Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? Folge 14 – Lukas Oldenburg
Lukas Oldenburg kommt – anders als sein Nachname vermuten lässt – aus einem Kaff im Kreis Rottweil (Baden-Württemberg). Von dort aus ging es zum Freiwilligenjahr nach Massachusetts, wo er sich den Basketball-Virus zuzog. Der brach richtig aus, als Lukas in Frankfurt (Oder) Kulturwissenschaften studierte: Er wurde Content-Manager beim Basketball-Portal Crossover. So fand er trotz seines Studienfachs später einen Job und ist heute Teamleiter für Content & Community bei e-fellows.net. Mit Rotstift und Bug-Tickets erweist er sich als wahrer Rottweiler.
>>Teil 14 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<
Was machst du bei e-fellows.net?
Ich setze mich morgens in die U-Bahn. Dort korrigiere ich Texte für die Website von Szyntyr und Mellus. Dabei streiche ich immer alles durch oder zumindest rot an. Das macht mir Spaß.
Bei e-fellows.net angekommen, geh ich erst mal nebenan ins Community-und- IT-Team-Zimmer. Dort sitzen Sabse und Cmetz (sprich "Kmetz"). Ich sag: "Hi Sabse, hi Cmetz! Wie gettz?" Niemand lacht. Sabse fängt an zu sprechen. Offenbar will sie mir etwas mitteilen. Doch ihren Redeschwall kann ich früh morgens nicht ertragen. Ich falle ihr einfach ins Wort – meine Lieblingsbeschäftigung. Schließlich bin ich schrecklich ungeduldig. Sabse redet trotzdem weiter. Ich höre ihr nicht zu. Endlich kommt Cmetz zu Wort: Der Alumni-Letter sei fertig, und ich soll ihn doch mal lesen. Wenn's geht, vor 19 Uhr. Markus Lidel lacht. Ich sag: "Klar!", geh ins Redaktionszimmer und gebe Szyntyr und Mellus ihre blutroten Texte zurück.
Nachdem ich unsere Praktikantin Frau Brandstetter mit dem Newsletter-Input versorgt habe, betrachte ich die Webstatistiken von gestern: drei Billionen Visits. studiVZ kann einpacken. Ungefähr 50mal am Tag klicke ich auf "Aktualisieren", die Statistik von gestern könnte sich ja noch mal ändern. Ich schau in die Community, lese die neuesten Fragen und antworte auf Postings in meinen Gruppen. Dann teste ich neue Community-Features. Bevor ich der IT-Agentur das sechzehnte Bug-Ticket an diesem Morgen unterschiebe, frag ich noch mal Micha. Der meint: "It's not a bug, it's a feature!". Ich lass das Ticket stecken. Der Rest des Tages besteht aus Mittagessen und Meetings.
Was hast du vorher gemacht?
Nebenberuflich war ich Content-Manager bei Crossover, dem größten deutschsprachigen Basketballportal. Das heißt: neue Redakteure suchen, einweisen, Artikel korrigieren, passende Themen finden und verteilen und Textqualität sicherstellen. Hauptberuflich war ich Student der Kulturwissenschaften an der Europa-Universität Viadrina im schönen Frankfurt (Oder). Ich bin übrigens erbost über die ostdeutschlandfeindliche Stimmung in Bayern. Wenigstens komm ich ja aus Baden-Württemberg.
Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Die endlosen Diskussionen mit Sabse, Cmetz und Micha darüber, wie wir die Community besser machen können. Die netten Kollegen. Die flachen Hierarchien. Die fehlenden Intrigen. Dass unser Chef und ein paar Kollegen noch so guat Boarisch redn. Dass ich meine Internetsucht zum Job machen konnte.
Welche privaten Interessen hast du?
Wenn ich mal Freizeit hab, dann surfe ich unglaublich gern in der e-fellows.net community. Ab und zu spiel ich Basketball im Münchner Freizeitsport. Ich glotze und lese viel über NBA-Basketball im Internet. Immer seltener spiele ich Klavier oder erzeuge elektronische Musik mit meinem Keyboard (hier ein paar Samples). An Geburtstagen bei e-fellows.net spiele ich Hits auf der Melodica, zum Beispiel "Weiß-blau klingt's am schönsten" fürs Volksmusik-Madl Cmetz.
Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Meine erste NBA Box Score (Basketball-Spielstatistik) auf nba.com ungefähr 1998. Endlich wusste ich, wie viele Punkte, Rebounds, Assists, Blocks und Steals jeder Spieler am Vorabend gesammelt hatte und wie die Wurfquoten waren. Ein Teenagertraum ging in Erfüllung.
Ein fast genauso tolles Früherlebnis verbinde ich mit der Zeit vor meinem Freiwilligenjahr als Jugendbetreuer in Worcester, Massachusetts (1999). Damals tauschte ich erstmals massenhaft E-Mails mit meiner späteren Mitbewohnerin und Kollegin in den USA. Das war ein ganz neuartiges Gefühl, so schnell mit jemandem verbunden zu sein, der doch so weit weg wohnte. Außerdem konnte ich mich so sehr gut auf meinen Aufenthalt vorbereiten.
Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Juwan Howard, ein völlig verkannter Basketballspieler. Im Traum hab ich schon mit ihm gesprochen. Außerdem Otto Wels, den SPD-Abgeordneten, der die letzten freien Worte im Reichstag sprach und dabei eindringlich vor dem Ermächtigungsgesetz warnte. Wenn ich heute seine Rede und Hitlers brutale und herablassende Antwort darauf höre, schaudert es mir richtig. Aber Wels' Mut bewundere ich.
Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Ich möchte einmal Markus Lidel beim Mittagessen begegnen.


Am 21. April 2008 um 18:09 Uhr
Sehr, sehr, sehr schöne Antworten
Am 21. April 2008 um 22:02 Uhr
richtige Antwort!
Am 31. Juli 2008 um 09:33 Uhr
[…] Bleifuß Blasi am Grill, der im Verlauf des Wochenendes noch ein Eichhörnchen totfahren sollte und Lukas, der nach ausführlicher Erklärung von Monika wunderbar kreative Gemüsespieße bastelte. Auch […]
Am 21. August 2008 um 08:27 Uhr
[…] erstaunt hat mich die freundliche, lustige und offene Zusammenarbeit aller Mitarbeiter, allen voran Lukas. Das liegt wahrscheinlich daran, dass hier junge und engagierte Menschen in einem dynamischen […]