker und Stipendiat der Friedrich-Naumann-Stiftung schreibt seine Dissertation über die Auswanderungsneigung von Studierenden in höheren Semestern und Hochschul-
absolventen in Deutschland.

Verhandlung – verschiedene Arten mit nur einem Ziel
Nach der Vorstellungsrunde bekamen wir einen ausführlichen Einblick in die verschiedenen Verhandlungsstile – von weich und hart über kompromissorientiert bis sachbezogen. Hier hatten wir die Möglichkeit, unsere eigenen Verhandlungsstile zu analysieren und zu vergleichen. Dies war gar nicht so einfach, da wir bei bisherigen Verhandlungssituationen ja gar keinen Stil bewusst angewendet hatten.

Keine Verhandlung ohne Praxis
Da Verhandeln mit vollem Magen nicht sinnvoll ist und eher träge macht, bot uns die Allianz am ersten Tag nach dem Mittagessen zunächst eine rund einstündige Kunstführung durch das Haus an. Im Anschluss widmeten wir uns wieder dem eigentlichen Thema.

Verhandeln ist wie Autofahren. Ohne Übung ist die beste Theorie gar nichts wert. Daher gab es für uns recht schnell die Möglichkeit, das theoretische Wissen in einem ersten Rollenspiel anzuwenden.

In dem Spiel ging es um Vertreter zweier konkurrierender Pharmafirmen, die an dem gleichen Rohstoff interessiert sind. Nach kurzer Vorbereitung trafen sich jeweils zwei Teilnehmer zur imaginären Verhandlung, wobei die Diskussion von einem Mentor aus dem Kreis der Teilnehmer beobachtet und später kommentiert wurde. Interessant war zu sehen, dass das eigentliche Ziel der Verhandlung dabei gar nicht erreicht wurde.

Vom sturen Vermieter bis zum eigenwilligen Oldtimer-Verkäufer
Auch am zweiten Tag hatten wir die Möglichkeit, die verschiedenen Verhandlungsstile in Rollenspielen einzusetzen. Besonders interessant war ein Verhandlungsgespräch von vier Vorgesetzen, die für ihre jeweiligen Mitarbeiter einen möglichst großen Anteil an einer Bonuszahlung aushandeln wollten. Weiter ging es mit einer imaginären Verhandlung mit einem sturen Vermieter, dem die Forderungen des Mieters zunächst nicht einleuchten wollten.

Lehrreich waren bei beiden Rollenspielen die Beobachtung des Verhandlungsfortlaufes und die Anwendung der erlernten Verhandlungsstile. Nach jedem Rollenspiel gab es eine Einschätzung von Ralf Hilscher und Elfriede Schallert.

Ein abschließendes Rollenspiel brachte einen verschuldeten Oldtimer-Verkäufer und einen vernarrten Autoliebhaber an einen gemeinsamen Tisch – diesmal begleitet von jeweils einem Mentor. Obwohl die individuelle Interessenslage von vornherein klar war, machte es mir persönlich als Mentor des interessierten Käufers großen Spaß, die Diskussion, die eingesetzten Verhandlungsstile sowie die Körpersprache der Verhandlungsteilnehmer zu analysieren.

Mein Fazit: Daumen hoch!
Überzeugende Verhandlungsführung kann man nie genug lernen. Immer wieder tauchen im täglichen Leben Situationen auf, die ein gutes Verhandlungsgeschick erfordern. Gerade die Rollenspiele haben den anderen Teilnehmern und mir sehr gut gezeigt, wie man selbst in verschiedenen Situationen reagiert.

Besonders gefallen hat mir, dass wir in verschiedene Rollen "schlüpfen" konnten und so verschiedene Sichtweisen und Interessenslagen einnehmen und verteidigen mussten. Zwei sehr interessante und lehrreiche Tage in einer motivierten Gruppe, das Ganze umrahmt von einer guten Organisation durch die Allianz und e-fellows.net. Mein Fazit: Daumen senkrecht hoch und gerne wieder!

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Community-Regeln: Wann löschen wir, wann verwarnen wir?

Donnerstag, den 22. April 2010
Carolin

Wir hatten es ja schon angekündigt, ab heute gilt es: das Verwarnsystem. Beiträge, die gegen die Regeln der Community verstoßen, werden gelöscht – und der Verfasser des Beitrags wird verwarnt. Damit nehmen wir eure Wünsche aus der Community auf, stärker vorzugehen gegen beleidigende oder aus anderen Gründen regelwidrige Postings.

