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33 Tipps zum Wohnen

Wohnung [Quelle: sxc.hu; Autor: Ayla87]

Quelle: freeimages.com, Ayla87

Wohnraum für Studenten ist knapp. Ein paar Tricks können helfen: Zeitungen mit Wohnungsinseraten kaufen, als Hauswächter bewerben oder die Eltern mit zum Termin nehmen

1. Auf der Internet-Plattform wg-gesucht.de werden allein für Berlin 7.800 Zimmer im Monat inseriert – aber auf die kommen insgesamt auch 200.000 E-Mail-Anfragen. Alternativ kann man auf Seiten wie wgfinden.de oder wg-cast.de suchen. Dort beantwortet man auch ein paar Fragen zur eigenen Person, was die Vorauswahl für die WGs erleichtern soll.

2. Auf den Seiten der Studentenwerke findet man private Anzeigen, zum Beispiel von Familien, bei denen ein Kinderzimmer leer steht. Stichwort: "Privatzimmervermittlung".

3. Anderen helfen und dafür günstig wohnen: Das bundesweite Projekt "Wohnen für Hilfe" vermittelt Wohngelegenheiten bei Senioren oder Alleinerziehenden in fast allen großen Uni-Städten. Pro Quadratmeter Wohnfläche hilft man monatlich eine Stunde lang, etwa im Garten oder im Haushalt. Dafür zahlt man nur Nebenkosten wie Wasser und Strom.

4. Ganz old school nicht nur im Netz gucken, sondern mittwochs und samstags Zeitungen kaufen und die Wohnungsinserate der älteren Vermieter checken. Dafür auch mal früher aufstehen, um der Erste am Kiosk zu sein.

5. An allen Unis gibt es mindestens eine Wand mit einem Schwarzen Brett, an dem unfassbar viele Zettel hängen – darunter häufig auch WG-Anzeigen. Nicht nur an der eigenen Fakultät schauen, sondern auch in anderen Uni-Gebäuden wie der Mensa.

6. Selber Zettel aufhängen. Man kann sein Online-Gesuch bei wg-gesucht.de gleich mit Schnipseln zum Abreißen ausdrucken.

7. Auch ohne Zusage für den Studienplatz kann man sich bei den Wohnheimen der meisten Studentenwerke auf die Warteliste setzen lassen. Spätestens wenn die Zusage des Wohnheims kommt, muss man aber den Zulassungsbescheid der Hochschule vorlegen, sonst verfällt der Anspruch auf das Zimmer, und auch der Platz in der Warteliste ist weg.

8. Manchmal können sich Bewerber um einen Wohnheimplatz bestimmte Wohnheime in der Stadt wünschen – doch je allgemeiner die Angaben, desto besser die Chancen. Die Anträge findet man online beim Studentenwerk des Studienorts. Meist wird nach dem Datum der Anmeldung und dem gewünschten Einzugsdatum entschieden.

9. Außer den Wohnheimen des Studentenwerks gibt es verschiedene private Wohnheime. Oft stehen kirchliche Träger oder Studentenverbindungen dahinter. Bei ihnen bewirbt man sich direkt.

10. Nach Wohnungen und WGs nicht nur im hipsten Viertel suchen: Die urige Eckkneipe in weniger angesagten Stadtteilen will auch entdeckt werden. Das lohnt auch finanziell. Im Berliner Wedding zum Beispiel ist die Miete deutlich niedriger als in Kreuzberg.

11. Gesuche aufgeben statt nur auf Annoncen reagieren. Manche Vermieter schalten keine Anzeigen, weil sie fürchten, mit Anfragen überflutet zu werden. Zwei Zeilen in einer Zeitung am Wochenende kosten gut 20 Euro.

12. Wenn man viele Anfragen laufen hat, kommt man am Telefon schnell durcheinander: Mit welchem Vermieter von welcher Wohnung spricht man gerade? Das kann einen schlechten Eindruck machen und die Chancen mindern. Am besten einen Zettel mit den Namen der Vermieter und den wichtigsten Wohnungs-Infos beim Telefonieren zur Hand haben.

13. Netzwerke nutzen: "Klüngelmaschine" in Hamburg oder "Restrealität" in Berlin vermittelt schöne Altbauwohnungen – allerdings kann dort nur suchen, wer von Freunden in das Netzwerk eingeladen wurde. Also auf Partys mal umhören.

14. Wenn man nicht auf etwas Bestimmtes festgelegt ist, findet man schneller eine Bleibe. Also sowohl auf einen Platz im Wohnheim bewerben als auch Wohnungen besichtigen und zu WG-Castings gehen.

15. Über das Vermietungsunternehmen Camelot kann man Hauswächter werden und zum Beispiel eine Villa hüten, während die Bewohner auf Reisen sind, oder sich auf Zeit in ein leer stehendes Industriegebäude einmieten. Für Abenteurer.

16. In vielen Uni-Städten gibt es regionale Wohnungsunternehmen, die Wohnungen speziell für Studenten vermieten, häufig möbliert. Wird ein Festpreis verlangt, sollte man prüfen, was passiert, wenn die Laufzeit des Festpreises zu Ende ist.

17. In den meisten großen Uni-Städten werden zu Beginn des Wintersemesters Notunterkünfte errichtet, zum Beispiel in Turnhallen, bis alle Studenten ein freies Zimmer gefunden haben. Wem das irgendwann zu chaotisch wird, der kann immer noch in ein Hostel oder eine Jugendherberge umziehen und von dort aus weitersuchen.

18. Die meisten suchen zum Semesterbeginn von März bis April oder September bis Oktober. Diese Zeit kann meiden, wer schon Leute in einer Stadt kennt und erst mal provisorisch bei ihnen wohnt. So kann man auch in Ruhe die Stadt kennenlernen und herausfinden, welche Ecke einem gut gefällt.

19. Bei der Wohnungsbesichtigung sollte man die Räume auf sich wirken lassen und sich fragen: Wie hellhörig ist das Gebäude? Lässt sich das Zimmer gut heizen? Muffelt es? In welche Himmelsrichtung zeigen die Fenster, wird zu irgendeiner Tageszeit Sonne in das Zimmer fallen? Eine Checkliste für die Besichtigungen von Wohnungen hat der Mieterverein Hamburg ins Internet gestellt.

20. Wenn möglich, die Wohnung zweimal besichtigen, und zwar an verschiedenen Tagen und Uhrzeiten. Oft geht das nicht, aber dann kann man zumindest noch mal zu einer anderen Zeit am Haus vorbeigehen: Wie wirkt das Viertel, wie viel Verkehr gibt es?

21. Bei der Besichtigung die Unterlagen parat haben: Vermieter machen Zuverlässigkeit oft auch daran fest. Meist wollen sie eine Kopie des Personalausweises und eine Schufa-Auskunft. Verfügt man über kein eigenes Einkommen, wird häufig eine Bürgschaft der Eltern sowie ein Nachweis über deren Einkommen verlangt. Wer will, kann eine Mappe mit den Unterlagen zusammenstellen und durch ein Anschreiben ergänzen, in dem er sich kurz vorstellt.

22. Auch wenn’s spießig ist: Es kann sich auszahlen, die Wohnung gemeinsam mit den Eltern zu besichtigen. Als 19-jähriger Abiturient wirkt man auf Vermieter allemal seriöser, wenn die Eltern dabei sind und finanzielle Sicherheit ausstrahlen. Bei WG-Castings natürlich nicht anwenden.

23. Vorsicht bei Kautionen. Beim Einzug muss der Mieter zwar eine Kaution zahlen. Der Vermieter darf aber nicht einfach fordern, was er will. Die Kaution darf maximal drei Monatsmieten betragen und kann vom Mieter in drei Raten gezahlt werden. Das Geld bekommt er beim Auszug plus Zinsen zurück, wenn die Wohnung noch in Ordnung ist.

