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Online statt gedruckt

Arbeiten am Computer [Quelle: Pixabay.com, Autor: Firmbee, Bearbeitung: e-fellows.net]

Quelle: Pixabay.com, Firmbee

Um die Buchveröffentlichung deiner Promotion kommst du nicht herum. Doch zusätzlich gibt es die Möglichkeit, deine Arbeit online zu publizieren. Das schöne daran: An den Internet-Publikationen beteiligen viele Verlage die Autoren zu einem höheren Prozentsatz als an den Buchveröffentlichungen. Die Kasse klingelt übrigens auch bei Seminar-, Bachelor-, Master- oder Diplomarbeiten.

Heute gehört deine Arbeit zu den neuesten wissenschaftlichen Erkenntnissen - morgen ist sie schon Schnee von gestern. Besonders in den Naturwissenschaften oder bei den Medizinern veraltet Wissen sehr schnell. Eine Buchveröffentlichung ist daher nach wenigen Jahren oft nur noch von historischem Wert.

Schneller als gedruckt

Die Online-Publikation bieten inzwischen viele Verlage an, denn sie ist ein guter Weg, die Promotion schnell und aktuell zu veröffentlichen. Die Druckzeiten bei Verlagen, die eine reine Buchpublikation anbieten, sind oft lang, und die Autoren müssen fünf bis acht Monate einplanen, bis sie ihr Werk schließlich in den Händen halten. Online geht es meist schneller: Nach vier bis sechs Wochen ist deine Arbeit veröffentlicht.

Vorteile der elektronischen Publikation

  • Die Veröffentlichung auf dem Uni-Server ist kostenlos.
  • Auf die Veröffentlichung kann man jederzeit weltweit zugreifen.
  • Interessenten können die Arbeit nach zentralen Daten, Schlüsselbegriffen oder Ergebnissen durchsuchen.
  • In einer elektronischen Publikation finden auch Darstellungsformen wie 3D-Graphiken, O-Töne oder Animationen Platz.

Umsonst oder gegen Bezahlung?

Einige Online-Anbieter veröffentlichen die Arbeiten so, dass sie kostenlos im Internet abgerufen werden können, andere Verlage stellen sie kostenpflichtig ins Netz und beteiligen die Autoren dann am Gewinn. Nicht alle Universitäten erlauben ihren Doktoranden die Online-Publikation. Daher solltest du im Vorfeld abklären, ob die Veröffentlichung im World Wide Web überhaupt möglich ist. Die Vorschriften dazu sind jedoch recht uneinheitlich und in jeder Promotionsordnung individuell geregelt.

Sichere dir deinen Anteil

Die meisten Verlage veröffentlichen sowohl Doktorarbeiten als auch Bachelor-, Magister- oder Diplom- und Seminararbeiten aus dem Hauptstudium. Meist ist die Veröffentlichung für den Autor kostenlos, und er wird am Nettoverkaufspreis beteiligt. Je nach dem, ob es sich um eine Seminararbeit oder eine Promotion handelt, schwankt der Anteil am Verkaufspreis meist zwischen 30 und 50 Prozent. Bei der Buchveröffentlichung gehören dir meist nur zehn Prozent - allerdings ist der Verkaufspreis einer gedruckten Publikation in der Regel auch um fünf bis zehn Euro höher.

Den Preis bestimmst du selbst

Der Grin-Verlag bietet seinen Autoren beispielsweise 35 Prozent des Verkaufspreises für die Online-Publikation von Seminararbeiten und 40 Prozent vom Verkaufspreis der Abschlussarbeiten (siehe auch das besondere Angebot für e-fellows.net-Stipendiaten). Beim Preis haben die Autoren ein Mitspracherecht. Beraten werden sie dabei vom Verlag. "Eine Diplomarbeit kostet als Online-Veröffentlichung in der Regel zwischen 40 Euro und 50 Euro", erklärt Anna Hemprich-Milow vom Grin-Verlag. "Prinzipiell haben die Autoren jedoch die Möglichkeit, den Preis ihrer Arbeit völlig frei zu bestimmen. Wenn er allerdings extrem hoch ist, verschlechtern sich die Verkaufschancen natürlich." Die E-Books werden anschließend in über 1.000 Online-Shops vermarktet. Sie sind bei Google Books erhältlich, wissenschaftliche Arbeiten finden sich in Google Scholar wieder.

