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Die Smombies sind zurück

Handy mit Apps [Quelle: Pexels, Mohi Syed]

Quelle: Pexels, Mohi Syed

Bereit für die Wiederkehr der App-okalypse? Wir, die e-fellows.net-Redaktion, haben diesmal Produktivitäts- und Optimierungs-Apps für dich ausprobiert und bewertet. Darunter auch eine berühmt-berüchtige Smartphone-Anwendung, die deinen Schlaf überwacht. Der zweite Teil unseres App-Tests verrät, was sie taugt.

Erholsamer schlafen

Lino hat die Schlaf-Optimierungs-App "Sleep Cycle" getestet ( Android-Version, iOS-Version):

Screenshot von Sleep-App [Quelle: e-fellows.net]

Wer selbst dann noch Herausragendes leisten will, wenn er nicht bei Bewusstsein ist, dem sei die App "Sleep Cycle" aufs Kopfkissen gelegt. Der skandinavische Steadyseller, mittlerweile in der fünften Generation erhältlich, verspricht die totale Nachtruhe dank strikter Schlafsupervision. Während man das Handtelefon anfangs noch mit ins Bett nehmen musste, um kostbare Traumdaten zu schürfen, belauscht einen die aktuelle App-Version nur noch vom Nachttisch aus.

Zur Belohnung dürfen sich ganz Ausgeschlafene am Morgen über Balkendiagramme freuen, die mitteilen, wie stark die eigene Schlafqualität unter anderem auch vom Mond beeinflusst wird (kein Witz). Wer also kein Problem damit hat, die Server der App-Entwickler großzügig mit eigener Schnarch- und Beischlafakustik zu füllen, der wird diese zahlenmagische Schlaftablette zum Träumen finden.

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit drei Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Auf dem Laufenden bleiben

Julia hat die News-Aggregator-App "Scope" getestet ( Android-Version, iOS-Version):

Screenshot von Scope-App [Quelle: e-fellows.net]

"Scope" aggregiert Inhalte zu einem bestimmten Thema aus verschiedenen Quellen. Das Besondere daran: Die Inhalte werden von Experten für das jeweilige Gebiet ausgewählt.

Die App clustert Inhalte in sogenannten "Boxen", zum Beispiel zu "Netzwirtschaft", "Social Media" oder "Business Etikette". Interessiere ich mich für das Thema, kann ich die Box abonnieren und erhalte dann Empfehlungen für Artikel (auf Wunsch auch per Push-Benachrichtigung), die ich direkt in der App lesen kann.

Grundsätzlich ein gutes Prinzip, um sich unterwegs auf dem Laufenden zu halten – vor allem, wenn man dabei keine Zeit verschwenden möchte. Denn durch die Expertenauswahl zeigt "Scope" nur solche Artikel an, die andere schon für lesenswert befunden haben.

Ob die Experten nun echte Koryphäen auf ihrem Gebiet sind, kann ich nicht beurteilen. Die Artikel, die mir angezeigt wurden, waren auf jeden Fall relevant und interessant. Echte Fachtexte sind mir in der App allerdings noch nicht untergekommen – die Beiträge in meinen Boxen stammten zu großen Teilen von den üblichen Verdächtigen wie Spiegel, ZEIT, FAZ oder Handelsblatt.

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit drei Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Nicole hat die News-Aggregator-App "Flipboard" getestet ( Microsoft-Version, Android-Version, iOS-Version):

Screenshot von Flipboard-App [Quelle: e-fellows.net]

"Flipboard" preist sich selbst als "dein persönliches Magazin" an: Die App bietet die Möglichkeit, Artikel zu lesen, zu sammeln und zu teilen. Hast du interessante Themenbereiche, Personen oder Magazine gefunden, kannst du sie im Dashboard speichern und so dein eigenes tägliches News-Aggregat zusammenstellen.

Von FAZ über Stern bis hin zur Vogue – "Flipboard" zapft zahlreiche News-Quellen an. Das ist einerseits durchaus spannend, weil dir so zu einem Thema Artikel aus unterschiedlichen Perspektiven angeboten werden. Andererseits musst du dich aber auch durch sehr viele weniger hochwertige Artikel (und Werbung) kämpfen, bis du etwas wirklich Lesenswertes findest. Für alle, die eh schon über die Informationsflut schimpfen, ist "Flipboard" deswegen nicht die richtige App.

Meine Bewerbung: 

Sternebewertung mit drei Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Kunst und Kultur

Lino hat die Kunst- und Kultur-App "Arts & Culture" getestet ( Android-Version, iOS-Version):

Screenshot von Art-App [Quelle: e-fellows.net]

Wäre Datenhunger eine Krankheit, hätte Google schon längst ins Gras gebissen. Nachdem der Technotitan die Bibliotheken leergelutscht hat, werden seit 2011 auch die Schönen Künste verpixelt und so für die digitale Ewigkeit konserviert: Auf der üppigen Online-Plattform "Arts & Culture" können Internetverbraucher inzwischen geschätzte drölftausend Objekte durchsuchen, bezoomen, nach Farbe oder Material sortieren. Was immerhin lehrt, dass hundert monochrome Gemälde nebeneinander noch öder sind als eins allein.

Die "Arts & Culture"-App (für iPhone und Android) kann alles, was die Online-Plattform auch kann, nur schlechter. Wer Genuss dabei empfindet, sich auf einem Smartphone-Bildschirm durch die Uffizien zu pfriemeln, der hat die Meisterwerke der italienischen Renaissance auch im echten Leben nicht verdient.

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit zwei Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Gewohnheiten etablieren und To-do-Listen führen

Julia hat den Gewohnheits-Tracker "Fabulous" getestet ( Android-Version):

Screenshot von Fabulous-App [Quelle: e-fellows.net]

"Embark on a journey to reset your habits", verspricht Fabulous auf seiner Website. Die App basiert angeblich auf wissenschaftlichen Erkenntnissen und soll mir helfen, gesünder zu leben und organisierter zu werden. Dabei arbeitet Fabulous mit sogenannten "Herausforderungen", auf die ich mich als Nutzer einlasse. Zum Beispiel: Mir drei Tage hintereinander zehn Minuten Zeit nehmen, um eine To-do-Liste zu schreiben.

Also dann los! Sobald ich die Herausforderung angenommen habe, erinnert mich die App regelmäßig und nachdrücklich daran, was ich zu tun habe. Dank aktivierter Push-Benachrichtigungen poppt jeden Morgen pünktlich um 9 und begleitet von lautem Vibrieren eine Meldung auf, dass ich noch meine To-do-Liste schreiben muss. Ignorieren quasi unmöglich. Habe ich die Aufgabe tatsächlich erfüllt, kann ich das in der App mit einem Haken bestätigen. Sind die drei Mal voll, kommt die nächste Herausforderung auf mich zu. Später steigert sich die Zahl der Aufgaben pro Tag – dann gibt es neben dem sogenannten "Morgenritual" noch eines für den Nachmittag und für den Abend.

Begleitet werden die Herausforderungen von "Briefen", in denen Fabulous nützliche Hintergrundinformationen liefert. Zum Beispiel: Warum sind To-do-Listen sinnvoll? Wieso sollte man seine Aufgaben auf Papier notieren? Und weshalb sollte man sich pro Tag nur drei Aufgaben vornehmen? Eine personalisierte Ansprache und nette Grafiken ergänzen die App und machen sie zu einem angenehmen Wegbegleiter.

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit fünf Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Nicole hat den Gewohnheits-Tracker "Habitica" getestet ( Microsoft-Version, Android-Version, iOS-Version):

Screenshot von Habitica-App [Quelle: e-fellows.net]

"Habitcia" ist To-do-Liste und Rollenspiel in einem. "Gamify Your Tasks" lautet das Prinzip der App, das den Nutzer zur Gewohnheitsbildung und Steigerung seiner Produktivität anregt. Einfach downloaden und schon wird das eigene Leben zum Spiel. Gleich zu Anfang kann ich meinen eigenen Avatar erstellen. Gut, viele Gestaltungsmöglichkeiten gibt es nicht, doch schon nach kurzer Zeit ist mir die kleine verpixelte Figur inklusive Rüstung und Blume im Haar ans Herz gewachsen.

Nach dem Rollenspielprinzip wird der Krieger nun mit einer Gesundheits- und einer Erfahrungsleiste ausgestattet. Erledigst du deine Aufgaben, gewinnt deine Figur Punkte, verfolgst du deine To-dos nicht, muss dein Avatar dafür büßen. Eine "Das mach ich morgen"-Einstellung kann dem Mini-Me so schnell zum Verhängnis werden.

Hakst du dagegen brav deine Aufgaben ab, winken Boni wie Schwerter, Reittiere oder das nächste Level mit neuen Goodies, die dich in Kämpfen mit Monstern glänzen lassen. In der Schenke kannst du dich mit anderen Helden austauschen und dich zur Motivation in Gilden zusammenschließen

Mein Herz hat "Habitica" auf jeden Fall gewonnen, auch wenn ich das vom ersten Kampf, den ich mit meiner Kriegerin bestritten habe, nicht behaupten kann …

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit fünf Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Nicole hat die Produktivitäts-App "IRUNURUN" getestet ( iOS-Version):

Screenshot von irunurun-App [Quelle: e-fellows.net]

Ich muss ehrlich sein: Hätte ich die App nicht für diesen Artikel testen müssen, wäre sie nach dem ersten Öffnen sofort wieder von meinem Telefon verschwunden. Das Design wirkt altbacken, lieblos und – wie die schwarzen Balken im Bild oben und unten demonstrieren – nicht wirklich fürs Smartphone optimiert.

Von der Optik abgesehen tut "IRUNURUN" was es soll: Du trägst Gewohnheiten, die etabliert werden sollen, ein und hakst sie wieder ab. Dabei zeigt dir die App in Diagrammform deinen Fortschritt an und erlaubt dir, dich mit anderen Nutzern zu vernetzen und ihnen Nachrichten zu schreiben. Alles in allem kann die App aber nicht viel, was andere Apps nicht – in schönerem Design – auch können.

Meine Bewertung: 

Sternebewertung mit zwei Sternen [Quelle: e-fellows.net]

Im 1. Teil unseres App-Tests haben wir Studienhelfer (wie Karteikarten- oder Rechner-Apps) unter die Lupe genommen.

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