Vor einigen Wochen haben wir zusammengefasst, welche Beiträge wir löschen, weil sie gegen die Community-Regeln verstoßen. Löschen allein ist aber gerade für einen anonymen Poster kaum ein Anreiz, von weiteren anonymen Beleidigungen abzusehen – er bleibt ja weiter unerkannt.

Daher verwarnen wir ab sofort – ohne die Anonymität dabei aufzuheben. Sichtbar wird die Verwarnung durch einen Kommentar, den wir unter den gelöschten Beitrag setzen (nicht möglich bei Fragen). Die Verwarnungen eines Nutzers werden anonymisiert im System gespeichert. Auch der verwarnende Moderator weiß bei anonymen Beiträgen nicht, wer sich dahinter verbirgt. Die Anonymität bleibt also gewahrt.

Welche Konsequenzen haben Verwarnungen?
Wer dreimal verwarnt wurde, wird automatisch aus der Community ausgeschlossen. Nach einem Jahr verfallen die Verwarnungen – ein einmaliger Fehltritt hat also keine Konsequenzen.

Willkürliches Löschen wird es nicht geben
Uns wurde oft die Frage gestellt: "Who guards the guardian?" Absolut berechtigt. Daher dokumentieren wir intern, warum gelöscht wurde und wer gelöscht oder verwarnt hat. Wenn also ein Moderator zu rigoros Beiträge entfernt, fällt das sofort auf. Außerdem führt nicht jede Löschung automatisch zu einer Verwarnung: Wenn jemand zum Beispiel eine Recruiting-Frage stellt, drücken wir ein Auge zu und löschen ohne Verwarnung, sofern wir annehmen, dass der Frager die Regeln noch nicht kannte.

Keine Übung zum Selbstzweck
Wir möchten, dass jeder weiß, wie wir beim Verwarnen vorgehen – daher dieses Blog-Posting. Das Ganze ist keine Übung zum Selbstzweck, sondern soll vor allem helfen, den Missbrauch der Anonymitätsfunktion zu sanktionieren und den guten Umgang miteinander zu fördern. Über Feedback zum Thema freuen wir uns immer – nutzt einfach die Kommentarfunktion hier im Blog.

Zum Nachschauen: Welche Beiträge wir löschen.

Was das Stipendium bietet, Teil 8: Mentoren

Dienstag, den 20. April 2010
Janine

Soll ich mich im Master eher auf Controlling oder auf Accounting spezialisieren – was ist gerade auf dem Arbeitsmarkt mehr gefragt? Wie sieht der Alltag in der Großkanzlei aus? Bringt mir das Vertriebspraktikum mehr als eines im Marketing? Schön, wenn man diese Fragen jemandem stellen könnte, der schon Berufserfahrung hätte, denkt man sich als Student oft. Genau für solche Sorgen gibt es die Mentoren bei e-fellows.net: ein Mentor ist dein persönlicher Karriereberater.

Viele Mentoren waren früher selbst Mentees, haben davon profitiert und möchten jetzt selbst Erfahrungen weitergeben. Denn wer könnte dir besser beantworten, ob du fürs Beraterdasein geschaffen bist, als zum Beispiel ein Detecon-Mentor, der jeden Tag im Berateralltag drinsteckt? Auch auf der Suche nach Praktikum, Abschlussarbeit oder gar Jobeinstieg kann dir dein Mentor behilflich sein: Er kann dir oft eine Stelle in seinem Unternehmen vermitteln.

Wie du mir, so ich dir
Auch der Mentor hat was von eurer Kooperation: Oft möchten die Berufseinsteiger den Kontakt zum Unileben und zur Wissenschaft nicht verlieren. Für einen Ingenieur bei Bosch ist es interessant zu erfahren, was die neuesten Erkenntnisse an deinem Ingenieurwissenschaftslehrstuhl sind, an welchen Forschungsthemen du selbst gerade sitzt – und auch, was dir im Arbeitsleben wichtig ist. Die Beziehung zwischen dir und deinem Mentor beruht also idealerweise auf Gegenseitigkeit.

