Monatsarchiv für Januar 2010

Die berüchtigten Tippfehler in der Bewerbung…

Donnerstag, den 28. Januar 2010
Lukas

"Mehr als einen Tippfehler darf sich kein Jobkandidat erlauben, sonst landet seine Bewerbung bei rund einem Drittel der Personaler sofort auf dem Absage-Stapel. Ab drei Fehlern sortieren bereits 70 Prozent die Bewerbungsunterlagen aus."

Ein Fehler, und zack ist die Bewerbung im Mülleimer - von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]
Ein Fehler, und die Bewerbung ist im Mülleimer – von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]

So beginnt eine Pressemitteilung zur kürzlich durchgeführten "Bewerbungsstudie 2010" von alma mater und karrierebibel.de [Nachtrag: Oder vielleicht doch nur von karrierebibel.de? Die beiden diskutieren hier (siehe Kommentare) um die Urheberschaft.]

Fehlerfrei? Von wegen!
Es ist nicht das erste Mal, dass wir lesen, Tipp-, Formatierungs- oder gar Rechtschreibfehler seien ein absolutes No-Go für Personaler. Daher mal ganz im Ernst: Ich kann nur für die Bewerbungen sprechen, die wir bei e-fellows.net auf unsere Stellenausschreibungen erhalten. Aber in meinen drei Jahren hier ist uns wahrscheinlich kein einziges Mal eine Bewerbung ohne Formfehler (Tipp-, Rechtschreib- oder Formatierungsfehler) untergekommen – und das selbst bei Redakteursbewerbungen. Am Anfang fand ich das jedes Mal extrem schlampig, mittlerweile sehe ich es gelassener und schaue auch gar nicht mehr so genau hin. Man hat ja auch keine Wahl…

Der Personaler, ein wandelnder Duden?
Es ist einfach extrem schwer, ein Anschreiben und einen komplex formatierten Lebenslauf wirklich hundertprozentig fehlerfrei einzureichen. Würden die Personaler wirklich so radikal aussortieren, wie sie es behaupten, könnten sie fast niemanden mehr einladen. Denn selbst ein Personaler ist kein wandelnder Duden, der genau weiß, wo die Bindestriche hingehören, wo welches Komma zu stehen hat und wann Groß- oder Kleinschreibung gefordert ist. Oder der immer erkennt, dass jemand nicht mit Tabulatoren umgehen kann oder ob alle Zeilenabstände konsistent sind. Meine Erfahrung ist: Viele halten sich für (fast) perfekte Rechtschreiber, Keiner aber ist perfekt (ich schon gar nicht!), und jeder sieht einfach andere Fehler.

Job bekommen – trotz Todsünde
Wir bei e-fellows.net haben jedenfalls viele eingeladen, die (wenige) Rechtschreib- und Tippfehler in ihrer Bewerbung hatten. Manche sind heute sogar Kollegen. Und ja, auch ich habe meine erfolgreiche Bewerbung später noch mal durchgeschaut und einen ganz gravierenden Fehler gefunden (verrate ich jetzt nicht, aber laut der genannten Studie ist es eine "Todsünde"). Peinlich, peinlich – aber trotzdem wurde ich eingeladen.

Das ist keine Ermutigung zum Schlampern
Das heißt jetzt nicht, dass man bei der Bewerbung jetzt ruhig etwas nachlässiger sein kann. Im Gegenteil: Es zeigt, dass man sich mit einer wirklich anstandslosen Bewerbung tatsächlich vom Rest abhebt. Wichtiger als der eine Tippfehler sind aber die Formalia – was steht im Anschreiben, wie gliedere ich den Lebenslauf, was gehört in den CV und was nicht. Meiner Meinung nach sind Patzer hierbei viel gravierender, leider aber auch nicht viel seltener. Dabei kann man sich zum Beispiel bei e-fellows.net eine Menge praktischer Tipps holen. Zum Beispiel über die Ergebnisse unseres CV-Checks, in der "Bewerben"-Rubrik oder in der Community-Gruppe "Bewerbung".

