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Was kann ich im Ausland machen?

Reise Auslandssemester Mädchen Ausland [Quelle: Unsplash.com, Toa Heftiba]

Quelle: Unsplash.com, Toa Heftiba

Ein paar Ideen, um im Studium mal rauszukommen

Summer Schools

bieten sich für alle an, die während der Semesterferien Extra-Credits erwerben möchte. Die Fach- oder Sprachkurse werden während der Sommermonate auf der ganzen Welt angeboten. Sie dauern meist eine Woche bis zwei Monate. Auch sehr renommierte Unis bieten solche Kurse an. In Oxford etwa können künftige Autoren und Dichter im Kurs für Kreatives Schreiben an ihren Techniken feilen, in Harvard kann man derweil über Umweltprobleme oder zu Wirtschaft und Philosophie forschen. Das kann aber ziemlich teuer werden: Elite-Unis berechnen für ihre Angebote oft mehrere Tausend Euro. Kleinere Unis verlangen weniger. Stipendien für Summer Schools findet man auf der Webseite des Deutschen Akademischen Austauschdiensts (DAAD).

Forschungsprojekte

gibt es nicht nur zu Hause an der Uni oder Fachhochschule, sondern auch im Ausland. Wer sich zum Beispiel in seiner Masterarbeit mit den Auswirkungen des Brexits auf die britische Künstlerszene beschäftigt, kann nach Großbritannien fahren und vor Ort recherchieren. Den Aufenthalt kann man sich entweder selbst organisieren, indem man sich direkt an einen Professor an der Wunsch-Uni wendet, oder man nimmt an einem Programm teil. Masterstudenten der Informatik können zum Beispiel mit FIT weltweit vom DAAD ihre Abschlussarbeit in einem anderen Land schreiben, ein bis sechs Monate werden übernommen.

Sprachkurse

kann man auch im Ausland machen. Sie werden sowohl als begleitende Kurse im Semester angeboten als auch als Intensivkurse über die Ferien. Bei staatlich anerkannten Hochschulen, Sprachinstituten und privaten Kursanbietern kann man sich informieren, für welche Kurse ECTS-Punkte vergeben werden und welche mit einem Zertifikat abschließen. Die meisten Kurse werden nach dem gemeinsamen europäischen Referenzrahmen in sechs Niveaustufen angegeben: von A1 für Anfänger bis C2.

Freiwilligenarbeit

ist eine gute Möglichkeit, soziale Arbeit zu leisten und in einem fremden Land, fernab von Uni-Stress, mal den Kopf freizukriegen. Etwa, indem man sich in der Karibik um Meeresschildkröten kümmert, mit Waisenkindern ein Theaterprojekt vorbereitet oder ökologische Kaffeebohnen anbaut. Hilfe wird überall auf der Welt gesucht. Die Stellen findet man unter anderem über den Europäischen Freiwilligendienst, der sich an Menschen bis 30 Jahre richtet. Das Programm kümmert sich um die Versicherung, Unterkunft und Verpflegung. Die Flüge muss man aber meistens selbst bezahlen.

Auslandssemester

eignen sich nicht nur fürs Studium, sondern auch für alle, die ein internationales Praktikum machen möchten. Das Programm Erasmus+ unterstützt Studenten für drei bis zwölf Monate an einer Uni im Ausland, Praktikanten ab zwei Monaten. 33 europäische Länder wie Lettland und Portugal beteiligen sich daran. Am besten informiert man sich beim Akademischen Auslandsamt der eigenen Hochschule, welche Kooperationen sie mit internationalen Instituten pflegt. An der Gast-Uni brauchen Erasmus-Studenten keine Studiengebühren zu zahlen. Zurück an der eigenen Hochschule kann man sich die im Ausland erworbenen Leistungen oft anrechnen lassen, vor allem als Erasmus-Student. Monatlich bekommt man von dem Programm bis zu 500 Euro. Macht man ein Praktikum, können es bis zu 200 Euro mehr sein. Auf der Internetseite des DAAD findet man Praktikumsbörsen mit weltweiten Angeboten. Neben dem europäischen Austauschprogramm bieten viele Hochschulen auch Auslandssemester an Universitäten überall in der Welt an. Studienkoordinator oder Akademisches Auslandsamt können bei Fragen rund um die Bewerbung weiterhelfen. Infos über weitere Programme gibt es beim DAAD.

Freemover

suchen sich ihre Uni im Ausland unabhängig von Austauschprogrammen aus. Dafür muss man sich direkt bei der Wunsch-Hochschule bewerben. Das bedeutet viel Arbeit: Man muss planen und organisieren. Meistens muss man auch Studiengebühren zahlen, in England etwa liegen die bei 10.000 Euro pro Jahr. Finanzielle Unterstützung können die Studenten durch Auslands-Bafög erhalten. Bei bürokratischen Hürden helfen Privatanbieter wie College Contact weiter.

Internationale Studiengänge

sehen schon in der Studienordnung einen oder mehrere Aufenthalte in anderen Ländern vor. Wer sich beispielsweise für den trilingualen Studiengang Advanced European and International Studies entscheidet, studiert nicht nur in Berlin, sondern auch in Nizza und Canterbury. Wer etwa an der Uni Stuttgart Maschinenbau studiert, kann einen Doppelmaster machen. Das erste Jahr verbringt man in Deutschland, die letzten beiden Semester entweder in China oder Japan.

© ZEIT ONLINE (Zur Original-Version des Artikels)

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