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Echte Studentenstadt

Campus Göttingen [© runzelkorn - Fotolia.com]

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Beim zweiten Besuch der Eltern wird es schon schwierig. Was soll man denn jetzt noch zeigen? Sehenswürdigkeiten wohin das Auge blickt? Fehlanzeige in Göttingen. Aber hierher kommt man ja auch wegen der Wissenschaft.

Wer die Innenstadt mit dem Alten Rathaus und der Gänseliesel auf dem Marktbrunnen besucht hat, kennt schon Einiges. Natürlich gibt es da noch Bismarckturm und -häuschen, die ehemalige Studentenwohnung Otto von Bismarcks. Angeblich schlug der Reichskanzler dort so über die Stränge, dass er der Stadt verwiesen werden musste. Eine richtige touristische Hochburg ist Göttingen deshalb aber nicht.

Unter Garantie: Kommilitonen treffen

Dafür eine echte Studentenstadt. Wenn sich Studenten selbst eine Stadt erschaffen könnten, würde sie wohl so aussehen wie Göttingen: Mit einer Campus-Uni und einer FH, an denen sich insgesamt 30.000 Studenten tummeln, vielen Studentenkneipen und Feiern. Jeden Abend ist irgendwo was los und unter Garantie trifft man in den vielen Bars und Kneipen Bekannte und Kommilitonen. Und dann die Preise: Legendär zum Beispiel der Weizenabend im "Thanners", bei dem das Gebräu in den hohen Gläsern schon für rund zwei Euro zu haben ist. Ein Studententreff und das Richtige, um nach einem Besuch bei "Thanners" Energien loszuwerden, ist die Disko "Savoy". Manche finden sie aber recht teuer und schwören lieber auf die traditionsreiche "Tangente". Zwischen diesen Locations sind die Wege kurz. Alles in der Stadt ist innerhalb von zehn Minuten erreichbar.

Nach der Wahrheit forschen

Klein und bescheiden gibt sie sich gerne: die Stadt Göttingen mit der Georg-August-Universität. Gerne wird dabei vergessen, dass ihre Mauern ein Viertel der niedersächsischen Forschungskapazität beherbergen. Und wäre die Geschichte der Universität eine Person, ließe sich garantiert über sie sagen: Sie hat es faustdick hinter den Ohren. Sie ist ein Produkt des aufgeklärten Absolutismus. Statt der unkritischen Vermittlung von Lehrmeinungen sollte die Hochschule nach der Wahrheit forschen. Im 18. und 19. Jahrhundert erlebte die Universität eine erste Blütezeit. Die wurde durch staatliche Repressionen drastisch beendet: 1837 entließ der neue hannoversche König Ernst August die "Göttinger Sieben". Diese sieben entlassenen Professoren hatten gegen die Aufhebung eines liberalen Gesetzes protestiert. Unter ihnen befanden sich auch einige 'Prominente' wie die Gebrüder Grimm.

Stadt der Studentenverbindung

Wie stark die Universität die Stadt bestimmt, wird klar, wenn man einige Zahlen betrachtet: Auf 130.000 Einwohner kommen rund 15.000 Mitarbeiter der Universität und natürlich die 27.500 Studierenden. Die Universität ist der größte Arbeitgeber der Region. Noch ein Superlativ: Göttingen hat auf die Zahl der Studenten gerechnet die meisten Studentenverbindungen. Unter den vielen Verbindungen gibt es so seltene wie zum Beispiel die Forstakademische Verbindung Rheno-Guestfalia ("studentische Jäger willkommen!") oder eine Verbindung für Frauen.

Unikino und Mensa: top

Auch ein guter Ort, um Leute zu treffen: Das Unikino. Fast jeden Abend werden im Audimax Filme gezeigt. Der Spaß kostet zwei Euro und ist für Göttinger Studenten ein Muss. Und was ist mit so klassischen Unieinrichtungen wie Mensa und Bibliothek? Alles super! lautet der Tenor in Göttingen. Zumindest für die Mensen ist das nachvollziehbar: Insgesamt sechs Stück verteilen sich über die Stadt. Bei einer Umfrage erhielt die Göttinger Mensa vor Kurzem den zweiten Platz in einem deutschlandweiten Ranking. Stress mit Wohnungssuche? Nicht hier! Dem Studentenwerk sei Dank, verfügt Göttingen über 4.600 Wohnheimplätze. Der Wohnungsmarkt insgesamt gilt als entspannt. Zur Zeit gibt es mehr Angebote als Gesuche.

Hochschulen in Göttingen

Georg-August-Universität Göttingen

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