Was halten andere e-fellows von eurer Bewerbung?
Ganz wichtig: Lasst die Bewerbung von jemandem Korrektur lesen, der Ahnung davon hat. Stellt euer Anschreiben doch mal als anonyme Frage in die Community und fragt nach der Meinung der anderen karriereerfahrenen e-fellows. Eine bessere Feedback-Gruppe kann man nicht kriegen. Und vielleicht schaut ja sogar einer der Unternehmensvertreter drauf und gibt einen guten Tipp.

Erfahrungsbericht (Freshfields):
Steinbrück, Leasing, Fußball

Dienstag, den 26. Januar 2010
Erfahrungs- bericht

10. Dezember 2009,  zwischen 14 Uhr und 21 Uhr: 20 e-fellows besuchten das Frankfurter Büro der Wirtschaftskanzlei Freshfields Bruckhaus Deringer. Dort trafen sie Dr. Eckart Schweyer (Office Managing Partner Frankfurt), Dr. Andreas König (Partner Unternehmensrecht), Dr. Thomas Wagner (Partner Bank- und Finanzrecht), Dr. Andreas Fabritius (Partner Unternehmensrecht), Dr. Konrad Schott (Partner Bank- und Finanzrecht) und Dr. Benjamin von Bodungen (Associate Bank- und Finanzrecht). Mit Blick auf die Skyline diskutierten sie Unternehmens-, Bank- und Finanzrecht.

e-fellows Ivoe-fellows.net-Stipendiat e-fellows.net-Stipendiat Ivo (32) studierte Jura in Passau, München, Frankfurt und London. Als Referendar arbeitet er am Landgericht Frankfurt. Bei Freshfields Bruckhaus Deringer lernte er, wie ein Gesetz für für Bundesregierung entsteht – und was Jura mit Fußball zu tun hat.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Ich habe die Informationsveranstaltung besucht, um mir ein Bild des Frankfurter Büros von FBD zu machen. Die Organisation der Praxisgruppen "Unternehmensrecht" und "Bank- und Finanzrecht" bei FBD hat mich zwar auch interessiert, aber diese Informationen kann man auch auf der Website der Kanzlei nachlesen. In erster Linie wollte ich mir daher einen unmittelbaren Eindruck von der Arbeitsatmosphäre verschaffen – durch Gespräche mit Partnern und Associates und die Besichtigung der Kanzleiräume.

Praxisgruppen vor der Frankfurter Skyline
Die beiden freundlichen Damen am Empfang wiesen uns den Weg zum Fahrstuhl in die 25. Etage. Dort empfing uns Silvia Wenzel, HR Coordinator Recruitment, sehr herzlich und führte uns in einen Konferenzsaal mit beeindruckendem Blick über die Frankfurter Skyline. Eckart Schweyer, Office Managing Partner, begrüßte uns und gab uns eine lebendige und kurzweilige Einführung in die Kanzlei. Anschließend erläuterten die beiden Partner Andreas König und Thomas Wagner ihre Praxisgruppen "Unternehmensrecht" und "Bank- und Finanzrecht". Sie gaben uns einen Überblick über Rechtsgebiete und wirtschaftliche Fragestellungen. Ihre Präsentationen lockerten sie durch Beispiele aus der Praxis und Fragen an die Teilnehmer auf.

Kaffee, Kuchen, Networking
Bei Kaffee und Kuchen unterhielten wir uns danach mit den Partnern und weiteren Anwälten – ideale Gelegenheit für Fragen über die Kanzlei, die vorgestellten Praxisgruppen oder den Werdegang der Gesprächspartner. Die Pause nutzten die Teilnehmer auch, um sich gegenseitig zu "beschnuppern".

Kontakt zu Freshfields aufnehmen?
In der Freshfields-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei Freshfields kontaktieren.

