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Was kostet die Welt?

Im Ausland studieren [© contrastwerkstatt - Fotolia.com]

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Studiengebühren, Miete, Flug: Wie teuer ein Auslandssemester wird, hängt von vielen Dingen ab. Fünf Fragen, die man unbedingt beachten sollte.

Gibt es Studiengebühren?

Wie viel man fürs Studium im Ausland zahlt, kommt auf das Land und die jeweilige Hochschule an. In Frankreich und Skandinavien gibt es keine Studiengebühren, in Spanien sind sie mit 700 bis 1.400 Euro pro Jahr recht niedrig. Am teuersten ist das Studium in Amerika und in Australien. Dort zahlt man im Schnitt zwischen 11.000 und 17.000 Euro pro Jahr. In Australien müssen ausländische Studenten sogar mehr bezahlen als Einheimische. Innerhalb der EU sind solche Unterschiede verboten.

Wer gar keine Studiengebühren zahlen will, geht am besten an eine Partner-Uni der eigenen Hochschule oder bewirbt sich für ein Kooperationsprogramm wie Erasmus+. Da spart man nebenbei auch viel Aufwand bei der Organisation. Unabhängig davon verlangen viele Unis im Ausland zusätzlich einen Semesterbeitrag für die Verwaltung. Der kostet jedoch meist nicht mehr als 100 Euro.

Was kostet die Reise?

Je nachdem, wo ein Studienort liegt und wie leicht man ihn erreicht, steigen die Reisekosten. Und wer anfällig für Heimweh ist, braucht vielleicht sogar mehr als einen Hin- und Rückflug. "Viele wollen auch zu Weihnachten nach Hause, das muss man einkalkulieren", sagt Jutta Schmid vom International Office an der Uni Bochum. Bezahlen muss man in vielen Ländern außerhalb der EU auch für ein Visum. Das braucht man zum Beispiel für Amerika, Kanada, Australien oder Indien. Ein Studentenvisum für Amerika kostet beispielsweise 160 Dollar. Ob man ein Visum braucht und wie teuer es ist, erfährt man auf der Website der Botschaften.

Wie hoch ist die Miete?

Ist man angekommen, geht häufig das meiste Geld im Monat für die Miete drauf. Wie viel, hängt vom Ort ab, in dem man studiert. "Großstädte sind teurer als kleine, Paris kostet mehr als Toulouse", sagt Jutta Schmid von der Uni Bochum. "Wenn das Budget knapp ist, sollte man in eine kleinere Stadt gehen."

Bevor man sich für eine Stadt entscheidet, kann man die Mietspiegel der verschiedenen Orte vergleichen. Zum Beispiel auf der Website des Deutschen Akademischen Austauschdienstes: Unter "Länderinformationen" das jeweilige Land anklicken und bei "Leben vor Ort" die durchschnittlichen Mietkosten erfahren.

Zimmer in Studentenwohnheimen sind oft billiger. Ob noch ein Platz frei ist, kann man beim internationalen Büro der Auslands-Uni nachfragen – am besten ein paar Monate vor Semesterbeginn. Wichtig: Das Geld für die Kaution nicht vergessen. Meist werden gleich am Anfang mehrere Hundert Euro fällig.

Wie teuer sind Lebensmittel?

In Deutschland sind Milch, Brot und Gemüse im Vergleich mit vielen anderen europäischen Ländern günstig. Damit man von den Lebensmittelkosten nicht überrascht wird, empfiehlt es sich, vorher die Preise zu prüfen: In Polen zahlt man weniger, in Frankreich mehr als in Deutschland. Besonders teuer sind Lebensmittel in der Schweiz. Die Mensa der Uni Zürich zum Beispiel verkauft ein Mittagessen für umgerechnet etwa 8 Euro.

Was, wenn ich krank werde?

Wer in ein anderes EU-Land geht, kann sich die Auslandskrankenversicherung sparen. Die Ärzte dort akzeptieren die deutsche Versichertenkarte. Nur für besondere Leistungen, etwa einen Krankenrücktransport nach Deutschland, muss man extra bezahlen. Wer in einem Land außerhalb Europas studiert, zahlt für die Versicherung in der Regel 40 bis 50 Euro pro Monat.

Impfungen braucht man hauptsächlich für Länder in Asien, Afrika und Lateinamerika. Eine Gelbfieberimpfung kostet etwa 30, eine gegen Hepatitis B etwa 60 Euro. Welche Impfungen empfohlen werden, steht auf der Website des Auswärtigen Amtes.

Gut zu wissen: Wenn das Auslandssemester in der Studienordnung vorgeschrieben ist, muss das Bundesland der Hochschule die Impfungen bezahlen. Für den genauen Ablauf am besten bei der Uni nachfragen. Auch viele Krankenkassen übernehmen die Kosten. Eine kostenlose Übersicht findet man auf der Website des privaten Centrums für Reisemedizin. Auch wenn die eigene Kasse dort nicht genannt wird, kann man nachfragen und Glück haben.

© ZEIT Online ( Zur Originalversion des Artikels)

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