Partner von:

Wo warst du?

Mädchen Frau Träumen Zukunft [Quelle: Unsplash.com, Autor: Eli DeFaria]

Quelle: Unsplash.com, Eli DeFaria

Vier Studenten erzählen von den schönsten Erlebnissen während ihrer Auslandssemester.

In Lappeenranta

Wo liegt das? In Finnland. Ich wollte schon immer einmal in Skandinavien leben, mir gefällt die Natur dort. Meine Uni in Hamburg hat eine Erasmus-Partnerschaft mit der kleinen finnischen Stadt Lappeenranta. Ich habe mich beworben – und wurde sofort genommen. Dort gab es sehr viele Austauschstudenten. Trotzdem habe ich einige Finnen kennengelernt.

War das einfach? Ja, ich habe sogar finnische Ersatzgroßeltern gefunden. Die habe ich über ein Programm an der Uni kennengelernt. Sie haben mich oft zum Essen eingeladen und mit mir Ausflüge unternomme

Wie hast du das finanziert? Mit dem Erasmus-Stipendium und Erspartem. Das Leben in Finnland ist sehr teuer. 1.000 Euro habe ich im Monat ausgegeben. Allein ein Bier kostet acht Euro. Wir sind deswegen abends oft im Wohnheim geblieben und haben gemütliche Abende in der Sauna verbracht.

Was hat dir gefallen? Die Finnen vertrauen einander sehr. Laptop und Portemonnaie bleiben in der Mittagspause einfach in der Bibliothek liegen. Gestohlen wurde nie etwas. Ein anderes Erlebnis, das ich nie vergessen werde: Ich bin in Lappland mit finnischen Schlittenhunden über einen großen gefrorenen See gefahren. Der kalte Wind, das dunkle Eis und die weite Landschaft haben mir ein unglaubliches Freiheitsgefühl gegeben.

Was war schwierig? Ab November gibt es kein Tageslicht. Am Anfang war ich richtig müde und schlapp. Ich dachte zuerst, ich werde krank. Der Campus-Arzt hat mich dann mit Vitamin-D-Tabletten versorgt. Damit habe ich den Winter überstanden.

In St. Petersburg

Warum wolltest du nach Russland? Um ein Abenteuer zu erleben! In den deutschen Medien wird Russland oft als Bedrohung für die westliche Welt dargestellt. Das hat mich schon seit Längerem neugierig gemacht. Ich wollte wissen, wie die Menschen dort leben, und sehen, ob die Berichte stimmen.

Und was hast du entdeckt? Wie gastfreundlich und offen die Leute sind. Das merkt man nur, wenn man Russisch spricht. Ein paar Monate vorher habe ich die Sprache gelernt. Gut war ich nicht, die Einheimischen haben schnell gemerkt, dass ich aus Deutschland komme. Aber das war ihnen egal, wir haben uns trotzdem gut verstanden.

Was war anders als erwartet? Die Menschen zeigen gerne, was sie besitzen. Sie wollen damit ihren gesellschaftlichen Status betonen. Als Ausländer musste ich da zum Glück nicht mithalten – das wäre sonst sehr teuer geworden.

Wie viel Geld hast du ausgegeben? Für mein Zimmer im Studentenwohnheim musste ich nur 70 Euro im Monat zahlen. Das war relativ heruntergekommen. Man wusste nie, ob die Heizung funktioniert oder nicht. Bei Lebensmitteln hingen die Kosten vom aktuellen Rubelkurs ab.

Dein aufregendstes Erlebnis? Meine Reise mit der Transsibirischen Eisenbahn. Zehn Tage lang war ich mit einem Kommilitonen von Moskau bis nach Irkutsk am Baikalsee unterwegs. Zwischendurch waren es Minus 30 Grad, da ist mein Handy eingefroren. Mit dem Zug durch die verschneiten und vereisten Wälder in Sibirien zu fahren – das werde ich nie vergessen.

nach oben

Im e-fellows.net wiki kannst du dein Wissen teilen und von den Erfahrungen anderer Stipendiaten profitieren.

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren