Partner von:

Was bedeutet dieser Abschluss?

Frau mit Bleistift und Doktorhut Master Abschluss Promotion (© detailblick - fotolia.com)

© detailblick - fotolia.com

Was sich hinter den Kürzeln für den Masterabschluss verbirgt.

M. A.: Master of Arts

Vor der Bologna-Reform wurde in Deutschland der Magister Artium vergeben, heute ist dieser Abschluss bis auf wenige Ausnahmen durch den Master of Arts ersetzt. Es ist der häufigste Masterabschluss in Deutschland. Obwohl der Zusatz "of Arts" auf eine künstlerische Ausbildung schließen lassen könnte, geht nur ein geringer Teil dieser Abschlüsse an Absolventen von den Kunsthochschulen, vor allem aus den Bereichen der darstellenden und angewandten Künste. Üblicherweise wird dieser Master in den Sprach-, Kultur- und Sozialwissenschaften vergeben. Je nach inhaltlicher Ausrichtung des Studiums auch an Wirtschafts- und Sportwissenschaftler sowie Absolventen der Theologie.

M. F. A.: Master of Fine Arts

Im Unterschied zum Master of Arts geht dieser Abschluss tatsächlich vor allem an Künstler, also Absolventen der freien und bildenden Kunst. Für die Zulassung wird nicht nur ein Bachelor vorausgesetzt, sondern oft das Bestehen eines aufwendigen Bewerbungsverfahrens. Zum Beispiel müssen Bewerber eine Kunstmappe einreichen, eine praktische Aufnahmeprüfung oder ein Bewerbungsgespräch absolvieren. Studiengänge, die zum Master of Fine Arts führen, lassen den Studenten viel Raum zur künstlerischen Entfaltung. Klausuren oder Hausarbeiten sind seltener, dafür lernen die angehenden Künstler beispielsweise, wie man eine Ausstellung konzipiert und Kunstwerke präsentiert.

M. Ed.: Master of Education

Um Lehrer zu werden, mussten Studenten früher zwei Staatsexamensprüfungen ablegen, in manchen Bundesländern ist das bis heute so. Seit der Bologna-Reform haben die meisten Länder aber auf den Master of Education umgestellt: Er ist dem ersten Staatsexamen gleichgestellt und berechtigt Absolventen dazu, ein Referendariat an einer Schule anzutreten. Der M. Ed. kann auch studiert werden, wenn man keinen Bachelor of Education absolviert hat. Wer einen B. A., B. Sc. oder B. Eng. hat, muss allerdings zwei lehramtsrelevante Fächer studiert haben, etwa Mathe und Physik oder Deutsch und Geschichte, und ein Eignungs- und ein Orientierungspraktikum absolvieren. Ein Vorteil der Umstellung gegenüber dem Studium auf Staatsexamen ist, dass man sich nicht schon zu Studienbeginn auf eine Schulform festlegen muss, sondern dafür bis zum Eintritt in den Master Zeit hat.

LL. M.: Master of Laws

Die Abkürzung LL. M. bedeutet Legum Magister, "Magister der Rechte". Das doppelte L steht dabei für die Mehrzahl des lateinischen Wortes Lex, also "Recht". Der LL. M. richtet sich genau wie der Bachelor of Laws an Studenten, die zum Beispiel als Steuerberater, Wirtschaftsprüfer oder Rechtsberater in Unternehmen arbeiten wollen. Mit der Kombination Bachelor LL. M. und Master LL. M. ist es nicht möglich, Richter, Rechts- oder Staatsanwalt zu werden. Dafür braucht man nach wie vor das juristische Staatsexamen und ein zweijähriges Referendariat. Studenten der Rechtswissenschaften können den LL. M. aber als eine Art Zusatzqualifikation an das erste oder zweite Staatsexamen anschließen. Das hilft etwa bei der Arbeit im englischsprachigen Ausland, wo der LL. M. üblich ist.

M. Mus.: Master of Music

Dieser akademische Grad geht an Absolventen von Musikhochschulen, die etwa ein Instrument, Gesang oder Musikpädagogik studiert haben. Mit dem Abschluss kann man Musik lehren oder als Ensemble- oder Festspielleiter arbeiten.

M. Sc.: Master of Science

Der M. Sc. oder M. S. wird meist in den Naturwissenschaften vergeben, ebenso in Mathematik und Informatik, in Agrar-, Ernährungswissenschaften und Psychologie. Auch Studenten der Wirtschafts- und Ingenieurwissenschaften können Master of Science werden, je nach Konzeption ihrer Studiengänge. Master aus dem Bereich der medizinischen Forschung können das Kürzel M. Sc. tragen, etwa Molekulare Medizin oder Biomedical Engineering. Man kann auch mit einem B. Eng., dem Bachelor of Engineering, einen M. Sc. machen und mit dem Bachelor of Science einen M. Eng.

M. Eng.: Master of Engineering

Während viele Universitäten einen M. Sc. an Absolventen der Ingenieurwissenschaften vergeben, ist an Fachhochschulen der Master of Engineering üblich – je nach Fach haben die Abschlüsse viele Überschneidungspunkte. Die Fachhochschulen wollen sich von den theoretischer ausgerichteten Studiengängen der Universitäten abheben und beanspruchen, deutlich praxisorientierter zu sein. Typische Fächer mit diesem Abschluss sind beispielsweise Maschinenbau, Elektrotechnik und Produktionstechnik.

nach oben

Im e-fellows.net wiki kannst du dein Wissen teilen und von den Erfahrungen anderer Stipendiaten profitieren.

Verwandte Artikel

Hol dir Karriere-Infos,

Jobs und Events

regelmäßig in dein Postfach

Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren