Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? Folge 6: Michael Krenz

Lukas

Was braucht ein Online-Karrierenetzwerk ganz besonders dringend? Genau: eine IT-Abteilung. Zu der gehört Michael Krenz – der vom Tellerwäscher und Würstchenbrater zum Quality Manager aufstieg und jetzt bei e-fellows.net die Community am Laufen hält. Seine DJ-Karriere hat er dafür erst mal zurückgestellt.

>> Teil 6 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<
Michael KrenzWas machst du bei e-fellows.net?
Meine offizielle Jobbezeichnung lautet "IT Quality Manager und Web 2.0-Experte". Ich bin für die Entwicklung der e-fellows.net community und die Steuerung der internen IT-Projekte bei e-fellows.net zuständig. Dazu zählt die Koordinierung der Zusammenarbeit mit unserer externen Entwicklungsagentur, die Überwachung der Code-Qualität, die Erarbeitung von Konzepten für neue Features, die Anleitung unserer IT-Werkstudenten, die Planung unserer Webserver-Systeme, die weitere Ausarbeitung des Datenmodells und der Softwarearchitektur für unsere gesamte IT und vieles mehr. Meine Aufgaben sind glücklicherweise sehr vielfältig.

Was hast du vorher gemacht?
Anfangs studierte ich für zwei Jahre Technische Informatik. Mit der Zeit merkte ich, dass ich mit dem Umfeld nicht so gut klar kam und erwog diverse Alternativen: vom Heilpraktiker bis zum Studium der vergleichenden Religionswissenschaften in England (ich hatte bereits ein Zusage in der Tasche) war alles dabei. Letztendlich entschied ich mich – ermutigt durch meinen damaligen Nebenjob – für ein Übersetzer-Studium an der Berliner Humboldt-Universität, mit dem ich dann auch glücklich wurde.

Beruflich ist inzwischen auch schon so einiges zusammen gekommen. Um aus meinem StudiVZ-Profil zu zitieren: Tellerwäscher, erfolgloser Aushilfspostbote, Zeitungsausträger, SKR700-Zusammenlöter, Würstchenbrater, Fußbodenheizungsproduktionsgehilfe, Übersetzer, Lektor, Translation Quality Manager, Projektleiter, freiberuflicher Webentwickler.

Im Wesentlichen habe ich die letzten Jahre als freiberuflicher technischer Übersetzer und Web-Entwickler gearbeitet. Dieser breite Hintergrund kommt mir derzeit sehr zugute.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Zum einen ist die Arbeitsatmosphäre toll, insbesondere natürlich im Community-Team. Da e-fellows.net eine recht kleine Firma mit flachen Hierarchien ist, kann ich mich sehr gut entfalten und eigene Ideen verwirklichen. In meinem Job gleicht kein Tag dem anderen und ich lerne auch nach einem Jahr in der Firma jeden Tag etwas Neues hinzu. Das finde ich inspirierend.

Welche privaten Interessen hast du?
Da gibt es bei mir eine klare Präferenz: Musik! Ich gehöre eindeutig zu den "Ohne-Musik-nicht-leben-Könnern". Früher hab ich noch selbst Musik gemacht und mich nebenbei als DJ betätigt, beispielsweise im Berliner Karrera Klub. Inzwischen begnüge ich mich damit, intensiv die Entwicklung der schwedischen Indiepopszene und von elektronischer Musik im Allgemeinen zu verfolgen und meine Freunde gelegentlich mit einer kleinen, aber feinen Compilation zu versorgen.

Wenn ich dazu komme, angele ich gern in den Seen im Berliner Umland, wenn auch ohne jeglichen Erfolg… Und ich lese schon seit Kindertagen gern Science Fiction, beispielsweise Alistair Reynolds oder Jasper Fforde.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Da gab es so einige. Anfang 1994 lachte ich noch einen Freund aus, der mir eines Tages aufgeregt von diesem ominösen neuen Internetding erzählte (ich begeisterte mich damals mehr für Virtual Reality). Im Herbst 1994 hatte ich dann meine erste E-Mailadresse an der Uni und chattete über IRC mit einem Freund, der gerade längere Zeit in England war. Das fand ich dann schon beeindruckend. Und 1998 baute ich mühsam meine erste eigene Website, auf der ich meine besten Landschaftsfotos und passende Gedichtfragmente präsentierte, das war ein tolles Gefühl.

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Mark Hollis, weil mich seine Musik und sein musikalischer Ansatz sehr geprägt haben. Hermann Hesse. Und die Jungs von 37 Signals.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Ich würde gern noch mindestens ein Start-up gründen oder in einem bestehenden Start-up als Partner in der Funktion eines CTO einsteigen. Und ich möchte gern mal einen längeren Urlaub in Japan verbringen, um einerseits buddhistische Zen-Klöster zu besuchen und andererseits die durchgeknallten, hypermodernen Städte dort zu erleben.

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