Was löschen wir – und warum?

3. März 2010
Lukas

Warum wurde dieser Beitrag gelöscht? Wie kann es sein, dass jenes Posting nicht gelöscht wird? In letzter Zeit häufen sich unserem Eindruck nach derartige Diskussionen. Daher hier einmal gebündelt und begründet die Regeln, nach denen wir beim Moderieren vorgehen. Das macht unsere Entscheidungen hoffentlich verständlicher und transparenter.

Die e-fellows.net community ist im Vergleich zu fast allen anderen Social Networks dieser Erde ein recht zahmes und zivilisiertes Pflaster. Bis heute (fast drei Jahre nach Start) mussten wir zum Beispiel noch niemanden ausschließen. Im Schnitt wird nur jede 200. Antwort gelöscht, in anderen Kategorien sind es noch weniger.

Die Diskussion ebbt nicht ab
Trotzdem gibt es sie alle paar Wochen: die Diskussionen darüber, was gelöscht werden sollte und was nicht, ob die Anonym-Funktion nicht zu oft für "Heckenschützen"-Postings missbraucht wird, und nicht zuletzt, ob man Leuten, die wiederholt über die Stränge schlagen, nicht auch mit Sanktionen begegnen sollte, die über das bloße Löschen eines Postings hinausgehen.

Wer anderen vorsätzlich schadet, kann ausgeschlossen werden
Letzteres werden wir nun angehen. Das heißt, es wird demnächst ein System geben, bei dem wir Leute anonym verwarnen und aus der Community ausschließen können. Verwarnen und Ausschließen ist prinzipiell ja schon immer möglich, ein System dafür brauchten wir bislang aber noch nicht, weil es dafür praktisch keinen Anlass gab. Sobald das System steht, werden wir es hier vorstellen.

Das Niveau ist noch immer sehr hoch
Es hat lange gedauert, bis wir uns zu diesem Schritt entschlossen haben. Und er soll auch nicht den Eindruck erwecken, dass wir mehrheitlich "Diss"-kussionen in der Community haben – nichts wäre falscher. Das Niveau ist noch immer unschlagbar hoch, das merkt man spätestens in irgendeinem anderen Netzwerk, wo einem massenhaft nichtssagende Einzeilen-Postings mit hundert Tippfehlern entgegenspringen. Dieses Niveau, das viele als den Hauptvorteil der Community sehen, wollen wir erhalten – das Verwarnsystem soll dabei helfen.

Prinzipien für eine faire Diskussionskultur
Bis dahin hier einmal so klar wie möglich: die wichtigsten Regeln, auf deren Grundlage wir Inhalte löschen oder Mitglieder verwarnen. Sie basieren auf unseren Nutzungsbedingungen und einer gesitteten Diskussionskultur – also in erster Linie auf den Prinzipien "Fairness" und "Achtung gegenüber anderen".

Was du nicht willst, das man dir tu…
Versetzt euch also einfach in die Lage des Gegenübers und fragt euch: Würdet ihr wollen, dass euch jemand in dieser Weise begegnet? Klar, manchmal fliegen die Fetzen, das ist ganz normal in einer Diskussion. Und ich selbst kann mich an einige Situationen erinnern, wo ich wohl zu emotional reagiert habe. Es ist also keineswegs unser Ziel, hitzige Diskussionen zu ersticken und bei jeder Kleinigkeit zu löschen. Es geht uns vor allem um folgende Fälle:

1. Postings, die

a) andere Mitglieder beleidigen

Beispiel:

Frage: "An die männlichen e-fellows: Nass oder trocken?"

Gelöschte Antwort: "Ich vermute, der Fragesteller kommt gerade verspätet in die Pubertät und möchte, wie es sich für einen e-fellow gehört, sich mit Problemen beschäftigen, von denen er noch keinen blassen Schimmer hat […]."

b) andere Mitglieder übermäßig provozieren
Es geht hier vor allem darum, dass anonyme Poster ihren Schleier der Unerkennbarkeit dazu missbrauchen, andere e-fellows unangemessen zu provozieren. Geht oft einher mit einer persönlichen Beleidigung oder Bloßstellung.

Hier schauen wir vor allem auf Diskussionen zwischen Anonym und Nicht-Anonym. Wer zum Beispiel eine etwas heiklere politische These mit Klarnamen äußert, der macht sich angreifbar – auch persönlich. Kommt dann einer mit einer ebenso heiklen Gegenaussage, aber anonym, dann ist der Klarnamen-Poster strukturell im Nachteil: Er muss aufpassen, was er sagt, der Anonyme nicht. Das ist – man verzeihe diese etwas martialische Analogie – als dürfe der Anonyme mit kugelsicherer Weste ins Gefecht, der andere (mit Klarnamen) ohne.

Das heißt nicht, dass wir heikle politische Thesen von Anonymen löschen. Wir löschen nur, wenn klar erkennbar ist: Diesen Angriff hätte er sich nie und nimmer getraut, wenn er mit seinem Namen drunter stehen würde.

Beispiel:

Frage: "Wie organisiert ihr euch?"

Gelöschte Antwort: "Auf deinem Profilfoto hast du scheinbar einen großen Gegenstand im Mund. Nimm den erst mal raus, dann wird vieles leichter."

Beispiel 2:

Frage: "Hartz IV- Westerwelle hat doch absolut recht"

Gelöschte Antwort: "Ich möchte gar nicht wissen, wie viel der Staat pro Sekunde für die Ausbildung von Studenten ausgibt, die hier so ne Scheiße vom Stapel lassen."

c) einer Frage die Berechtigung absprechen ("Was soll diese Frage?")
Wahrscheinlich der häufigste Löschgrund. Wir haben es ausgiebig diskutiert. Unsere Meinung: Es gibt keine dummen Fragen, nur dumme Antworten.

Stellt euch vor, ihr kommt zum ersten Mal zu einem Treffen von Leuten, die ihr noch nicht kennt, und stellt dort eine erste zaghafte Frage. Die Hälfte der Leute antwortet mit "Meine Güte, was ist das denn für eine Frage?" In der Community machen das leider einige, und dann meist auch noch anonym.

Unsere Meinung: Arrogant und bloßstellend für den Frager. Ausnahme: Die Frage verstößt selbst gegen diese Regeln hier.

Beispiel:

Frage: "Was soll ich mir von meinem ersten Gehalt kaufen? Eure Kreativität ist gefragt!"

Gelöschte Antwort: "Was für eine schwachsinnige Frage… Und erschreckend, wie viele Leute auf so einen Konsum-Schwachsinn antworten…"

d) Postings, die den Diskussionsfluss mit irrelevanten Inhalten absichtlich stören. Geht oft einher mit Beleidigung oder Bloßstellung des oder der anderen Diskutanden.

Beispiel:

Frage: "Nervt euch das inflationäre Anonym-antworten auch?"

gelöschte Antwort: "Bla."

2. Wer Informationen postet, die offensichtlich dazu dienen, anderen Menschen oder e-fellows.net Schaden zuzufügen.

Zum Beispiel eine Anleitung, wie man die Community (angeblich) hacken könne, wie man andere Community-Mitglieder am besten stalkt oder wie man (angeblich) ihre Anonymität aufdecken kann. Siehe zum Beispiel diese Diskussion.

Mit "e-fellows.net Schaden zufügen" ist keine Kritik an e-fellows.net gemeint. Im Gegenteil: Darauf können und wollen wir gar nicht verzichten (am besten gebündelt in dieser Gruppe).

3. Sämtliche rechtswidrigen, diskriminierenden, rassistischen, sexistischen, verleumderischen, sittenwidrigen, pornografischen oder gegen den Jugendschutz verstoßenden Inhalte.

4. Wenn jemand andere User unzumutbar (vor allem durch Spam) belästigt.

Man muss das Hochschul-Event an seiner Heimat-Uni zum Beispiel nicht auch noch gleich als Termin mitsamt E-Mail-Benachrichtigungen in andere großen Gruppen ohne lokalen Bezug einstellen.

Ein anderer Fall ist "Tag-Spamming", also wenn jemand eine Frage stellt und dabei absichtlich und wissentlich Tags verwendet, die viele E-Mail-Benachrichtigungen auslösen, obwohl sie nachweislich überhaupt nicht zum Inhalt der Frage passen. Hier ist das Kind natürlich schon in den Brunnen gefallen, bevor wir einschreiten können. In diesem Fall würde der User künftig zum Beispiel verwarnt werden.

5. Recruiting

e-fellows.net hat Exklusivverträge mit seinen Partnerunternehmen. Daher müssen wir Stellenangebote oder Recruiting-Events von Nicht-Partnerunternehmen löschen, sofern sie nicht vorher mit uns abgesprochen wurden. Wir können Mitglieder verwarnen oder bei gravierenden Fällen ausschließen, wenn wir feststellen sollten, dass sie die Community dazu nutzen, Mitarbeiter oder Praktikanten für ihr Unternehmen anzuwerben.

6. Sonstige Ausnahmefälle

Mit diesen Regeln kann man natürlich nicht alles abdecken. Trotzdem müssen wir uns als Betreiber vorbehalten, im Notfall Inhalte zu löschen, die aus anderen Gründen als den hier genannten einen nicht tolerierbaren Schaden für e-fellows.net, andere Mitglieder oder Dritte verursachen. Diese letzte Regel wenden wir natürlich nur im absoluten Ausnahmefall an. Und wir werden sie auf keinen Fall verwenden, um Kritik zu unterdrücken.

Was, wenn wir daneben greifen?
Falls wir einmal daneben greifen sollten: Es lässt sich nicht vermeiden, und man kann bei diesem oder jenem Fall sicher geteilter Meinung sein. Kein Regelwerk der Welt ist perfekt. Viele Fälle sind nicht so klar wie die oben genannten Beispiele. Im Zweifel lassen wir daher Beiträge eher stehen. Es gibt natürlich immer die Möglichkeit, uns zu kontaktieren, wenn ihr euch missverstanden fühlt. Und wir antworten natürlich persönlich, denn solche Fälle sind wie erwähnt immer noch sehr selten im Vergleich zu anderen Netzwerken.

Auch ihr könnt Verstöße melden
Habt ihr den Eindruck, dass jemand gegen diese Regeln hier verstößt, dann könnt ihr uns das auch jederzeit mitteilen über die Funktion "Verstoß melden" (Link ganz oben in der Kopfzeile).

Wir freuen uns über Feedback
Wir hoffen, dass euch diese Regeln transparent machen, wann und warum wir als Moderatoren einschreiten und freuen uns jederzeit über euer Feedback.

Fünf Stunden Exitus: Lässt sich Schlaf optimieren?

25. Februar 2010
Christoph

Optimieren kann man vieles. Auch Schlaf? Die Sleep Cycle Alarm Clock fürs iPhone verspricht genau das. Ich habe sie mal getestet. Das Ergebnis? Leichter aus dem Bett komme ich damit nicht. Dafür erfahre ich jetzt am Morgen,  ob ich nachts Besuch empfangen oder im Grand Canyon geschlafen habe.

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e-fellows sind Schlafmützen. Sucht mal in der Community nach dem Begriff "Schlaf". 149 Treffer – allein in Fragen & Antworten. Eher banale à la "Wie viele Stunden schlaft ihr?" oder "Wann steht ihr auf?", aber auch einige ungewöhnliche: Da will jemand wissen, ob auch andere vor dem Einschlafen zucken oder warum man im Traum nicht sterben kann.  Ob es in deutschen Unternehmen Power Naps gibt? Was die e-fellows von Wasserbetten halten, interessiert einen Fragesteller, und ein anderer erkundigt sich, was neben Schäfchenzählen beim Einschlafen hilft. Tinka ist vom Schlafen sogar genervt.

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e-fellows sind Optimierer. Sie optimieren Innovationsprozesse und Inhabermodelle, Wertschöpfungsketten und Wachstumsstrategien. Aber auch WG-Putzpläne und Valentinstage. Und eben den Schlaf, diese sich quälend hinziehende, unproduktive Phase zwischen all den Achievements von gestern und Challenges von morgen, wenn sogar die Äuglein eines e-fellows immer schwerer werden und schließlich zufallen – ob nun acht Stunden lang, sechs, vier oder noch weniger.

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Sleep Cycle Alarm Clock LogoIch bin e-fellow, habe dank des günstigen Tarifs ein iPhone und schlafe hin und wieder. Also las ich vor einigen Wochen interessiert Fabians Umfrage zur Sleep Cycle Alarm Clock, dem letzten Schrei im App Store. Sleep Cycle … was? Okay, für alle mit Normalwecker ganz kurz, worum es geht: Vor dem Einschlafen startet der iPhone-fellow die App und stellt ein, wann er spätestens geweckt werden will. Anschließend legt er sein Baby … äh, sorry … das iPhone direkt neben das Kissen, wo es in der Nacht die Erschütterungen der Matratze messen soll. Aus ihnen schließt die App nämlich, wann sich der Schläfer in einer tiefen und wann in einer leichten Schlafphase befindet. Am Morgen weckt sie ihn in einem Zeitfenster von 30 Minuten vor der eingestellten Weckzeit – und zwar idealerweise in einer leichten Schlafphase. So wacht er entspannt auf und fühlt sich fit für die anstehenden Optimierungsprobleme. (Übrigens, natürlich schließe ich alle weiblichen e-fellows mit ein… andererseits, gibt es wirklich Frauen, die sich von einer Sleep Cycle Alarm Clock wecken lassen?)

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Skepsis. Funktioniert das wirklich? Könnte das iPhone im Schlaf nicht zerquetscht werden? Kontroverse Diskussionen, zuletzt auch in der Community. Ich habe 79 Cent investiert und den High-Tech-Wecker getestet. Das Ergebnis? Voilà!  Hier einige Sleep Graphs der letzten Wochen:

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Typ 1: Und tiefer und tiefer und …
sleepgraph_tiefer und tieferGegen Mitternacht gemütlich eingeschlummert, gegen 1 erstmal in ein tiefes Loch gefallen.  Gegen 3, 5 und 6 mal den Kopf gedreht oder an der Bettdecke gezogen, ansonsten aber traumlos glücklich. Ein Wunder, dass ich gegen 7:30 überhaupt aufgewacht bin.

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Typ 2: Der Grand Canyon der Nächte
sleepgraph_grand canyonKrass, oder? Zwischen halb 3 und viertel nach 4 hätte man mein Zimmer ausräumen können, ohne dass ich was gemerkt hätte. Spätestens um 5 war die Talsohle durchschritten, der Gipfel erreicht. Was war da los? Ob ich am Abend vorher zu viel getrunken hatte?

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Typ 3: Meine App verschläft ihren Einsatz
sleepgraph_falsch gewecktÄußerst formschöne Schlafkurven, aber warum um alles in der Welt weckt mich das blöde Ding ausgerechnet, wenn ich friedlich und regungslos in mein Kissen versunken bin? Hat es seinen Einsatz verschlafen oder  bis zuletzt auf einen Aufschwung in meiner Schlafkurve gesetzt?

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Typ 4: Später Besuch?
sleepgraph_später besuchOb gegen viertel nach 2 in jener Nacht meine Freundin nach Hause kam? Warum ging es dann aber kurz danach schon wieder bergab? Bizarr… Vielleicht hat auch nur ein Hund auf der Straße gebellt? Ja, die zweite Erklärung finde ich deutlich plausibler.

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Typ 5: Fünf Stunden Exitus (mein Favorit!)
sleepgraph_halb totAls Arme und Beine immer steifer wurden, die Lippen sich blau verfärbten, das Blut immer zäher durch die Adern floss und der Körper sich abkühlte – da kratzte ich die Kurve doch noch und fand gegen 6 ruckzuck wieder zu den Lebenden zurück. Ob mich jemand wachgeküsst oder mir Wasser ins Gesicht geschüttet hat? Ich weiß es nicht mehr. Wohl aber, dass ich die letzte Stunde vor dem Aufstehen offenbar zappelnd im Bett verbrachte.

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Hier geht es um Meinung. Meine Meinung ist: Die Sleep Cycle Alarm Clock funktioniert nicht. Jedenfalls nicht bei mir. Zu oft bricht sie ihr Versprechen und reißt mich aus dem Tiefschlaf. Außerdem: Wie reagiere ich wohl, wenn ich 7:00 als Weckzeit eingestellt habe und dann um 6:32 die "Warm Breeze" (so heißt mein Weckton) erklingt? Richtig, ich schalte die App aus, stelle schnell den normalen Wecker auf 7:00 und döse wieder ein. Übrigens, die Sleep Cycle Alarm Clock ist unter den beliebtesten Apps inzwischen auf Platz 13 abgerutscht.


Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Folge 26: Tanja Lau

24. Februar 2010
Lukas

Seit August 2008 unterstützt Tanja Lau das Team Marketing und Stipendiatenbetreuung von e-fellows.net. Nebenbei macht Tanja einen Management-Master und  läuft zum Spaß auch schon mal einen Marathon oder klettert auf Felsbrocken herum. Das ist garantiert ein gutes Training für ein Treffen mit dem Dalai Lama – oder für die beiden Kinder, die in der Zukunft auf sie warten.

>> Teil 26 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

tanjaWas machst du bei e-fellows.net?
Ich bin seit August 2008 im Marketing, im Produktmanagement und in der Stipendiatenbetreuung tätig. Dort betreue ich mit Christian vor allem die Buchreihe e-fellows.net wissen (z. B. die Bücher "Der LL.M.", ""Perspektiven für Juristen" und "Perspektive Patentanwalt"). Daneben unterstütze ich das Team bei der Stipendiatenbetreuung und organisiere die Veranstaltungen wie den e-fellows.net LL.M. Day und Perspektive Patentanwalt.

