Monatsarchiv für Februar 2010

Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Folge 10: Claudia Liebethal

Sonntag, den 7. Februar 2010
Lukas

Von der Geoökologie zur Teamleiterin: Claudia Liebethal, die über Bodenwärmeströme promoviert hat und sich jetzt um die "Kundschaft" kümmert, ist ein Musterbeispiel für die unkonventionellen Lebensläufe der e-fellows.net-Mitarbeiter. Und dafür, wie gut man Beruf und Familie vereinbaren kann. Ein ansprechendes Mikroklima schätzt Claudia nicht nur als Mikrometeorologin, sondern auch beim Wandern – am liebsten mit der Familie.

>> Teil 10 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Ich leite das Team Key Account Management & Karriereservice. Gemeinsam mit Daniel, Julia und Sabine betreue ich unsere Partnerunternehmen und arbeite darauf hin, dass die "richtigen" Unternehmen und Kandidaten zusammenfinden. Außerdem bin ich Datenschutzbeauftragte von e-fellows.net und koordiniere unsere Marktforschungs-Aktivitäten.

Was hast du vorher gemacht?
Vorher war ich auch schon bei e-fellows.net – zuerst habe ich im Team Projektmanagement gearbeitet, dann das Team Marketing & Stipendiatenbetreuung geleitet. Und noch davor habe ich an der Uni Bayreuth in Mikrometeorologie promoviert. Während meiner Promotion habe ich zwei "Nebenprojekte" verwirklicht, die mein Leben ganz schön umgekrempelt haben: Zum einen meine Tochter Lisa und zum anderen ein dreimonatiges Praktikum bei e-fellows.net. Beides hat mich bis heute nicht wieder losgelassen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Vor allem drei Dinge: Erstens fordert mich meine Arbeit immer wieder aufs Neue heraus und wird nie langweilig. Zweitens darf ich mit äußerst intelligenten, motivierten und sympathischen Menschen zusammenarbeiten. Und drittens bietet mir e-fellows.net die Möglichkeit, einen spannenden Job und meine Familie unter einen Hut zu bringen.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich gehe wahnsinnig gerne mit meiner Familie wandern. Am Wochenende sind wir öfters in den bayerischen Bergen unterwegs. Außerdem finde ich Tauchen einfach den Hammer. Leider schwärme ich viel öfter davon, als ich es tatsächlich schaffe, mal wieder einen Tauchgang zu machen. Und, ja, ich gestehe es – ich bin seit 2 Jahren zum absoluten ärzte-Fan mutiert. Ein ärzte-, FURT- oder Bela-B-Konzert im Umkreis von 200 km um München ohne mich? Gibt's nicht. Letzten Sommer hat's mich mit Janine, Sabine und Julia sogar bis nach Linz verschlagen – was man nicht alles tut…

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Nicht mein erstes, aber auch ein sehr schönes: Im Jahr 2000 war ich zur Diplomarbeit in den USA. Mein Freund hat mir damals Blumen geschickt – von Deutschland aus übers Internet bestellt, bezahlt mit einer geliehenen Kreditkarte, geerntet in Mexiko und ausgeliefert nach Kalifornien. Das war Globalisierung at its best! Ich war tief beeindruckt – vom Internet und natürlich auch von meinem Freund.

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Hm, es gibt zwar einige Personen, die ich bewundere. Allerdings fürchte ich, dass persönliche Begegnungen solche Idole eher entzaubern würden (schließlich sind wir ja alle nur Menschen…). Deshalb lieber nicht treffen, sondern weiterhin nur bewundern.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Leben und Spaß daran haben! Dafür gibt es so unendlich viele Möglichkeiten, dass ich sie ohnehin nicht alle nutzen kann – also freue ich mich einfach mal auf die nächsten Gelegenheiten…

Erfahrungsbericht (Unister):
Zwischen 55.000.000 Treffern

Dienstag, den 2. Februar 2010
Erfahrungs- bericht

Es ging um Platzierung – online wie offline. Und Unister ist in Leipzigs historischem Barfußgässchen bestens platziert. Durch klirrende Kälte, vorbei an hübschen Cafés, verriet schließlich ein Werbefoto von Michael Ballack, dass wir direkt vor den Gebäuden der Unister Holding GmbH standen. In einem prachtvollen Altbau erfuhren wir, dass Unister hinter Online-Reiseportalen wie ab-in-den-urlaub.de steckt, für das der deutsche Mannschaftskapitän wirbt. Mittlerweile kann sich das Unternehmen solche Stars für Print- und TV-Werbung leisten. Doch groß geworden ist es durch Suchmaschinenmarketing – und genau damit befassten wir uns im SEM-Workshop.

Thomas-unister 77x100e-fellows.net-Stipendiat Thomas (27) studiert Wirtschaftskommunikation an der Universität der Künste Berlin und arbeitet als Marketing-Assistent für einen Entwickler von Unternehmenssoftware. Bei Unister lernte er, was Suchalgorithmen unter Qualität verstehen.

