Partner von:

Darauf kannst du echt verzichten

Kaktus, Minimalismus, Verzicht (Quelle: unsplash.com)

Quelle: unsplash.com

"Die durch Beschränkung verloren haben, sind selten" sagt Konfuzius. Am 1. März ist Aschermittwoch – und damit beginnt die Fastenzeit. Ein guter Zeitpunkt also, Konfuzius beim Wort zu nehmen. Deine Vorsätze aus den letzten Jahren fangen an, dich zu langweilen? Wir haben für dich zehn Ideen für die nächsten sechs Wochen zusammengestellt.

U-Bahnfasten

Du bewunderst deinen Kollegen/Kommilitonen, der sich bei Wind und Wetter aufs Fahrrad schwingt, statt wie du in der überfüllten U-Bahn zu leiden? Die Fastenzeit bietet dir die beste Gelegenheit, es ihm gleichzutun. Du musst dir dafür noch nicht einmal ein eigenes Fahrrad kaufen: In vielen Großstädten gibt es öffentliche Mietradsysteme. Ist dein Weg zu lang zum Fahrradfahren, kannst du trotzdem mit einfachen Mitteln für mehr Bewegung sorgen. Zum Beispiel, indem du ab sofort zwei U-Bahn-Stationen früher aussteigst und den restlichen Weg zu Fuß zurücklegst.

Konsumfasten

Der Science-Fiction-Film "Sie leben!" aus dem Jahr 1988 erzählt uns die traurige Wahrheit über die Gegenwart. Im Film findet der Protagonist eine seltsame Sonnenbrille, durch die er die versteckten Botschaften hinter Werbe-Plakaten und Zeitschriften-Artikeln erkennt: Statt bunter Bilder und fröhlicher Fakten sind dort nur noch riesige Befehle zu sehen. In großen Lettern steht an jeder Wand und auf jeder Seite: "Gehorche", "Konsumiere", "Schlaf weiter":

Bist du auch bereit, die rosarote Brille des glücklichen Konsumenten eine Zeit lang abzulegen? Und gegen die düstere Sonnenbrille der Konsumverweigerung zu tauschen? Falls ja, machst du einen guten Schnitt: Wer weniger kauft, produziert weniger Müll, kann Geld zurücklegen und ist nicht so sehr von materiellen Gütern, extrinsischen Zielen und Erwerbsarbeit abhängig.

Zuckerfasten

Geht es nach der WHO, solltest du nur fünf Prozent deines täglichen Kalorienbedarfs mit Zucker decken. Tatsächlich nehmen wir Deutschen pro Tag das Vierfache zu uns. Die Folge: Karies, Adipositas, Diabetes. Die nächsten 40 Tage sagst du deinem Zuckerkonsum den Kampf an – und zwar nicht nur, indem du den Zucker im Kaffee weglässt. Der Süßmacher steckt auch in vielen Lebensmitteln, in denen wir ihn nicht vermuten, zum Beispiel in Brot, Müsli oder Schinken. Wirf daher vor dem Kauf einen Blick auf die Zutatenliste und gib möglichst unverarbeiteten Produkten den Vorzug. Auf natürliche Süße musst du in deinem Experiment übrigens nicht verzichten. Sie steckt zum Beispiel in reifen Bananen, Datteln oder Trockenfrüchten.

Erreichbarkeitsfasten

Hier ein Anruf, da eine WhatsApp-Nachricht und gleich noch eine Skype-Telefonat. Es gehört heute schon fast zum guten Ton, immer und überall erreichbar zu sein. Greif in den nächsten sechs Wochen einfach mal nicht sofort zum Smartphone, wenn der Nachrichtenton eine neue wichtige Unwichtigkeit meldet. Wenn es wirklich wichtig ist, dann ist es das auch noch in fünf Minuten.

Plastikfasten

2050 könnte es Forschern zufolge mehr Plastik als Fische in den Meeren geben. Viele Firmen verzichten deswegen schon heute auf den Umweltkiller: Zeit, dass du sie dafür belohnst und kunststoffverpackte Produkte 40 Tage lang boykottierst – sofern eine praktikable Alternative im Regal zu finden ist. Du brauchst dafür noch nicht einmal einen verpackungsfreien Supermarkt aufzuspüren: Auch im herkömmlichen Einzelhandel kommst du mit Mehrwegtaschen und –tüten, Glas- und Pappverpackungen schon sehr weit. Was trotz aller Bemühungen an Plastikmüll anfällt (Stichwort Zahnpasta …), wird recycelt (wie alle andere Verpackungen natürlich auch).

nach oben
Kommentare (0)

Zum Kommentieren bitte einloggen.

Das könnte dich auch interessieren