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Was taugt mein Master?

Bachelor BA Studenten Tafel Daumen (© fotolia.com - Picture-Factory)

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Hat deine Wunsch-Hochschule viele Partnerunis? Und welche Akkreditierungen kann sie vorweisen? Auf diese Qualitätsmerkmale solltest du achten.

Wie ist der erste Eindruck?

Tatsächlich kann schon der erste Besuch auf der Internetseite des Studiengangs einiges über ihn verraten. Wie wird das Programm von der Hochschule präsentiert? Wie ausführlich wird über den Studiengang und die Dozenten informiert? Bei Programmen, die sich um Internationalität bemühen, wird auf Englisch gelehrt, renommierte Dozenten sind vor Ort, und die Hochschule hat Partnerschaften mit ausländischen Unis. Hochschulen sollten angeben, mit welchen Unternehmen oder außeruniversitären Forschungseinrichtungen sie kooperieren. Ein Qualitätsmerkmal ist auch, wer an die Hochschule gekommen ist, um das Programm zu studieren: Bei einem guten Studiengang sind das normalerweise nicht nur Studenten aus der Region, sondern aus ganz Deutschland und dem Ausland.

Was sagen Rankings aus?

Rankings sind sehr unterschiedlich konzipiert. Wenn man sie bei der Entscheidung für das richtige Masterprogramm zurate zieht, sollte man sehr genau darauf achten, was untersucht wurde. Bei internationalen Rankings zählt oft, wie viele wissenschaftliche Publikationen eine Hochschule oder ein Fachbereich veröffentlicht hat und wie oft diese in Fachmagazinen zitiert wurden. Das sagt zwar viel über die Forschungsleistung der Uni aus, aber noch nichts über die Lehre. In viele Ranglisten fließen keine Bewertungen von Studenten ein. Anders ist es beim Ranking des deutschen Centrums für Hochschulentwicklung (CHE), das mit der ZEIT kooperiert. Hier werden sowohl Professoren als auch Studenten befragt. Die Bewertung ist fachbezogen. Gerankt wird also nicht die Hochschule als Ganze, sondern welches Fach man wo am besten studieren kann. Bisher sind noch nicht für alle Fachbereiche auch die Masterstudiengänge einzeln berücksichtigt. In diesem Fall lohnt es sich, die Rankings für die entsprechenden Bachelorstudiengänge anzusehen, denn viele Bewertungskriterien, etwa die Ausstattung der Bibliotheken oder Labore, sind für Bachelor und Master identisch.

Wie wichtig ist die Akkreditierung?

Das Wort Akkreditierung kommt vom lateinischen accredere und heißt übersetzt so viel wie "Glauben schenken". Durch verschiedene Akkreditierungsverfahren, die von speziellen Agenturen durchgeführt werden, stellt der Staat sicher, dass die akademische Ausbildung an deutschen Hochschulen gewissen Standards entspricht und damit glaubwürdig ist, sowohl für Studenten als auch für spätere Arbeitgeber oder ausländische Hochschulen. Laut Hochschulrahmengesetz müssen zwar alle Bachelor- und Masterstudiengänge akkreditiert werden, bisher ist das aber erst bei etwas mehr als der Hälfte aller Studiengänge in Deutschland passiert. Das liegt vor allem daran, dass das Gesetz erst 2003 in Kraft getreten ist und die Qualitätsprüfung recht lange dauert. Wenn die Akkreditierung fehlt, sollte man nachfragen, warum das so ist. Hat sich der Studiengang nicht für die Akkreditierung angemeldet, oder wurde die Zulassung verweigert?

Ist ein nicht akkreditierter Studiengang weniger wert?

Nein. Generell kann man sagen, dass alle Abschlüsse, die in Deutschland an staatlichen oder staatlich anerkannten Hochschulen vergeben werden, ein Mindestmaß an Qualität erfüllen und auch im internationalen Vergleich gut abschneiden. Auch der Akkreditierungsrat räumt ein, dass nicht akkreditierte Studienprogramme durchaus hochwertig sein können. Er warnt jedoch vor den Nachteilen, die sich möglicherweise ergeben können, wenn Masterabsolventen an ausländischen Unis promovieren wollen. Ohne eine Akkreditierung fehle ein allgemein anerkannter, aussagekräftiger Nachweis über deren Qualifikation, weshalb sie es möglicherweise schwer haben könnten, diese anderweitig zu belegen.

Werde ich gut betreut?

Für die Qualität eines Studienganges spricht auch, wie gut Studienberater und Fachschaften erreichbar sind: Bekommt man schnell und umfassend Antworten, wenn man Fragen hat, oder wird auf Webseiten und Informationsbroschüren verwiesen? Wie viele Blockseminare werden angeboten? Reichen die Tutorien aus? Gibt es genügend Plätze in der Mensa und vielleicht sogar eine studentische Kita? Auch darauf sollte geachtet werden.

© ZEIT ONLINE ( Zur Original-Version des Artikels)

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