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Studiengebühren für Nicht-EU-Ausländer: Deutsche Studenten befürworten Reform in Baden-Württemberg

Öffentliche Hochschulbildung war in Deutschland einige Jahre kostenlos, nun führt Baden-Württemberg als erstes Bundesland wieder Studiengebühren ein – allerdings begrenzt auf Nicht-EU-Ausländer. In einer Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net befürwortet eine Mehrheit der Studenten diesen Beschluss der grün-schwarzen Landesregierung – und wäre sogar bereit, selbst (wieder) Studiengebühren zu bezahlen.

München. 1.500 Euro pro Semester: So viel müssen Studenten aus Nicht-EU-Ländern in Baden-Württemberg ab dem Wintersemester 2017/2018 in ihr Studium investieren. Damit – so das Ministerium für Wissenschaft, Forschung und Kunst – reagiere man auf die zunehmende Internationalisierung an den Hochschulen: Die Zahl der ausländischen Studenten ist in den vergangen 20 Jahren um rund 300 Prozent auf rund 33.000 gestiegen. Nicht zuletzt wegen hoher Abbrecherquoten bei Bildungsausländern sei eine bessere Betreuung nötig, um den Studienerfolg zu erhöhen. Ohne zusätzliche Mittel im System ließe sich diese aber nicht umsetzen.

Die neue Studiengebühren-Regelung in Baden-Württemberg orientiert sich an bestehenden Modellen aus anderen Ländern. Auch in Schweden, den Niederlanden oder Großbritannien werden internationale Studenten zur Kasse gebeten – mit noch deutlich höheren Gebühren.

Wie sehen nun die "Bildungsinländer" die Entwicklung in Baden-Württemberg? In einer Umfrage unter über 200 Nutzern von e-fellows.net befürworten rund 70 Prozent die Studiengebühren für internationale Kommilitonen, nur rund 30 Prozent sind dagegen. Ein e-fellow begründet seine Meinung: "Die Qualität der Lehre ist hier im internationalen Vergleich oft hoch und Studiengebühren sind in anderen Ländern üblich. 'Bildungstourismus' finde ich schwierig. Wenn ich zum Beispiel an die große Zahl chinesischer Studenten an der Uni Stuttgart denke: Die meisten haben kein Interesse an Kontakt mit anderen Studenten und gehen nach dem Studium direkt zurück nach China. Ich verstehe nicht, warum ich das mit meinen Steuergeldern finanzieren soll".

Die Angst vor der Wiedereinführung von Studiengebühren für deutsche Studenten, die seit dem Beschluss in Baden-Württemberg wieder im Raum steht, teilt er nicht: "Ich finde auch 500 Euro Studiengebühren für einheimische Studenten in Ordnung, wenn das einen positiven Einfluss auf die Qualität der Lehre hat. Mit entsprechenden Finanzierungsmodellen, wie zum Beispiel zinsfreien Bildungsdarlehen, und Erleichterungen mit Blick auf den sozialen und finanziellen Hintergrund."

Mit dieser Meinung ist er nicht alleine. Von 150 befragten e-fellows wären 51 Prozent bereit, selbst wieder Studiengebühren zu bezahlen. 40 Prozent sprechen sich gegen Studiengebühren für Bildungsinländer aus. Der Rest bezahlt bereits für sein Studium an einer Privatuni.

Ansprechpartnerin:

Magdalena Schneider
e-fellows.net GmbH & Co. KG
Tel.: +49 89 23 23 2-370
magdalena.schneider@e-fellows.net
www.e-fellows.net

e-fellows.net ist das Online-Stipendium und Karrierenetzwerk für herausragende Schüler, Studierende und Doktoranden. Partnerunternehmen sind Accenture, Allianz, Amazon, Bertelsmann, BMW, Bosch, Bosch Rexroth, Clifford Chance, Detecon, Deutsche Bank, Deutsche Telekom, Erste Group, Fresenius, Freshfields Bruckhaus Deringer, Hengeler Mueller, Holtzbrinck Publishing Group, KPMG, McKinsey & Company, Roche, Siemens Management Consulting, TNG Technology Consulting, zeb und ZEIT Verlagsgruppe.

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