Mentorenprogramm, freie Mentoren [Quelle: e-fellows.net]
Wie komme ich an einen Mentor?
In unseren Newslettern stellen wir die Mentoren vor, die gerade auf der Suche nach einem Mentee sind. Und in der Community findest du eine Übersicht aller freien Mentoren. Wenn du Mentee werden möchtest, klicke einfach auf das Profil des Mentors, der dich interessiert, und dort auf den Button "Als Mentee bewerben" oben im Profil. Damit startest du deine Bewerbung. e-fellows.net leitet sie nach kurzer Sichtung an den Mentor weiter.

freier Mentor, Mentorenbewerbung [Bildquelle: e-fellows.net]

Wenn der Mentor seine Mentees ausgewählt hat, bekommst du eine Nachricht. Bei einer Zusage liegt es an euch, wie ihr die Mentoren-Beziehung gestaltet: regelmäßige Telefonate, Treffen, Austausch per E-Mail. Keinen Plan, wie man sowas angeht? Dann lies doch die Erfahrungsberichte von Eike und Franziska.

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KURZINFO:
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Für wen?
Für Stipendiaten von e-fellows.net.

Wann am nützlichsten?
Wenn du einen besseren Einblick in eine Branche bekommen und deine Fragen zum Job loswerden möchtest.

An wen wende ich mich mit Fragen?
Janine Rothenburger
mentorenprogramm(at)e-fellows.net
089-23232-300

Weitere Infos auf der Website:
Karrieresprungbrett Mentoring
Expertenforum zum Mentoring

So nicht! Die größten Patzer aus 10 Jahren Bewerber-Erfahrung

Montag, den 19. April 2010
Sabine

Wir von e-fellows.net bearbeiten jährlich zig Bewerbungen für Events, Jobs und Praktika und leiten diese weiter. Oft jedoch nicht direkt: Gerne schicke ich die Unterlagen noch mal an den Bewerber zurück mit der Bitte, sie zu überarbeiten. Weil es einfach unglaublich ist, was bei uns teilweise landet, obwohl wir auf unsere Website Bewerbungstipps in Hülle und Fülle anbieten. Hier die Highlights – und wie man's besser macht.

  • Dateianhänge: Wenn nicht explizit anders gefordert, gilt: Bewerbungsunterlagen in EINER Datei – und die im Idealfall im PDF-Format. Die Dateigröße sollte 5 MB nicht übersteigen. Unsere Rekorde: 18 Anhänge in unterschiedlichen Dateiformaten, teilweise gezippt. Oder: 73 MB verteilt in elf Anhängen (allein das Abizeugnis verbrauchte schon 16 MB).
  • Dateinamen: So nicht: "L E B E N S L A U F Für Franca"? Wer ist Franca? Wir waren es jedenfalls nicht und der Bewerber hieß auch nicht Franca. Besser: "Bewerbung_Unternehmen_Vorname_Nachname.pdf".
  • E-Mail-Absender-Adresse: Aus Datenschutzgründen kann ich hier keine Beispiele aufführen – leider. Denn die sind teilweise zum Schreien. Schlimmer wäre wohl nur geile_maus69@hotmail.com. Tipp: Um seriös rüberzukommen, legt euch gescheite E-Mail-Adressen für eure Bewerbungen zu, zum Beispiel: vorname.nachname@woihrhaltseid.de.
  • Kontaktdaten: Auch wenn man es nicht glauben mag – nicht jede Bewerbung enthält vollständige Kontaktdaten des Kandidaten. Zum einen sollte schon in der E-Mail eine Signatur enthalten sein. Zum anderen gehören vollständige Kontaktdaten in die Unterlagen. Peinliches Anekdötchen: Weil wir einmal weder Telefonnummer noch E-Mail-Adresse hatten und keinen Brief schreiben wollten, blieb uns nur die Suche übers Web. Fündig wurden wir auf StudiVZ. Auf dem Profil grinste uns das entgegen:

