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Das deutsche Mekka für Wassersportler

Uni-Stadt, Kiel, Ostsee, Strandkörbe [Quelle: freeimages.com, Autor: Ayla87]

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Wer zum Studium nach Kiel wechselt, tut das in den allermeisten Fällen nur aus einem von zwei Gründen. Der eine ist eine große Heimatliebe. Gut nachvollziehbar, bei der tollen Seeluft und dem frischen Flair einer Studentenstadt, die niemals stillsteht. Der zweite wächst sich oft zur Krankheit aus: Wasser-Sucht.

Viele Kieler Studenten kommen aus Schleswig-Holstein und möchten noch etwas länger im Norden bleiben. Von den ca. 25.000 Studierenden kommen fast zwei Drittel aus Schleswig-Holstein. Zählt man die norddeutschen Bundesländer Hamburg, Niedersachsen, Bremen und Mecklenburg-Vorpommern dazu, sind es über 85 Prozent. Oder sie wollen segeln - richtig, nicht auf einem Binnensee. Allerdings bietet Kiel auch für andere noch einiges mehr. Nicht umsonst ist das Motto der Christian-Albrechts-Universität "Zusammen auf Kurs" – da gibt es viel zu entdecken und erleben – nicht nur auf dem Wasser, sondern auch zu Land.

Nordish by nature

Etwa 240.000 Menschen wohnen in Kiel. Wer hier studiert, hat aber zur Uni wie zu seinen Kommilitonen noch kürzere Wege, als die Größe der Stadt mit knapp 120 km² vermuten lässt. Denn zum einen wird Kiel von der Kieler Förde ziemlich genau in zwei Hälften geteilt, die aber problemlos mit der Förde-Fährlinie verknüpft sind. Dabei liegen die Innenstadt wie auch die Uni (bis auf ein technisches Institut) in der westlichen Hälfte der Stadt. Des Weiteren wird Kiel im Norden durch den Nord-Ostsee-Kanal begrenzt. Und da kaum ein Rad fahrender Studi dauerhaft Lust hat, jeden Tag mindestens zweimal die Holtenauer Hochbrücke zu bezwingen, sieht der Wohnort von den meisten Studenten so aus: Westufer, südlich vom Kanal. Gerade die Stadtteile Ravensberg (wo auch die Uni liegt), Südfriedhof und direkt um den Schrevenpark sind ideale Wohngegenden, die alles bieten, was man braucht. Das führt dazu, dass man vom Zentrum aus mit dem Fahrrad in etwa zehn Minuten auch beim entferntesten Kumpel ist. Kiel ist eine Fahrradstadt und man sollte stolz darauf sein!

Rumkommen trotz steifer Brise

Als Verkehrsmittel bietet sich in Kiel, wie schon erwähnt, das Rad an, wenn man nicht ohnehin in fußläufiger Entfernung von der Uni wohnt. Zwar verfügt die Stadt über schnelle Verkehrsschlagadern für Autos, gerade der Westring ist hier zu nennen, er verbindet die Uni direkt mit der Autobahnzufahrt. Aber auch die Fahrradwege sind gut ausgebaut und durchweg in gutem Zustand. Ansonsten sieht man dennoch eine Menge Autos an der Uni. Dies ist bedingt durch die gute Parkplatzsituation und dadurch, dass eine Reihe Studenten aus der näheren Umgebung kommen und da auch wohnen. Unter "näherer Umgebung" ist durchaus der Bereich bis einschließlich Hamburg zu erwähnen, auch wenn die Autoanfahrt dann etwa eine Stunde dauert. Einige Studenten nehmen jeden Morgen sogar die Pendelstrecke Hamburg-Kiel mit dem Zug auf sich und haben dann eineinhalb Stunden Fahrtzeit – nicht unbedingt eine Dauerlösung, aber vielleicht gerade zu Beginn des Studiums machbar, insbesondere wenn man sich zu Fahrgemeinschaften zusammenschließt. Wenn man sich während der Orientierungsphase die Wohnungssuche ersparen möchte und etwas Wartezeit einrechnet, lohnt sich das insofern, als dass die Suche nach einer WG eindeutig leichter fällt, wenn man die Stadt schon etwas kennen gelernt hat und eventuell sogar mit neuen Bekanntschaften WG-Gründungspläne hat. Das macht weitaus mehr Spaß und lässt tolle Freundschaften entstehen. Zur Stoßzeit, also September/Oktober eines jeden Jahres, gibt es nicht selten regelrechte Engpässe auf dem Wohnungsmarkt. Dagegen hilft nur eine rechtzeitige Einschreibung beim Studentenwerk Schleswig-Holstein für die Studentenwohnheime, die in ganz Kiel, aber vornehmlich natürlich in Uninähe zu finden sind.