24. Nicht zu viel an den Makler zahlen: Die Provision oder "Courtage", die man zahlt, wenn ein Makler die Wohnung vermittelt hat, darf nicht mehr als zwei Monatsmieten plus Mehrwertsteuer betragen.

25 Am Tag des Einzugs unbedingt alle Räume ablaufen und kritisch hingucken: Löst sich irgendwo die Tapete? Gibt es Risse im Laminat? Hat sich in den Fugen der Dusche Schimmel festgesetzt? Entsprechende Mängel fotografieren, damit man belegen kann, dass sie schon da waren, als man kam. Außerdem ein Übergabeprotokoll verfassen, in dem diese Punkte erwähnt werden. Es sollte auch vom Vermieter unterschrieben werden.

26. Egal, aus wie vielen Mitbewohnern eine WG besteht – am besten zwei Hauptmieter in den Mietvertrag eintragen, weil sonst einer allein für die pünktliche Mietzahlung und alle Schäden, die Mitbewohner so anrichten können, verantwortlich ist. Das stresst.

27. Sind alle WG-Bewohner Hauptmieter, ist es schwierig, die Mitbewohner zu wechseln. Deshalb am besten mit dem Vermieter vereinbaren, dass jemand Neues auch ohne seine Zustimmung einziehen kann. Achtung: Zieht einer der Hauptmieter aus, sollte man einen Mietaufhebungsvertrag schließen, weil er sonst auch noch für Schäden herangezogen werden kann, die erst in der Zeit nach seinem Auszug entstanden sind.

28. Strom ist beim Einzug stets vorhanden, aber meist zu den teuren Konditionen des Grundversorgers. Man hat dann sechs Wochen Zeit, sich nach einem anderen Anbieter umzuschauen und zu wechseln. Strom sollte man niemals im Voraus zahlen. Wenn ein Anbieter das verlangt, sollte man besser zu einem anderen gehen. Außerdem möglichst schnell einen Vertrag für Telefon und Internet abschließen, denn es kann Wochen dauern, bis die Leitung freigeschaltet wird!

29. Streichen oder nicht streichen? Wer seine Wände weiß lässt, hat später beim Auszug weniger Arbeit, denn Schönheitsreparaturen muss der Vermieter übernehmen. Gelbe oder schwarze Wände wieder weiß zu streichen ist hingegen die Pflicht des Mieters.

30. Eine private Haftpflichtversicherung abschließen: Sonst kommt es einen teuer zu stehen, wenn die Waschmaschine ausläuft und das Wasser beim Nachbarn aus der Decke tropft.

31. Wer teure Möbel hat, die er heiß und innig liebt, oder wer die Möbel des Vermieters nutzt, kann überlegen, eine Hausratversicherung abzuschließen. Die kommt für die Beschädigung von Gegenständen durch Brand, Wasser oder Einbruch auf.

32. Hilfe, es schimmelt! Da muss der Vermieter ran, und auch für Reparaturen ist er verantwortlich. Der Vermieter ist verpflichtet, dafür zu sorgen, dass die Wohnung bewohnbar bleibt. Grundsätzlich gilt: "Wer bestellt, bezahlt." Also immer den Vermieter bitten, Handwerker zu rufen. Anders bei Notfällen: Wenn am Wochenende bei Frost die Heizung ausfällt, darf der Mieter selber die Handwerker bestellen.

33. Mieter dürfen, wenn nicht anders vereinbart, mit einer dreimonatigen Frist ohne Angabe von Gründen kündigen. Vermieter dürfen bei unbefristeten Verträgen nur dann kündigen, wenn sie die Wohnung selber nutzen wollen oder wenn der Mieter gegen den Mietvertrag oder gegen das Gesetz verstößt. Von beiden Seiten ist nur eine schriftliche Kündigung gültig. Vorsicht vor anderslautenden Vereinbarungen im Kleingedruckten.

© ZEIT ONLINE ( Zur Original-Version des Artikels)

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