  • Schreibfehler: "Da ich mit dem Gedanken spiele, nach meinem Studium im Bereich Journalismus zu arbeiten, bietet mir Ihr Praktikum die möglichkeit, erste Ehrfahrungen zu sammeln und Kontakte zu knüpfen." Klar, eine fehlerfreie Bewerbung ist schwer. Aber gerade wenn man sich in einer Redaktion bewirbt, sollte man fehlerfrei schreiben können und stilistische Grundregeln beachten. Wenn ich dann noch lese, dass der Bewerber im Deutsch-LK 15 Punkte hatte, zweifle ich doch sehr.
  • Länge des Anschreibens: Unser Kürze-Rekord: drei Zeilen. Unser Länge-Rekord: knapp drei Seiten. Tipp: Mit einer Seite, inklusive Kopfzeile, Betreff, Ort und Datum, liegt ihr richtig.
  • Länge der Bewerbung: Der Rekord liegt bei 36 Seiten inklusive Inhaltsverzeichnis – das brauchte ich dafür auch. Allein Anschreiben und CV umfassten acht Seiten. Die Grundregel lautet: eine Seite Anschreiben, max. zwei Seiten Lebenslauf und dann die relevanten Zeugnisse. Wer jede Bescheinigung für jeden Kurs, jede Veranstaltung und jede zweistündige Nebentätigkeit beilegt, zeigt, dass er nicht priorisieren kann.
  • Schlampigkeit und Einheitsbrei: Bewerbungsunterlagen sollen vollständig, ordentlich, fehlerfrei und individuell sein. Ich sehe einer Bewerbung an, ob sie an ein Unternehmen angepasst wurde, oder ob es sich um ein Massenschreiben handelt, das an zig Arbeitgeber geschickt wird. Besonders dann, wenn Bewerber sich nicht mal die Mühe machen, Firma, Adresse und Ansprechpartner korrekt auszutauschen. P.S.: Lukas Oldenburg freut sich nicht über solche Anreden: "Sehr geehrter Herr Lukas".
  • Bewerbungsfoto: Auch hier wünschte ich, Bilder posten zu dürfen. Das hätte großen Unterhaltungswert. Meine No-go-favorites: Bewerber zwischen drei riesigen Teddybären und Urlaubsfoto mit verschwitztem Wandersmann. Tipp: Ihr müsst keine High-end-Fotosession für Hunderte von Euro durchposen, aber ein seriöses, professionelles Bild in angemessener Kleidung und ordentlichem Erscheinungsbild sollte es schon sein.
  • Soziales Engagement: "Zur Zeit beteilige ich mich noch an einem Wettbewerb der Universität Siegen. […]Ein sogenanntes Brückenbau-Wettbewerb. […] Eine Brücke zu bauen, nur mit Papier und Pappe inklusive Klebstoff, und einem Maximalgewicht von 240Gramm." Ja, auf so was hat die Gesellschaft gewartet. Und die Unternehmen auch. Dicke Pluspunkte sammelt ihr auch, wenn ihr alle Recruiting-Workshops unter diesem Punkt aufzählt, die ihr jemals mitgemacht habt (Achtung, das war ironisch.). Soziales Engagement zeichnet sich dadurch aus, dass man etwas für andere tut, und zwar dauerhaft und von Herzen. "Engagement" sollte also schon erkennbar sein.
  • Adjektiv-Terror: Natürlich müsst ihr euch mit eurer Bewerbung verkaufen, aber bitte nicht durch eine endlose Aneinanderreihung von positiven Adjektiven à la: "Ich bin mit Leib und Seele dabei, mit meiner ganzen Persönlichkeit, bin konzentriert, fokussiert, arbeite präzise und bin pro-aktiv. Ich arbeite gerne selbstständig und unter Eigenverantwortung, damit ich aus meinem ganzen kognitiven, affektiven und kreativen Potenzial schöpfen und pro-aktiv innovative Ideen generieren kann." Tipp: Schreibt zu den positiven Eigenschaften eine Begründung: Bei welchem Projekt habt ihr zum Beispiel Kreativität und Eigenverantwortung unter Beweis gestellt?

Puh, das ist eine ganz schön lange Liste. Ich hoffe, es fühlt sich keiner auf den Schlips getreten. Aber ich möchte schließlich auch einen pädagogischen Auftrag zu eurem Besten erfüllen – denn eure Bewerbungen sollen euch ja zum Traumjob bringen. Daher noch ein letzter Kritikpunkt und Ratschlag:

  • Faulheit: Wenn wir schon netterweise zurückschreiben und euch bitten, die Unterlagen noch mal zu überarbeiten, weil ihr damit keine Chance beim Unternehmen haben werdet, dann bitte NICHT eine Reaktion wie diese: "ich habe noch nie ein Motivationsschreiben geschrieben und habe dafür auch keine Zeit. Bitte leitet das so weiter".

In diesem Sinne: Alles Gute für eure Bewerbungen! Und im Zweifelsfall gilt: Nachfragen, zum Beispiel in der e-fellows.net community.