Was hast du vorher gemacht?
Bis Anfang 2007 habe ich Allgemeine und Vergleichende Literaturwissenschaft und Italienische Philologie an der LMU München studiert. Danach habe ich bei der Akademie des Deutschen Buchhandels im Programm & Sponsoring gearbeitet. Dort war ich vor allem für die Konzeption und Organisation von Seminaren und Konferenzen für die Verlags- und Medienbranche zuständig. Parallel habe ich noch ein Aufbaustudium für Deutsch als Fremdsprache absolviert. Seit 2004 arbeite ich nebenher noch freiberuflich in der Redaktion des Sprachmagazins ADESSO für den Spotlight Verlag, um meine zweite Muttersprache Italienisch ein bisschen zu pflegen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Die Projekte sind herausfordernd und abwechslungsreich, wenn man motiviert ist, kann man schnell Verantwortung übernehmen und sich kreativ einbringen. Außerdem sind im Team von e-fellows.net die unterschiedlichsten Fachrichtungen vertreten. Da wir auch über die Abteilungen hinweg sehr vernetzt arbeiten, macht das die Zusammenarbeit besonders interessant.

Welche privaten Interessen hast du?
Meine Freizeit verbringe ich am liebsten mit Freunden oder Sport – am besten in Kombination. Ich bin leidenschaftliche Joggerin und habe inzwischen auch einen Marathon überstanden. Daneben tanze ich sehr gern Salsa, gehe mountainbiken, spiele hin und wieder Squash und Volleyball und versuche mich neuerdings auch beim Bouldern und Klettern. Daneben bin ich großer Musical- und A-Capella-Fan. Außerdem liebe ich ausgedehnte Reisen in fremde Länder – aber die müssen jetzt wohl noch zwei Jahre warten, bis ich mein Management-Fernstudium abgeschlossen habe.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Ich habe immer wieder neue Aha-Erlebnisse mit dem Internet. Vor allem aber finde ich es einfach toll, dass man durch das Internet noch Kontakt zur Außenwelt halten kann, wenn man sich beispielsweise gerade fernab der Zivilisation in Hagen aufhält …

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Den Schriftsteller Fernando Pessoa, der unter mehreren Heteronymen tolle Literatur verfasst hat. Allerdings sollte ich dafür dann noch schnell Portugiesisch lernen. Falls Herr Pessoa gerade unabkömmlich ist, würde ich alternativ auch mit dem Dalai Lama vorlieb nehmen. Der Buddhismus fasziniert mich.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Spontan und ungeordnet: zwei Kinder bekommen, den Management-Master machen, Tauchen lernen, meine geografischen Bildungslücken schließen, eine Weile im Ausland leben, alle restlichen Nationalparks der USA bereisen, auf ein Red-Hot-Chili-Peppers-Konzert gehen und einen ganzen Klimmzug am Stück schaffen.

Nutellabrötchen im Web 2.0

22. Februar 2010
Katharina

Web 2.0: Die Revolution der Datenverbreitung oder nervige Mikroblogging-Mania? Wir alle lieben unsere Netzwerke, doch wollen wir dort auch noch von Unternehmen zugetextet werden?

Recruiter tummeln sich in der e-fellows.net community oder auf Xing. Klar – das ist nichts Neues, sind ja auch Karrierenetzwerke.

Inzwischen entdecken aber immer mehr auch Twitter und Facebook für sich. Jetzt kann ich also Fan von meinem Lieblingsarbeitgeber "Fischers Konservendosen" werden. Und was passiert dann? Sieht dann deren Personaler, an den ich kürzlich meine Bewerbung verschickt habe, die Einträge auf meiner Pinnwand? "Ey Tinka, hast du noch nach Hause gefunden oder musstest du wieder im Garten pennen?" Okay, da schau ich doch lieber nach. Uff, nein – mein Profil kann man über die Fanpage nicht einsehen. Yuppieh.

Die Freuden des Fantums
Was also bringt mir mein neues Fantum? Fischers Konservendosen hat gerade einen tollen Artikel gefunden. "Wie man Konserven am besten stapelt und verschickt." Das ist ja genial! Wenn sie mich jetzt im Bewerbungsgespräch danach fragen, hab ich die perfekte Antwort zur Hand.

Da schau ich doch gleich noch mal, ob nicht Konrads Fischerhosen – der zweite Arbeitgeber auf meinerbrötchen Quelle:sxc.hu Autor:funny-p Liste – auch eine Fanseite hat. Und tatsächlich: Bald erscheint der erste Post in meinem Facebook-Feed: "Guten Morgen. Bei uns gibts es heute Brötchen im Büro."

"Ähm", denke ich mir etwas verwirrt. "Na ja, eigentlich ist es ja ganz nett, auch mal etwas Persönliches vom Unternehmen mitzubekommen."

Da kommt schon der zweite Eintrag: "Brötchen waren lecker. Jetzt ab an die Arbeit."

"Na dann mal los!", freue ich mich.

10 Minuten später drücke ich F5 und bekomme: "Heute arbeiten alle besonders schnell – das wird ein produktiver Tag." Dann: "Jetzt ist der Chef gerade auf Toilette – Meeting verschoben." Und kurz darauf: "Ging schnell, jetzt im Meeting."

"Endlich Ruhe!", denke ich.

Doch weit gefehlt: "Ich liebe Smartphones. facebook im Meeting."

"AHHHHHHHHHHHHHHHHH!"

Heute schon gezwitschert?
schatz Quelle:sxc.hu Autor:krilm
Dummerweise habe ich vergessen, dass Konrads Fischerhosen sich auch auf meiner Twitter-Zeitleiste austoben. Verdammt! Entnervt scrolle ich durch die 500 neuen Einträge. Oha, gestern hat Fischers Konservendosen eine Seminar-Einladung gepostet. Die ersten 50 Retweets durften kostenlos mit. Verdammt, das ist vor lauter Brötchen-Gewäsch untergegangen. So ein Mist!

Etwas angesäuert suche ich nach weiteren Twitter-Juwelen. Ein Hinweis von Konrad auf den neuen Unternehmensblog. Soll ich den Fischerhosen noch eine Chance geben? Ich bin skeptisch, aber die Neugier siegt. Klick.

"Erlebe Konrads Fischerhosen hautnah. Einblicke in unser Innenleben. Exklusive Informationen aus den Chef-Etage, nur hier im Blog." Na, tinka mit explodiertem kopfdas klingt doch nach was. Mit diesen Insider-Infos kann ich sicher auch im Bewerbungsgespräch punkten. Klick.

Der erste Eintrag:
"Heute ist mein erster Tag im Büro. Ich freue mich total, dass ich hier jetzt für drei Monate Praktikant sein darf. Heute Morgen gab es leckere Brötchen. Das war toll. Die Kollegen haben mir Nutella gegeben …"

Was das Stipendium bietet, Teil 7: e-fellows.net wissen Karrierebücher

19. Februar 2010
Christian

Aktuelle Bücher, die dich über die Arbeitswelt informieren und dir auch noch kostenlos nach Hause geschickt werden – wo gibt's denn so was? Bei
e-fellows.net!

Du weißt noch nicht, ob der Job in der Unternehmens- beratung wirklich was für dich ist? Und was macht ein Patentanwalt eigentlich den ganzen Tag? Die Bücher der Reihe
"e-fellows.net wissen" geben dir eine Einführung in die jeweilige Branche – fundierte Artikel zu den Anforderungen in Unternehmensberatung, Kanzlei und Co. Außerdem profitieren die Bücher vom Netzwerk der e-fellows – Stipendiaten und Alumni teilen ihre Arbeitserfahrung und berichten vom Job als Analyst, Patentanwalt oder Jurist in der Großkanzlei. Es reden also die, die sich wirklich auskennen.

Expertenbücher für JuristenBuch_LLM
Juristen lesen nicht nur Gesetzestexte, sondern auch "Perspektiven für Juristen". Zumindest, wenn sie sich informieren wollen, welche Jobs es eigentlich für Rechtsexperten so gibt. Neben Tipps für die Bewerbung findest du in dem e-fellows.net wissen-Buch auch Artikel zu den verschiedenen Berufsbildern – geschrieben von Experten aus der Praxis. Und "Der LL.M. – das Expertenbuch zum Master of Laws" versammelt detaillierte Infos zu Bewerbung und Finanzierung des Master of Laws und hilft bei der Suche nach dem geeigneten Programm.

Buch_UBWo bitte geht's hier zur Unternehmensberatung?
"Die Vielfalt der Branchen, Aufgaben und Standorte war das, was ich mir von der Unternehmens- beratung erhofft und auch so vorgefunden habe", sagt Berater und e-fellow Björn. Wie man reinkommt in die Welt der Excel-Sheets und Großprojekte, verraten er und die anderen Autoren auch. In "Perspektive Unternehmensberatung" findest du außerdem Beispiel-Cases fürs Job-Interview und kannst schon mal üben, die Anzahl aller Friseursalons in Bonn auszurechnen. Und erfährst von anderen e-fellows, was es heißt, als Mathematiker plötzlich Teil eines Berater-Teams zu sein oder wie der Job in einer IT-Beratung aussehen kann.

Neue Ausgaben erscheinen demnächst von:

Eine Übersicht aller weiteren Titel:

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KURZINFO:
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Für wen?
Für Stipendiaten von e-fellows.net ist ein begrenztes Kontingent an Freiexemplaren reserviert.

Wann am nützlichsten?
Wenn du dich über Branchen und Jobprofile informieren möchtest.

An wen wende ich mich mit Fragen?
Zu "Perspektive Unternehmensberatung", "Perspektive Investment Banking & Asset Management" und "Startschuss Abi":
Christian Lippl
christian.lippl(at)e-fellows.net
089-23232-319

Zu "Der LL.M.", "Perspektiven für Juristen" und "Perspektive Patentanwalt":
Tanja Lau
tanja.lau(at)e-fellows.net
089-23232-341

Weitere Infos auf der Website:
Die Reihe e-fellows.net wissen

Graue Zelle meldet: Das Denken siegt, die Wissens-Tests sind frei

11. Februar 2010
Katharina

Was sind "Bounces"? Wie viele Bundesländer gibt es? Was sind "innate needs"? Und wer hat gesagt: "Oxford is a complete dump?" Fordere die Gehirnzellen der e-fellows. Entwirf einen Wissens-Test und gewinne Trivial Pursuit Genus und zenker-esque Kaffeebehälter.

e-fellows.net-Wissens-Tests
Ein Meilenstein in der Community-Geschichte – eine neue Rubrik. Heimlich haben sie sich hervorgewagt: die e-fellows.net-Wissens-Tests.

Qi-Min hat schon 425 Fragen beantwortet – unglaublich.

Bitte was?

Du verstehst nicht, worum es geht? Da hast du wohl was verpasst. Hier eine Rückschau.

Donnerstag, 04. Februar: Chaos in der Community. Merkwürdige Links erscheinen in der Textbox: "Dumm und glücklich?", "Pflege dein Hirn". Wer klickt, gelangt zu einer Video-Botschaft.

Wissens-Tests: Dauminös oder Durchschnitt?"Was ist da los?" fragen sich einige. Doch die ersten e-fellows haben verstanden und befinden sich auf Rettungsmission. Andere versinken in allgemeiner Ratlosigkeit. Dann plötzlich erscheint eine Antwort aus dem Nichts – unterschrieben mit Graue Zelle.

Hilfe, wir sind infiltriert! Sie sind unter uns. Jetzt geht es Schlag auf Schlag. Immer wieder gibt Graue Zelle Hinweise. Freitag, gegen Abend, ist es dann soweit. Immer mehr e-fellows folgen der Spur, und als Thomas schließlich die neue Rubrik verlinkt, hat Graue Zelle keine Einwände mehr: Die Wissens-Tests sind da! Trotzdem hat es noch nicht jeder mitbekommen. Zeit, das zu ändern!

Denn die Wissens-Tests rocken

Die Stimmen der e-fellows Quelle:sxc.hu Autor:katagaci"Wie geil: Dr. Michael Hies ist stolz auf mich. Na, da kann ich jetzt aber gut schlafen. Geil!" Anonym

"Super Sache das!" Anonym

"HALL OF BRAIN haha wie geil!" Anonym

"All hail to the Graue Zelle!" Sven

"Viel Spaß beim Weitergrübeln und zenkeresquieren!" Anonym

"Haha sehr lustig!" Qi-Min

Und was sagt Graue Zelle?

Graue ZelleWIR HABEN UNSERE MISSION ERFÜLLT. TRÄGHEIT UND FAULHEIT SIND GEHIRNZELLEN-AKTIVITÄT GEWICHEN. DAS DENKEN HAT GEWONNEN.

LANG LEBE GRAUE ZELLE.

WEHE DEM, DER SICH WIEDER IN UNBEDACHTHEIT FLÜCHTET. WIR BEOBACHTEN EUCH. WIR SIND IN EUREM KOPF.

LANG LEBE GRAUE ZELLE.

Gewinspiel: Teste die Gehirnmasse der e-fellows

Die e-fellows haben gesiegt. Die Rubrik ist befreit. Jetzt heißt es, den Sieg nach Hause bringen, die frohe Botschaft verbreiten. Teste die e-fellows. Sind sie wirklich so clever, wie sie sich geben?

Der Test, der bis zum 14.03.2010 am häufigsten geklickt wird, bringt seinem Ersteller ein Exemplar des Klassikers "Trivial Pursuit Genus".

Platz 1 – 10 werden mit einer zenker-esquen Tasse belohnt.Wissens-Test-Tasse

Was musst du tun?

1. Estelle einen Test.

2. Sorge dafür, dass möglichst viele e-fellows deinen Test toll finden und ihn durchführen. Wie oft er durchgeführt wurde, siehst du am besten in der Liste "häufigst durchgeführte Tests".

3. Gewinne Trivial Pursuit Genus und die zenker-esqueste aller Tassen.

Viel Spaß dabei wünscht

e-fellow Tinka

Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Folge 10: Claudia Liebethal

7. Februar 2010
Lukas

Von der Geoökologie zur Teamleiterin: Claudia Liebethal, die über Bodenwärmeströme promoviert hat und sich jetzt um die "Kundschaft" kümmert, ist ein Musterbeispiel für die unkonventionellen Lebensläufe der e-fellows.net-Mitarbeiter. Und dafür, wie gut man Beruf und Familie vereinbaren kann. Ein ansprechendes Mikroklima schätzt Claudia nicht nur als Mikrometeorologin, sondern auch beim Wandern – am liebsten mit der Familie.

>> Teil 10 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Was machst du bei e-fellows.net?
Kurz gesagt: Ich kümmere mich um unsere "Kundschaft". Zum einen leite ich das Team Marketing & Stipendiatenbetreuung. Zusammen mit Tanja, Christian, Marko und Michi sorge ich dafür, dass unsere Stipendiaten zufrieden sind und möglichst viel von unserem Stipendium profitieren. Zum anderen leite ich auch das Team Key Account Management & Karriereservice. Gemeinsam mit Daniel, Julia und Sabine betreue ich unsere Partnerunternehmen und arbeite darauf hin, dass die "richtigen" Unternehmen und Kandidaten zusammenfinden.

Was hast du vorher gemacht?
Vorher war ich auch schon bei e-fellows.net – im Team Projektmanagement. Und noch davor habe an der Uni Bayreuth in Mikrometeorologie promoviert. Während meiner Promotion habe ich zwei "Nebenprojekte" verwirklicht, die mein Leben ganz schön umgekrempelt haben: Zum einen meine Tochter Lisa und zum anderen ein dreimonatiges Praktikum bei e-fellows.net. Beides hat mich bis heute nicht wieder losgelassen.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Vor allem drei Dinge: Erstens fordert mich meine Arbeit immer wieder aufs Neue heraus und wird nie langweilig. Zweitens darf ich mit äußerst intelligenten, motivierten und sympathischen Menschen zusammenarbeiten. Und drittens bietet mir e-fellows.net die Möglichkeit, einen spannenden Job und meine Familie unter einen Hut zu bringen.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich gehe wahnsinnig gerne mit meiner Familie wandern. Am Wochenende sind wir öfters in den bayerischen Bergen unterwegs. Außerdem finde ich Tauchen einfach den Hammer. Leider schwärme ich viel öfter davon, als ich es tatsächlich schaffe, mal wieder einen Tauchgang zu machen. Und, ja, ich gestehe es – ich bin seit 2 Jahren zum absoluten ärzte-Fan mutiert. Ein ärzte-, FURT- oder Bela-B-Konzert im Umkreis von 200 km um München ohne mich? Gibt's nicht. Letzten Sommer hat's mich mit Janine, Sabine und Julia sogar bis nach Linz verschlagen – was man nicht alles tut…

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Nicht mein erstes, aber auch ein sehr schönes: Im Jahr 2000 war ich zur Diplomarbeit in den USA. Mein Freund hat mir damals Blumen geschickt – von Deutschland aus übers Internet bestellt, bezahlt mit einer geliehenen Kreditkarte, geerntet in Mexiko und ausgeliefert nach Kalifornien. Das war Globalisierung at its best! Ich war tief beeindruckt – vom Internet und natürlich auch von meinem Freund.

Welche (lebende oder historische) Person würdest du gerne treffen?
Hm, es gibt zwar einige Personen, die ich bewundere. Allerdings fürchte ich, dass persönliche Begegnungen solche Idole eher entzaubern würden (schließlich sind wir ja alle nur Menschen…). Deshalb lieber nicht treffen, sondern weiterhin nur bewundern.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
Leben und Spaß daran haben! Dafür gibt es so unendlich viele Möglichkeiten, dass ich sie ohnehin nicht alle nutzen kann – also freue ich mich einfach mal auf die nächsten Gelegenheiten…

Die berüchtigten Tippfehler in der Bewerbung…

28. Januar 2010
Lukas

"Mehr als einen Tippfehler darf sich kein Jobkandidat erlauben, sonst landet seine Bewerbung bei rund einem Drittel der Personaler sofort auf dem Absage-Stapel. Ab drei Fehlern sortieren bereits 70 Prozent die Bewerbungsunterlagen aus."

