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LL.M. - Infos, Programme, Stipendien

Wie aussichtsreich ist deine Bewerbung auf ein LL.M.-Studium? Unsere Datenbank hilft dir, deine Chancen einzuschätzen.

Du kannst sehen, an welchen Law Schools und mit welchen Noten, Sprachkenntnissen und Vorerfahrungen sich die e-fellows für einen LL.M.-Studiengang beworben haben, und ob ihre Bewerbung erfolgreich war.

Ob in Deutschland oder international - für jeden ist etwas dabei: Hier findest du eine Übersicht aller LL.M.-Programme unserer Partnerhochschulen.

Damit du dir einen LL.M. leisten kannst, bieten viele Law Schools und Kanzleien, aber auch Stiftungen und der Staat Stipendien an.

Der LL.M. Day von e-fellows.net bietet Jurastudenten, Referendaren und Volljuristen die Möglichkeit, einige der besten Law Schools der Welt kennenzulernen.

Ein LL.M. im Lebenslauf bescheinigt dem Juristen Internationalität - aber wo studieren? e-fellows berichten von ihrem LL.M.-Studium: Von USA bis Neuseeland.

Hier erklären wir, wer einen LL.M. machen kann, wie du deine Law School auswählst, warum der bekanntere LL.M. nicht immer der beste ist, und was dir der Abschluss bringt.

Im Buch "Der LL.M." finden Nachwuchsjuristen die wichtigsten Informationen rund um den Master of Laws wie Bewerbung und Finanzierung.

Jura zählt zu den beliebtesten Hochschulfächern in Deutschland. Kein Wunder – denn am Ende des langen und bisweilen stressigen Wegs zum Volljuristen erwarten dich gut bezahlte Jobs und ein hohes Ansehen für deine Arbeit. Bevor du mit einem Jurastudium den Grundstein hierfür legst, gilt es aber zunächst, einige wichtige Fragen zu klären: Wo kann ich Jura studieren? Was sind die Voraussetzungen? Und welche beruflichen Perspektiven bieten sich nachher in den verschiedenen Branchen?

Studiengang nach Berufsziel wählen: Anwalt oder Rechtspfleger?

Wer im Recht seine berufliche Zukunft sieht, sollte sich vor der Bewerbung um einen Studienplatz überlegen, welchen Beruf er später ausüben will. Ist es dein Ziel, als Anwalt, Richter, Notar, Staatsanwalt oder im höheren Verwaltungsdienst tätig zu sein, studierst du Rechtswissenschaften auf Staatsexamen. Bestehst du dieses sehr umfängliche Jurastudium sowie die Erste und Zweite juristische Staatsprüfung, darfst du dich Volljurist nennen. Möchtest du hingegen außerhalb reglementierter juristischer Berufe arbeiten, sollte deine Wahl auf ein Bachelor-Studium mit juristischem Schwerpunkt fallen. Der Weg zum Rechtspfleger wiederum führt über eine Ausbildung. Eine weitere akademische Option bieten Zwei-Fach-Bachelor-Studiengänge mit juristischem Nebenfach. Im Hauptfach studierst du hier ein nicht-juristisches Fach wie Wirtschaft, Medienwissenschaften oder Medizin. Du qualifizierst dich damit für Tätigkeitsfelder in der freien Wirtschaft, in denen du eine beratende Position für juristische Angelegenheiten einnehmen musst.

Welche Voraussetzungen brauche ich für ein Jurastudium?

