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Zwei Wege zur Manager-Karriere

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"Man lernt nie aus!" ist schon lange keine leere Floskel mehr. e-fellows.net stellt die zwei wichtigsten Varianten der wirtschaftswissenschaftlichen Weiterbildung vor – den Master in Management und den Master of Business Administration.

Der Master of Business Administration (MBA) ist eine klassische Managementausbildung und kommt ursprünglich aus den USA. Inhaltlich richtet er sich vor allem an Nicht-Wirtschaftswissenschaftler, die Führungsaufgaben übernehmen wollen. Ein MBA bildet somit den Ausgangspunkt für Karriere- und Gehaltssprünge. In den letzten zehn bis fünfzehn Jahren wurde der MBA auch in Europa immer bekannter. Weltweit gibt es inzwischen tausende MBA-Studiengänge, alleine in den USA sind es 4.000.

Auf dem Vormarsch ist auch der Master in (International) Management - bislang vor allem in Europa: Über 70 Prozent der 250 Programme werden hier angeboten. Mehr als die Hälfte aller GMAT-Prüflinge ist inzwischen unter 25 Jahre alt. MiM ist allerdings keine akademische Bezeichnung – das Programm kann ein Master of Science (MSc) oder ein Master of Arts (MA) sein. Angeboten werden MiM-Studiengänge von Fachhochschulen, Universitäten und Business Schools.

Zielgruppen von Master in Management und Master of Business Administration

Beide Angebote richten sich an Personen, die eine Fach- oder Führungslaufbahn im internationalen Umfeld anstreben. Während der MiM für Bachelorabsolventen mit keiner oder nur geringer Berufserfahrung (~ 1 Jahr) gedacht ist, werden im MBA drei bis fünf Jahre relevante Berufserfahrung gefordert. Executive-MBA-Programme setzen eine noch längere Berufserfahrung voraus. Begründen lässt sich diese Forderung mit der Zielsetzung der MBA-Programme: Die Studenten sollen sich untereinander austauschen und gegenseitig von ihrem Wissen und ihrer praktischen Erfahrung profitieren.

Bedingt durch die Berufserfahrung unterscheidet sich auch das Durchschnittsalter der Programmteilnehmer: MiM-Studenten sind in der Regel zwischen 20 und 27 Jahre alt, das Durchschnittsalter ist 23 Jahre. Bei MBA-Teilnehmern liegt die Altersspanne bei 27 bis 32 Jahren.

Neben Alter und Beruf spielt auch der akademische Hintergrund eine wichtige Rolle: Der MBA richtet sich an Personen ohne wirtschaftlichen Hintergrund. Der Master in Management wurde dagegen als konsekutives Masterstudium entwickelt, das auf einem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor aufbaut und dessen Inhalte vertieft und auf eine Promotion vorbereitet. Es gibt auch berufsbegleitende MIM-Studiengänge, zum Beispiel den Teilzeit-MiM der HHL Leipzig und der ESCP Europe in Berlin.

Inzwischen existieren auch viele MiM-Angebote für Personen mit fachfremdem Hintergrund: Nur 20 Prozent der MiM-Programme weltweit fordern ausdrücklich einen wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor. Ein Viertel richtet sich an Bachelor-Absolventen mit Vorkenntnissen in Methodik und Statistik (zum Beispiel aus einem Soziologie-, Psychologie- oder Politologie-Studium). Die Hälfte aller Studiengänge steht allen Fachrichtungen offen und es gibt sogar Programme, die explizit keine Wirtschaftswissenschaftler ansprechen (zum Beispiel der Master in General Management der Zeppelin Universität oder der Master of Science in Business der CATÓLICA-LISBON).

Inhalt und Dauer der Weiterbildungsprogramme

Als konsekutives Programm vertieft der MiM die Inhalte aus dem wirtschaftswissenschaftlichen Bachelor-Studium und stellt hohe Anforderungen an die mathematischen und analytischen Fähigkeiten der Studenten. Alle wichtigen Management-Themen wie Marketing, Strategie, Finanzierung und Organisation werden abgedeckt, die Studenten wählen aber meist einen Schwerpunkt. Dieser kann vor allem für eine wissenschaftliche Karriere wichtig sein. Die meisten Master in Management in Europa schließen mit einem MSc in Management ab. Trotz der Forschungs Oft sind Business Cases und Praktika in Unternehmen im Lehrplan vorgesehen.

Auch der MBA behandelt die wichtigsten Management-Inhalte, ist dabei aber sehr viel praxisorientierter und weniger theoretisch. Weil die Teilnehmer Berufserfahrung haben, wird Teamarbeit zu einem aktiven Austausch von Erfahrungen, besonders bei der Bearbeitung von Business Cases. Auch Projekte in Unternehmen sind möglich.

Die Dauer der Programme variiert von Universität zu Universität und hängt auch davon ab, ob die Voll- oder Teilzeitversion gewählt wird. Grundsätzlich dauern die Programme zwischen einem und zwei Jahren.

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