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Schanghai kürt süddeutsche Unis zum Sieger

Trophäe (Quelle: freeimages.com, roym)

Quelle: freeimages.com, roym

Wer hat die meisten Nobelpreise? Welche Profs wurden wie oft zitiert und wer ist in Fachzeitschriften die Nummer eins? Die Shanghai Jiao Tong University kürt in ihrem Ranking die 500 besten Hochschulen weltweit – welche deutschen Unis schaffen es unter die besten Hundert?

Seit 2003 bewertet die Shanghai Jiao Tong University jährlich die Forschungsleistungen von Hochschulen aus aller Welt. Anschließend stellt sie im "Acadamic Ranking of World Universities" (ARWU) die 500 besten Hochschulen vor. Dabei sind die deutschen Hochschulen wie bei den meisten internationalen Rankings erst ab Rang 50 vertreten. In diesem Jahr fallen Deutschlands Unis sogar noch weiter zurück – gerade mal vier haben es unter die besten Hundert geschafft. Dazu gehört wie im Vorjahr die TU München als beste deutsche Uni mit Rang 53. Es folgt die LMU München mit Rang 60, die Uni Heidelberg bleibt auf Rang 62 und die Uni Freiburg rettet sich mit Rang 99 zum ersten Mal unter die ersten Hundert.

TUM schlägt LMU

Mit Platz 53 steht die Technische Universität München wie gewohnt an der Spitze der deutschen Hochschulen, verschlechtert sich jedoch um sechs Ränge. Dicht auf den Fersen ist ihr die Ludwigs-Maximilian-Universität München (LMU) mit Rang 60. Europaweit schneidet die TUM damit unter den Technischen Universitäten als viertbeste ab - weitere deutsche Technische Universitäten folgen erst auf den Plätzen 201 bis 300. In den 2009 eingeführten Fächer-Rankings liegt die Chemie der TUM mit Platz 12 jetzt sogar vor der University of Oxford – und ist nationaler Vorreiter.

Göttingen, Bonn und Frankfurt fallen zurück

Damit schaffen es nur Hochschulen aus dem Süden Deutschlands in die Top 100. Die Unis Göttingen, Bonn und Frankfurt zählen seit diesem Jahr nicht mehr dazu. Berlin liegt wie die Jahre zuvor weit abgeschlagen auf den Rängen 201-300 - ab Platz hundert weist das Ranking keine Einzelplatzierungen, sondern nur noch Ranggruppen zu.

And the winner is…

Unerreichter Sieger des Rankings ist wie die Jahre zuvor Harvard. Die Ränge zwei und drei belegen die Stanford University und das Massachusetts Institute of Technology (MIT). Beste europäische Hochschule ist die englische University Cambridge mit Platz 5, gefolgt von der University Oxford auf dem zehnten Rang. Beste kontinentaleuropäische und deutschsprachige Uni ist wie zuvor die ETH Zürich auf Rang 23. 

 

Was bewertet das Ranking überhaupt?

Das Schanghai Ranking bewertet weltweit die Forschungsleistungen der Hochschule. Dabei werden die Universitäten anhand von sechs Indikatoren verglichen. Dazu zählen vor allem Veröffentlichungen in wichtigen Fachzeitschriften, wie oft Wissenschaftler zitiert wurden sowie die Zahl der Nobelpreise und andere Auszeichnungen wie die Fields-Medaille. Dem Trend vieler Rankings folgend, gibt es seit 2007 auch ein Ranking für fünf breite Fächergruppen (ARWU-Field) - und seit 2009 Rankings für fünf einzelne Fächer (ARWU-Subject). 

Kritik am Schanghai Ranking

Obwohl das Schanghai Ranking seine Methodik transparent macht, kommt auch es nicht ohne Kritik davon. Wie bei jedem Ranking ergeben sich methodische Schwierigkeiten. Zum Beispiel werden bei der Bewertung von Publikationen nur englischsprachige Werke berücksichtigt. Zum anderen sind die Ergebnisse des Rankings teilweise nicht reproduzierbar und auch die Wertung der Nobelpreise ist kritisch. So werden beispielweise Preise bis zurück ins Jahr 1911 gewertet, was gegenwärtige Neugründungen benachteiligt. Außerdem verzerrt die hohe Gewichtung von Zeitschriftenaufsätzen im Web of Science und den Fachmagazinen Science und Nature das Ergebnis – sie begünstigt Universitäten mit stark naturwissenschaftlicher Ausrichtung in englischsprachigen Ländern. Auch außeruniversitäre Forschung wie am Max-Planck-Institut oder der Fraunhofer-Gesellschaft wird nicht berücksichtigt. Somit lässt auch das Schanghai Ranking höchstens grobe Tendenzen erkennen und verwischt die individuellen Spezialitäten einzelner Hochschulen. 

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