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Richtig krankenversichert im Studium

Pillen [Quelle: pixabay.com, frolicsomepl]

Quelle: pixabay.com, frolicsomepl

Vorlesungen, Mensaessen und WG-Suche: Wer sich an einer Hochschule einschreibt, denkt an vieles, aber nicht an die eigene Krankenversicherung. Kein Wunder, denn in den meisten Fällen sind junge Menschen kostenlos über ihre Eltern abgesichert. Doch es gibt Ausnahmen – und spätestens ab dem 25. Geburtstag müssen sich Studenten selbst versichern. Antworten auf die wichtigsten Fragen rund um die studentische Krankenversicherung.

Brauche ich unbedingt eine Krankenversicherung als Student?

Ja. Du musst bei der Einschreibung immer einen Krankenversicherungsnachweis liefern. Studenten aus dem EU-Ausland müssen sich in Deutschland für ein Auslandssemster oder -jahr nicht erneut versichern, wenn sie in ihrer Heimat bereits eine Krankenversicherung haben. Sie erhalten eine europäische Krankenversicherungskarte von ihrer Versicherung (entweder – wie in Deutschland – auf der Rückseite der regulären Versicherungskarte aufgedruckt oder als Extrakarte). Wenn du aus einem Nicht-EU-Land kommst oder du dein gesamtes Studium in Deutschland absolvieren möchtest, musst du dich dagegen in Deutschland gesondert krankenversichern.

Bin ich nicht automatisch kostenlos bei meinen Eltern mitversichert?

Das kommt darauf an: Wenn du vor deinem Studium familienversichert warst, bist du das auch in den ersten Semestern – und zwar bis zu deinem 25. Geburtstag. Wenn du ein freiwilliges soziales Jahr, einen Bundesfreiwilligendienst oder Wehr- oder Zivildienst gemacht hast, kannst du die Familienversicherung um die entsprechende Dauer verlängern. Allerdings endet die Versicherung vorzeitig, wenn du zu viel nebenbei verdienst.

Eine Familienversicherung über deine Eltern ist dann ausgeschlossen, wenn der Elternteil mit dem höheren Einkommen mehr als 4.687,50 Euro im Monat verdient und privat versichert ist, der andere Elternteil dagegen gesetzlich versichert ist.

Falls du bereits verheiratet oder in einer eingetragenen Lebenspartnerschaft bist und die Einkommensgrenze nicht überschreitest, kannst du dich auch über deinen Ehe- oder Lebenspartner familienversichern – ganz unabhängig von deinem Alter.

Wie viel darf ich verdienen, ohne die Familienversicherung zu verlieren?

Ein familienversicherter Student darf ein regelmäßiges monatliches Gesamteinkommen von 415 Euro nicht überschreiten. Als geringfügig Beschäftigter (Minijobber) darfst du maximal 450 Euro im Monat verdienen (Stand 2016). Wenn du in einem Jahr über drei Monate mehr verdient hast, läuft die Familienversicherung aus. Falls bereits bei der Aufnahme des Jobs klar ist, dass du die Einkommensgrenze überschreiten wirst, endet die Familienversicherung sofort.

Zum Gesamteinkommen zählt aber nicht nur dein Gehalt, sondern unter anderem auch Renten, Einkünfte aus Vermietung und Verpachtung sowie Einkünfte aus Kapitalvermögen. Ferienjobs zählen dagegen nicht als regelmäßiges Einkommen und dürfen daher auch besser bezahlt sein, ohne dass deine Familienversicherung deshalb endet. Wenn du dir unsicher bist, solltest bei der Krankenkasse nachfragen, bevor du einen Job antrittst.

Was passiert, wenn die Familienversicherung ausläuft?

Wenn du zu viel verdienst oder die Altersgrenze überschritten hast, musst du in die studentische Krankenversicherung einsteigen (oder dich alternativ privat versichern). Das heißt: Du kannst dir eine gesetzliche Krankenkasse aussuchen und zahlst dort einen vergleichsweise günstigen monatlichen Kranken- und Pflegeversicherungsbeitrag. Es gibt aber auch Ausnahmen, wann du nicht in die gesetzliche studentische Krankenversicherung aufgenommen wirst:

  • Als dualer Student erhältst du keinen Studi-Tarif, wenn du Gehalt von deinem Ausbilder bekommst.
  • Selbstständige oder bereits versicherte Arbeitnehmer, die nur nebenbei studieren, können sich ebenfalls nicht studentisch versichern.
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