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Das zahlen Uni-Städte ihren neuen Einwohnern

Student Laptop Großstadt Sonnenaufgang [Quelle: Unsplash.com, Autor: Avi Richards]

Quelle: Unsplash.com, Avi Richards

Städte profitieren von einer hohen Einwohnerzahl – etwa beim Finanzausgleich. Deshalb belohnen einige von ihnen Studenten dafür, dass sie ihren Erstwohnsitz an den Studienort verlegen. Das kann sich richtig lohnen.

Der Semesterstart naht und damit für viele angehende Erstsemester ein Umzug in ihre Uni-Stadt. Wen es nicht gerade in eine der großen, bekannten Uni-Städte verschlägt, für den könnte es sich womöglich lohnen, darauf zu schauen, ob die neue Stadt ein "Begrüßungsgeld" zahlt. Das ist eine Prämie, die an diejenigen geht, die einen neuen Erstwohnsitz in der Stadt anmelden.

Manche Städte zahlen solche Zuschüsse, weil sie generell davon profitieren, mehr Einwohner zu haben. Der Grund dahinter: Beim kommunalen Finanzausgleich werden nur Personen mit Erstwohnsitz berücksichtigt. Für Studenten, die nur eine Nebenwohnung in einer Stadt oder Gemeinde haben, gibt's dagegen kein Geld. Deshalb "belohnen" einige Städte und Gemeinden Studenten, die ihren Hauptwohnsitz ummelden. Manchmal heißt die entsprechende Prämie auch Umzugsbeihilfe, Studienbeihilfe, Erstwohnsitzmodell oder Mobilitätszuschuss.

Das Kreditportal Vexcash hat nun eine Aufstellung von 20 Orten mit "Begrüßungsgeld" veröffentlicht und anhand dessen dokumentiert, wie unterschiedlich hoch diese Prämie ist - und wo sich das Ummelden besonders lohnt. Allerdings erhebt die Liste keinen Anspruch auf Vollständigkeit. Angeführt wird sie ausgerechnet von einem kleinen Ort namens Gütenbach in Baden-Württemberg mit rund 1250 Einwohnern. Gütenbach liegt in der Nähe der Hochschule Furtwangen im Schwarzwald und erhofft sich, mit einer Prämie von satten 500 Euro zusätzliche studentische Einwohner zu werben.

Wo gibt's wie viel Begrüßungsgeld?

Das zahlen Städte ihren neuen Einwohnern

Marburg* 50 Hessen
Braunschweig 100 Niedersachsen
Chemnitz 100 Sachsen
Greifswald 100 Mecklenburg-Vorpommern
Kiel 100 Schleswig-Holstein
Stendal 100 Sachsen-Anhalt
Jena 120 Thüringen
Bremen 150 Freie Hansestadt
Dresden 150 Sachsen
Kaiserslautern 150 Rheinland-Pfalz
Leipzig 150 Sachsen
Rostock 150 Mecklenburg-Vorpommern
Stralsund 150 Mecklenburg-Vorpommern
Illmenau 160 Thüringen
Neubrandenburg 200 Mecklenburg-Vorpommern
Wolfsburg 250 Niedersachsen
Gera 300 Thüringen
Wernigerode 322,6 Sachsen-Anhalt
Schmalkalden 376 Thüringen
Gütenbach 500 Baden-Württemberg

*Marburg: Einkaufsgutschein im Wert von 50 Euro

Daneben fallen vor allem ostdeutsche Städte durch hohe Begrüßungsgelder auf: Schmalkalden, eine 20.000 Einwohner starke Ortschaft in Thüringen, zahlt 47 Euro für den Wohnsitzwechsel – und zwar acht Semester lang jedes Halbjahr aufs Neue. So kommen insgesamt 376 Euro zustande; der Betrag entspricht dem Semesterbeitrag.

Auch in Wernigerode in Sachsen-Anhalt wird den Studenten der Semesterbeitrag erstattet. Insgesamt können Studenten mit Erstwohnsitz rund 323 Euro erhalten, was dem Semesterbeitrag von vier Semestern entspricht. Die Auszahlung erfolgt erst nach Beendigung des dritten Semesters.

Auch Gera kommt auf ein beachtliches Begrüßungsgeld von 300 Euro; allerdings ist es ebenfalls an eine Auflage geknüpft: Hier müssen die Studenten drei ganze Jahre in der Stadt wohnhaft bleiben, um den vollen Betrag auszuschöpfen, da sie erst nach Beendigung eines jeden Jahres 100 Euro erhalten.

Keine Auflagen außer der Anmeldung des Erstwohnsitzes machen dagegen Neubrandenburg, Leipzig, Dresden, Rostock und Stralsund, die jeweils 150 bis 200 Euro zahlen. Fünf der 20 untersuchten Städte zahlen 100 Euro; Marburg in Form eines Einkaufsgutscheins 50 Euro.

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Kommentar (1)

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  1. Anonym

    In Karlsruhe bekommt man einen Gutschein für ein Semester Ticket geschenkt (derzeit kostet es 155€, der Gutschein ist 1 Jahr gültig, auch bei Preiserhöhung), Einkaufsgutscheine im Wert von 50€ und das Karlsruher Stadtbuch mit vielen Ausflugs- und Ausgehtipps. Außerdem kann man einer Fahrradverlosung teilnehmen. Ich hoffe, ich habe nichts vergessen. Man bekommt somit auf jeden Fall weit mehr als z.B. in Marburg.

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