Welche Branche? Shoppen, Reisen, Medien, Autos …
Steffi Burmeister (Senior SEM-Campaign-Managerin), Friederike Wystup (Personalreferentin und Unternehmensvertreterin in der Community) und Ariane Töpke (Junior-Personalreferentin) begrüßten uns mit einer kurzen Unternehmenspräsentation. Auch die zehn Teilnehmer des Workshops stellten sich kurz vor. Wie in der IT-Branche üblich, gingen wir alle bald zum Du über. Personalchef Hans-Jürgen Petersen verschaffte uns Einblick in die Welt und Geschichte der Unister Holding GmbH: Anfang des Jahrtausends gründete Thomas Wagner das Unternehmen im Studentenwohnheim, mittlerweile beschäftigt es mehr als 600 Mitarbeiter, mittelfristig sollen es über 1.000 sein. Anfangs ging es vor allem um Online-Communitys, doch bald wurden Reise- und Finanzportale zum entscheidenden Geschäftsfeld. Weitere Standbeine von Unister: Shopping-, Gebrauchtwagen-, Medien- und Partnerportale – und das nicht nur in Europa, sondern zunehmend global, vor allem im US-amerikanischen Markt.

SEM? SEO? SEA?

Die Welt ist eine Google! Wer dort nicht auftaucht, existiert nicht. Wer hingegen bei Google, Yahoo oder Bing auf der ersten Seite der Suchergebnisse erscheint, kann mit regem Interesse rechnen. Weil das gerade für Unternehmen gilt, bringt die Sichtbarkeit in Suchmaschinen bares Geld. Suchmaschinenmarketing (englisch: search engine marketing oder SEM) steigert diese Sichtbarkeit. Search engine optimization (SEO) versucht, die Platzierung in den eigentlichen Ergebnislisten zu verbessern. Search engine advertising (SEA) beschäftigt sich dagegen mit der Platzierung in den kommerziellen Werbeanzeigen. Die Herangehensweise unterscheidet sich erheblich. Im Workshop ging es um SEA. Interessant: Die Unister Holding GmbH beschäftigte sich schon mit SEA, als diese Abkürzung noch gar nicht gebräuchlich war. Deshalb sprechen Mitarbeiter intern immernoch über SEM, auch wenn es eigentlich um SEA geht.

Kontakt zu Unister aufnehmen?
In der Unister-Gruppe Fragen stellen.

Wo bucht ein Urlaubsreifer?
Wenn jemand bei Google nach "Mallorca" sucht, weiß die Suchmaschine nicht, ob er sich informieren oder eine Reise buchen möchte. In der Trefferliste erscheint der obligatorische Wikipedia-Link. Zusätzlich verweisen drei Anzeigen über und acht neben der Trefferliste auf Reiseangebote. Wer auf eine Anzeige klickt, signalisiert Interesse an einem Kauf – ähnlich einem Kunden, der ein Geschäft betritt. Ziel des SEA ist dann, dass der Suchende beim eigenen Unternehmen klickt und nicht beim Konkurrenten.

Hübsche Anzeige für Google
Soweit, so einfach. Doch der Teufel liebt das Detail, und Steffi erklärte alles ausführlich. So unterscheiden sich Impressions (Wie oft wird meine Anzeige eingeblendet?), Klicks (Wie oft wird meine Anzeige angeklickt?) und Conversions (Wie oft wird mein Produkt auf eine Anzeige hin gekauft?). Zwar kostet die Anzeige erst, wenn tatsächlich geklickt wird. Allerdings blendet die Suchmaschine Anzeigen, die selten geklickt werden, auch seltener ein. Mit anderen Worten: Es kommt auf die Qualität an! Vor allem bei den Top-3-Anzeigen direkt über der Trefferliste achtet Google darauf, dass sie sich bereits bewährt haben. Anzeigentext, Ladezeiten oder Nutzerfreundlichkeit der Zielseite – all das beeinflusst die qualitative Bewertung einer Anzeige. Vor allem muss der Anzeigentext zu den Suchbegriffen passen.

unister_teamWie verwaltet man fünf Millionen Suchbegriffe?
Allein für ab-in-den-urlaub.de verwaltet Steffi mehr als fünf Millionen Keywords. Damit der Anzeigentext immer optimal zu den Suchbegriffen passt, muss sie an jede mögliche Wortkombination denken, die ein Urlaubsreifer in Suchmaschinen eintippen könnte. Nur wenn er dann auf einen passenden Anzeigentext stößt, lohnen sich die teuren Keywords für Unister. Im Praxisteil des Workshops entwickelten wir gemeinsam mit Steffi eine sinnvolle Struktur für das Management der fünf Millionen Suchbegriffe. Wie stellt man sicher, dass an alle Suchbegriffe gedacht wird, die Texte optimal formuliert sind und sich das Ganze auch noch kontrollieren lässt? Dazu stehen Kampagnen, Adgroups und Administrationswerkzeuge für einzelne Keywords und Anzeigentexte zur Verfügung. Wichtig ist zum Beispiel, Anzeigengruppen präzise nach bestimmten, kategoriebildenden Wörtern zu trennen. Man möchte ja nicht mit einer "Ballermann"-Anzeige konfrontiert werden, wenn man nach "Familienurlaub Mallorca" sucht.

Bestens platziert

Die Veranstaltung endete mit kräftigem Applaus für Steffi und das ganze Veranstaltungsteam. Am Ende hatten wir noch einmal die Möglichkeit, uns mit Friederike über Karrieremöglichkeiten bei Unister zu unterhalten. Der Tag verging wie im Flug, und als wir durch das Barfußgässchen schlenderten, war uns klar: Es hat sich gelohnt – dieser Workshop war bestens platziert.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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