Nur noch wenige Restplätze fürs e-fellows.net-Bundestreffen

Freitag, den 9. April 2010
Katja

Du hast Lust, zu erfahren, wer sich in persona hinter den Beiträgen in der Community verbirgt? Willst wissen, wer die anderen e-fellows sind? Und gleichzeitig auch noch eine der aufregendsten Städte in Deutschland kennenlernen? Dann komm vom 7. bis 9. Mai zum diesjährigen e-fellows.net-Bundestreffen 2010 nach Leipzig!

Alle Zeichen stehen auf grün - ab zum Jahrestreffen! [Bildquelle: pixelio.de, Autor: Johannes Vortmann]
Alle Zeichen stehen auf grün – ab zum Bundestreffen! [Bildquelle: pixelio.de, Autor: Johannes Vortmann]


Frei nach dem Motto "Mein Leipzig lob' ich mir!" lädt dich die City-Group Leipzig zu einem abwechslungsreichen Wochen-
ende
voller Action, Kultur und Spaß in ihre Wahlheimat nach "klein Paris" ein.

Neugierig geworden? Dann melde dich schnell an und nichts wie auf nach Leipzig!

Leipzig hat viele Gesichter. Die Messe- und Medienstadt ist auch als Stadt der friedlichen Revolution bekannt.

Sie ist jedoch auch eine moderne, pulsierende Großstadt mit welt-
städtischem Flair, die immer mehr Künstler und Studenten anlockt und sich somit schon zu viel mehr als einem Geheimtipp entwickelt hat. Die Leipziger Baumwollspinnerei ("Spinnerei") ist heute beispielsweise mit über 80 Künstlern und 14 Galerien der Ort mit der höchsten Kunstdichte Deutschlands.

Für jeden was dabei: Sport beim Wildwasser-Rafting…
All dies und noch viel mehr kannst du zusammen mit gut fünfzig anderen e-fellows beim Bundestreffen vom 7. bis 9. Mai 2010 entdecken. Übernachten werden wir im Hostel "Sleepy Lion" inmitten des Szeneviertels im Stadtzentrum, von wo aus wir zu den verschiedenen Highlights des Bundestreffens 2010 starten werden.

Leipzig wartet auf dich! [Bildquelle: pixelio.de, Autor: Heike]
Leipzig wartet auf dich! [Bildquelle: pixelio.de, Autor:Heike]

Wir begeben uns unter anderem auf die Spuren der friedlichen Revolution, schauen in das Archiv der Stasi und treten beim Wildwasser-Rafting auf der modernsten Anlage Europas gegeneinander an.

… und Kultur in der "Spinnerei"
Aber auch die Besichtigung des Kunstzentrums "Spinnerei" sowie eine abwechslungsreiche Tour durch Bars und Kneipen der Stadt stehen auf dem Plan. Ausklingen lassen werden wir das Wochenende am Sonntagmorgen bei einem gemütlichen Brunch in der Szenebar Luise.

Weitere Informationen zum Programm findest du in der "Bundestreffen 2010"-Gruppe, wo du dich auch gleich unter dem entsprechenden Punkt anmelden kannst. Noch sind einige Restplätze verfügbar.

Wir freuen uns schon auf euch alle und sind jederzeit unter bundestreffen2010[AT]yahoo[PUNKT]de erreichbar.

Das Organisationsteam aus Leipzig

Erfahrungsbericht (Deutsche Telekom):
Allein unter Technikern

Freitag, den 9. April 2010
Erfahrungs- bericht

Einen Einblick in die Deutsche Telekom erhielt
e-fellows.net-Stipendiatin Kirsten bei der Veran-
staltung "Technology meets Talent" am 25. Februar 2010 in Berlin. Zu dem Event kamen mehr als 270 Teilnehmer. Anfangs war Kirsten überrascht über ihren Exoten-Status als Studentin der Betriebs-
wirtschaftslehre. In der Gruppenarbeit mit Technikern, Grafikern und Informatikern kamen ihre Kenntnisse dann aber gut an.

e-fellow Kirstene-fellows.net-Stipendiatin Kirsten (23) studiert Wirtschaftswissenschaften an der Katholischen Universität Eichstätt-Ingolstadt. Bei der Telekom-Veranstaltung "Technology meets Talent" lernte sie, was ein Bar Camp ist und welches Potential Web-Applikationen in sich bergen.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Technology meets Talent", eine Veranstaltung der Deutschen Telekom. Im Mittelpunkt stand dabei der Open-Innovation-Ansatz.