Ein Fehler, und zack ist die Bewerbung im Mülleimer - von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]
Ein Fehler, und die Bewerbung ist im Mülleimer – von wegen! [Bildquelle: sxc.hu, Autor: nkzs]

So beginnt eine Pressemitteilung zur kürzlich durchgeführten "Bewerbungsstudie 2010" von alma mater und karrierebibel.de [Nachtrag: Oder vielleicht doch nur von karrierebibel.de? Die beiden diskutieren hier (siehe Kommentare) um die Urheberschaft.]

Fehlerfrei? Von wegen!
Es ist nicht das erste Mal, dass wir lesen, Tipp-, Formatierungs- oder gar Rechtschreibfehler seien ein absolutes No-Go für Personaler. Daher mal ganz im Ernst: Ich kann nur für die Bewerbungen sprechen, die wir bei e-fellows.net auf unsere Stellenausschreibungen erhalten. Aber in meinen drei Jahren hier ist uns wahrscheinlich kein einziges Mal eine Bewerbung ohne Formfehler (Tipp-, Rechtschreib- oder Formatierungsfehler) untergekommen – und das selbst bei Redakteursbewerbungen. Am Anfang fand ich das jedes Mal extrem schlampig, mittlerweile sehe ich es gelassener und schaue auch gar nicht mehr so genau hin. Man hat ja auch keine Wahl…

Der Personaler, ein wandelnder Duden?
Es ist einfach extrem schwer, ein Anschreiben und einen komplex formatierten Lebenslauf wirklich hundertprozentig fehlerfrei einzureichen. Würden die Personaler wirklich so radikal aussortieren, wie sie es behaupten, könnten sie fast niemanden mehr einladen. Denn selbst ein Personaler ist kein wandelnder Duden, der genau weiß, wo die Bindestriche hingehören, wo welches Komma zu stehen hat und wann Groß- oder Kleinschreibung gefordert ist. Oder der immer erkennt, dass jemand nicht mit Tabulatoren umgehen kann oder ob alle Zeilenabstände konsistent sind. Meine Erfahrung ist: Viele halten sich für (fast) perfekte Rechtschreiber, Keiner aber ist perfekt (ich schon gar nicht!), und jeder sieht einfach andere Fehler.

Job bekommen – trotz Todsünde
Wir bei e-fellows.net haben jedenfalls viele eingeladen, die (wenige) Rechtschreib- und Tippfehler in ihrer Bewerbung hatten. Manche sind heute sogar Kollegen. Und ja, auch ich habe meine erfolgreiche Bewerbung später noch mal durchgeschaut und einen ganz gravierenden Fehler gefunden (verrate ich jetzt nicht, aber laut der genannten Studie ist es eine "Todsünde"). Peinlich, peinlich – aber trotzdem wurde ich eingeladen.

Das ist keine Ermutigung zum Schlampern
Das heißt jetzt nicht, dass man bei der Bewerbung jetzt ruhig etwas nachlässiger sein kann. Im Gegenteil: Es zeigt, dass man sich mit einer wirklich anstandslosen Bewerbung tatsächlich vom Rest abhebt. Wichtiger als der eine Tippfehler sind aber die Formalia – was steht im Anschreiben, wie gliedere ich den Lebenslauf, was gehört in den CV und was nicht. Meiner Meinung nach sind Patzer hierbei viel gravierender, leider aber auch nicht viel seltener. Dabei kann man sich zum Beispiel bei e-fellows.net eine Menge praktischer Tipps holen. Zum Beispiel über die Ergebnisse unseres CV-Checks, in der "Bewerben"-Rubrik oder in der Community-Gruppe "Bewerbung".

Was halten andere e-fellows von eurer Bewerbung?
Ganz wichtig: Lasst die Bewerbung von jemandem Korrektur lesen, der Ahnung davon hat. Stellt euer Anschreiben doch mal als anonyme Frage in die Community und fragt nach der Meinung der anderen karriereerfahrenen e-fellows. Eine bessere Feedback-Gruppe kann man nicht kriegen. Und vielleicht schaut ja sogar einer der Unternehmensvertreter drauf und gibt einen guten Tipp.

Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net?
Folge 44: Christoph Trübenbach

15. Januar 2010
Sabine

Stipendiat und Praktikant Christoph ist nicht nur an der Uni interdisziplinär unterwegs: Als Reiseleiter teilte er sein Faible für Irland mit deutschen Touristen, bei den Vereinten Nationen versuchte er sich im "Peacebuilding". Er schwimmt, läuft und liest gerne – zum Beispiel Reiseführer oder die E-Mails von Aaron aus Vancouver.

>> Teil 44 der Serie: Wer sind die eigentlich bei e-fellows.net? <<

Chris2Was machst du bei e-fellows.net?
Schreiben, schreiben, schreiben. Als Praktikant im Team Content & Community denke ich mir Artikel für die Website aus, schreibe knackige Teaser für die Newsletter und behalte nebenbei die Community im Auge.

Was hast du vorher gemacht?
In Mannheim studiere ich eine Mischung aus Anglistik und BWL. Abwechslung ist dabei garantiert: Vom Seminar über Joseph Conrad geht's direkt in die Marketing-Vorlesung und danach weiter zur Diskussion über Ian McEwan. Zwischendurch hat es mich zwei Semester ans Trinity College Dublin verschlagen. Irland zog mich prompt in seinen Bann, und so führte ich einen Sommer lang deutsche Touristen als Reiseleiter über die ganze Insel. Dass ich kein Diplomat werden will, fand ich in Berlin (Auswärtiges Amt) und New York (UN-Vertretung) heraus; trotzdem war es spannend, während der Georgien-Krise den Schlagabtausch im Sicherheitsrat mitzuerleben.

Was gefällt dir an deiner Arbeit bei e-fellows.net?
Die lockere Atmosphäre im Team und meine Freiheit bei der Auswahl der Themen, über die ich schreiben möchte.

Welche privaten Interessen hast du?
Ich schwimme oft und laufe noch öfter. Die Literatur stapelt sich neben meinem Bett – nicht nur, weil ich mich zurzeit durch die 1.300 Seiten von Frank Schätzings "Limit" wühle. Was noch? Kino und Theater, klar. Und Reisen, am liebsten mit dem Rucksack wie letzten Sommer in Thailand, Laos, Kambodscha und Vietnam.

Was war dein erstes Aha-Erlebnis mit dem Internet?
Die seitenlangen E-Mails und nächtelangen ICQ-Chats der ersten Tage.

Welche lebende oder historische Person würdest du gerne treffen?
Aaron, einen Freund aus Kanada. Er ist schon über 50. Wir kamen vor Jahren in einem Bus in Vancouver ins Gespräch. Seitdem sind wir befreundet und schreiben viele E-Mails. Begegnet sind wir uns bis heute leider nicht mehr.

Was willst du in deinem Leben unbedingt noch machen?
In fremde Länder reisen, einen Roman schreiben – und mich mit dem Fallschirm in die Tiefe stürzen.

Weihnachtstipps für e-fellows

18. Dezember 2009
Sabine

Weihnachten stellt uns jedes Jahr vor zahlreiche Herausforderungen: Plätzchen backen, Baum schmücken und Rechtsstreit beim Geschenk-Umtausch. So hat jede Fachrichtung ihr Päckchen zu tragen. Das nimmt e-fellows.net euch dieses Jahr ab – und schenkt euch sogar eins: mit vielen Tipps für die Festtage.

Bescherung für VWLer
Unglücklich mit den Geschenken? Warum nicht einfach durch Tausch den Nutzen maximieren? Am besten gleich den selbstgestrickten Rentier-Pulli gegen ein schickes Paar Skier eintauschen, um zwischen den Jahren im Ertragsgebirge die Pisten herunterzudüsen.
Kleiner Tipp: Parfum für die Liebste kauft man nicht bei Cobb-Douglas.

Chemiker glänzen zum Feste
Der Chemiker hat grundsätzlich Vorteile an Feiertagen, denn reiner Alkohol wird ihm unvergällt verkauft. Aber auch in der Weihnachtszeit punkten unsere Metallgießer: Ein bisschen Strontium hat noch jede Studentenbude in weihnachtlichem Festtagsglanz erscheinen lassen. Wer gerne bastelt, kann seine Weihnachtskugeln mit Hilfe des Molekülbaukastens gestalten. Zimtsäure-Ester ergibt wohlriechenden langkettigen Christbaumschmuck.
Last-Minute-Geschenktipp: Stein der Weisen, erhältlich bei der König Midas GmbH.

Weihnachtsbäckerei: ITler backen Java-Chip-Cookies
Buggen weiß niemand zu schätzen – außer Mutti. Sie freut sich sicher über selbstgemachte Java-Chip-Cookies. Dafür nehmt ihr: 280 g Mehl, 1 TL Natron, 1 TL Salz, 250 g weiche Butter, 190 g Zucker, 135 g brauner Zucker, 1 Pck. Vanillezucker, 2 Eier, 350 g Java-Schoko-Chips (oder einfach Zartbitterschokolade in Stückchen hacken => dazu ein Messer nehmen – keine ITler-Tricks).

Den Ofen programmiert ihr auf 180°C.

IF ($Cookies nach 10 Minuten gebräunt) {
Rausnehmen();
} else {
Noch_eine_Weile_im_Ofen_lassen();
}

JavaChipCookies_IT

Die e-fellows.net-IT hat das bereits ausprobiert und zeigt stolz ihr bugfreies Ergebnis. Felix fängt schon mal an, Cookies zu löschen.

Rechtsfalle Weihnachtsfest – eine harte Nuss für Juristen
Spricht man eigentlich von "Aberratio ictus", wenn der Weihnachtsmann ein Geschenk für A abliefert, es sich B aber unter den Nagel reißt und dann unzufrieden ist? Hat man ein Widerrufsrecht bei irreführender Werbung durch kleine Geschenke, die in großen Kartons verpackt sind? Fällt es unter Leistungserschleichung, wenn Nicht-Christen Weihnachtsgeschenke bekommen? Wer klagt beim Weihnachtsbaumschlagen wegen schwerer Körperverletzung? Und warum ist es datenschutzkonform, dass der Weihnachtsmann personenbezogene Daten aller Erdenbürger besitzt und für Vertriebszwecke verarbeitet?
Merke: Das einzig wahre unbezahlbare Juristengeschenk bringt – Wolfgang Zenker.

Weihnachten in der Beratung
Berater genießen in diesen Tagen klare Vorteile: Denn sie wissen, wie man die mitunter stressige (Vor-)Weihnachtszeit besonders effizient gestaltet. Der Blackberry erinnert daran, die zwölf integrierten Adventskalendertürchen aufzumachen – für 24 ist in diesem Business einfach keine Zeit. Geschenke besorgen Berater günstig über das Miles&More-Bonusprogramm. Dank ihrer langjährigen Erfahrung folgen sie dem Stern in der Vier-Felder-Matrix wesentlich besser als Kaspar, Melchior und Balthasar zusammen. Der Vorschlag des BDU, das Weihnachtsfest in den Winterschlussverkauf zu verlegen, um eine Kostensenkung von durchschnittlich 48 Prozent zu erreichen, wird derzeit übrigens vom Bundesgerichtshof geprüft.
Tipp fürs Weihnachtsmenü: Filetsteak von der japanischen Cash Cow.

e-fellows.net wünscht allen eine wunderschöne Weihnachtszeit und einen guten Rutsch ins neue Jahr – und singt dazu: Felix Navicat.

10_Jahre_efn