Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community? Folge 4: Ulrike von Faber
Ulrike von Faber von Roche Diagnostics mag es turbulent. Privat fährt sie gerne auf richtig großen Achterbahnen, und auch ihre Karriere verlief rasant: Von der Hotellerie wechselte sie in die Börsenbranche und von da aus schließlich zu Roche Diagnostics. Dort arbeitet sie im Personalmarketing. Langweilig wird ihr dabei nicht: Wenn Frau von Faber nicht gerade Workshops oder Diskussionen organisiert, betreut sie die Kooperation mit e-fellows.net und stellt als HR-Medienverantwortliche sicher, dass Roche als attraktiver Arbeitgeber noch bekannter wird - und das alles von zu Hause aus in Teilzeit.
>>Teil 4 der Serie: Wer sind eigentlich die Unternehmensvertreter in der Community?<<
Wie sind Sie eigentlich zu Ihrem Unternehmen gekommen?
Ganz klassisch über ein Inserat in der Zeitung. Als Quereinsteigerin musste ich mich dann noch gegen Bewerber mit einschlägiger Berufserfahrung behaupten - was bedeutete, dass man mir in drei Interviews “auf den Zahn” fühlte. Das hat sich aber gelohnt.
Was machen Sie bei Roche Diagnostics?
In das Unternehmen bin ich 1989 als Personalsachbearbeiterin eingestiegen. Nach drei Jahren habe ich berufsbegleitend eine Weiterbildung zur Personalfachkauffrau absolviert. Danach arbeitete ich als Personalreferentin im operativen HR. Was bedeutet operativ? Der Klassiker: also Rekrutierung neuer Mitarbeiter, Betreuung des internationalen Marketings und der Forschung & Entwicklung Diabetes Care, Führungskräfteberatung, Begleitung von Umorganisationen, aber auch disziplinarische Maßnahmen und Personalfreisetzung - was bei Roche glücklicherweise sehr selten vorkommt.
Seit 2002 arbeite ich als HR-Expert im Personalmarketing. Zu meinen Aufgaben gehören die Kooperation mit e-fellows.net sowie die Gestaltung und Betreuung des Mentorenprogramms für den Standort Mannheim. Außerdem konzipiere und organisiere ich verschiedene Veranstaltungen für Studierende und Absolventen - zum Beispiel Seminare, Workshops oder Diskussionsrunden. Darüber hinaus bilde ich die Schnittstelle zu externen Medien, wenn es darum geht, Roche als attraktiven Arbeitgeber zu positionieren: Ich schalte Image-Anzeigen, publiziere redaktionelle Beiträge über Roche als Arbeitgeber und wähle nach Zielgruppen aus, welche Medien für uns relevant sind. Das Besondere an meiner Arbeit ist, dass ich von zu Hause aus in Teilzeit arbeite. Ich schätze es sehr, spannende und abwechslungsreiche Aufgaben zu haben, die meiner familiären Situation gerecht werden - für mich genau der richtige Mix.
Was haben Sie vor Ihrer Zeit bei Roche Diagnostics gemacht?
Meine Laufbahn begann ich 1984 mit einer Ausbildung zur Hotelfachfrau in einem großen Tagungshotel im Pfälzer Wald. Nach Abschluss der Ausbildung arbeitete ich im gleichen Betrieb an der Rezeption, zuletzt als Empfangschefin. Dieser Beruf machte mir - abgesehen von den Arbeitszeiten und der unterdurchschnittlichen Bezahlung - sehr viel Spaß.
Genau diese beiden Punkte gaben 1989 den Ausschlag, dass ich das Angebot eines Tagungskunden annahm, einer Firma aus Frankfurt, die auf dem amerikanischen Börsenmarkt aktiv war. So kehrte ich der Hotellerie den Rücken. In Frankfurt betreute ich Außendienstmitarbeiter und führte Kundenberatungen durch. Also wieder eine Aufgabe mit viel Kontakt zu Menschen. Meine Aufgaben änderten sich dann aber rapide. Gemeinsam mit einer anderen Kollegin musste ich von drei Büros auf ein Büro in Frankfurt reduzieren und saß zuletzt zwischen Umzugskartons und Yukkapalmen. In dieser Zeit bewarb ich mich bei Boehringer Mannheim - heute Roche Diagnostics.
Fällt Ihnen spontan ein Erlebnis mit einem e-fellow oder mit e-fellows.net ein, das Sie in Erinnerung behalten haben?
Da fallen mir viele ein. Besonders in Erinnerung geblieben ist mir unser erstes Mentoren-Mentee-Treffen. Die Organisation für über 100 Teilnehmer war eine echte Herausforderung für mich. Dass dann alles so wunderbar klappte und wir nach Abschluss des offiziellen Teils bei herrlichem Wetter einen Spaziergang zur Weinheimer Wachenburg mit anschließendem Rittermahl genießen konnten, war ein Highlight.
Was machen Sie, wenn Sie nicht arbeiten?
An erster Stelle steht meine Familie: Unsere achtjährige Tochter hält mich ganz schön auf Trab. Ansonsten lese ich sehr gerne und gehe gerne Tanzen. Ich mag Flohmarktbesuche und richtig große Achterbahnen, Kochen und Essen - die Konsequenz dann allerdings weniger, guten Wein, Schwimmen und Skifahren - aber nur bei gutem Wetter. Im Sommer klöne ich gerne lange draußen auf der Terrasse.
Welche (lebende oder historische) Person würden Sie gerne treffen?
Martin Luther - nicht aus religiösen Gründen, sondern wegen seines Muts.
Was möchten Sie in Ihrem Leben unbedingt noch machen?
New York kennen lernen.
Welchen Insider-Tipp haben Sie für e-fellows, die bei Ihrem Unternehmen zum Vorstellungsgespräch eingeladen sind?
Bleibt euch selbst treu. Verhaltet euch nicht so, wie ihr glaubt, dass wir euch sehen wollen. Das wirkt nicht echt - und Authentizität ist uns sehr wichtig.

