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Ganz im Ausland studieren

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Sechs Länder im Überblick

Österreich

Beliebt: Kein anderes Land ist bei deutschen Studenten so beliebt wie Österreich. Vor allem, weil es keinen Numerus clausus gibt. Rund 44 Prozent der deutschen Auslandsstudenten sind in den Rechts-, Wirtschafts- und Sozialwissenschaften eingeschrieben. Auch viele, die sich für Psychologie und Medizin interessieren, probieren es im Nachbarland.

Kosten: Studiengebühren gibt es nur an Privathochschulen und einigen Fachhochschulen. An den staatlichen Hochschulen müssen EU-Bürger erst zahlen, wenn sie die Regelstudienzeit überschritten haben. Die Lebenshaltungskosten sind mit denen in Deutschland vergleichbar.

Besonders: Nur zwanzig Prozent der Studenten im Medizinstudium dürfen aus anderen EU-Ländern stammen. Um angenommen zu werden, muss man einen Aufnahmetest bestehen. Auch in Psychologie und Kommunikationswissenschaften muss man einen Test bestehen, allerdings gibt es dort keine Quote, und die Nachfrage ist geringer.

Die Niederlande

Beliebt: Besonders gern kommen grenznahe Bewohner und diejenigen, die sich für englischsprachige Studienprogramme interessieren, aber nicht in ein englischsprachiges Land wollen. Die niederländischen Lehr- und Studienmethoden gelten als innovativ und international ausgerichtet.

Kosten: Die Studiengebühren an staatlichen Universitäten liegen bei rund 2.000 Euro pro Jahr. EU-Bürger unter 30 Jahren können eine Teilerstattung beantragen. An privaten und internationalen Einrichtungen sind die Gebühren höher. Wer während des Studiums jobben möchte, muss sich beim lokalen Finanzamt registrieren.

Besonders: Neben den "Universiteiten" bieten vor allem die "Instituten voor Internationaal Onderwijs" international ausgerichtete, englischsprachige Studiengänge an. Gerade in den Wirtschaftswissenschaften ist das Angebot groß. Für manche Fächer, darunter auch Natur- und Ingenieurwissenschaften, muss man teils nachweisen, dass man bestimmte Fächer in der Schule hatte, oder eine Ergänzungsprüfung ablegen.

Ungarn

Beliebt: Fast 70 Prozent der deutschen Studenten in Ungarn sind für Humanmedizin eingeschrieben, weitere rund acht Prozent für Veterinärmedizin. Die NC-Flüchtlinge lockt die Tatsache, dass die Unis ihre Studienplätze auf Basis der Bewerbungsunterlagen vergeben. Positiv bewertet wird etwa, wenn man einen Leistungskurs in einem naturwissenschaftlichen Fach belegt oder schon Praktika im Gesundheitswesen gemacht hat.

Kosten: Die staatlichen ungarischen Hochschulen sind meist gebührenfrei. Anders verhält es sich bei privaten Institutionen oder bei internationalen Studiengängen. Dort liegen die Studiengebühren im Schnitt zwischen 7.000 und 14.000 Euro pro Jahr. Hinzu kommen noch Bewerbungs- und Immatrikulationsgebühren um die 200 Euro. Dafür sind die Lebenshaltungskosten günstiger: Einen Wohnheimplatz bekommt man ab 150 Euro im Monat.

Besonders: Mit der Andrássy-Universität in Budapest gibt es in Ungarn auch eine deutschsprachige Universität.

Frankreich

Beliebt: Neben den Unis und FHs gibt es noch weitere Hochschulformen: International begehrt sind etwa die französischen Grandes écoles: Sie gelten als Kaderschmieden für Wirtschaft und Politik. Die sogenannten Écoles specialisées bieten etwa berufsspezifische Programme in staatlich anerkannten Kunst-, Musik- und Architekturstudiengängen an.

Kosten: Deutsche Studenten müssen keine Studiengebühren bezahlen. Es wird jedoch eine Einschreibungsgebühr fällig, die je nach angestrebtem Abschluss an staatlichen Hochschulen zwischen 180 und 600 Euro liegt. Hinzu kommen Bearbeitungs- und Prüfungsgebühren. Die privaten Hochschulen verlangen Studiengebühren zwischen 1.000 und 10.000 Euro im Jahr. Die Mieten sind – nicht nur in Paris – meist höher als in Deutschland.

Besonders: Das Studium beginnt nur zum Wintersemester. Studienanfänger müssen sich für den Bachelor an allen staatlichen Hochschulen bei admission-postbac.fr anmelden.

China

Beliebt: Fächer wie Sinologie, Wirtschaftschinesisch, chinesische Kultur und Medizin, Management sowie Rechts- und Finanzwissenschaften sind sehr populär unter Deutschen, die in China studieren.

Kosten: Studiert man an staatlichen Hochschulen, zahlt man jährlich etwa 1.300 bis 7.500 Euro inklusive Unterkunft und Verpflegung. Am kostenintensivsten ist ein Studium in den Fächern Wirtschaft und Finanzen. Finanzielle Unterstützung erhält man etwa über ein DAAD-Stipendium. Auch die chinesische Regierung gewährt Stipendien, für die man sich mindestens ein Jahr im Voraus bewerben muss.

Besonders: Für die Gesellschafts-, Sprach- und Kulturwissenschaften sowie für die Traditionelle Chinesische Medizin wird in der Regel ein höheres Sprachniveau verlangt als für die Natur-, Ingenieur- und Agrarwissenschaften oder für westliche Medizin. Viele Auslandsstudenten belegen deshalb vor dem Fachstudium einen ein- bis zweijährigen Mandarin-Sprachkurs.

USA

Beliebt: Weltweit sind die USA die beliebteste Nation für ein Studium im Ausland. Wer eine internationale Karriere anstrebt, bewirbt sich an einer der Elite-Universitäten, die zur Ivy League gehören: etwa an der Harvard University oder der Princeton University.

Kosten: Für internationale Studenten fallen in den USA durchschnittlich Studiengebühren von 11.000 bis 15.000 Euro pro Jahr an. Als Student einer Ivy-League-Universität ist man, inklusive Gebühren, Unterkunft, Reisekosten, Versicherungen und Studienmaterial, schnell bei 55.000 Euro. Stipendien gibt es von der Fulbright-Kommission, dem McCloy-Programm oder dem DAAD.

Besonders: Für beliebte Universitäten sollte man bis zu 18 Monate Vorlauf einplanen, denn man braucht umfangreiche Leistungs- und Sprachnachweise sowie Empfehlungsschreiben. Wer seine Chancen steigern will, kann über Alumni-Clubs ehemalige Studenten anschreiben und sie um Tipps bitten.

© ZEIT ONLINE (Zur Original-Version des Artikels)

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