Graue Stadt am Meer?!

Die Uni ist in Kiel relativ zentralisiert, wenn es sich auch nicht um eine Campus-Uni im eigentlichen Sinn handelt. Es gibt zwei Zentren, eins am Audimax/Hochhaus und eins bei den sogenannte "Fakultätenblöcken". Sie sind aber durch die Ohlshausenstraße direkt verbunden und liegen nur ungefähr eineinhalb Kilometer auseinander, so dass man mit Fahrrad oder Bus fünf Minuten unterwegs ist. In der Mitte befindet sich unter anderem das Sportforum mit guten Trainingsmöglichkeiten - insbesondere für Wassersportler. Auch das FIZ, ein großes und technisch sehr gut ausgestattetes Fitnesszentrum, sowie ein Pferdesportzentrum liegen direkt an der Ohlshausentraße. Auf dem Ostufer liegt das neue technische Zentrum der Universität, das am schnellsten mit der Förde-Fährlinie durch "einmal übersetzen" einwandfrei erreichbar ist. Die Gebäude sind architektonisch sicher nicht der letzte Schrei; auch der Zustand der Gebäude lässt teilweise zu wünschen übrig. Dafür bietet die Uni aber genügend große Räume und eine gute Ausstattung insbesondere in den Bibliotheken. Apropos Bibliotheken – neben der Universitätsbibliothek gibt es besonders für Wirtschaftswissenschaftler, zentral und mit einmaligem Blick an der Kiellinie gelegen, das "Zentrum für Weltwirtschaft", das deutschlandweit führend ist und über eine sehr gut bestückte Fachbibliothek für "BWLer und VWLer" verfügt.

Mehr als Schlickrutschen - Sport in Kiel

Bei den sportlichen Aktivitäten stehen für viele sicher die Wassersportarten obenan: Zum Segeln, Rudern oder Kanufahren lädt die Kieler Förde geradezu ein. Die Auswahl an Segelvereinen, Ruderclubs und ähnlichem ist groß. Wer noch nicht segeln kann, muss über den Uni-Sport zumindest einmal auf dem Boot gestanden oder einen Segelschein gemacht haben. Auch ansonsten sind viele Kieler Wasserratten. Ein lustiger Anblick ist es immer wieder, wenn man ins Sportforum geht und sie im Schwimmbad Kanupolo spielen sieht: ein Ballspiel vom Kanu aus. Im Sommer machen das die Bewohner der Stadt auch draußen auf der Förde. Wer die neuen Wassertrendsportarten wie Stand-up-Paddling noch nicht ausprobiert hat, ist in Kiel richtig: Am Falkensteiner Strand kann man bei einem entspannten Strandtag für wenig Geld ein Brett mieten – Funfaktor unschlagbar! Der Falkensteiner Strand, der beliebteste Ostseestrand von Kiel, ruft einen im Sommer oft vom Schreibtisch weg. Mit Freunden dort den Abend ausklingen lassen und dann gemütlich mit der letzten Fähre zurück nach Kiel rein, so endet nicht selten ein Tag in der vorlesungsfreien Zeit. Mit dem Rad braucht man dorthin von der Uni aus etwa 25 Minuten, sodass man nach der kleinen Radtour das erfrischend-klare Wasser gut ertragen kann. Empfehlenswert ist dort auch der Hochseilgarten für alle Kletterer oder Adrenalin-Süchtige, die neben der tollen Indoor-Kletterwand am Sportforum einmal in die Natur wollen.

