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Bucerius Campus (Quelle: Bucerius Law School)

Quelle: Bucerius Law School

Im Jahre 2000 eröffnete in Hamburg die erste private Hochschule für Rechtswissenschaften in Deutschland. Seitdem können jährlich rund 115 Studierende das vierjährige Studium an der Bucerius Law School beginnen.

Nach zehn Trimestern (also dreieinhalb Jahren) legst du den Bachelor of Laws (LL.B.) ab. Nach weiteren zwei Trimestern (insgesamt also vier Jahren) ist das Studienprogramm abgeschlossen und du kannst dich zur Ersten Prüfung, dem juristischen Staatsexamen, anmelden. Außerdem im Programm: der Bucerius Master of Law and Business. Anfang Mai 2008 akkreditierte der Wissenschaftsrat die Bucerius Law School ohne Auflagen. Beim CHE-Ranking belegt die private Hochschule regelmäßig Spitzenposition.

Unterstützt durch ein großes Netzwerk

Ein Netzwerk von Unternehmen, Top-Kanzleien und Stiftungen unterstützt die Hochschule finanziell und stellt Praktikumsplätze zur Verfügung. Über 90 Partneruniversitäten weltweit stehen für das obligatorische Auslandstrimester zur Auswahl. Allein in den USA hat die Bucerius Law School über 30 Partner, darunter Stanford, Berkeley, Columbia, NYU und Cornell. Die Law School verfügt über das Promotions- und Habilitationsrecht.

Ausstattung und Lehrpersonal

Die Bibliothek der Bucerius Law School ist das ganze Jahr 24 Stunden am Tag geöffnet und bietet genügend Arbeitsplätze für alle Studierenden. Die gesamte Hochschule ist mit Funk-LAN ausgestattet: Das heißt, die Studierenden können sich überall auf dem Campus per Funk mit ihrem Laptop ins Internet einloggen. Ein leistungsfähiges Intranet erleichtert die Studienorganisation.

Es gibt 17 Lehrstühle an der Bucerius Law School: sechs in Privatrecht, fünf im Öffentlichen Recht, drei in Strafrecht, einen im Steuerrecht, einen für Grundlagen des Rechts, sowie einen für das MLB-Programm zuständigen UBS Professor of Law. Jedes Trimester ergänzen bis zu 20 externe Lehrbeauftragte das Kursangebot. Viele von ihnen kommen aus der Praxis. Beim International Program gastieren im Herbsttrimester internationale Gastprofessoren an die Hochschule. Auf die Qualität der Lehre legt die Law School großen Wert: Die Studierenden evaluieren systematisch alle Lehrveranstaltungen im Intranet. Die Professoren nehmen die Ergebnisse sehr ernst, denn sie spielen auch bei der Bestellung von Lehrbeauftragten eine große Rolle.

Studentische Initiativen

Die Hochschule hat einen eigenen studentischen Sportverein, den "BLS Hamburg 01 e.V.", der eine Vielzahl von Sportarten anbietet. Wer dem nichts abgewinnen kann, findet bei den politischen Hochschulgruppen oder dem Studentenmagazin Betätigung. Bei diesen Aktivitäten kommt es zu einem sehr engen Kontakt zwischen den Jahrgängen, der auch durch Patenprogramme gefördert wird: Jeder Erstsemester erhält darin einen älteren Studenten als Ansprechpartner. Für Politikinteressierte gibt es zahlreiche Möglichkeiten, von studentischer Seite auf die Hochschulpolitik Einfluss zu nehmen. So wählt jeder Jahrgang einen studentischen Vertreter, der dem Senat der Hochschule als vollwertiges Mitglied angehört und die Interessen der Studierenden vertreten soll.

Besonderheiten des Studiums an der Bucerius Law School

  • Prüfungen gibt es am Ende jeden Trimesters. Nach zehn Trimestern verleiht die Hochschule auf Grundlage der erbrachten Leistungen einen Bachelor of Laws (LL.B.). Nach zwei weiteren Trimestern können die Studierenden sich für die Erste Prüfung (früher das Erste Juristische Staatsexamen) vor dem staatlichen Prüfungsamt anmelden.
  • In den Kleingruppen und Seminaren sitzen nicht mehr als 20 Teilnehmer.
  • Von den Studenten wird über das Fachstudium hinaus ein "Studium generale" verlangt: In nicht-juristischen Veranstaltungen sollen sie einen Blick über den fachlichen Tellerrand werfen. Hier kannst du einen philosophischen Schwerpunkt wählen, der mit einem Zertifikat abgeschlossen wird.
  • Die Studenten belegen ein obligatorisches wirtschaftswissenschaftliches Grundlagenprogramm. Dieses kann bei entsprechender Vertiefung mit einem wirtschaftswissenschaftlichen Zusatzzertifikat der WHU – Otto Beisheim School of Management abgeschlossen werden
  • Die Vorlesungszeit umfasst pro Jahr 36 Wochen. Zum Vergleich: An staatlichen Unis sind es etwa 25.
  • Der Unterricht findet vorwiegend auf Deutsch statt, einige obligatorische Seminare auch in englischer Sprache. Freiwillig können Sprachkurse in Französisch, Spanisch, Russisch oder Chinesisch belegt werden.
  • Obligatorischer Bestandteil des Jurastudiums sind zwei Praktika. Das Career Office der Bucerius Law School vermittelt jedem seiner Studenten Praktikumsplätze im In- und Ausland, unter anderem bei Kanzleien mit wirtschaftlichem Schwerpunkt, Rechtsabteilungen in Unternehmen und internationale Institutionen.
  • Das Studium ist stärker strukturiert als an staatlichen Fakultäten. Insbesondere in den ersten Trimestern findet der Unterricht neben den Vorlesungen in Kleingruppen statt. Aber in den höheren Trimestern müssen auch die Law-School-Studenten stärker auf sich allein gestellt lernen.
  • Die Bucerius Law School bietet im elften und zwölften Trimester ein eigenes Examensvorbereitungsprogramm an. Das Programm ist innerhalb des Angebots der Law School für die Studierenden gratis und ersetzt einen externen Repetitor.