Für ein Jurastudium benötigst du Abitur, bestenfalls mit sehr guten Noten. Jedoch werden auch Freiwilligendienste, Wartesemester und Praktika bei deiner Studienbewerbung berücksichtigt. Unis wie Heidelberg, die HU Berlin oder die LMU München haben eine Zulassungsbeschränkung, im Hochschuljargon NC oder Numerus clausus genannt. Andere Hochschulen wie Greifswald, Jena oder Passau bieten zulassungsfreie Studiengänge an. Du solltest dich bei deiner Studienortwahl gut informieren und recherchieren, welche Voraussetzungen an den jeweiligen Unis gelten und welche Schwerpunkte und Studieninhalte sie anbieten. Unabhängig vom Anforderungskatalog der jeweiligen Hochschule schadet es auch nicht, wenn du bestimmte persönliche Stärken mitbringst: Dazu gehören Kommunikationsfähigkeit, sichere Deutschkenntnisse, logisch-analytisches Denkvermögen und eine gute Portion Durchhaltevermögen.

Studium der Rechtswissenschaft

Ein Jurastudium dauert je nach Studienort und individueller Leistung zwischen acht und zehn Semestern. Das Grundstudium umfasst vier Semester und schließt mit einer Zwischenprüfung ab. Behandelt und geprüft werden Öffentliches Recht, Strafrecht und Zivilrecht mit europäischen Gesichtspunkten. Daran schließt das Hauptstudium an, das mit der Pflichtfachprüfung endet. Im Hauptstudium vertiefst du deine Kenntnisse in Zivilrecht, Strafrecht und Öffentlichem Recht aus dem Grundstudium und wählst Schwerpunkte, in denen du bekannte Bereiche weiter verfolgst oder neue Rechtsfelder erschließt. Zudem bildest du dich in Rechtsgeschichte, Rechtsphilosophie sowie in juristischer Methodenlehre weiter und erwirbst Schlüsselqualifikationen beziehungsweise Soft Skills wie Vernehmungslehre, Rhetorik, Verhandlungsführung, Mediation oder Datenverarbeitung. Auch Pflichtpraktika gehören zum Studieninhalt. Dabei sind internationale Ausrichtungen möglich, wenn auch komplizierter als in anderen Fächern.

Die Pflichtfachprüfung

Das Pflichtfachstudium begleitet angehende Juristen durch die gesamte Studienzeit und schließt mit der staatlichen Pflichtfachprüfung ab. Diese Pflichtfachprüfung besteht zu 30 Prozent aus Aufgaben, die einen speziellen universitären Schwerpunkt abdecken und die die Uni selbst erstellt hat. Das bedeutet umgekehrt, dass (nur) 70 Prozent der Prüfungsinhalte vom Staat kommen (hier wirst du in den drei großen Rechtsgebieten Strafrecht, Privatrecht und Öffentlichem Recht staatlich geprüft). Es kann also nicht wirklich von einem Staatsexamen gesprochen werden, obwohl diese Prüfung gemeinhin als "Erstes Staatsexamen" betitelt wird. Korrekt wird diese Prüfung "Erste juristische Staatsprüfung genannt". Ist die Hürde der Ersten juristischen Prüfung gemeistert, trittst du als geprüfter Rechtskandidat dein Referendariat an.

Mit Referendariat und dem zweiten Staatsexamen zum Volljuristen

Im Referendariat oder Vorbereitungsdienst absolvierst du zwei Jahre lang den praktischen Teil deiner Juristenausbildung. Während der Arbeit an Gerichten, in der Verwaltung, Staatsanwaltschaft oder in Kanzleien lernst du als Rechtskandidat zum Beispiel die Feinheiten der Urteilsschreibung und Aktenbearbeitung kennen. Deine Referendarstelle kannst du teilweise frei wählen und wird in der Regel mit circa 800 Euro Unterhaltsbeihilfe pro Monat vergütet. Mit dem Zweiten Staatsexamen endet anschließend dein Jurastudium. Diese Prüfung besteht aus mehreren Klausuren und mündlichen Prüfungen. Hast du das Zweite Staatsexamen bestanden, kannst du als Rechtsanwalt und später auch (nach weiteren Prüfungen) als Notar, Staatsanwalt oder Richter arbeiten.

Bachelor of Laws als Alternative zum Staatsexamen

Strebst du keine Karriere als Anwalt oder Richter an, dann ist ein Bachelor-Studium das Richtige. Das Inhaltsspektrum ist breit, mögliche Studienfächer sind beispielsweise Wirtschaftsrecht, Immobilienrecht, Economics and Law, Sozialrecht, Informationsrecht oder Recht und Politik. Inhaltlich kombinierst du im Bachelor of Laws Rechtswissenschaften mit anderen Fachgebieten wie Wirtschaft oder Medizin, vor allem, wenn du dich für einen Zwei-Fach-Bachelor entscheidest. Nach etwa sechs Semestern schließt du den Bachelor of Laws (LL.B.) ab und arbeitest als Jurist in der freien Wirtschaft oder Verwaltung. Du vereinst wertvollen Sachverstand in ausgewählten Rechtsgebieten mit Kompetenzen in anderen Fachbereichen.  Prüfungsleistungen im Bachelor of Laws erbringst du studienbegleitend; die wichtigste ist deine wissenschaftliche Bachelor-Arbeit im letzten Semester. Ein Jurastudium auf Bachelor-Basis kannst du an Universitäten, (Fach-)Hochschulen und Law Schools absolvieren.

Im Anschluss: Master of Laws (LL.M.) oder ein Job in der Rechtsabteilung

Dein Wissen aus dem Bachelor kannst du mit einem Master-Studium (LL.M.)erweitern. Ein Wechsel an eine andere Hochschule ist dabei nicht ausgeschlossen. Das Master-Studium umfasst weniger Semester als der Bachelor-Abschluss – in der Regel vier. Willst du nach Abschluss deines Jurastudiums endlich das lang versprochene Geld verdienen, ergeben sich in der privaten Wirtschaft, in Medienunternehmen, im Verwaltungswesen oder bei Behörden viele Möglichkeiten. Du prüfst dort in der Rechtsabteilung oder im Justiziariat beispielsweise, ob Veröffentlichungen gesetzeskonform sind oder wie es um die Erfolgsaussichten von Streitfällen bestellt ist. 

Fazit Jurastudium

Wie du siehst, bietet sich dir nach dem Jurastudium viele Möglichkeiten, dich beruflich zu orientieren. Deine grundlegende Entscheidung für oder wider Bachelor/Master/Staatsexamen sollte sich danach richten, ob du in einem juristisch reglementierten Beruf (nur mit Staatsexamen) arbeiten willst oder im juristischen Fach-Team von Behörden oder Konzernen. Eine Spezialisierung auf einen bestimmten Fachbereich ist unumgänglich und sollte vorab ebenfalls gut recherchiert werden.

Auch wenn ein Studium der Rechtswissenschaften mit einem niedrigen oder gar ohne NC (Numerus clausus) angeboten wird, solltest du dir im Klaren sein, dass ein Jurastudium kein Zuckerschlecken ist. Es erwarten dich Hausarbeiten, Klausuren und zwei anstrengende Examensvorbereitungsphasen mit einer Menge an Lernstoff, die ihresgleichen sucht. Dafür lockt das große Geld: Entscheidest du dich beispielsweise für den Anwaltsberuf, liegen die Einstiegsgehälter für Juristen zwischen 38.000 und 50.000 Euro in Kleinkanzleien und zwischen 85.000 und 120.000 Euro in Großkanzleien wie Freshfields Bruckhaus Deringer, Clifford Chance oder Hengeler Mueller. Aber ein Jurastudium bietet dir die Chance auf mehr als nur auf finanzielle Absicherung: Du erfüllst (beispielsweise als Anwalt) eine wichtige gesellschaftliche Funktion, indem du Menschen oder Unternehmen zu ihrem Recht verhilfst. Außerdem eignest du dir im Jurastudium ein umfangreiches politisch-gesellschaftliches Allgemeinwissen an – ein weiterer Grund, warum Anwälte in der Regel ein hohes Ansehen genießen.