Für Steinbrück Banken stabilisieren
Danach gab uns Andreas Fabritius, Partner der Praxisgruppe Unternehmensrecht, einen lebendigen Einblick in die Entstehung des "Finanzmarktstabilisierungsgesetzes" zur Rettung angeschlagener Banken. Von Samstagmittag bis Montagmorgen hatte er mit seinem Team einen Gesetzesentwurf für die Bundesregierung erarbeitet – auf Anweisung des damaligen Bundesfinanzministers Peer Steinbrück. Anschaulich beschrieb er den Weg von der ersten Skizze am heimischen Notebook bis zum fertigen Entwurf – hoher Zeitdruck und rechtliche Hindernisse wie EuGH-Urteile inklusive. Der Partner präsentierte sich dabei nicht nur als ausgezeichneter Jurist und Anwalt, sondern zeigte deutlich, dass er großen Spaß an Herausforderungen und allgemein an seiner Arbeit hat.

Mit dem Partner ein Flugzeug geleast
Zu Besuch bei Freshfields Quelle:sxc.hu Autor:fsc2k5Weiter ging es nach erneuter Kaffeepause ebenso engagiert mit Konrad Schott, Partner im Bank- und Finanzrecht, und Benjamin von Bodungen, Associate derselben Praxisgruppe. Gemeinsam erarbeiteten wir die wirtschaftlichen Interessen und rechtlichen Knackpunkte bei der Gestaltung eines Leasingvertrages zwischen einer Fluggesellschaft und einem Investor.

Kickern wie die Bayern
Ein Sektempfang und ein köstliches Buffet rundeten die Veranstaltung ab. Noch einmal konnten wir uns mit Partnern, Associates und den anderen Teilnehmern unterhalten und ein wenig hinter die Kulissen schauen. Höhepunkt des Abends war der Besuch der Mitarbeitercafeteria im 27. Stock, die einen atemberaubenden Blick über die nächtliche Skyline bot – und einen Tischkicker. Klar, dass es in der letzten Diskussion des Abends darum ging, ob der FC Bayern München wirklich der beste Fußballverein Deutschlands ist.

Mein Fazit
Die Veranstaltung war für mich ein Gewinn, da ich mit Partnern und Associates der Kanzlei sprechen, das Büro besuchen und mir so ein eigenes Bild von FBD machen konnte. Ich empfehle die Teilnahme vor allem Juristen, die mit dem Gedanken spielen, sich im Frankfurter Büro von FBD zu bewerben. Mitmachen lohnt sich aber auch, wenn man sich allgemein für Freshfields oder die Aufgaben und Herausforderungen eines Wirtschaftsanwalts in einer Großkanzlei interessiert. Denn einen Einblick in die Organisationsstruktur, die Fälle und – last but not least – die Menschen in einer Großkanzlei bekommt man auf jeden Fall.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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Erfahrungsbericht (McKinsey):
Impro-Theater und Curling

Donnerstag, den 21. Januar 2010
Erfahrungs- bericht

22 Doktoranden und Studenten sowie Berater und Partner von McKinsey trafen sich vom 26. bis 29. November 2009 in der AlpineUniversity, Kitzbühel für das Event "Wechselwirkungen". Dort wurde den Teilnehmern, überwiegend (Wirschafts-) Informatiker und Naturwissenschaften, gezeigt, wie McKinseys Business Technology Office (BTO) Unternehmen dabei hilft, die Wechselwirkungen zwischen der IT und der Wirtschaft zu optimieren.

e-fellow Benjamine-fellows.net-Stipendiat Benjamin (28) promoviert in Wirtschaftsinformatik an der European Business School. Beim McKinsey-Event "Wecheslwirkungen" lernte er die Dynamik von Improvisationstheater, Curling und bunt zusammengewürfelten Arbeitsgruppen kennen.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Als Wirtschaftsinformatiker kenne ich die Rolle der IT in Unternehmen von der theoretischen Seite. Mein Wissen wollte ich bei "Wechselwirkungen" mit den Erfahrungen von McKinsey vergleichen. Der Workshop hat diese Erwartungen mehr als erfüllt. Denn neben den Fallbeispielen und Erfahrungsberichten konnten wir uns oft mit den Beratern austauschen.

Beschnuppern im Improvisationstheater
Am ersten Tag haben wir uns erst mal alle kennengelernt. Die McKinsey-Berater haben uns über das Unternehmen und das BTO informiert. McKinsey Wechselwirkungen Quelle:sxc.hu Autor:delcaldo Vor allem das Improvisationstheater war eine ungewöhnliche und spannende Gelegenheit, die anderen Teilnehmer kennenzulernen. Nach dem Abendessen haben wir uns alle noch lange unterhalten.

Offen und ehrlich
Von Anfang an empfand ich die offene Atmosphäre als angenehm. Bei anderen Veranstaltungen dieser Art hatte ich immer wieder das Gefühl, ständig unter Beobachtung zu stehen. Hier hingegen waren die Diskussionen, Meinungen und Themen so locker und vielfältig, dass ich die Atmosphäre sehr genossen habe, auch und gerade bei weniger fachlichen Themen.

Organisationstipps für die Gruppe
Natürlich haben wir in den vier Tagen auch viel Inhaltliches bearbeitet. Beim Grundlagenseminar "Wirtschaft und Finanzen" wurden in der Gruppe auch die Nicht-BWLer mit dem nötigen Wissen ausgestattet, um danach in bunt zusammengesetzten Gruppen einen Beispielfall zu lösen. Für mich persönlich war es interessant, mit welchen Themen die BTO-Berater dabei in der Praxis umgehen und welche Lösungswege sie finden. Erfahrene Berater gaben immer wieder Anregungen, wie wir uns in der Gruppe besser organisieren können; ein Aspekt von dem ich über das Inhaltliche hinaus sehr profitieren werde.

Spaß beim Curling
Trotz des straffen Programms kam der Spaß nicht zu kurz. So hat uns zum Beispiel der Vortrag eines CIOs aus der Praxis neue Themen zur Diskussion und zum Meinungsaustausch eröffnet. Diese konnten wir dann beim gemeinsamen Abendessen mit ihm auch noch – teils kontrovers – diskutieren. Auch das Outdoor-Programm war sehr abwechslungsreich. Seither weiß ich, wie viel Spaß Curling machen kann. Die gemeinsame Zeit wurde dann noch durch individuelles Feedback abgerundet. Alles in allem habe ich, nicht nur im Fachlichen, viel mitgenommen und einen sehr positiven Eindruck des BTO gewonnen.

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In der McKinsey-Gruppe Fragen stellen oder Alumni mit Erfahrung bei McKinsey kontaktieren.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ein BTO-Workshop wie "Wechselwirkungen" ist aus meiner Sicht für Studierende und Promovierende aller Fachrichtungen interessant. Gerade im BTO haben die Berater einen so vielfältigen Hintergrund, dass eigentlich alle Studienrichtungen Anschluss finden. Für die Nicht-BWLer gab es sogar ein interessantes Seminar zu den Instrumenten, die man im Beratungs- und Managementalltag braucht.

Mein persönliches Fazit
Für mich haben sich die vier Tage auf alle Fälle gelohnt. Ich war überrascht von der offenen Atmosphäre und den vielfältigen Hintergründen der Berater. Da ich viele interessante Kommilitonen kennengelernt habe, war die Veranstaltung auch über das Fachliche hinaus ein sehr schönes Erlebnis.

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Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Folge 44: Christoph Trübenbach

Freitag, den 15. Januar 2010
Sabine

Stipendiat und Praktikant Christoph ist nicht nur an der Uni interdisziplinär unterwegs: Als Reiseleiter teilte er sein Faible für Irland mit deutschen Touristen, bei den Vereinten Nationen versuchte er sich im "Peacebuilding". Er schwimmt, läuft und liest gerne – zum Beispiel Reiseführer oder die E-Mails von Aaron aus Vancouver.

>> Teil 44 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Chris2Was machst du bei e-fellows.net?
Schreiben, schreiben, schreiben. Als Praktikant im Team Content & Community denke ich mir Artikel für die Website aus, schreibe knackige Teaser für die Newsletter und behalte nebenbei die Community im Auge.

