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Kulturhochburg und noch viel mehr

Jena Marktplatz (Quelle: Wikimedia Commons, Rene Schwietzke)

Quelle: Wikimedia Commons, Rene Schwietzke

Zu Schiller in die Vorlesung? Mit Novalis, Hölderlin und Brentano die Hörsaalbank drücken? In Jena war das vor 200 Jahren möglich.

Damals galt die Stadt an der Saale als ein Zentrum der klassisch-romantischen Bewegung. Goethe forschte an der Universität, Hegel, Fichte und Schelling lehrten dort. Auch heute noch haben Jena und seine Universität ihren Studenten viel zu bieten.

Familiäre Atmosphäre an der Uni

Auf persönlichen Kontakt wird an der Friedrich-Schiller-Universität viel Wert gelegt. Lehrende und Studierende kennen sich und arbeiten eng zusammen. Auch ein Grund, warum die Studienzeiten in Jena deutlich unter dem Durchschnitt liegen: BWL, zum Beispiel, studiert man dort in 10,3 Semestern. Spätestens im 11. Semester muss man sein Examen ablegen, wobei die meisten schneller sind. Während des Studiums lernt man Jena gut kennen, denn die Fakultäten liegen verstreut über die ganze Stadt. Trotzdem braucht man kein Auto – höchstens gute Schuhe oder einen bequemen Fahrradsattel. Neben der Universität gibt es eine Fachhochschule, die technische und wirtschaftswissenschaftliche Studiengänge anbietet. Wissenschaftlich gearbeitet wird in der Stadt außerdem in zahlreichen, meist naturwissenschaftlichen Instituten: Allein drei Max-Planck- und ein Fraunhofer-Institut sind in Jena ansässig.

Frühzeitig nach einer Bleibe suchen

Durch die große Abwanderung ist der Wohnungsmarkt in Ostdeutschland recht entspannt. Jena bildet leider eine der wenigen Ausnahmen. Besonders vor Semesterbeginn spitzt sich die Situation zu. Viele WGs suchen sich ihre künftigen Mitbewohner nach strengen Kriterien aus – nicht selten aus mehrseitigen Listen. Studenten sollten also frühzeitig mit der Wohnungssuche beginnen. Ratsam ist auch, zunächst mit einer Wohnung im Neubaugebiet vorlieb zu nehmen und nach einer besseren Wohnung zu suchen, sobald der große Ansturm zu Semesterbeginn vorbei ist.

Reges Kneipenleben

Die Kneipen in Jenas Wagnergasse sind immer voll besetzt, egal zu welcher Tageszeit. Besonders zu empfehlen: das Café Stilbruch, untergebracht in einem verwinkelten kleinen Fachwerkhaus. Es bleibt ein Rätsel, wie die Bedienung Getränke und Speisen serviert, ohne auf den steilen Treppen ein größeres Unglück anzurichten. Wer gemütliche Abende mit Freunden in Kneipe oder Restaurant genießt, wird sich in Jena wohlfühlen. Zwar verfügt die Stadt auch über einige Discos, notorische Nachtschwärmer werden hier aber eher nicht auf ihre Kosten kommen.

Kultur – klein und fein

Stell dir vor: Deine Eltern kündigen ihren Besuch an und du musst sie beschäftigen. In Jena kein Problem. In der Stadt erwartet dich eine ganze Reihe historischer Gebäude und Sehenswürdigkeiten: zum Beispiel das Romantikerhaus, das Optische Museum oder Schillers Gartenhaus. Einen Besuch wert – nicht nur mit den Eltern – ist das Planetarium. Es wurde 1926 eröffnet und ist heute das betriebsälteste Planetarium Deutschlands. Ist es draußen wieder einmal bedeckt, sieht man sich einfach dort den aktuellen Sternenhimmel an. Im Juli und August ist es an der Saale Zeit für die 'Kulturarena'. Eine Freilichtbühne vor dem Theater ist dann Schauplatz von Theateraufführungen, Kinoabenden und Konzerten.

Interessante Umgebung

Einfach mal raus aus dem Alltagstrott und etwas anderes sehen – das macht Spaß und bringt neue Ideen, zum Beispiel für die aktuelle Hausarbeit. Von Jena gut zu erreichen sind die Städte Erfurt, Weimar und Leipzig. Diese Städte verfügen über ihr eigenes Kulturprogramm und eine Vielzahl an Sehenswürdigkeiten. Naturliebhaber allerdings kommen in Jena auf ihre Kosten. Die Muschelkalkhänge um die Stadt laden zu ausgedehnten Spaziergängen ein. Ganze 27 Orchideenarten sind hier heimisch. Extremwanderern sei die jährliche Jena-Wanderung empfohlen. Sie beginnt nachmittags und führt durch die Nacht einmal um das gesamte Stadtgebiet herum.

Hochschulen in Jena

Friedrich-Schiller-Universität Jena

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