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Nicht trotzdem, sondern deswegen

Deutsche Telekom Projekte im Dualen Studium (Autor: Pixsooz, Quelle: Fotolia.com)

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Die Nutzerzahlen von Massive Open Online Courses (Moocs) steigen, doch zugleich werden kritische Stimmen lauter. Sind Moocs heute wirklich schon von gestern? In unserem Pro und Contra erfährst du, warum so mancher Einwand gegen Moocs zugleich ein gutes Argument dafür ist.

Statt Einser-Abi und einem Kredit brauchst du heute nur noch einen Internetzugang, um kostenlos, in jedem Alter und ohne formale Zugangsvoraussetzungen über Massive Open Online Courses (Moocs) an Lehrveranstaltungen der besten Unis der Welt teilzunehmen. Das verdanken wir vor allem den ambitionierten Visionen der Gründer von Mooc-Plattformen wie coursera, edX, Udacity oder iversity. "We provide universal access to the world’s best education", so der ehrgeizige Coursera-Claim, der stellvertretend für die Idee hinter allen Mooc-Plattformen stehen kann: Denn nicht um Abschlüsse ging es ursprünglich, sondern um weltweiten und möglichst kostenlosen Zugang zu Bildung und Wissen.

Steigende Nutzerzahlen und eine Vielzahl an Konkurrenzplattformen belegen, dass das Konzept eines erstklassigen Bildungsangebots für alle den Nerv der Zeit trifft. Trotzdem verunsichern gerade in letzter Zeit Skeptiker die Lernwilligen mit ihrer Kritik an Moocs und raten zu alternativen Formaten: Ineffizient seien die Massenvorlesungen im Netz, zu teuer, ja "zu offen". Zeit, das Moocsen an den Nagel zu hängen? Im Gegenteil! Klick dich durch unsere Übersicht und erfahre, warum viele der vermeintlichen Nachteile gar nicht gegen, sondern in Wirklichkeit für Massive Open Online Courses sprechen.

Warum sind also Moocs noch kein alter Hut? Weil gerade die Kombination aus Spitzenlehre und Flexibilität Massenkurse im Netz so unwiderstehlich macht – und damit so wertvoll für eine Gesellschaft, die sich laufend weiterbilden will und muss. Wenn unser humanistisches Bildungsideal mehr ist als eine Phrase aus der Werbebroschüre deines Gymnasiums, dann können Moocs nicht hoch genug geschätzt werden. Wann sonst würdest du Vorlesungen wie diese hören – ob vollständig oder in Ausschnitten, ob mit Abschluss oder ohne?

Wer hingegen Zugangsbeschränkungen, Präsenzpflicht und interaktive Unterrichtseinheiten in Mooc-Programme einführt, verbessert nicht das Studium, sondern schafft es ab. Und ersetzt es durch ein Lehrkonzept, das es längst gibt: das Fernstudium. Mit der ursprünglichen Vision der Mooc-Eltern hat das nicht mehr viel zu tun.

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