Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Christine Thiel
24. August 2009 e-fellows.net-Stipendiatin und Praktikantin Christine Thiel engagiert sich nicht nur in der Community, sondern auch als "Lebenshelfer". Wenn sie nicht gerade Russisch lernt oder sich die Wasserski anschnallt, bemalt sie Wände und Möbel. Ob sie wohl von unserer Büroeinrichtung die Finger lässt?
>> Teil 40 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Ich bin seit Ende Juli Praktikantin im Team Content & Community. Das heißt, ich helfe Lukas, Carolin und Sabine, die Community in Schuss zu halten und kümmere mich besonders darum, dass sich die neuen Abiturienten in der Community zurechtfinden. Außerdem schreibe ich zum Beispiel Newsletter oder Teaser für die Startseiten. Die restliche Zeit verbringe ich damit, Lukas und Sabine "Bairisch" beizubringen.
Was hast du vorher gemacht?
Ich habe 2008 mein Abi an einem kleinen Gymnasium in Niederbayern gemacht. Danach habe ich begonnen, mich bei der "Lebenshilfe" zu engagieren und Behinderte zu betreuen. Beim anschließenden Semester "European Studies" in Passau habe ich meine Begeisterung für Russisch entdeckt. Darum studiere ich nun in Regensburg Russisch und Wirtschaft.
Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Besonders toll finde ich den Gedanken, dass sich die Stipendiaten und Alumni in der Community gegenseitig helfen und Erfahrungen austauschen. Die nette und lockere Atmosphäre, die man in der Community spürt, herrscht auch hinter den Fassaden. Das finde ich toll. Besonders schön ist es auch, dass ich eigene Projekte und Aufgaben übernehmen kann. Dadurch bekomme ich interessante Einblicke und lerne viel.
Welche privaten Interessen hast du?
In meiner Freizeit mache ich gerne Ausflüge mit einer Gruppe von Behinderten. Wir fahren zum Beispiel auf die Landshuter Hochzeit, in den Botanischen Garten nach München oder in einen Freizeitpark. Demnächst werde ich auch wieder ein neues Mädchen bekommen, das ich zu Hause betreue. An dieser Arbeit fasziniert mich immer wieder, wie toll die Menschen mit ihrer Behinderung umgehen und wie anders sie zueinander sind – kein stocksteifes Getue, sondern Herzlichkeit, Wärme und Liebe. Nach so einem Tag kann ich dann auch nicht anders als meine eigenen Probleme einfach nur noch lächerlich zu finden. Wenn ich nicht gerade mit meinen Schützlingen unterwegs bin, male ich sehr gerne – nicht nur auf Leinwände, sondern auch gern mal auf Wände und Möbel. Außerdem lese ich alles, was man nicht vor mir in Sicherheit bringt. Zum Ausgleich treibe ich viel Sport – im Sommer Schwimmen, Skaten, Radfahren, Wandern, Surfen und Wasserski. Im Winter geht’s dann ab in die Berge zum Skifahren. Ansonsten verbringe ich gerne viel Zeit mit Freunden beim Kaffeetrinken oder einem gemütlichen Grillabend.
Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Früher bin ich immer mit einer Freundin zur nächsten Tankstelle gelaufen, wo wir uns mit einem neuen Vorrat an Zeitschriften versorgt haben – und plötzlich gab es das alles online, jederzeit und kostenlos. Einfach toll.
Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Ich würde gerne einmal Vincent Van Gogh treffen und ihn fragen, ob der Spruch "Genie und Wahnsinn liegen oft nah beieinander" stimmt – oder ob es bei ihm an den Dämpfen der Farben gelegen hat. Den manischen Ausdruck in seinen Bildern finde ich faszinierend.
Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Am Liebsten würde ich sofort meine Koffer packen und nach Russland reisen, um dort ein Auslandssemester zu verbringen. Außerdem möchte ich auf einer kleinen Insel im Süden leben, wo das Leben noch sehr einfach und ursprünglich ist. Bevor ich mir da eine aussuche, schau ich mir die ganze Welt an, um auch das schönste Fleckchen zu erwischen.

