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Dokumente in den Wolken

Cloud Computing [Quelle: Pixabay.com, Autor: PublicDomainPictures]

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'Ich habe meine Dokumente in der Cloud.' Dieser Satz ist nicht nur unter Informatik-Studenten keine Seltenheit mehr. Doch was ist eigentlich 'Cloud Computing' und was bringt mir das?

Egal, ob im Privatleben oder im Beruf: Nahezu jeder Student wird über die nächsten Jahre mit Cloud Computing in Berührung kommen. Grund genug, zu schauen, was sich hinter dem Begriff eigentlich verbirgt.

Was ist Cloud Computing?

Viele haben schon einmal von Cloud Computing gehört, die wenigsten allerdings wissen, was es damit auf sich hat. Kurz gesagt ist Cloud Computing ein zukunftsweisendes Modell der Bereitstellung von IT-Ressourcen (also Rechnerkapazität, Datenspeicher, Software et ceterea). Diese werden als Service über das Internet bereitgestellt, den man gegen Bezahlung in Anspruch nehmen kann.

So ist es möglich, Rechnerleistung von Amazon zu beziehen, die IT-Infrastruktur von Google zu nutzen oder auf die Software von SAP online zuzugreifen. Einzige Bedingung: eine schnelle Internetverbindung.

Dienstleister für Cloud-Computing

Es gibt verschiedene Dienstleister, die Cloud Computing anbieten. Nutzer bezahlen dann nur das, was sie wirklich verbrauchen. Der Anbieter kümmert sich um Hard- und Software, pflegt diese und hilft bei Problemen. Anbieter sind unter anderem:

Nutzen von Cloud Computing

Für Unternehmen ist Cloud Computing insbesondere aufgrund der möglichen Kostenersparnisse interessant. Denn einerseits entfallen initiale Kosten für den Aufbau von Infrastrukturen (Server, Kabel, Räumlichkeiten...), andererseits muss man nicht für die Wartung der Systeme aufkommen und sich zum Beispiel nicht um Updates kümmern. Wichtig ist auch, dass man bei Cloud Computing meist nur für die tatsächlich genutzten IT-Ressourcen bezahlt. 

Server-Absturz wegen Ansturm? Vergangenheit

Ein weiterer großer Vorteil von Cloud Computing-Diensten ist die dynamische Skalierung. Das heißt, dass sich die bezogenen Kapazitäten je nach Bedarf automatisch anpassen. Dadurch gehört beispielsweise eine Überlastung der Server eines Unternehmens aufgrund eines plötzlichen Ansturms auf deren Website der Vergangenheit an. 

Von überall auf Daten zugreifen

Im privaten Bereich liegt der größte Nutzen von Cloud Computing in der Möglichkeit, Daten in der Cloud zu speichern. Nutzt man dafür zum Beispiel den beliebten Anbieter "Dropbox", so kann man sowohl mit seinem Handy als auch mit seinem Laptop von überall auf seine Daten zugreifen, ohne diese tatsächlich auf dem entsprechenden Gerät gespeichert zu haben. Der erst kürzlich vorgestellte Dienst "iCloud" von Apple bietet grundsätzlich genau dieselben Funktionen, jedoch mit Fokus auf die Produkte von Apple und die Bereitstellung von Multimedia-Dateien. 

Risiken von Cloud Computing

Würdest du es als Kunde eines Unternehmens begrüßen, wenn deine Kundendaten auf den Servern von Google oder Amazon gespeichert werden? Vielleicht nicht. Genau das passiert aber bei Cloud Computing: Man übergibt einem Dritten persönliche, womöglich sensible Daten. Neben diesem heiklen Aspekt gelten als Risiken auch der einhergehende Kontrollverlust und Bedenken zur Ausfallsicherheit der Cloud-Computing-Dienste. 

Anbieter wie Amazon oder Microsoft betonen zwar ständig, dass die Daten bei ihnen (ausfall-)sicherer gespeichert werden, als es sich ein mittelständisches Unternehmen überhaupt leisten könne. Vorfälle wie der Ausfall von Amazons Dienst EC2 am 21. April 2011 lassen jedoch Zweifel daran aufkommen.

Cloud Computing gehört die Zukunft

Während die weltweiten Ausgaben für herkömmliche IT sinken, steigt die Nachfrage nach Cloud-Computing. Dieser gegensätzliche Trend zeigt, welche wichtige Rolle Cloud Computing-Dienste künftig einnehmen werden. Der Kampf um die Vorherrschaft im Markt hat daher schon längst begonnen: Microsoft, Google, Amazon, Apple und viele mehr bieten namhafte Produkte an. 

Bevor allerdings die breite Masse Cloud Computing einsetzen wird, müssen die angesprochenen Risiken minimiert werden. Insbesondere wird dabei eine altbekannte Frage wieder aktuell: Kann man Unternehmen wie Microsoft oder Google wirklich vertrauen?

Das Faszinierende an Cloud Computing ist, dass es neue Arten der IT-Nutzung möglich macht und somit auch große Auswirkungen auf andere Branchen hat. Zum Beispiel in der Automobilbranche: Hier gibt es einen Trend zum "Connected Car" – einem Auto, das mit der Außenwelt kommunizieren kann. Doch ist in heutigen Fahrzeugen jeder Zentimeter Platz kostbar. Woher sollen diese Autos daher die notwendigen IT-Ressourcen in der Zukunft beziehen? Na klar, aus der Cloud!

Video: Cloud Computing für Dummies

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Kommentar (1)

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  1. Janina Engel

    Dokumente sicher in Cloud Computing

    Der Trend des Cloud Computing wird sicher immer mehr zu derartigen Speicherdiensten gehen, die ihrerseits immer bessere, ausgereiftere und unkompliziertere Varianten bieten, die Daten zu sichern. Insgesamt sorgen sie einfach für ein beruhigendes Gefühl, vor allem für Menschen, denen stetig die Angst im Hinterkopf nagt, wichtige Daten verlieren zu können. Wir werden sehen!

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