Die Neue
20. November 2007Das bin ich! Neue Bloggerin, neues Community-Mitglied, niegelnagelneu quasi.
Im Sommer habe ich mich bei e-fellows.net beworben, direkt nachdem ich darüber in einem Unimagazin, sei es nun Audimax oder Unicum, gelesen hatte.
Geklappt hat’s auch, ich wurde genommen. Seitdem wächst die Dauer meines täglichen Aufenthalts im Internet exponentiell. Gruppen, Fragen & Antworten, Termine, fremde Profile… Über Langeweile kann ich nun nicht mehr klagen.
Stattdessen frage ich mich: Ab wann ist man offiziell internetabhängig? Und gibt es Entzugskliniken dafür? Wenn, dann bin ich jedenfalls nicht die einzige: Eine "Gruppe für Internetsüchtige" hat sich jedenfalls schon in der Community zusammengefunden.
Mein Freund, der Laptop
Schon immer waren mein Laptop und ich sehr enge Freunde. Als ein Geschenk zum bestandenen Abitur vor über zwei Jahren wurde er für mich schnell unentbehrlich.
Er begleitet mich seitdem rund um die Welt. In meinem Au-Pair-Jahr in New Jersey in den USA kategorisierte er liebevoll meine Fotos, ermöglichte Kontakt zu Familie und Freunden auf dem "alten Kontinent", hielt mich auf dem Stand der Dinge. Er reiste mit mir von New York nach L.A., von L.A. nach San Francisco, nach Las Vegas und zum Grand Canyon.
Freundschaft auf dem Prüfstein
Bei meiner Rückkehr nach Deutschland wurde es kritisch. Ein jähes Ende unserer Freundschaft drohte sich anzubahnen. Im August letzten Jahres gerieten wir in die Terroranschläge auf dem Flughafen London-Heathrow. Als wir mit über 30 Stunden Verspätung endlich einen Flug nach Deutschland ergattern konnten, war das Mitführen von Handgepäck verboten. Und der Check-In eines Laptops grenzt an Entsorgung. Nur mit viel Überredungskunst konnte ich das Überleben meines Laptops retten, wodurch wir es dann doch noch gemeinsam zurück schafften in meine Heimat, Oberhausen, das Herz des Ruhrpotts.
Wiedersehen feiern mit Freunden, ein vierwöchiges Praktikum und schon setzte sich die Reise fort. Dieses Mal ging es nach Paderborn zum Studienbeginn; International Business Studies mit den Fremdsprachen Englisch und Französisch sollte es sein. Vorlesungsverzeichnisse, Zusammenfassungen, Folien, Klausurtermine, Prüfungsmodalitäten, auch all das verwaltet mein kleiner elektronischer Freund zuverlässig. Dazu kommt noch studiVZ, der Versuch, mit Freunden aus Amerika in Kontakt zu bleiben, und eben e-fellows.net. Langsam mache ich mir Sorgen, ob ich nicht vielleicht zu viel Zeit mit meinem Laptop im Internet verbringe. Immerhin soll er sich ja keine falschen Hoffnungen machen! Beruf und Privates bleiben getrennt!

