Viele Wege führen zur Promotion

Doktoranden [© apops - Fotolia.com]

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Wer nach seinem Studium promovieren möchte, kann zwischen der Arbeit am Lehrstuhl, einem Graduiertenkolleg, Stipendien und der Promotion im Unternehmen wählen. Entscheidend für den Erfolg der Promotion ist die Wahl des richtigen Modells.

Wissenschaft zieht an - vor allem die sehr guten Studenten. Eine Befragung von e-fellows.net und McKinsey aus dem Jahr 2007 zeigt: Knapp 20 Prozent der 3.000 befragten Stipendiaten von e-fellows.net planen nach dem Uniabschluss eine Promotion. Ein weiteres Fünftel promoviert bereits. Auch in Deutschland ist die Zahl der Promovierten überdurchschnittlich. Ihr Anteil an der Gesamtbevölkerung beträgt laut einer OECD-Statistik 1,3 Prozent - das ist ein Drittel mehr als der europäische Durchschnitt. Auf dieser Website findest du einen Überblick über die Promotionsnoten in Deutschland.

Warum promovieren?

Doch warum stürzen sich so viele begabte junge Menschen überhaupt auf die Promotion? Warum wollen sie Schaffenskrisen und Selbstzweifel, die sporadischen Begleiter jeder Dissertation, auf sich nehmen? Warum verzichten sie im Durchschnitt für gut vier Jahre auf ein höheres Einkommen? Darauf gibt es nicht nur eine Antwort. Häufig spielt die Herausforderung, sich ausführlich mit einem bestimmten Thema zu beschäftigen, eine Rolle. Auch über schwierige Phasen und Durststrecken hinweg. Das stählt den Willen und die Überzeugung, auch langwierige Projekte zu einem erfolgreichen Ende zu bringen. Zudem steigen durch eine Promotion die Karrierechancen: Das Ansehen Promovierter ist sehr gut, ihnen werden meist höhere analytische Fähigkeiten zuerkannt. Nicht zuletzt steigt damit auch häufig das Gehalt.

Wie lange darf's denn dauern?

Maximal zwei bis drei Jahre soll die Promotion dauern, meinen viele Doktoranden zu Beginn ihrer Promotion. Für nur 15 Prozent geht der Wunsch jedoch in Erfüllung. Alle anderen brauchen vier Jahre oder länger bis zum Abschluss ihrer Arbeit. Tatsächlich schmilzt das zu Beginn scheinbar riesige Zeitbudget oft rasant dahin und hinterlässt die Frage: Wann bleibt neben den Tätigkeiten für den Lebensunterhalt - Nebenjobs oder die Arbeit am Lehrstuhl - eigentlich noch Zeit für die Promotion?

Das Ziel bestimmt den Weg

Ausstattung und Zeitbudget hängen dabei stark vom eingeschlagenen Weg ab. Etwa zwei Drittel der Doktoranden arbeiten als wissenschaftliche Mitarbeiter an Universitäten und Forschungsinstituten. Sie klagen häufig über zu viele nicht zielführende Nebentätigkeiten. Die anderen sind laut einer Befragung des Doktorandennetzwerks Thesis aus dem Jahr 2004 zu etwa gleichen Teilen Stipendiaten einer Stiftung, eines Graduiertenkollegs oder externe Doktoranden. Auch sie befällt das Zeitproblem, wenn auch aus anderen Gründen.

Ich promoviere - wer hilft?

Bei der Wahl der geeigneten Promotionsvariante stellt sich vor allem die Frage: Kann ich mit meinem Modell auf Ressourcen zurückgreifen, die mir persönlich weiterhelfen? Damit sind sowohl personelle Ressourcen gemeint wie zum Beispiel Hiwis. Aber auch materielle und organisatorische Unterstützung in Form von Geräten, der Einbindung in wissenschaftliche Netzwerke oder der Förderung von Kongressbesuchen.

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