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
25. Februar 2010 in Berlin von 9.00 bis 22.00 Uhr

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Mehr als 270 Teilnehmer (rund 150 Studenten, 30 Professoren, 25 freie Entwickler und 70 Fachexperten sowie zahlreiche Unternehmens-
vertreter), darunter Thomas Aidan Curran (Mitglied des Product Leadership Team / Technology - Products & Innovation bei der Telekom), Peter Möckel (Leiter der Telekom Laboratories), Thomas Sattelberger (Vorstand Personal Deutsche Telekom), Richard Seibt (Vorstand der Open Source Business Foundation), Ossi Urchs (Webguru) und Sanjay Sauldie (Internetexperte, CEO iroi.de).

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Meine Begeisterung für die Deutsche Telekom entdeckte ich vor etwa einem Jahr bei einem Praktikum im Corporate Development. In dieser Zeit habe ich keinesfalls einen "verstaubten Beamtenladen" kennengelernt, sondern ein Unternehmen, das vor Ideen sprüht, neue Wege gehen will und flache Hierarchien hat. Als ich von der Reihe "Technology meets Talent" in Berlin hörte, interessierte mich der Innovationsgedanke. Ich wollte wissen, wie ein großer Konzern wie die Telekom neue Ideen generiert und vor allem, wo uns die Technik von morgen hinbringen wird. Eigentlich konnte ich mir weder unter einem "Bar Camp" noch unter dem "Open-Innovation-Ansatz" viel vorstellen, aber genau das sollte sich in Berlin ändern.

Kontakte knüpfen mit "Poken"
Zusammen mit über 150 Studenten aus ganz Deutschland traf ich am Morgen in der Hauptstadtpräsenz der Deutschen Telekom ein und erhielt einen sogenannten "Poken". Dieses winzige elektronische Gerät diente uns den ganzen Tag über als elektronische Visitenkarte, mit dessen Hilfe wir unsere Kontaktdaten mit anderen Teilnehmern durch einfaches Aneinanderhalten austauschen konnten. Schon das begeisterte mich, bevor die eigentliche Veranstaltung überhaupt begann.

Der Webguru Ossi Urchs führte durch das Morgen-Programm. Dieses umfasste unterhaltsame und spannende Vorträge von Thomas Aidan Curran über den Open-Innovation-Gedanken bei der Telekom und von Sanjay Sauldie, der uns unsere persönlichen Karrierechancen des Web 2.0 aufzeigte.

BWLerin mit Exoten-Status
Auch für unser leibliches Wohl war bestens gesorgt. Gleich in der ersten Kaffeepause musste ich feststellen, dass ich als BWLerin bei dieser Veranstaltung eine wahre Exotin unter Technikern, Grafikern und Informatikern war. Dass dies jedoch auch einen Vorteil hatte, zeigte sich vor allem in den anschließenden Bar Camps. Während die meisten Teilnehmer bereits an einer solchen freien Diskussionsrunde teilgenommen hatten, wusste ich noch gar nicht, was mich erwartete. Schnell wurde ich jedoch in den Bann gezogen und war begeistert: Wir als Studenten konnten unsere eigenen Visionen, Ideen oder Projekte einem professionellen Publikum vorstellen, die sodann in Kleingruppen diskutiert und verfeinert wurden.

Ich lernte viel über die neuesten Technologien und stellte vor allem fest, welches Potential Web-Applikationen oder auch das Internet noch bieten. Unter all den technisch-geprägten Denkern war meine betriebswirtschaftliche Sichtweise letztlich sehr gefragt und ich merkte, welche Ideen wir durch unsere unterschiedlichen Sichtweisen auf einmal entwickelten. Diese Ideenlandschaft lobte zum Abschluss auch Thomas Sattelberger und sprach über die Veränderungen, die die Deutsche Telekom gehen möchte. Am Abend konnten wir bei einem gemütlichen Get-together die Telekom darüber hinaus als möglichen Arbeitgeber kennenlernen.

Mein persönliches Fazit und wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Rückblickend war es eine vielseitige und spannende Veranstaltung. Neben vielen neuen Ideen und Denkanstößen habe ich auch zahlreiche neue Kontakte geknüpft. Vor allem lernte ich nicht nur Unternehmens-
vertreter kennen, sondern auch innovative Köpfe aus Bereichen, mit denen ich normalerweise nur selten in Kontakt komme. Besonders gut hat mir gefallen, dass es kein reines Recruiting-Event war und ich als Teilnehmerin somit nicht ständig unter Beobachtung stand. Vielmehr konnte ich die Ideen und das Potential dieses Tages mitnehmen, was für mich persönlich sehr bereichernd war.

Ich kann diese Veranstaltung jedem empfehlen, der sich für das Potential des Web 2.0 interessiert und der in ungezwungener Atmosphäre die Telekom als ein innovatives Vorreiterunternehmen der Informations- und Kommunikationstechnologie-Branche kennenlernen möchte.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

Erfahrungsbericht (Accenture):
Starke Frauen im Wandel der Arbeitswelt

Freitag, den 9. April 2010
Erfahrungs- bericht

Einer geballten Ladung Frauenpower begegnete Susanne am 8. März 2010 auf dem International Women's Day von Accenture. 150 Mitarbeiterinnen aus insgesamt 50 Accenture-Büros weltweit kamen an diesem Tag in Kronberg zusammen. Bei Podiumsdiskussionen und interaktiven Workshops lernte sie, dass Frauen gut für den Wandel in der Arbeitswelt ausgestattet sind: Sie sind stressresistent, zielorientiert und verantwortungsbereit.

e-fellow XYe-fellows.net-Stipendiatin Susanne (25) macht gerade ihren Master in Management und Entrepreneurship an der Leuphana Universität in Lüneburg. Auf dem International Women's Day fand sie heraus, was "Resilience" bedeutet und welches Potential in Frauen steckt.

Titel und Thema der Veranstaltung
"Resilience in the Face of Change" beim International Women's Day 2010 von Accenture

Zeit, Ort und Dauer der Veranstaltung
Ganztagsveranstaltung am 8. März 2010 in Kronberg

Teilnehmerzahl und Unternehmensvertreter
Vor Ort waren etwa 150 Accenture-Mitarbeiterinnen und männliche Gastredner. Etwa 30 Studentinnen und Doktorandinnen schnupperten als externe Teilnehmer "Accenture-Luft".

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Nach meinem Master-Studium konnte ich mir einen Berufseinstieg bei Accenture gut vorstellen. Erste Erfahrungen hatte ich letztes Jahr beim Praktikum gesammelt. Meine Neugier war geweckt. Ob sie sich in der großen Runde bestätigen würde, wollte ich am International Women's Day herausfinden.

Kontakt zu Accenture aufnehmen?
In der Accenture-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Accenture kontaktieren.

Ein volles Programm – Weiblichkeit heißt nicht gleich Zickerei
Um 9 Uhr öffnete Accenture für uns die Türen. Ich wurde sofort von bekannten Gesichtern herzlich begrüßt – ein toller Empfang. Dann begann ein abwechslungsreicher Tag mit vielen interessanten Vorträgen, spannenden Podiumsdiskussionen und interaktiven Workshops zum Thema "Resilience und Frauen".

Gemeinsam diskutierten wir in Gruppen, was wir unter dem Begriff "Resilience" verstehen. Ein passendes Synonym scheint es nicht zu geben. Wir erkannten jedoch schnell, dass die Einflussfaktoren Stressresistenz, Zielorientierung und der Wille, Verantwortung zu übernehmen, weibliche Attribute widerspiegeln. Unsere Diskussion führte zu der Definition: "Resilience" ist die Fähigkeit mit dem Wandel in der Arbeitswelt und den damit verbundenen Belastungen in angemessener Weise umzugehen und dabei psychisch gesund zu bleiben.

Solche Diskussionen gab es viele an diesem Tag. Wir, die Studentinnen und Doktorandinnen, wurden stets nach unseren Meinungen gefragt und in die Diskussion integriert. Dabei konnten wir jederzeit Fragen rund um das Thema "Frauen bei Accenture" stellen und bekamen ausführliche Antworten. Beim Abendessen konnten wir im gemütlichen Kreis Kontakte knüpfen.

Mein Fazit
Mit hohen Erwartungen bin ich in den Tag gestartet. Sie wurden übertroffen. Das Unternehmen und seine Mitarbeiter sind so vielseitig, dass es schwierig ist, in wenigen Worten zu sagen, was Accenture auszeichnet. Kein Mitarbeiter ist wie der andere. Eine Definition ist da kaum möglich. Was jedoch alle vereint, ist der Wille, Veränderungen mit Freude zu gestalten.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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