Aufstehen!
Wer kennt dieses Szenario nicht: Gerade liegt man noch am Strand, spürt den warmen Sonnenschein und den weichen Sand auf der Haut, lauscht dem Meeresrauschen, seufzt genüsslich und zieht den Sonnenhut tiefer ins Gesicht. Und dann – klingelt der Wecker. Aus der Traum.
Die Realität bietet momentan wenig Sommerfeeling: Ein meist bleigrauer Himmel und nass-kühle Temperaturen um die fünf Grad verbreiten am frühen Morgen nicht unbedingt Hochstimmung. Dass man sich dann auch noch aus dem kuscheligen Bett quälen muss mit dem Gedanken, gleich in der Vorlesung oder am Schreibtisch zu sitzen, macht die Sache auch nicht besser. Doch es hilft nichts: Uni und Klausuren fragen nicht nach Sonnenschein. Aber wie überwindet man den inneren Schweinehund, damit man in der Früh wirklich aufsteht? Das wurde auch in der Community heiß diskutiert – teils mit ganz pragmatischen, teils mit kuriosen Vorschlägen.
Die wissenschaftliche Methode
Felix geht ganz "stipendiatisch" gegen das morgendliche Schlafbedürfnis vor und erklärt: "Nach den sogenannten REM-Schlafphasen musst du im 1,5-Stunden-Rhythmus schlafen, also entweder 7,5 Stunden oder 9 Stunden, nicht dazwischen. 7,5 reicht mir völlig, das System funktioniert bei mir prima. Ich merke, dass ich weniger wach bin, wenn ich zum Beispiel acht Stunden schlafe." Er zögere das Einschlafen sogar manchmal noch etwas hinaus, um genau auf 7,5 Stunden Schlaf zu kommen. Stipendiat Ivo ist im Internet auf einen Wecker gestoßen, der mithilfe eines Sensors die Schlafphasen überwacht und versucht, den Schlafenden dann zu wecken, wenn er sich in seiner letzten Leichtschlafphase befindet. Damit solle man sich wenigstens nicht so gerädert fühlen, wenn der Wecker klingelt.
Die sportive Herangehensweise
Einen Vorschlag, bei dem gleich auch der Kreislauf in Schwung kommt, macht e-fellow Markus. Er berichtet von einem Wecker, der im Zimmer herumfährt, wenn er klingelt. Nach der morgendlichen "Fang-den-Wecker"-Aktion müsse man eigentlich wach sein. Vielleicht könnte die Lösung aber auch bei der Klage der Milchbauern liegen: Sie wollen ganz einfach die Sommerzeit abschaffen, da ihren Milchkühen im Sommer eine Stunde zur Milchproduktion fehle. Im Herbst seien die Euter dagegen morgens viel zu prall gefüllt. Hm, ob an diesem Gerücht etwas dran ist? April, April ist da wohl die richtige Antwort.
Oder einfach gar nicht aufstehen!
Warum morgens quälen? Man kann doch einfach in den Club der anonymen Minderleister eintreten – und sich noch ein Ründchen aufs Ohr hauen. Dann sollte man immer noch eine gemütliche 38,5-Stunden-Woche hinbekommen. Aber wer zur Elite gehören will, der muss wohl früher aufstehen, meint Julia Friedrichs in ihrem heiß diskutierten Buch "Gestatten, Elite". Meint ihr das auch?
Aber nun genug geschlafen!
Denn jetzt braucht die Community noch ein paar Ausgeschlafene, die unseren fragenden e-fellows hellwach antworten können:
- Wer kennt sich zum Beispiel im Sportrecht aus und weiß, wie man Bundesligavereine verklagt?
- Was besonders unsere Doktoranden interessieren dürfte: Wie hoch ist eigentlich die Wahrscheinlichkeit, in Deutschland Professor zu werden?
- Money, Money, Money – must be funny, aber kann auch ganz schön frustrierend sein: Entweder ist man unterbezahlt oder weiß nicht, wo man seine Euronen am besten aufbewahrt.
Alles hat ein Ende: Nicht nur die Nacht, auch ein Blog-Beitrag sollte mal zum Schluss kommen. Letzte Frage: Hat die Wurst zwei Enden? Ich glaube nicht.