Was hast du vorher gemacht?
In Mannheim studiere ich eine Mischung aus Anglistik und BWL. Abwechslung ist dabei garantiert: Vom Seminar über Joseph Conrad geht's direkt in die Marketing-Vorlesung und danach weiter zur Diskussion über Ian McEwan. Zwischendurch hat es mich zwei Semester ans Trinity College Dublin verschlagen. Irland zog mich prompt in seinen Bann, und so führte ich einen Sommer lang deutsche Touristen als Reiseleiter über die ganze Insel. Dass ich kein Diplomat werden will, fand ich in Berlin (Auswärtiges Amt) und New York (UN-Vertretung) heraus; trotzdem war es spannend, während der Georgien-Krise den Schlagabtausch im Sicherheitsrat mitzuerleben.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Die lockere Atmosphäre im Team und meine Freiheit bei der Auswahl der Themen, über die ich schreiben möchte.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich schwimme oft und laufe noch öfter. Die Literatur stapelt sich neben meinem Bett – nicht nur, weil ich mich zurzeit durch die 1.300 Seiten von Frank Schätzings "Limit" wühle. Was noch? Kino und Theater, klar. Und Reisen, am liebsten mit dem Rucksack wie letzten Sommer in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Die seitenlangen E-Mails und nächtelangen ICQ-Chats der ersten Tage.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Aaron, einen Freund aus Kanada. Er ist schon über 50. Wir kamen vor Jahren in einem Bus in Vancouver ins Gespräch. Seitdem sind wir befreundet und schreiben viele E-Mails. Begegnet sind wir uns bis heute leider nicht mehr.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
In fremde Länder reisen, einen Roman schreiben – und mich mit dem Fallschirm in die Tiefe stürzen.

Erfahrungsbericht (Oliver Wyman):
Beratertraining für Bachelors

Mittwoch, den 13. Januar 2010
Erfahrungs- bericht

Am 19. und 20. November 2009 veranstaltete Oliver Wyman die Bachelor Academy in München. An dem Event nahmen 12 Bachelorstudenten und zahlreiche Berater teil, darunter Dr. August Joas (Global Head der Oliver Wyman Automotive Practice und Geschäftsführer von Oliver Wyman Deutschland), Daniel Milleg (Partner Communication, Media & Technology) und Marc-Oliver Schell (Senior Projektleiter).

e-fellows Kaie-fellows.net-Stipendiat Kai (21) studiert Internationale Betriebswirtschaft und Chinesisch an der Wirtschaftsuniversität Wien. In der Bachelor Academy lernte er, worauf es im Interview bei Oliver Wyman ankommt – und feierte mit Beratern bis spät in die Nacht.

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Viele Unternehmen wissen noch nicht genau, was sie mit Bachelor-Absolventen anfangen sollen. Einige Beratungen haben hingegen schon ausgereifte Einstiegsprogramme zu bieten. Ein Recruiting Workshop nur für Bachelor-Studenten war wie gemacht für mich: Im Sommer 2010 werde ich mein Studium abschließen, will mich aber ohne vorherige Berufserfahrung nicht für einen Master einschreiben. Von dem Workshop versprach ich mir in erster Linie einen tiefen Einblick in die Unternehmenskultur eines potenziellen Arbeitgebers. Außerdem war ich gespannt auf die Trainings, die uns wichtige Skills mit auf den Weg geben sollten.

Kunden durch professionelles Auftreten überzeugen

Vorstellungsrunde und Unternehmenspräsentation wurden sehr kurz gehalten, um ausreichend Zeit für das "Assertiveness Training" zu haben. Daniel Milleg, Partner bei Oliver Wyman, erklärte anhand kurzer Oliver Wyman Bachelor Academy Quelle:sxc.hu Autor:arte ramVideosequenzen, wie man sich in verschiedenen Situationen angemessen verhält und seine Ziele erreicht. Zahlreiche Beispiele aus der Beraterpraxis veranschaulichten die Inhalte.

