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Master of Public Policy (MPP)

Die Berliner Skyline [Quelle: Wikimedia Commons, Autor: Drrcs15, CC BY-SA 3.0]

Quelle: Wikimedia Commons, Drrcs15 - CC BY-SA 3.0

Der zweijährige englischsprachige Master of Public Policy ist das Paradestück der Hertie School of Governance. Er richtet sich an Absolventen der Wirtschafts-, Rechts- und Politikwissenschaften. Teilnehmer lernen, sich sicher auf und zwischen dem öffentlichen, privatwirtschaftlichen und zivilen Sektor zu bewegen. Daher ist der MPP ein ausgezeichnetes Sprungbrett für Führungspositionen im öffentlichen Dienst und in internationalen oder Nichtregierungsorganisationen.

"Public Policy" ist ein interdisziplinäres staatswissenschaftliches Fach. Es behandelt Fragen aus dem Spannungsfeld von Wirtschaft, Gesellschaft und Recht. Der Master of Public Policy beschäftigt sich also mit Wirtschafts- und Ordnungspolitik im weiteren Sinne. Dabei vertritt der MPP einen so genannten "trisektoralen" Ansatz: Er bezieht neben dem öffentlichen und privatwirtschaftlichen auch den zivilen Sektor mit ein.

Wieso ein Master of Public Policy?

Um den großen makrostrukturellen Veränderungen erfolgreich zu begegnen, bedarf es nicht nur einer Reform der politischen Institutionen. Auch das Führungspersonal im öffentlichen Sektor braucht eine bessere und vor allem berufsspezifischere Ausbildung. Denn in der Ministerialbürokratie herrschen noch immer recht traditionelle Verhältnisse: Juristen sind deutlich in der Überzahl, wodurch Standpunkte anderer Disziplinen nur selten Berücksichtigung finden, und nach oben kommt oft leichter, wer das richtige Parteibuch besitzt. Dass dies ein Manko ist, haben die Ministerien mittlerweile verstanden und beginnen, sich auch für andere Karrierepfade zu öffnen.

Ein Studiengang, der eine wichtige Lücke schließt

Doch erstklassige universitäre Ausbildungsangebote für Nachwuchskräfte im öffentlichen Sektor waren bis vor wenigen Jahren in Deutschland noch Fehlanzeige - ganz im Gegensatz zum Ausland, wo Hochschulen wie die Sciences Po in Paris oder die Harvard Kennedy School of Government in den USA längst als exzellente Schmieden für Führungskräfte im öffentlichen Bereich anerkannt sind. Der Master of Public Policy der Hertie School schließt nun auch in Deutschland diese Lücke.

Praxisorientiertes Studium

Die Hertie School of Governance möchte Forschung und Anwendung sowie Wissenschaft und Politik verbinden. Die Lehre ist daher stark fallstudienorientiert ausgerichtet.

Trisektoraler Ansatz

MPP-Studenten sollen vor allem eines lernen: Über den Tellerrand der eigenen Disziplin und des eigenen Sektors hinauszublicken. Deshalb liegt ein besonderer Schwerpunkt auf sektorübergreifenden Problemlösungen wie Public-Private Partnerships oder Transnational Self-Governance.

Eine Programmteilnehmerin im Gespräch

Wie bist du auf den Master of Public Policy aufmerksam geworden und warum haben Sie ihn gewählt?

Ich habe die Hertie School auf einem Master Day in Maastricht kennengelernt, den wir Studenten organisiert haben. Gefallen haben mir an dem Programm die Interdisziplinarität, die generalistische Ausrichtung und der Schwerpunkt auf Regierungsführung. Nach meinem Traineeship in Brüssel, das ich im Büro von Martin Schulz absolviert habe, bin ich nach Berlin gegangen. Dort habe ich in seinem Team für die Europawahl gearbeitet und mich dabei in die Stadt verliebt. Dass die Hertie dort ihren Sitz hat, war also auch ein Pluspunkt.

Wie sieht dein Uni-Alltag aus?

Da ich als studentische Hilfskraft im Bundestag arbeite, pendele ich meist zwischen Job und Uni. Das ist  gut möglich, weil wir pro Semester nur vier Kurse haben. Man sollte sich allerdings von dem scheinbar geringen Kurspensum nicht täuschen lassen – Studenten an der Hertie School müssen sehr viel selbstständig vor- und nachbereiten. Deshalb trifft man mich auch oft in der Bib oder in einem Study Room an.

Findest du den Master denn arbeitsaufwändiger als dein Bachelor-Studium?

Die Hertie School verlangt schon viel von ihren Studenten, aber ich habe das Gefühl, dass mich die Uni Maastricht sehr gut darauf vorbereitet hat. Trotzdem war es für mich ein Highlight, als ich den Statistikkurs im ersten Semester mit einer guten Note bestanden habe – davor hatte ich etwas Bammel.

Womit hat das Master-Studium dich überrascht?

Ich dachte, dass das Verhältnis untereinander kompetitiver sei. Glücklicherweise ist dem nicht so. Die Hertie School ist eine kleine Schule und der Umgang sehr familiär. Die Diskussionen mit meinen Kommilitonen finde ich überaus spannend und bereichernd. In Maastricht haben wir ja alle gemeinsam bei null angefangen und hatten dadurch denselben Wissensstand. Hier bringt jeder andere Kenntnisse mit. Unter meinen Kommilitonen sind Mathematiker und Volljuristen ebenso wie eine Informatikerin. Viele Studenten kommen auch aus dem Ausland, ich habe zum Beispiel einen großen Freundeskreis aus Lateinamerika.

Wie finanzierst du den Master?

Ich habe ein kleines Teilstipendium, einen Kredit und arbeite nebenher. Die Frage der Finanzierung hat mich schon beschäftigt, aber man bekommt ohne Probleme einen Kredit von der kfw, und die Arbeit empfinde ich auch nicht als Belastung.

Hast du schon ein Karriereziel nach dem Master?

Ich könnte mir sehr gut vorstellen, einige Zeit als wissenschaftliche Mitarbeiterin für einen Bundestagsabgeordneten zu arbeiten. Auch längerfristig möchte ich in der Politik bleiben. Das klingt vielleicht idealistisch, aber ich glaube, dass man in diesem Beruf etwas bewirken und die Welt ein bisschen besser machen kann.

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