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Social Freezing: Selbst High Potentials sind skeptisch

München. 55 Prozent der deutschen High Potentials lehnen Social Freezing, das Einfrieren unbefruchteter Eizellen ohne medizinische Notwendigkeit, eindeutig ab. Eine Umfrage des Karrierenetzwerks e-fellows.net unter besonders leistungsstarken Nachwuchskräften ergab, dass nur 29 Prozent die umstrittene Praxis befürworten. Sie ermöglicht es ambitionierten Frauen, ihre Familienplanung zu verschieben, ohne signifikant erhöhte Risiken in Kauf nehmen zu müssen. 17 Prozent der Befragten standen dem Eingriff unentschieden gegenüber. Befragt wurden 136 Personen.

Social Freezing wurde vor wenigen Tagen zu einem umstrittenen Schlagwort, als Unternehmen wie Apple und Facebook erklärten, ihren Mitarbeiterinnen das Einfrieren von Eizellen finanzieren zu wollen. Die Kosten für das gesamte Verfahren liegen in den Vereinigten Staaten zwischen 10.000 und 20.000 US-Dollar. In Deutschland kostet ein Versuch, Eizellen zu entnehmen, rund 3.000 Euro.

Die befragten Nachwuchskräfte meinten mehrheitlich, Social Freezing könne für mehr Gleichberechtigung zwischen den Geschlechtern sorgen. Dennoch bliebe "ein unangenehmer Beigeschmack", weil nun selbst biologische Gegebenheiten der "Verfügbarkeit von Menschen für den Arbeitsmarkt untergeordnet" würden, wie ein weibliches Mitglied des Stipendienprogramms e-fellows.net erklärte. Ein männlicher Student fand, dass es gerade in den USA im Kampf um die besten Nachwuchskräfte vertretbar sei, wenn Unternehmen "eine möglichst umfassende Krankenversicherung und die Abdeckung vieler Eingriffe für ihre Mitarbeiter" anböten, darunter auch Social Freezing. So könne gerade für Frauen ein zusätzlicher positiver Anreiz bei der Arbeitgeberwahl gesetzt werden.

Ansprechpartner:

Bernhard Güntner
e-fellows.net GmbH & Co. KG
Tel.: 089 23232-340
bernhard.guentner@e-fellows.net
www.e-fellows.net

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