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Das sind Deutschlands beste Unis

Trophäe (Quelle: freeimages.com, roym)

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Nicht nur Unternehmen, auch Hochschulen müssen sich der Digitalisierung stellen. Das neue Uniranking der WirtschaftsWoche zeigt, welche Hochschulen ihre Studenten am besten darauf vorbereiten.

Um bei der nächsten industriellen Revolution dabei zu sein, zettelt Ernst Schmachtenberg eine Revolution an. Der Maschinenbau-Professor und Rektor der RWTH Aachen lässt auf einem 2,5 Quadratkilometer großen Areal in den kommenden Jahren Dutzende neuer Gebäude für fächerübergreifende Forschungsprojekte bauen. In sogenannten Clustern sollen Wissenschaftler die Digitalisierung vorantreiben, etwa in der Produktionstechnik oder in der Logistik.

Alleine der Neubau für die Produktionstechnik kostet 60 Millionen Euro. 15 weitere solcher Forschungsschwerpunkte sind im Aufbau oder geplant. Ohne Fördergelder aus der Wirtschaft wären Investitionen in neue Gebäude und moderne Labore unmöglich – deshalb können sich Unternehmen ebenfalls in die Cluster einmieten. "Immatrikulieren" nennt Schmachtenberg das. Um im Wettbewerb um Drittmittel zu bestehen, holt er die Unternehmen auf den Campus und bindet sie langfristig. "Das ist, als kämen die Pyramiden zu den Altertumsforschern", sagt er.

Aachen dominiert in technischen Fächern

Auch die Studenten profitieren von den in Beton gegossenen Industrie-Kooperationen. Sie können die mit moderner Technik ausgestatteten Labore nutzen oder als Hilfswissenschaftler erste Forschungs-Erfahrungen mit hohem Praxisbezug sammeln. Das mache sie zu begehrten Kandidaten für die Industrie, sagt Schmachtenberg. "Die Arbeitslosenquote unserer Studenten geht schon wenige Wochen nach dem Abschluss praktisch gegen null."

Wie begehrt digital geschulte Absolventen sind, zeigt auch das aktuelle Hochschulranking der WirtschaftsWoche, für das die Beratungsgesellschaft Universum 540 Personalverantwortliche von Unternehmen befragt hat. Aus einer Liste aller Hochschulen konnten sie diejenigen wählen, deren Absolventen ihre Erwartungen am meisten erfüllen. Pro Fach konnten sie mehrere Unis nennen. Der Schwerpunkt des Rankings liegt auf wirtschaftsnahen Fächern wie BWL, Maschinenbau, Informatik oder Jura.

"Es zeigt sich, dass diejenigen Hochschulen besonders gut abschneiden, die ihre Studenten am besten auf die Digitalisierung vorbereiten", sagt Stefan Lake, Deutschland-Chef von Universum. Industrie 4.0, Big Data oder Digitalisierung seien branchenübergreifende Trendthemen, die auch immer mehr Personalverantwortliche umtreiben.

Kein Wunder also, dass Universitäten wie Aachen, die kräftig in interdisziplinäre Forschung zur Digitalisierung investieren, auch bei Personalverantwortlichen beliebt sind: So belegt die RWTH im aktuellen WiWo-Ranking in den Fachbereichen Wirtschaftsingenieurwesen, Maschinenbau und Informatik den ersten Platz. Dazu kommen zwei dritte Plätze in der Elektrotechnik und den Naturwissenschaften. Auch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT), die TU Darmstadt und die TU München belegen mehrfach Top-3-Platzierungen in den sogenannten Mint-Fächern.

Im Vergleich zu den Vorjahren hat Universum die Befragungs-Methode angepasst. Die Antworten der Personaler wurden gewichtet. Das bedeutet: Ihre Antworten beeinflussen das Ranking stärker oder schwächer, je nachdem, ob ihre Branche in der Umfrage im Vergleich zur deutschen Firmenlandschaft über- oder unterrepräsentiert ist. Daher lassen sich die aktuellen Ergebnisse des WiWo-Hochschulrankings nicht direkt mit Umfrageergebnissen aus den Vorjahren vergleichen.

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