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Was will ich im Ausland?

Interkulturelle Kompetenz [© anna_murashova - Fotolia.com]

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Es gibt viele Gründe, während des Studiums ins Ausland zu gehen: Die einen wollen Vorlesungen bei Nobelpreisträgern besuchen oder ein Praktikum in London oder New York machen, die anderen ein Semester lang Tequila-Shots aus Bauchnabeln schlürfen. Für 70 Prozent der Studenten ist es wichtig, dass sie im Ausland die Landessprache lernen, so eine neue DAAD-Studie. 60 Prozent versprechen sich, dass die Station gut im Lebenslauf aussieht. Wichtig ist, sich früh Gedanken zu machen, was man will – um bereits vor der Abreise den Grundstein für eine gute Zeit zu legen.

Vorsatz 1: Fachlich weiterkommen

Ein Auslandssemester ist eine gute Möglichkeit, sich im eigenen Fach zu spezialisieren oder neue Teilgebiete kennenzulernen. Wer dies vorhat, wählt sein Ziel in erster Linie nach dem Studienvorhaben aus – und nicht so sehr danach, ob Stadt oder Region attraktiv sind. "Man sollte sich anschauen, welche Unis geeignete Kurse für das eigene Fachstudium anbieten", rät Stephanie Schröder, Leiterin des International Office der Uni Osnabrück. Fast überall kann man heute online im Vorlesungsverzeichnis die Kurse durchsehen. Meist zeigt bereits dieses Angebot, ob die Gast-Uni für die eigene Spezialisierung etwas bietet. Auf jeden Fall sollte man mit der Suche nicht erst auf den letzten Drücker beginnen: Häufig sind besonders gute Unis auch besonders beliebt. Bei einigen Hochschulen muss man sich schon ein Jahr im Voraus bewerben.

"Außerdem kann man recherchieren, wer zum eigenen Thema bereits publiziert hat – und wo derjenige lehrt", sagt Stephanie Schröder. Man kann im Auslandssemester gezielt bei den Professoren studieren, die Experten für das eigene Thema sind oder deren Ansätze man besonders schätzt. Eine gute Idee ist es, eigene Forschungsvorhaben voranzutreiben, um diese später für die Bachelor- oder Masterarbeit zu verwenden.

Allerdings sind für ein Auslandssemester, das auch wissenschaftlich wertvoll sein soll, gute Kenntnisse der Unterrichtssprache unerlässlich – mindestens auf Niveau B1. Viele Unis fordern sogar B2 oder C1. "Man darf nicht vergessen, dass die Sprache nicht bloß im Alltag eine wichtige Rolle spielt", sagt Schröder. "Nur, wenn man den Dozenten in den Vorlesungen folgen und Prüfungen in der Landessprache ablegen kann, ist das Semester fachlich ein Gewinn."

Ein kleiner Traum von vielen ist es, ein Semester bei den Prominenten, den großen Namen des eigenen Fachs zu studieren, also meist an einer Elite-Universität in den USA oder in England. Eine tolle Möglichkeit, viel zu lernen und fachlich voranzukommen. Allerdings sind in Harvard, Oxford oder Yale die Plätze begrenzt, und die Bewerbung ist komplex: Man braucht hervorragende Noten, ein überzeugendes Motivationsschreiben, mehrere Empfehlungen und einen Englischtest mit einer sehr hohen Punktzahl. Außerdem sind die Studiengebühren an diesen Unis sehr hoch. Die Fulbright-Kommission und die Studienstiftung des Deutschen Volkes vergeben zwar jährlich Voll- und Reisestipendien an deutsche Austauschstudenten in den USA, doch die sind so begehrt wie die Studienplätze selbst.

Eine Alternative sind die Summer-Schools der Elite-Unis: Da geben renommierte Professoren Intensivkurse für zwei bis acht Wochen. Für wen es dabei nicht gleich Harvard oder Cambridge sein muss, der kann auf der Internetseite shortcoursesportal.com nach ähnlichen Sommerprogrammen suchen. Die Summer-School in Utrecht lädt jedes Jahr hervorragende Gastprofessoren aus aller Welt ein.

Egal, an welcher Uni man landet: Noch vor der Abreise sollte man mit dem Prüfungsamt oder dem Zuständigen des Studiengangs abstimmen, welche Kurse man belegen will. Gerade bei selbst organisierten Auslandssemestern oder bei Unis, mit denen die eigene Hochschule nicht kooperiert, sollte man sich absichern, dass die Kurse anerkannt und die Punkte angerechnet werden. Haben die Hochschulen eine Partnerschaft geschlossen oder kooperieren zumindest die Fachbereiche, gibt es selten Probleme. Notwendig ist die Absprache dennoch.

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