Was löschen wir – und warum?
3. März 2010Warum wurde dieser Beitrag gelöscht? Wie kann es sein, dass jenes Posting nicht gelöscht wird? In letzter Zeit häufen sich unserem Eindruck nach derartige Diskussionen. Daher hier einmal gebündelt und begründet die Regeln, nach denen wir beim Moderieren vorgehen. Das macht unsere Entscheidungen hoffentlich verständlicher und transparenter.
Die e-fellows.net community ist im Vergleich zu fast allen anderen Social Networks dieser Erde ein recht zahmes und zivilisiertes Pflaster. Bis heute (fast drei Jahre nach Start) mussten wir zum Beispiel noch niemanden ausschließen. Im Schnitt wird nur jede 200. Antwort gelöscht, in anderen Kategorien sind es noch weniger.
Die Diskussion ebbt nicht ab
Trotzdem gibt es sie alle paar Wochen: die Diskussionen darüber, was gelöscht werden sollte und was nicht, ob die Anonym-Funktion nicht zu oft für "Heckenschützen"-Postings missbraucht wird, und nicht zuletzt, ob man Leuten, die wiederholt über die Stränge schlagen, nicht auch mit Sanktionen begegnen sollte, die über das bloße Löschen eines Postings hinausgehen.
Wer anderen vorsätzlich schadet, kann ausgeschlossen werden
Letzteres werden wir nun angehen. Das heißt, es wird demnächst ein System geben, bei dem wir Leute anonym verwarnen und aus der Community ausschließen können [EDIT: Das System steht mittlerweile]. Verwarnen und Ausschließen ist prinzipiell ja schon immer möglich, ein System dafür brauchten wir bislang aber noch nicht, weil es dafür praktisch keinen Anlass gab. Sobald das System steht, werden wir es hier vorstellen.
Das Niveau ist noch immer sehr hoch
Es hat lange gedauert, bis wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben. Und er soll auch nicht den Eindruck erwecken, dass wir mehrheitlich "Diss"-kussionen in der Community haben – nichts wäre falscher. Das Niveau ist noch immer unschlagbar hoch, das merkt man spätestens in irgendeinem anderen Netzwerk, wo einem massenhaft nichtssagende Einzeilen-Postings mit hundert Tippfehlern entgegenspringen. Dieses Niveau, das viele als den Hauptvorteil der Community sehen, wollen wir erhalten – das Verwarnsystem soll dabei helfen.
Prinzipien für eine faire Diskussionskultur
Bis dahin hier einmal so klar wie möglich: die wichtigsten Regeln, auf deren Grundlage wir Inhalte löschen oder Mitglieder verwarnen. Sie basieren auf unseren Nutzungsbedingungen und einer gesitteten Diskussionskultur – also in erster Linie auf den Prinzipien "Fairness" und "Achtung gegenüber anderen".
Was du nicht willst, das man dir tu…
Versetzt euch also einfach in die Lage des Gegenübers und fragt euch: Würdet ihr wollen, dass euch jemand in dieser Weise begegnet? Klar, manchmal fliegen die Fetzen, das ist ganz normal in einer Diskussion. Und ich selbst kann mich an einige Situationen erinnern, wo ich wohl zu emotional reagiert habe. Es ist also keineswegs unser Ziel, hitzige Diskussionen zu ersticken und bei jeder Kleinigkeit zu löschen. Es geht uns vor allem um folgende Fälle:
1. Postings, die
a) andere Mitglieder beleidigen
Beispiel:
Frage: "An die männlichen e-fellows: Nass oder trocken?"
Gelöschte Antwort: "Ich vermute, der Fragesteller kommt gerade verspätet in die Pubertät und möchte, wie es sich für einen e-fellow gehört, sich mit Problemen beschäftigen, von denen er noch keinen blassen Schimmer hat […]."
b) andere Mitglieder übermäßig provozieren
Es geht hier vor allem darum, dass anonyme Poster ihren Schleier der Unerkennbarkeit dazu missbrauchen, andere e-fellows unangemessen zu provozieren. Geht oft einher mit einer persönlichen Beleidigung oder Bloßstellung.