Eine Professorin im Gespräch

Wie unterscheidet sich die Juristenausbildung bei Ihnen von der an einer staatlichen Hochschule?

Vier Dinge sind anders: Erstens ist der Studienablauf geraffter und etwas verschulter. Weil wir in vier Jahren das machen, was an staatlichen Hochschulen in der Regel fünf Jahre und meist noch länger dauert, muss man die Ausbildung verdichten. Dazu ist natürlich ein anderes Verhältnis zwischen Studenten und Professoren als an staatlichen Unis nötig. Bei 100 bis 110 Studenten pro Jahr können wir Professoren die Studierenden ganz anders betreuen und bei ihrer Ausbildung begleiten.

Zweitens sind wir stärker international ausgerichtet und praxisorientierter. So ist ein Auslandssemester zu Beginn des dritten Studienjahres fest eingeplant. Zudem bieten wir eine Fremdsprachenausbildung an, nicht nur in Englisch und Französisch, sondern auch in Spanisch, Russisch oder Chinesisch. Und in den Semesterferien sind Praktika vorgesehen.

Drittens unser Studium generale: Mittwochnachmittag ist keine Juristerei, sondern Zeit, um den Horizont zu erweitern. Wir hatten zum Beispiel eine Reihe über Kammermusik, gehen gemeinsam ins Museum oder organisieren Gespräche mit Politikern. Der Jurist soll nicht nur Rechtsgelehrter sein, daher werden unsere Studierende ganzheitlich vorbereitet auf die Aufgaben, die sie später in unserer Gesellschaft übernehmen werden - und dazu gehört mehr als "Paragraphenreiterei".

Und viertens haben die Studenten untereinander ein unglaublich enges Verhältnis, sie helfen und unterstützen sich. Das hält dann auch nach dem Studium, vielleicht ein Leben lang.

Und wie bringt man das alles in der kurzen Zeit unter?

Das Programm für die Studierenden ist schon ordentlich, das will ich nicht leugnen. Natürlich haben die Studierenden nicht nur acht Stunden Lehrveranstaltungen in der Woche, und es werden mehr Prüfungen geschrieben, gerade am Anfang. Aber letztlich ist das zum Wohle der Studierenden. So passiert es kaum, dass jemand wie teilweise an staatlichen Unis erst ein paar Semester studiert und dann merkt: "Das ist doch nichts für mich." Wer an der Bucerius Law School studiert, sollte also schon eine gewisse Belastbarkeit und auch Begeisterungsfähigkeit mitbringen.

Wie viele Bewerbungen bekommen Sie pro Jahr und habe ich als Bewerber überhaupt Chancen?

Bisher haben wir jährlich 400 bis 500 Bewerber, von denen 100 bis 110 genommen werden. Trotzdem kann ich jeden nur ermutigen, es zu probieren. Es ist immer wieder so, dass gerade diejenigen, die beim schriftlichen Test die größten Zweifel an sich haben, es zu uns schaffen. Sehen Sie die Bewerbung auch als Chance zu prüfen, ob Sie nicht nur für die Bucerius Law School, sondern auch generell für Jura geeignet sind. Dabei müssen Sie gar nicht von Anfang an wissen, dass Sie einmal in eine große Wirtschaftskanzlei wollen. Auch wenn Sie vielleicht einfach von Jura begeistert sind, sind Sie bei uns richtig.

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Kommentare (2)

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  1. Julia Schmidpeter

    Vielen Dank für deinen Kommentar. Wir suchen natürlich immer wieder nach neuen Wegen, um die Hochschulen für euch interessant zu machen, und verfassen deshalb für die Startseite andere Teaser als im Artikel selbst. Wenn diese Überschrift dich irritiert hat, möchte ich mich dafür entschuldigen. In der Desktop-Ansicht war der dazu gehörige Teasertext nicht sichtbar, den konnte man nur in der mobilen Ansicht sehen. Darin wurde deutlich, dass wir uns auf das CHE-Ranking bezogen, wo die Bucerius Law School seit vielen Jahren die Spitzenposition hat (siehe auch hier: http://www.law-school.de/jurastudium/warum-bucerius/che-ranking/ und hier: http://efn.me/1ViwQLs)

  2. Anonym

    Wieso erscheint der Artikel eigentlich auf der Startseite unter "Die beste Jura-Fakultät in Deutschland" ? Das stimmt weder inhaltlich mit der Überschrift überein ("Top-Ausbildung für Juristen"), noch sachlich mit zahlreichen Hochschule-Rankings. Finde ich irritierend.

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