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Lässt kaum Wünsche offen

Uni-Stadt, Saarbrücken, Schild [Quelle: saarbruecken.de, Autor: Landeshauptstadt Saarbrücken, Amt für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit]

Quelle: saarbruecken.de, Landeshauptstadt Saarbrücken, Amt für Stadtmarketing und Öffentlichkeitsarbeit

Um es gleich zu sagen: Saarbrücken liegt nicht in Frankreich, die Kohle- und Stahlindustrie beherrscht nicht das Stadtbild und man spricht hier deutsch - oder so ähnlich. Außerdem tragen nicht alle Saarländer eine Kappe wie Heinz Becker.

Saarbrücken ist überraschend anders - nicht zuletzt wegen der wechselvollen Stadtgeschichte. Nach den Römern, die hier ein kleines Kastell unterhielten, musste man zwar anderthalb Jahrtausende warten, bis wieder etwas Leben einzog. Jedoch sind die Barockbauten aus dem 18. Jahrhundert sehenswert - sofern sie nicht der französischen Revolution, den Kriegen oder dem Modernisierungswahn zum Opfer gefallen sind. Mit der Kohle- und Stahlindustrie erlebte die Region einen schwunghaften Aufstieg und wurde am Anfang des letzten Jahrhunderts immer wieder zwischen Deutschland und Frankreich hin und her gereicht. Seit 1957 ist das Saarland das jüngste alte Bundesland und Saarbrücken die Landeshauptstadt des kleinsten Flächenstaates der Republik.

Die Universität im Wald

Zwischen bewaldeten Hügeln etwas außerhalb der Stadt liegt der Campus Saarbrücken der Universität des Saarlandes - so der offizielle Name. 18.000 Studierende sind hier eingeschrieben. Das Studienangebot reicht von Übersetzen und Dolmetschen bis zu Werkstoffwissenschaften - leider ist das Angebot in den letzten Jahren durch den Sparzwang des Saarlandes um einige Fächer kleiner geworden. Die Schwerpunkte liegen auf Naturwissenschaften, Sprachen, sowie den Rechts- und Wirtschaftswissenschaften. Besonders in der Informatik hat sich Saarbrücken in den letzten Jahren einen Namen machen können. Die Universität wurde zur Zeit der französischen Verwaltung 1948 gegründet. Dieser Umstand und die Nähe zu Frankreich haben zu einer starken europäischen Ausrichtung und zahlreichen deutsch-französischen Studienangeboten geführt. So kann man hier zum Beispiel den ersten französischen Jura-Abschluss (D.E.U.G.) ablegen. Die Medizinische Fakultät der Universität liegt nicht auf dem Campus Saarbrücken, sondern hat ihren eigenen Campus in Homburg, am anderen Ende des Saarlandes.

Der Campus

Durch die abgeschlossene Lage konzentriert sich das studentische Leben tagsüber auf den Campus. Und fast keine Wünsche bleiben hier offen. Die Mensa spielt in der Oberklasse, das kulinarische Angebot wird zudem noch durch ein Restaurant und einige Cafés erweitert. Eine Buchhandlung bietet geistige Nahrung. Und wenn gar nichts mehr gehen will: Im kleinen Supermarkt gibt es die rettende Tafel Schokolade. Die ganzen Kalorien kann man dann wieder beim Unisport loswerden. In den Sportanlagen wird Tennis oder seit Neuestem Beachvolleyball angeboten. Oder man geht Samstag- und Sonntagabend zum Tanzen in der Studentenkneipe "Canossa" unter der Mensa. Und wer lieber seine Ruhe haben will, läuft einfach eine Runde durch den Wald.

Hauptsach gudd gess

Die Mentalität des Saarländers drückt sich wohl am deutlichsten in dieser - oft zitierten - Maxime aus: Hauptsach gudd gess. (für Nichtsaarländer: wesentlich ist, gut gegessen zu haben.) Auf vieles kann man hier verzichten, auf gutes Essen und Trinken wohl kaum. Die Kneipen- und Restaurantdichte in Saarbrücken ist entsprechend hoch. Und trotzdem kann es einem passieren, dass man in seinem Lieblingslokal an einem normalen Wochentag keinen Platz findet. Zentraler Treffpunkt ist der St. Johanner Markt, der ein wenig südländische Piazza-Atmospäre vermittelt. Kaum dass ein wärmender Sonnenstrahl die Stadt erwischt, stehen alle bis spät abends auf dem Markt und sorgen dafür, dass der Bierkonsum auf hohem Niveau gehalten wird.
Neben dem kulinarischen kann sich auch das kulturelle Angebot sehen lassen. Das Saarländische Staatstheater mit Oper, Ballett und Schauspiel, das Sinfonieorchester des Saarländischen Rundfunks und die Moderne Galerie bieten neben einigen Kleinkunstbühnen ausreichend Abwechslung.

Studentenleben in Saarbrücken

Saarbrücken ist keine reine Studentenstadt. Die Stadt ist klein genug, dass man beim Einkaufsbummel am Samstag immer ein paar Bekannte trifft, sie ist groß genug, dass es nicht jeden Samstag die selben sind. Die Mieten sind niedrig, es gibt viele Studentenwohnheime und WGs. Das klassische Studentenviertel ist das Nauwieser Viertel. Eine bunte Mischung aus alternativen Läden, gemütlichen Kneipen und Restaurants und eine hohe WG-Dichte machen es zum beliebten Studententreff. Ansonsten verteilen sich die Studenten am Abend gleichmäßig auf das unüberschaubare Angebot von Kneipen in der gesamten Stadtmitte. Aus der Fülle hier ein paar Insidertipps: Die wohl saarländischste Pizzeria ist "Alla Chitarra", die größten Spaghettiportionen gibt es in "Ingos kleiner Tonhalle" und das schokoladigste Schokoladeneis bei "De Lorenzo". Fazit: Man lebt gut in Saarbrücken - auch als Student.

Hochschulen in Saarbrücken

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