Hier schauen wir vor allem auf Diskussionen zwischen Anonym und Nicht-Anonym. Wer zum Beispiel eine etwas heiklere politische These mit Klarnamen äußert, der macht sich angreifbar – auch persönlich. Kommt dann einer mit einer ebenso heiklen Gegenaussage, aber anonym, dann ist der Klarnamen-Poster strukturell im Nachteil: Er muss aufpassen, was er sagt, der Anonyme nicht. Das ist – man verzeihe diese etwas martialische Analogie – als dürfe der Anonyme mit kugelsicherer Weste ins Gefecht, der andere (mit Klarnamen) ohne.
Das heißt nicht, dass wir heikle politische Thesen von Anonymen löschen. Wir löschen nur, wenn klar erkennbar ist: Diesen Angriff hätte er sich nie und nimmer getraut, wenn er mit seinem Namen drunter stehen würde.
Beispiel:
Frage: "Wie organisiert ihr euch?"
Gelöschte Antwort: "Auf deinem Profilfoto hast du scheinbar einen großen Gegenstand im Mund. Nimm den erst mal raus, dann wird vieles leichter."
Beispiel 2:
Frage: "Hartz IV- Westerwelle hat doch absolut recht"
Gelöschte Antwort: "Ich möchte gar nicht wissen, wie viel der Staat pro Sekunde für die Ausbildung von Studenten ausgibt, die hier so ne Scheiße vom Stapel lassen."
c) einer Frage die Berechtigung absprechen ("Was soll diese Frage?")
Wahrscheinlich der häufigste Löschgrund. Wir haben es ausgiebig diskutiert. Unsere Meinung: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.
Stellt euch vor, ihr kommt zum ersten Mal zu einem Treffen von Leuten, die ihr noch nicht kennt, und stellt dort eine erste zaghafte Frage. Die Hälfte der Leute antwortet mit "Meine Güte, was ist das denn für eine Frage?" In der Community machen das leider einige, und dann meist auch noch anonym.
Unsere Meinung: Arrogant und bloßstellend für den Frager. Ausnahme: Die Frage verstößt selbst gegen diese Regeln hier.
Beispiel:
Frage: "Was soll ich mir von meinem ersten Gehalt kaufen? Eure Kreativität ist gefragt!"
Gelöschte Antwort: "Was für eine schwachsinnige Frage… Und erschreckend, wie viele Leute auf so einen Konsum-Schwachsinn antworten…"
d) Postings, die den Diskussionsfluss mit irrelevanten Inhalten absichtlich stören. Geht oft einher mit Beleidigung oder Bloßstellung des oder der anderen Diskutanden.
Beispiel:
Frage: "Nervt euch das inflationäre Anonym-antworten auch?"
gelöschte Antwort: "Bla."
e) die Identität von anonym postenden Mitgliedern aufdecken.
2. Wer Informationen postet, die offensichtlich dazu dienen, anderen Menschen oder e-fellows.net Schaden zuzufügen.
Zum Beispiel eine Anleitung, wie man die Community (angeblich) hacken könne, wie man andere Community-Mitglieder am besten stalkt oder wie man (angeblich) ihre Anonymität aufdecken kann. Siehe zum Beispiel diese Diskussion.
Mit "e-fellows.net Schaden zufügen" ist keine Kritik an e-fellows.net gemeint. Im Gegenteil: Darauf können und wollen wir gar nicht verzichten (am besten gebündelt in dieser Gruppe).
3. Sämtliche rechtswidrigen, diskriminierenden, rassistischen, sexistischen, verleumderischen, sittenwidrigen, pornografischen oder gegen den Jugendschutz verstoßenden Inhalte.
4. Wenn jemand andere User unzumutbar (vor allem durch Spam) belästigt.
Man muss das Hochschul-Event an seiner Heimat-Uni zum Beispiel nicht auch noch gleich als Termin mitsamt E-Mail-Benachrichtigungen in andere großen Gruppen ohne lokalen Bezug einstellen.
Ein anderer Fall ist "Tag-Spamming", also wenn jemand eine Frage stellt und dabei absichtlich und wissentlich Tags verwendet, die viele E-Mail-Benachrichtigungen auslösen, obwohl sie nachweislich überhaupt nicht zum Inhalt der Frage passen. Hier ist das Kind natürlich schon in den Brunnen gefallen, bevor wir einschreiten können. In diesem Fall würde der User künftig zum Beispiel verwarnt werden.