Dein Werk - in jeder Buchhandlung zu kaufen

Parallel zur Online-Veröffentlichung bieten der Grin-Verlag und viele andere Verlage (siehe Liste am Ende der Seite) auch die Publikation als Buch an. Egal, ob es sich um eine Erstsemesterarbeit oder die Promotion handelt. "Wir können Hausarbeiten ab neun Seiten gedruckt veröffentlichen", so Hemprich-Milow. "Die Promotionen, die wir online veröffentlichen, erscheinen auch als Buch, da die Universitäten noch darauf bestehen." Alle Bücher werden mit einer ISBN-Nummer versehen und können so in jeder Buchhandlung bestellt werden. Die Online-Publikationen erhalten eine PDF-ISBN.

Veröffentlichung - nur, wenn die Qualität stimmt

Die Qualität der Arbeiten muss allerdings stimmen. "Unsere Veröffentlichungen wurden in der Regel mit einer Eins oder Zwei benotet", berichtet Anna Hemprich-Milow. "Manchmal erhalten wir auch Einsendungen mit der Note Drei. Die schauen wir uns allerdings ganz genau an und entscheiden dann im Einzelfall, ob wir sie veröffentlichen." Rund 2.000 Texte erhält der Grin-Verlag pro Monat. Alle Einsendungen werden von der Redaktion durchgesehen, die dann entscheidet, ob sie die Arbeiten veröffentlicht. Nach rund vier bis sechs Wochen erhalten die Autoren eine Rückmeldung. "Bei Dissertationen, die dringend veröffentlicht werden müssen, geht es allerdings auch schneller", erklärt Hemprich-Milow. "Im Einzelfall nehmen die Doktoranden Kontakt mit uns auf und erhalten ihre Arbeiten dann etwa zehn Tagen."

"360°Online" - wissenschaftlicher Rundumschlag

Wer seine wissenschaftlichen Arbeiten schon während des Studiums einem größeren Publikum zur Verfügung stellen möchte, für den ist das Studenten-Magazin "360°Online" interessant. Die Redaktion des Journals besteht aus Studenten. Sie bringen alle sechs Monate eine Ausgabe heraus, die sich mit wissenschaftlichen Artikeln einem konkreten Thema widmet. ´

Aus allen Disziplinen können Studenten bei "360°Online" ihre Beiträge einreichen. Die Ausschreibungen haben dabei Wettbewerbscharakter und gehen über mehrere Runden. (Weitere Infos.) Die Redaktion des Magazins und ein wissenschaftlicher Beirat überarbeiten den Text, bevor er veröffentlicht wird.

Diese Verlage publizieren deine wissenschaftlichen Arbeiten: online oder gedruckt

Seite 4: Freier Zugang für alle: Open Access

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Kommentare (2)

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  1. Anonym

    Möglicherweise Geld verdienen, aber keinesfalls im Lebenslauf erwähnen

    Letztendlich lohnt es sich für solche Print-On-Demand Verlage jede eingesendete Arbeit zu veröffentlichen (siehe "Manchmal erhalten wir auch Einsendungen mit der Note Drei. Die schauen wir uns allerdings ganz genau an..." oder "Wir können Hausarbeiten ab neun Seiten gedruckt veröffentlichen"). Man kann möglicherweise Geld verdienen, wenn irgend jemand wirklich dazu bereit ist, 40 Euro für irgendeine Bachelorarbeit zu bezahlen, obwohl man für den gleichen Preis auch ausgezeichnete Journal-Artikel erhält. Hat man wirklich etwas sehr gutes geschaffen, sollte der jeweilige Prof. auf einen zukommen und helfen dies im Uni-Journal oder sogar in einem Peer-Reviewed Journal zu veröffentlichen. Sowas zeugt von Qualität und kann im Lebenslauf als Publikation gewertet werden. Die mit Note 2 bewertete Bachelorarbeit bei einem Print-On-Demand Verlag hochzuladen würde ich dagegen besser nicht nennen.

  2. Dave

    Geld verdienen mit der eigenen wissenschaftlichen Arbeit

    Der Artikel ist wirklich sehr gut. So viel Mühe und Arbeit steckt in den meisten wissenschaftlichen Arbeiten. Da ist es in der Tat eine mehr als gute Idee, damit ein wenig Geld zu verdienen, bzw. sie einer breiteren Menge zugaänglich zu machen. Ich habe diesbezüglich sehr gute Erfahrung gemacht mit http://www.mediathek.eu/buch-veroeffentlichen/

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