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Sieben Tipps, ein mieser Redner zu werden

Gelangweilte Zuhörer beim Vortrag [© WavebreakMediaMicro - Fotolia.com]

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Für einen grottigen Vortrag muss man viel beachten: Es müssen ausreichend Fremdwörter vorkommen, man darf sich nicht von der Stelle rühren und sollte obendrein darauf achten, Zuhörern nicht in die Augen zu sehen. Mit diesen Tipps geht der Vortrag garantiert in die Hose.

1. Baue keinen Blickkontakt auf

Vermeide jeglichen Blickkontakt mit deinem Publikum. Das Publikum könnte zurückschauen! Schaue am besten den gesamten Vortrag aus dem Fenster und bleibe ab und zu an einer Sache, die draußen passiert, verträumt hängen und unterbrich deinen Vortrag!

2. Verstecke dich hinter dem Manuskript

Schreibe dir deinen gesamten Vortrag vollständig vor und drucke den Text dann auf DIN A4 in Schriftgröße 3 oder kleiner aus. Halte das Skript während des Vortrags direkt vor dein Gesicht! Dein Ziel muss es sein, dass deine Zuhörer während des gesamten Vortrags nicht ein einziges Mal dein Gesicht sehen. Lies den gesamten Vortrag von deinem Skript ab.

3. Klimpere mit Gegenständen in deiner Tasche

Suche am Abend, bevor du deinen Vortrag hast, möglichst viele Klimpergegenstände, wie zum Beispiel Schlüssel mit Schlüsselanhängern oder Münzen, und stopfe deine Hosentaschen damit voll. Während du dann deinen Vortrag hältst, solltest du versuchen, mit deinen Gegenständen in der Tasche so zu klimpern, dass du einer afrikanischen Trommelgruppe ähnelst.

4. Bleibe während des Vortrags auf einer Stelle stehen

Suche dir vor deinem Vortrag einen Punkt am Rande der Bühne/des Raums aus. Dieser Punkt sollte möglichst versteckt und nicht gut beleuchtet sein. Stelle dich während der gesamten Präsentation an diesen Punkt und bewege dich nicht von der Stelle. Hier wirklich darauf achten, weil: Bewegung könnte deinen Vortrag spannender machen!

5. Mache keine Pausen

Warte nicht, bis die Leute ruhig sind, sondern betrete die Bühne und fange sofort an zu reden. Rede, rede, rede ohne Unterbrechung! Schließlich willst du dem Publikum ja einiges an Inhalt bieten, oder?! Wenn jemand Zwischenfragen hat, vertröste ihn auf nach dem Vortrag, so dass der Fragesteller ab dem Moment nicht mehr deinem Vortrag folgt, sondern nur noch seine Frage im Kopf hat.

6. Stopfe deinen Vortrag mit Detail-Informationen zu

Die Leute sind nicht gekommen, um etwas Spannendes zu hören, sondern sie wollen pure Informationen. Am besten, du packst in deine Präsentationen möglichst viele große Tabellen mit vielen Zahlen und viele Fremdwörter, welche die Zuhörer mit Sicherheit nicht verstehen. Das Publikum wird es dir danken und dich als hochintelligent ansehen. Erkläre ja keine Fremdwörter, sonst hebst du das Publikum auf das gleiche Level wie dich!

7. Lass das Publikum auf dich warten

Plane für die Vorbereitung des Vortrags keine Zeit ein. Die Vorbereitungszeit wird sowieso immer überschätzt. Die Stresssituation, in die du dich schon vor deinem Vortrag versetzt, wird dir sicherlich während deines Vortrags helfen; und vergessen wirst du dann sicher auch nichts. Außerdem: Nichts liebt das Publikum mehr, als ein verspäteter Beginn eines Vortrags. Damit glückt dir der erste Eindruck super!

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Kommentare (3)

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  1. Ironie

    Ironie ?

    Bei so Beiträgen wie von Qwertzgestein weiß ich nie, ob das Ironie oder ein schlecht getarnter Beitrag einen e-fellows Mitarbeiters ist. Vollkommen neue Tipps? Pünktlichkeit, Nicht Ablesen, Blickkontakt, Pausen bei Reden? Wenn das neue Tipps sein sollen, weiß ich auch nicht mehr. Und diese "Hinweise für eine schlechte Rede" ist wohl auch schon ein ziemlich alter Gag. "am besten gleich in den CV schreiben, unter "Publikationen"" Wenn mir das jemand als Publikation im Lebenslauf anbieten würde, würde ich eher lachen, als bewundernd zu schauen. Es ist keine große Leistungen, einen halbseitigen Text über Standardhinweise zur Rhetorik zu schreiben. Also hoffe ich doch mal sehr, dass ich nur die Ironie nicht bemerkt habe.

  2. Anonym

    Rhetoriktrainer mit 22

    Auch ich fand den Artikel echt gut! Nur eine Frage bleibt mir, und zwar zum Autor: Wie wird man denn Rhetoriktrainer, vor allem so jung? Das ist etwas, was mich auch sehr interessieren würde, aber ich kenne kaum Möglichkeiten (außer sehr teurer Seminare) sich da weiterzubilden!

  3. Das Qwertzgestein

    Toller Artikel!

    Genial, vollkommen neue Tipps und dazu auch noch ganz frech im Negativen. Clever, denn normalerweise bekommt man ja Tipps, wie man ein guter Redner wird. In deinem Artikel beschreibst du hingegen, wie man ein schlechter Redner wird, geistreich! Herzlichen Glückwunsch zum Artikel - am besten gleich in den CV schreiben, unter "Publikationen", gleich unter dem e-fellows Stipendium bei "Preise und Auszeichnungen".

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