Training nicht nur am Flipchart

Der formale Teil endete gegen Abend, aber der Tag war noch lange nicht vorbei. In einer exklusiven Kochschule wurde "hinter dem Herd weitertrainiert". Wir zauberten unser eigenes Abendessen und führten gleichzeitig lockere Gespräche mit zahlreichen Beratern von Oliver Wyman. Einige waren selbst direkt nach dem Bachelor bei Oliver Wyman eingestiegen. Von ihnen erfuhren wir aus erster Hand, wie als Bachelor der Berufsstart in der Unternehmensberatung aussieht. Nach dem ausgiebigen Essen zogen wir noch weiter in das Münchner Nachtleben. So konnten wir auch noch kennen lernen, wie es sich mit Partnern und Beratern von Oliver Wyman feiert. Es ist schon etwas dran an "work hard – party harder" …

Praktische Anwendung in einer Fallstudie

Der lange Abend machte sich am nächsten Morgen kaum bemerkbar. Marc-Oliver Schell, Senior Projektleiter bei Oliver Wyman, zeigte uns, wie man Probleme strukturiert, Präsentationen aufbaut und überzeugend Folien erstellt. Danach lag es an uns, das Gelernte praktisch anzuwenden: In kleinen Teams erarbeiteten wir eine Fallstudie. Schließlich wartete der fiktive Vorstand eines Automobilherstellers – vertreten durch mehrere seniore Oliver Wyman Berater – auf unseren Projektvorschlag. In ihrer Rolle des Kunden stellten uns die Berater kritische Fragen zu anfallenden Kosten und geplanter Dauer – eine knifflige Situation, der man als Consultant regelmäßig ausgesetzt ist.

Insidertipps fürs Interview
Parallel zur Teamarbeit testeten erfahrene Interviewer unser Auftreten in Interviews auf Herz und Nieren – ausführliches Feedback und Verbesserungsvorschläge inklusive. Zum Schluss stellte Dr. August Joas, Global Head der Oliver Wyman Automotive Practice und Geschäftsführer von Oliver Wyman Deutschland, verschiedene Einstiegsoptionen vor: Jetzt war die Zeit für letzte Fragen, bevor wir den Workshop auf der Dachterrasse des Büros ausklingen ließen.

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Mein Fazit
Während des zweitägigen Workshops konnte ich mir ein umfassendes Bild von der Unternehmenskultur bei Oliver Wyman verschaffen. Wir waren aktiv eingebunden und hatten viele Gelegenheiten zu persönlichen Gesprächen mit den Beratern. Ich kann das Event allen Bachelor-Studenten empfehlen, die sich für einen Einstieg in die Unternehmensberatung interessieren oder sich darüber informieren wollen.

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Erfahrungsbericht (KPMG): Kriminelle Spiele

Freitag, den 8. Januar 2010
Erfahrungs- bericht

Am. 10. Dezember 2009 lud KPMG zum Face-to-Face in der Niederlassung Frankfurt am Main. Von 11 bis 18 Uhr trafen 20 bis 30 e-fellows auf zahlreiche Mitarbeiter von KPMG. Danach folgte ein Get-together. e-fellow Eduard spielte das "Forensic Integrity Game" mit Armin Weyell (Verantwortlicher für die Service Group "Risk & Compliance") sowie Caroline Wappler und Vanessa Thieme aus der Personalabteilung.

e-fellow Eduarde-fellows.net-Stipendiat Eduard (22) studiert BWL an der WWU Münster. Beim Face-to-Face mit KPMG löste er nicht nur unter Hochdruck eine Fallstudie. Er näherte sich auch spielerisch dem Thema "Wirtschaftskriminalität".