5. Recruiting
e-fellows.net hat Exklusivverträge mit seinen Partnerunternehmen. Daher müssen wir Stellenangebote oder Recruiting-Events von Nicht-Partnerunternehmen löschen, sofern sie nicht vorher mit uns abgesprochen wurden. Wir können Mitglieder verwarnen oder bei gravierenden Fällen ausschließen, wenn wir feststellen sollten, dass sie die Community dazu nutzen, Mitarbeiter oder Praktikanten für ihr Unternehmen anzuwerben.
6. Sonstige Ausnahmefälle
Mit diesen Regeln kann man natürlich nicht alles abdecken. Trotzdem müssen wir uns als Betreiber vorbehalten, im Notfall Inhalte zu löschen, die aus anderen Gründen als den hier genannten einen nicht tolerierbaren Schaden für e-fellows.net, andere Mitglieder oder Dritte verursachen. Diese letzte Regel wenden wir natürlich nur im absoluten Ausnahmefall an. Und wir werden sie auf keinen Fall verwenden, um Kritik zu unterdrücken.
Was, wenn wir daneben greifen?
Falls wir einmal daneben greifen sollten: Es lässt sich nicht vermeiden, und man kann bei diesem oder jenem Fall sicher geteilter Meinung sein. Kein Regelwerk der Welt ist perfekt. Viele Fälle sind nicht so klar wie die oben genannten Beispiele. Im Zweifel lassen wir daher Beiträge eher stehen. Es gibt natürlich immer die Möglichkeit, uns zu kontaktieren, wenn ihr euch missverstanden fühlt. Und wir antworten natürlich persönlich, denn solche Fälle sind wie erwähnt immer noch sehr selten im Vergleich zu anderen Netzwerken.
Auch ihr könnt Verstöße melden
Habt ihr den Eindruck, dass jemand gegen diese Regeln hier verstößt, dann könnt ihr uns das auch jederzeit mitteilen über die Funktion "Verstoß melden" (Link ganz oben in der Kopfzeile).
Wir freuen uns über Feedback
Wir hoffen, dass euch diese Regeln transparent machen, wann und warum wir als Moderatoren einschreiten und freuen uns jederzeit über euer Feedback.


Am 4. März 2010 um 16:07 Uhr
Also ich finde, man sollte zwischen boesartigen Beleidigungen und eindeutig humorvollen (zumindest humorvoll gemeint, auch wenn man es selbst nicht witzig finden muss) unterscheiden. Einige der von euch geloeschten Beitraegen in den beispielen find ich echt witzig und sehe keinen Grund zur Loeschung oder gar Verwarnung und rausschmiss. (Keiner davon ist von mir, haette aber gut sein koennen).
Beispiel fuer meiner Ansicht nach lustig:
Frage: "Nervt euch das inflationäre Anonym-antworten auch?"
gelöschte Antwort: "Bla."
Das ist ganz klar ein Witz der sehr geschickt Bezug auf die Fragestellung nimmt und die implizite Aussage der Frage damit sogar humorvoll unterstreicht. Loeschen voellig fehl am Platz (mMn).
Tim X.
Am 4. März 2010 um 16:08 Uhr
Sorry fuer die Rechtschreibfehler, ich will das Niveau nicht herunterziehen, hab meinen Beitrag aber nicht nochmal durchgelesen
.
Am 4. März 2010 um 16:17 Uhr
Hallo Tim,
danke für die Antwort. Ein anonymes "Bla." sehen wir nicht als eine Unterstützung der "impliziten Aussage der Frage", sondern eher als ein "Du nervst." Daher die Löschung.
Lukas
Am 4. März 2010 um 18:59 Uhr
In der Vergangenheit war ich wiederholt den Provokationen von S.W. ausgesetzt, die eine Art Gender-Bashing betrieb. Ihre Verschleierungstaktiken gingen gar so weit, dass sie bereits in Themen provozierte, in denen ich noch gar nicht aktiv war, damit nachher niemand behaupten könne, sie habe es auf mich abgesehen. Damals gab es keine Möglichkeit zur Züchtigung. Deshalb begrüße ich die e-fellows-Inquisition und freue mich darauf, S.W. bei nächster Gelegenheit anzukreiden und ihre Verdammung und den Weg ins Fegefeuer zu verfolgen.
Am 5. März 2010 um 09:55 Uhr
Meinungszensur – ob von staatlicher oder privater Seite – ist stets bedenklich, insbesondere wenn nicht annähernd strafrechtlich relevantes Verhalten vorliegt.
Mangelnder Stil im Umgang mit anderen im Internet ist leider eine allzu weit verbreitete Erscheinung; Kontrolle und Einschreiten in Extremfällen können gerechtfertigt sein.
Allerdings laufen Diskussion und verbale Auseinandersetzungen häufig über Ironisierung, Polemisierung und Provokation. Die angekündigte Zensur-Politik überschreitet das Maß des Notwendigen und hat den bitteren Beigeschmack der Meinungspolizei, die dazu berufen ist, unliebsame und für diese Gemeinschaft möglicherweise nonkonforme Sichtweisen auszusortieren. Soll e-fellows nur ein Recruitingpool stromlinienförmiger Humanressourcen sein oder ist Euch tatsächlich an Meinungsaustausch unter Euren Stipendiaten gelegen?
Wenn sich auf Eure Ankündigung hin Leute freuen, "bei nächster Gelegenheit [andere] anzukreiden und ihre Verdammung und den Weg ins Fegefeuer zu verfolgen", so ist das – insbesondere mit Blick auf unsere Geschichte – wirklich Besorgnis erregend und zutiefst bedauerlich.
Am 5. März 2010 um 10:37 Uhr
Ich schätze Herrn Nasenschweiß muss man mit einem Augenzwinkern interpretieren. Also keine Sorge, ums Fegefeuer kümmern sich andere
.
LG
Tinka
Am 5. März 2010 um 11:28 Uhr
Hallo Andreas,
in meinem Posting ist nirgendwo die Rede von "Meinungszensur" – ich weiß nicht, wo du das herhast. Meinungen werden nie und nimmer zensiert (es sei denn, es ist Nazihetze etc.). Gelöscht werden nur Beiträge, die nicht der Vorstellung von einem respektvollen Umgang miteinander entsprechen. Oder bist du der Meinung, dass Beleidigungen und Bloßstellungen wie die, die oben beispielhaft stehen, stehen bleiben sollen?
Du verwendest sehr allgemeine Begriffe. "Ironie, Polemisierung, Provokation". Welches der oben genannten Beispiele hätte denn deiner Meinung nach stehen bleiben sollen – und warum findest du es nicht beleidigend oder bloßstellend für den Frager? Auch bei Polemik und Provokation gibt es bestimmte Grenzen, die man nicht überschreiten sollte, wenn man seinem Gegenüber Respekt entgegenbringen will.
Die Resonanz der e-fellows auf diese Transparentmachung der Regeln (sie sind ja nichts wirklich Neues) ist bislang jedenfalls durchweg positiv: https://www.community.e-fellows.net/qanda/question/view/id/15824
Viele Grüße
Lukas
Am 8. März 2010 um 21:32 Uhr
Das Original zu diesem Post stammte von mir:
"Ich vermute, der Fragesteller kommt gerade verspätet in die Pubertät und möchte, wie es sich für einen e-fellow gehört, sich mit Problemen beschäftigen, von denen er noch keinen blassen Schimmer hat […]"
Jedoch habe ich diesen Wortlaut nicht verwendet. Hier wurde bewusst falsch zitiert und die Bedeutung verdreht.
Es ging vielmehr darum, einen Witz darauf zu machen, dass sich e-fellows auf jede erdenkliche Lebenssituation vorbereiten will. Sei es das Vorstellungsgespräch bei McKinsey oder wie hier (von mir natürlich ins ironische gezogen) die erste Rasur. Das war um Gottes Willen keine ernsthafte Beleidigung des Themenerstellers.
Am 9. März 2010 um 10:10 Uhr
Hallo Anony,
schön, dass du sie nicht so gemeint hast. Bei uns kam sie aber als ziemliche Beleidigung an.
1. Der Fragesteller kommt gerade in die Pubertät, er ist also unreif. Beleidigung, da die e-fellows 18 und älter sind.
2. Er möchte sich mit Problemen beschäftigen, von denen er "keinen blassen Schimmer" hat. ==> Er hat keine Ahnung und versucht's trotzdem.
3. "Wie es sich für einen e-fellow gehört" ==> Die e-fellows sind alle so bescheurt.
Auch bei "Witzen" kann man aufpassen, wie man sie rüberbringt. Ich kann vieles witzig finden, das auf Kosten der anderen geht.
