Erfahrungsbericht (KPMG): Kriminelle Spiele
8. Januar 2010Am. 10. Dezember 2009 lud KPMG zum Face-to-Face in der Niederlassung Frankfurt am Main. Von 11 bis 18 Uhr trafen 20 bis 30 e-fellows auf zahlreiche Mitarbeiter von KPMG. Danach folgte ein Get-together. e-fellow Eduard spielte das "Forensic Integrity Game" mit Armin Weyell (Verantwortlicher für die Service Group "Risk & Compliance") sowie Caroline Wappler und Vanessa Thieme aus der Personalabteilung.
e-fellows.net-Stipendiat Eduard (22) studiert BWL an der WWU Münster. Beim Face-to-Face mit KPMG löste er nicht nur unter Hochdruck eine Fallstudie. Er näherte sich auch spielerisch dem Thema "Wirtschaftskriminalität".
Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Eine E-Mail von e-fellows.net machte mich auf die Veranstaltung aufmerksam. Meine erste Überlegung war: "Finde ich das Thema und das Unternehmen interessant?" Nachdem ich nun die letzte Frage für mich mit einem klaren Ja beantworten konnte, führte mich der nächste Schritt gleich zum Blick auf den Kalender. Da auch der Kalender keine Einwände vorzubringen hatte, freute ich mich auf einen interessanten Tag und schickte meine Bewerbung ab. Der entscheidende Grund war, dass ich das Unternehmen KPMG in einer lockeren Atmosphäre kennenlernen wollte.
Wie die Veranstaltung abgelaufen ist
Insgesamt standen drei Programmpunkte auf der Tagesordnung. Den Anfang machten die Unternehmensvertreter mit einer Kurzpräsentation über sich selbst und ihre Arbeit bei KPMG. Offen gebliebene Fragen der Teilnehmer beantworteten sie im Anschluss ausführlich.
Zeit ist kostbar bei der Fallstudie
Nun gab es eine kleine Stärkung am Mittagsbuffet. Dann konnte es mit dem zweiten Programmpunkt weitergehen: der Bearbeitung einer Fallstudie. Dabei waren die Teilnehmer und deren Geschick gefordert.
Es gab zwei unterschiedliche Fallstudien. In meiner Gruppe ging es um Accounting. Wir sollten einem fiktiven Kunden, der Probleme mit seinem aktuellen Rechnungslegungsprozess hat, unsere Beratungsleistung schmackhaft machen. Wir mussten einen Kostenvoranschlag vorstellen und Verbesserungsvorschläge machen. Die andere Fallstudie war aus dem Finance-Bereich.
"Zeit ist kostbar" ist ein sehr zutreffender Satz für das Lösen einer Fallstudie. Kein Wunder also, dass die endgültige Präsentation zumeist erst auf den letzten Drücker fertig gestellt wurde. Dennoch waren die Ergebnisse sehenswert und das Feedback am Ende durchweg positiv und auch hilfreich.
Wirtschaftskriminalität als Spiel
Als letzter Programmpunkt stand noch ein Vortrag über das sogenannte "Forensic Integrity Game" an, bei dem es um die Anfälligkeit von Menschen für Wirtschaftskriminalität ging.
Bei diesem Spiel bekommt der Teilnehmer eine Situation geschildert und hat drei bis vier Auswahlmöglichkeiten, wie er sich verhalten würde. Etwa: Man erhält ein unmoralisches Angebot. Soll man Informationen, die dem Unternehmen zwar einen klaren Wettbewerbsvorteil bringen würden, aber auf illegalem Wege beschafft wurden, nutzen? Je nachdem, was der Spieler antwortet, bekommt er Punkte, die anzeigen, ob ihm das eigene Image oder Geld wichtiger ist. Das "Forensic Integrity Game" sensibilisiert somit den Spieler für Wirtschaftskriminalität und ethische Probleme am Arbeitsplatz.
Abendessen und Kontakte knüpfen
Bei dem abschließenden Abendessen gab es wiederum die Gelegenheit, sich mit den Unternehmensvertretern über die Arbeit und den Einstieg bei KPMG zu informieren. Ich habe so meine Bewerbung direkt an Caroline Wappler richten können und habe auch schon eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen.
In der KPMG-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei KPMG kontaktieren.
Mein persönliches Fazit
Der Weg nach Frankfurt hat sich in jedem Fall gelohnt. Ich konnte die Bereiche von KPMG und die Mitarbeiter näher kennenlernen. Auch die Bearbeitung der Fallstudie war eine interessante Übung. Vor allem das anschließende Feedback könnte für spätere Bewerbungen hilfreich sein.
Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ich empfehle die Veranstaltung jedem, der sich für Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung oder Unternehmensberatung interessiert und einen Blick hinter die Kulissen von KPMG werfen will.
Mehr Erfahrungsberichte?Berichte aus den Vorjahren findest du auf der Website in der Rubrik Community & Blog.