"Wo die Ostseewellen trecken an den Strand..."

Die nähere Umgebung lädt insbesondere zu Strandspaziergängen, bezaubernden Joggingrunden oder zu ausgedehnten Radtouren ein. Zum Beispiel am Meer oder etwa zum Westensee und anderen Seen, die sämtlich sehr sauber sind und sich hervorragend zum Baden eignen. Die Radwanderroute am Kanal entlang begeistert durch kleine Cafégärten an der Strecke, wo einer Kuchenpause in der Saison nichts im Wege steht. Im Südosten von Kiel ist die holsteinische Schweiz um Plön und Eutin in kurzer Zeit mit der Bahn erreichbar. Dort kann man unter anderem ausgedehnte Paddeltouren unternehmen und die Schwentine mal anders erleben.

Von Kiel in die Welt - die Welt nach Kiel

Besonders zu erwähnen ist auch die Nähe zu Skandinavien, das man mit dem Auto (nach 80 km erreicht man bereits Dänemark) oder aber vor allem mit der Fähre leicht erreichen kann. Nach Göteborg in Schweden und Oslo in Norwegen fahren diese jeden Tag. Jeder Kieler Student sollte mindestens einmal dort gewesen sein. Und oft bleibt es nicht dabei. Berühmt/berüchtigt sind in diesem Zusammenhang auch die Semesterabschlussfahrten, die zumeist zum Ende des Wintersemesters stattfinden: Mit der Fähre über Nacht nach Göteborg, dort den Tag bleiben und am Abend wieder zurück mit einem ganzen Schiff voll Studis... Nur schade, dass das nicht mehr "duty free" geht. Auch die Uni-Sprachkurse in allen skandinavischen Sprachen (außer Faröisch) erfreuen sich reger Beliebtheit. Nicht selten verschlägt es den einen oder anderen auch beruflich dorthin. Insbesondere Mediziner hat man schon mehrfach nach Dänemark oder Schweden entschwinden sehen.

"Giv me noch een aus de Buddel..." - Kneipen

Die Auswahl an Kneipen ist gut. Auch wenn es kein eigenes Kneipenviertel um die Uni herum gibt, sondern eher im Bereich der Innenstadt und namentlich der Bergstraße, findet man doch mit dem Frizz oder dem Oblomow, die von der Uni nur ein paar Gehminuten entfernt sind, für jeden Geschmack etwas. Biergärten sind allerdings den unbarmherzigen Gesetzen der Evolution zum Opfer gefallen: Wind und Wetter haben ihnen den Garaus gemacht. Allein die Forstbaumschule sucht hier noch eine ökologische Nische – dafür aber mit Erfolg, denn es gibt keinen besseren Ort, um beispielsweise die WM-Übertragungen zu schauen oder abends bei lauem Klima ein Bierchen zu genießen.

"Ick heff mol 'n Hamburger Veermaster sehn..."

Alljährlich im Juni zieht die Kieler Woche unzählige Besucher nach Kiel. Über die zahlreichen Segelregatten hinaus, die am besten von Strande oder Schilksee aus verfolgt werden können, befindet sich vor allem die Innenstadt sieben Tage lang im Ausnahmezustand. Überall finden sich Bühnen, Kleinkünstler, Verkaufsstände und Aktionen. Empfehlenswert: der Europäische Markt auf dem Rathausplatz. Auch dem Bayernzelt wird nachgesagt, dass es bald origineller und besser als in München sein soll… Großsegler und viele andere Schiffe gehen in Kiel vor Anker und laden zu Besichtigungen ein. Das Ganze endet jedes Jahr mit einem großen Feuerwerk über der Förde, das mit klassischer Musik begleitet wird. Dazu können wir jeden nur einladen, egal, ob er oder sie in Kiel studieren will oder nicht.

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