Wg. Vorwurf der Fälschung: Wir haben nur deine Rechtschreibfehler rauskorrigiert. Hier noch mal das Original direkt aus der Datenbank:
"Ich vermute, der Fragesteller kommt gerade verspätet in die Pubertät und möchte, wie es sich für einen e-fellows gehört, sich mit Problemen beschäftigen, von denen er noch keinen blaßen Schimmer hat wie die sich ausgestalten werden
Ansonsten bin ich Verfechter von Nass, mit Dachspinsel und Seife."
Viele Grüße
Lukas
Am 3. April 2010 um 12:53 Uhr
Hallo Lukas,
ich finde es schon gut, dass es eine Moderation gibt, die versucht anerkannte höfliche Umgangsformen zu fördern. Aber bitte schlagt nicht über die Strenge. Der eine oder andere lustige Post lockert das Ganze einfach ein bisschen auf und macht das Lesen interessanter. Was noch Humor ist und was schon über die Strenge schlägt, ist natürlich absolut subjektiv. Aber hier könnte man ja die Mehrheit entscheiden lassen und es so einrichten, dass die e-fellows selbst entscheiden was noch akzeptabel ist und was nicht, – in Form eines umgedrehten Daumens (ähnlich der dislike funktion bei youtube). Wenn man einen Beitrag unbedingt löschen will, kann man es ja abhängig von der Dislike Bewertung machen (z.B. bei 5 negativen Daumen wird der Beitrag gelöscht). So einen selbstregulierenden Mechanismus müsste man einfach mal ein paar Wochen testen um schauen zu können a) wie es angenommen wird und b) ob es in der Verbesserung der Posting Qualität effektiv ist.
Gruß,
Ruben
Am 24. Juni 2011 um 21:50 Uhr
Liebes Team,
ich finde es zwar begrüßenswert, dass ihr um das Niveau in unserer Community besorgt seid. Unzweifelhaft ist es besonders hoch, und das schätze ich sehr.
Aber ich sehe das Löschen von Beiträgen auch sehr kritisch, vor allem sind die von euch aufgezählten Beispiele mE nicht so krass, dass eine Löschung gerechtfertigt ist.
Bitte seid vorsichtig mit derartiger Zensur!
Als milderes Mittel schlage ich vor, die Betreffenden zunächst zu ermahnen. "[Anmerkung der Redaktion: Bitte sehen Sie in Zukunft von derartigen Äußerungen ab / Bitte bleiben Sie sachlich.]" So wird das auch in anderen Communities benutzt, namentlich bei FAZ online usw.
Eine Löschung ist mE nur gerechtfertigt bei wirklich krassen Verfehlungen. In allen anderen Fällen kann ich nur eine Ermahnung akzeptieren.
Am 27. Juni 2011 um 17:31 Uhr
Hallo Sarah,
danke für deinen Kommentar. De facto ermahnen wir sogar viel häufiger, als dass wir löschen oder verwarnen. Letzteres kommt sehr selten vor, im Juni zum Beispiel bislang nur ein einziges Mal.
Wir wollen auf keinen Fall zensieren.
Das Problem, das wir haben, ist, dass wir nicht wissen, ob jemand, den wir mit so einer Meldung wie "Bitte sehen Sie in Zukunft von derartigen Äußerungen ab" in Zukunft auch wirklich davon absieht. Denn die meisten derartigen Verfehlungen geschehen anonym.
Daher das System der drei Verwarnungen: Einmal kann jeder grob über die Stränge schlagen, beim zweiten Mal ist es schon schwerer, beim dritten Mal gehen wir von Mutwilligkeit aus und sehen in solchen Nutzern auch mehr Schaden als Nutzen für die Community.
Das ist, wenn man es mit den radikalen Lösch- und Rauswurfpraktiken in den meisten Social Networks und Foren vergleicht, eine sehr milde Behandlung.
Viele Grüße
Lukas
Am 9. Dezember 2011 um 09:17 Uhr
Hallo,
aktuelles Beispiel: In dem Beitrag "Warum ist es ungeschickt einen wichtigen Brief bei Einschreiben/Einwurf zuschicken?" machte sich jemand über die Abkürzung "GV" lustig. Da finde ich es doch etwas hart, hier eine Verwarnung auszusprechen.
Der Antwortende, der den Poster als kindisch bezeichnet, hätte da noch eher (wenn eigentlich auch nicht) eine solche Verwarnung bekommen sollen.
Grüße