Wer ist der größte Geldvernichter?
27. Mai 2009Sechs Wochen lang haben 226 e-fellows getradet, was das Zeug hält, seit gestern ist das Börsenspiel von brokr.de und e-fellows.net beendet. Die Gewinner können sich über saftige Geldpreise freuen: 250 Euro erhalten der beste Kapitalakkumulator – und der größte Geldvernichter. 50 Euro gibt es für Platz zwei bis fünf.
Sagenhafte 74 Prozent Rendite erwirtschaftete e-fellow Michael in sechs Wochen, und das mit einem einzigen Wert. Zwei mal kaufte und verkaufte er jeweils Infineon-Aktien und schraubte seinen Depotwert so von Anfangs 50.000 € auf über 87.000 €.
Schon zur Halbzeit lag er vorne, diese Führung konnte er sogar noch ausbauen. "Meine Kaufentscheidung beruhte auf der Tatsache, dass Infineon extrem unterbewertet war, was im Zuge der Markterholung zu einem überproportionalen Anstieg geführt hat. Das 'Hände Stillhalten' war aber gerade in der zweiten Spielhälfte nicht immer einfach."
Entgegen aller Vermutungen ist Michael jedoch kein zukünftiger Investment-Banker – er studiert Medienmanagement in Hannover. Aber wer weiß, vielleicht sollte er nach diesem Erfolg seine Karrierplanung noch einmal überdenken?
Packender Zweikampf um den letzten Platz
Eine komplett andere Strategie fuhr Rouven: Nach einem verhaltenen Start rutschte er durch den Kursverlust der Conergy-Aktie ungewollt bis auf den letzten Platz. Zwei Wochen vor Spielschluss legte er dann so richtig los: Knapp 12.000 Euro auf dem Depot und 166 Trades standen am Ende zu Buche, davon über die Hälfte nur mit Conergy.
Sein Trick dabei: "Ich habe mich an günstigen, sich seitwärts bewegenden Aktien orientiert und diese zu Geldkursen gekauft und zu Briefkursen wieder verkauft." Sein Kontrahent Christian hatte allerdings genau die gleiche Strategie, und so entwickelte sich in den Schlusstagen ein spannender Kampf um den Titel als "Lucky Loser".
Hier noch einmal alle Gewinner:
| 1. | falu85 | 74 % Gewinn/4 Trades |
| 2. | maalsc | 51 % Gewinn/23 Trades |
| 3. | mad-maxxxx | 41 % Gewinn/9 Trades |
| 4. | Herr_Lehman | 40 % Gewinn/14 Trades |
| 5. | kirsch | 37 % Gewinn/22 Trades |
| … | ||
| 226. | rea | 76 % Verlust/166 Trades |
Fünf Prozent Rendite im Schnitt
Im Durchschnitt machten die e-fellows etwa fünf Prozent Gewinn, damit underperformten sie im Vergleich zu DAX, MDAX, TecDAX und SDAX im gleichen Zeitraum. Wegen des kurzen Anlagezeitraums von nur sechs Wochen wurde allerdings oft spekuliert; zudem versuchten einige Teilnehmer, durch Kursverluste "Lucky Loser" zu werden.
Börsenfieber in der Redaktion
Nicht mit Ruhm bekleckert haben sich die e-fellows.net-Mitarbeiter. Die interne Wertung gewann IT-Werkstudent Felix mit 15 Prozent Gewinn und Platz 44, Praktikantin Natija versuchte sich als Geldvernichterin und landete auf Platz 202. Interessant: Redaktionspraktikant Niko alias brausepaul blieb von allen Teilnehmern (mit Ausnahme eines Test-Accounts) am "stabilsten" – obwohl er zu über 50 Prozent investiert war, betrug die Differenz zum Startkapital nur zehn Euro.
Mitfiebern mit den Kursen
Ein Ziel haben wir mit dem Börsenspiel auf jeden Fall schon einmal erreicht. e-fellow Christian, undankbarer Vorletzter, schreibt in der Gruppe zum Börsenspiel: "Danke für die Organisation! Ich habe auf jeden Fall öfter auf die Kurse geschaut als sonst." Von uns vielen Dank fürs Mitmachen an alle Teilnehmer! Wir sehen uns bei der nächsten Zockerrunde!


Am 28. Mai 2009 um 13:34 Uhr
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Am 23. März 2010 um 17:39 Uhr
Wenn ist denn die nächste Zockerrunde. Habe in Dresden schon mal einen kleinen Preis gewonnen und würde gerne noch mal mitmachen.
Ronny Storch