Warum ich an der Veranstaltung teilgenommen habe
Eine E-Mail von e-fellows.net machte mich auf die Veranstaltung aufmerksam. Meine erste Überlegung war: "Finde ich das Thema und das Unternehmen interessant?" Nachdem ich nun die letzte Frage für mich mit einem klaren Ja beantworten konnte, führte mich der nächste Schritt gleich zum Blick auf den Kalender. Da auch der Kalender keine Einwände vorzubringen hatte, freute ich mich auf einen interessanten Tag und schickte meine Bewerbung ab. Der entscheidende Grund war, dass ich das Unternehmen KPMG in einer lockeren Atmosphäre kennenlernen wollte.

Wie die Veranstaltung abgelaufen ist

Insgesamt standen drei Programmpunkte auf der Tagesordnung. Den Anfang machten die Unternehmensvertreter mit einer Kurzpräsentation über sich selbst und ihre Arbeit bei KPMG. Offen gebliebene Fragen der Teilnehmer beantworteten sie im Anschluss ausführlich.

Zeit ist kostbar bei der Fallstudie
Nun gab es eine kleine Stärkung am Mittagsbuffet. Dann konnte es mit dem zweiten Programmpunkt weitergehen: der Bearbeitung einer Fallstudie. Dabei waren die Teilnehmer und deren Geschick gefordert.

Es gab zwei unterschiedliche Fallstudien. In meiner Gruppe ging es um Accounting. Wir sollten einem fiktiven Kunden, der Probleme mit seinem aktuellen Rechnungslegungsprozess hat, unsere Beratungsleistung schmackhaft machen. Wir mussten einen Kostenvoranschlag vorstellen und Verbesserungsvorschläge machen. Die andere Fallstudie war aus dem Finance-Bereich.

"Zeit ist kostbar" ist ein sehr zutreffender Satz für das Lösen einer Fallstudie. Kein Wunder also, dass die endgültige Präsentation zumeist erst auf den letzten Drücker fertig gestellt wurde. Dennoch waren die Ergebnisse sehenswert und das Feedback am Ende durchweg positiv und auch hilfreich.

Wirtschaftskriminalität als Spiel

Als letzter Programmpunkt stand noch ein Vortrag über das sogenannte "Forensic Integrity Game" an, bei dem es um die Anfälligkeit von Menschen für Wirtschaftskriminalität ging. Forensic Integrity Game mit KPMG Quelle:sxc.hu Autor:BessaroBei diesem Spiel bekommt der Teilnehmer eine Situation geschildert und hat drei bis vier Auswahlmöglichkeiten, wie er sich verhalten würde. Etwa: Man erhält ein unmoralisches Angebot. Soll man Informationen, die dem Unternehmen zwar einen klaren Wettbewerbsvorteil bringen würden, aber auf illegalem Wege beschafft wurden, nutzen? Je nachdem, was der Spieler antwortet, bekommt er Punkte, die anzeigen, ob ihm das eigene Image oder Geld wichtiger ist. Das "Forensic Integrity Game" sensibilisiert somit den Spieler für Wirtschaftskriminalität und ethische Probleme am Arbeitsplatz.

Abendessen und Kontakte knüpfen

Bei dem abschließenden Abendessen gab es wiederum die Gelegenheit, sich mit den Unternehmensvertretern über die Arbeit und den Einstieg bei KPMG zu informieren. Ich habe so meine Bewerbung direkt an Caroline Wappler richten können und habe auch schon eine Einladung zum Vorstellungsgespräch bekommen.

Kontakt zu KPMG aufnehmen?
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Mein persönliches Fazit
Der Weg nach Frankfurt hat sich in jedem Fall gelohnt. Ich konnte die Bereiche von KPMG und die Mitarbeiter näher kennenlernen. Auch die Bearbeitung der Fallstudie war eine interessante Übung. Vor allem das anschließende Feedback könnte für spätere Bewerbungen hilfreich sein.

Wem ich die Veranstaltung weiterempfehle
Ich empfehle die Veranstaltung jedem, der sich für Wirtschaftsprüfung, Steuerberatung oder Unternehmensberatung interessiert und einen Blick hinter die Kulissen von KPMG werfen will.

Community & Blog Quelle:sxc.hu Autor:clixMehr Erfahrungsberichte?
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