Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? Folge 28: Anna Frieling
Es ist schon ein kleines Wunder, dass Anna überhaupt noch Deutsch spricht: Während ihrer Schulzeit und im Studium war sie dauernd in Südamerika und bei e-fellows.net lernt sie auch noch bayerisch. Wie stehen da wohl die Chancen auf den Chor-Auftritt mit dem lateinischen Verdi-Requiem? Naja, für das Konzert müsste sie erst mal ihre Bluse bügeln.
>> Teil 28 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<
Was machst du bei e-fellows.net?
Ich bin seit August im Team Projektmanagement und unterstütze dort Jürgen und Julia bei der Organisation und Durchführung der Startschuss Abi-Veranstaltungen. Momentan kümmere ich mich um das Wohl der teilnehmenden Schüler, wähle die Bewerber aus, bin Kontaktperson bei Nachfragen und bereite den Newsletter vor. Dazu kommen gerade nach und nach weitere Aufgaben, wie das Rahmenprogramm und die Betreuung der Website. Ach ja: Ganz nebenbei lerne ich im Büro bayerisch.
Was hast du vorher gemacht?
Nachdem ich in der elften Klasse für ein Jahr in Mexiko zur Schule gegangen bin, hat mich der Lateinamerika-Virus gepackt. Also habe ich nach dem Abi meine sieben Sachen gepackt und bin nach Passau, ins tiefste Niederbayern gegangen, um dort Kulturwirtschaft mit dem Schwerpunkt Lateinamerika zu studieren. Da Passau auf die Dauer aber ein wenig klein ist, hat es mich zu der Zeit immer wieder in die Ferne gezogen, zum Beispiel für ein Semester nach Mailand und für verschiedene Praktika nach Ecuador, Costa Rica, Frankfurt und Hamburg.
Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Ich mag es sehr, dass e-fellows.net ein kleines Unternehmen ist. Man kennt jeden, weiß schnell, an wen man sich für was wenden muss und bekommt dann auch sicher nette Unterstützung. Die Entscheidungswege sind kurz. Wenn ein neues Projekt ansteht und ich Lust und Zeit habe, daran mitzuarbeiten, dann kann ich das machen. Neben meinem Studium habe ich mich immer viel engagiert und Veranstaltungen und Seminare organisiert. Dazu war aber oft wenig Zeit. Jetzt organisiere ich hauptberuflich - das ist toll. Außerdem ist die Stimmung hier im Team sehr gut und ich fühle mich total wohl.
Welche privaten Interessen hast du?
Wenn es sich irgendwie einrichten lässt, dann verreise ich für mein Leben gern. Ich finde es total spannend, andere Länder mit ihren Sitten und Bräuchen kennen zu lernen. Meine zweite Leidenschaft ist die Musik und vor allem der Gesang. Ich habe schon in mehreren Chören gesungen und besonders im Studium immer in einem großen Chor mit Orchester Messen von Mozart, Beethoven, Brahms und noch vielen anderen Komponisten aufgeführt. Dabei singe ich mal Alt und dann wieder Sopran, was das Ganze noch mal abwechslungsreicher macht. Ansonsten bin ich gerne mit anderen draußen zum Spazierengehen, Badminton spielen, Klettern oder Schwimmen gehen. Beziehungsweise eher planschen, denn richtige Bahnen schwimme ich eigentlich nicht. Dann ziehe ich mich aber wiederum auch gerne mal zurück und versinke in ein gutes Buch. Ich finde es total faszinierend, wenn man von einer anderen Welt völlig in den Bann gezogen wird.
Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Das weiß ich noch genau. Das war in meinem Jahr in Mexiko 1999/2000. Immer mehr Leute hatten zu Hause einen Internetanschluss und richteten sich private E-Mailadressen ein. Meine Eltern natürlich noch nicht, aber Freunde von ihnen. So konnten wir uns über deren Adresse E-Mails schreiben. Meine Gastfamilie in Mexiko hatte ebenfalls einen Internetanschluss. Meine damals beste Freundin war auch schon "online", und so hatten wir das ganze Jahr über sehr viel Kontakt. Das hätte ich gar nicht für möglich gehalten. Ich habe mir damals mithilfe einer Freundin meine erste E-Mailadresse eingerichtet, die ich bis heute noch habe. Mann, war das aufregend.
Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Als historische Figur würde ich gerne Benito Juárez treffen. Er war im 19. Jahrhundert der erste und meines Wissens auch der bisher einzige indigene Präsident Mexikos. Er hat sich aus ärmlichen Verhältnissen und der Betreuung eines Patres heraus hochgearbeitet, studiert und schließlich die Geschicke seines Landes gelenkt. Er hat es geschafft, nach 30 Jahren der politischen Wirren und Instabilität ein wenig Ruhe und Beständigkeit zu schaffen und echte Veränderungen anzugehen. Das an sich ist schon bemerkenswert. Wenn man dann bedenkt, dass er wegen seiner Herkunft aus den etablierten Kreisen starke Ablehnung erfahren musste, macht ihn das zu einer starken Persönlichkeit, die ich gerne persönlich getroffen hätte. In der heutigen Zeit fällt meine Wahl dann im Vergleich ausgesprochen profan aus: Ich würde gerne mal die Großfamilie Jolie-Pitt treffen, um mir ein eigenes Bild von diesem Clan zu machen.
Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Ganz oben auf der Liste steht natürlich reisen. Und zwar vornehmlich in die noch fehlenden Länder Lateinamerikas, vor allem Argentinien. Und ich möchte mehr von Chile sehen als bisher. Aber auch viele Teile Europas stehen noch auf dem Programm. Nächstes Jahr möchte ich Interrail in Frankreich, Spanien und Portugal machen. Dann würde ich gerne mal einen Tandem-Fallschirmsprung oder Gleitschirmfliegen machen und das Verdi-Requiem mit großem Chor und Orchester aufführen. Irgendwann steht dann auf jeden Fall eine eigene Familie an mit mindestens drei Kindern. Außerdem möchte ich lernen wie man Gitarre spielt, einen Krustenbraten macht, Blusen in weniger als 20 Minuten bügelt und Lampen montiert.

